Newer posts are loading.
You are at the newest post.
Click here to check if anything new just came in.

August 14 2014

Mehr Energie für unsere „Prinzessin“ – AccuPower stellt Lithium-Ionen Akkus zur Verfügung

Durchschnittstemperaturen im Freien von -55°C, harte körperliche Arbeit im Druckanzug mit jeder Menge CO2 Ausstoß, das ist nur ein kleiner Teil der Herausforderungen, die ein Raumanzug am Mars zu bewältigen hat.

Hier auf der Erde entwickelt und testet das ÖWF, als eines von weltweit vier Gruppen, Systeme um für kommende Marsmissionen gerüstet zu sein. Eines dieser Systeme in unserem Analoganzug ist das TCS (Temperature Control System / Temperaturkontrollsystem).
Wie der Name schon sagt, ist es für die Regelung der Temperatur im Anzug verantwortlich, wobei es auch noch einige andere wichtige Aufgaben erfüllt. Zum Beispiel werden die Akkus die den Anzug mit Energie versorgen von diesem System überwacht und bei Bedarf dazu bzw. umgeschaltet. Auch die Spannungsversorgung des OBDH Systems (On Board Data Handling), dem „Gehirn“ der Aouda.X, wird vom TCS aufbereitet und stellt diesem alle notwendigen Spannungen zur Verfügung.

Um eine konstante Temperatur im Anzug zu gewährleisten werden die Lüfter steht´s den Bedürfnissen des Anzugträgers angepasst, nachgeregelt und überwacht. Sollte aus irgendeinem Grund die automatische Regelung ausfallen, kann jederzeit die Steuerung manuell übernommen werden. Zwei Drittel der Leistung, die von den Akkus geliefert wird, benötigen die Lüfter um die notwendige Luftumwälzung um Torso- und Helm Bereich sicherzustellen.

Akku 7S4P von der Firma Akkupower
Es werden insgesamt drei Akkus im Analoganzug verwendet, jeder von ihnen liefert ca. 270Wh elektrische Energie und wiegt ca. 1,5kg. Um auf diese Leistungsdichte zu kommen werden seit Juli 2014 spezielle Lithium-Ionen Akkus verwendet, die mit einer intelligenten Ladeelektronik ausgestattet sind um vor Tiefentladung und Überlast zu schützen. Es sind jeweils 7 Zellen in Serie und diese dann 4mal parallel geschalten um eine Spannung von 25.9V zu erreichen.
Wichtig bei der Lithium-Ionen Technik ist auch dass die einzelnen Zellen immer den gleichen Ladezustand aufweisen. Auch um dies muss sich das Anzugteam nicht kümmern, es wird von der Ladeelektronik ständig überwacht und ausgeglichen.

Damit die Akkus ihre volle Leistung entwickeln können werden sie im PLSS (Personal Life Support System) getragen. Dadurch werden extreme Temperaturschwankungen vermieden und es kann eine Simulationszeit von 3-8 Stunden erreicht werden.

Die Energie des Anzuges ist neben CO2 und O2 sowie EKG Messwerten, ein sehr wichtiger Parameter und wird ständig während einer Simulationen überwacht. So hängt auch die Dauer eines EVA‘s (Extra-vehicular activity vulgo „Marsspaziergang“) von der verfügbaren Energie ab. Dies muss auch bei der Planung von Missionen berücksichtigt werden und in den Flugplan einfließen.

Im Juli bekam das ÖWF von der Firma AccuPower Lithium-Ionen Akkus für unsere beiden Mars Analograumanzüge zur Verfügung gestellt. Nicht nur das geringere Gewicht, auch die kleinere Dimension des einzelnen Akkus helfen uns die Anzüge weiterzuentwickeln.

Wir bedanken uns für die tolle Zusammenarbeit mit dem Team von Accu Power und freuen uns auf den ersten Feldeinsatz der neuen Accus im Rahmen der AMADEE-15 Mission im Sommer 2015.

Über AccuPower
AccuPower ist ein international agierendes Unternehmen mit Sitz in Graz, Österreich. Das Unternehmen entwickelt und vertreibt High-Tech-Produkte im Bereich Lade- und Energietechnik, die weltweit für mobile Stromversorgung eingesetzt werden.
www.accupower.at

July 27 2014

Das ÖWF begeistert! Kleiner Beweis?

Anfang Juni sind tausend Gäste und Honoratioren in das Pariser Hauptquartier der UNESCO geladen, um ein halbes Jahrhundert europäische Raumfahrtkooperation zu feiern. Logos, Banners, Präsentationen unterstreichen es in allen Ecken: 1964-2014: 50 Years Serving European Cooperation and Innovation. Dann wird es dunkel, Musik, Atmosphäre, ein bisschen Gänsehaut und sehr viel Weltraum. ESA-Generaldirektoren, Politiker, Astronauten, Industrievertreter, europäische Delegierte und die Mitarbeiter der ESA lauschen starken Geschichten und großen Leistungen aus fünf Jahrzehnten.

Ich sitze weit hinten im Halbdunkel, zwischen vielen Kollegen aus den 20 Mitgliedstaaten der ESA. Es ist ein bisschen auch unsere Feier, hat es geheißen, und obendrein soll es nachher einen festlichen Empfang mit Blick auf den Eiffelturm und das abendliche Paris geben. Wir hören gute und weniger gute Reden, sehen Bilder aus der Frühzeit der ESA und folgend interessiert den Anekdoten von Roy Gibson, dem ersten ESA-Generaldirektor, der mit seinen 90 Jahren wach, klug und verschmitzt auf der großen Bühne sitzt.

Nach der Weisheit des Alters haben die Organisatoren der Show das Feuer der Jugend eingeladen. Drei Teenager entern die Bühne, schlaksiger Schritt, nehmen Platz neben zwei krawattentragenden ESA-Direktoren und dem Moderator Jean-Francois Clervoy, ESA-Astronaut, drei Mal im All mit dem Space Shuttle. Die drei Kids sind stellvertretend für die vielen Kinder von ESA-Mitarbeitern ausgewählt worden, die jährlich das große ESA-Sommercamp bevölkern. Jeder der drei – zwei Mädchen, ein Junge – hat zwei Minuten Zeit um ein Statement abzugeben. Astronaut Clervoy fragt: „So, und was ist Euer bleibender Moment, der Euch für die Raumfahrt begeistert hat? Was war Euer Schlüsselerlebnis? Was bedeutet der Weltraum für Euch?“

Die erste greift zum Mikrofon. Ein Bild erscheint auf der großen Leinwand.
Und ich fahre in meinem Sitz hoch.

Das Foto zeigt die hunderten Teilnehmer des „ESA Space Camp“ aus der Luft aufgenommen, zu einem Riesen-ESA-Logo drapiert auf einer grünen Wiese. Im Gegensatz zu Publikum rund um mich im Halbdunkel kenne ich das Foto ziemlich gut: Es ist ein ÖWF-Foto. Geschossen vom Modellhubschrauber unseres Mitglieds Gerhard Grömer. Während des ESA Space Camp 2013 im Salzburger Land. Die ESA hatte uns vom ÖWF gebeten, zwei Tage mit den Kids – den kleinen (6 bis 11 Jahre) und den großen (12 bis 18 Jahre) – zu gestalten. Die Idee mit dem Hubschrauber war unser kleiner Abschlussgag, die Aufstellung zum Logo unsere Idee. Und auf der Bühne sagt das Mädchen: „Das hier ist ein Foto vom Space Camp letztes Jahr. Das war für mich das beste Space Camp. Wir haben so coole Sachen gemacht, vor allem die Marsmission. Und dieses Foto mit einem kleinen Hubschrauber. Wir haben so viel gelernt und die Foto-Session war einfach genial.“

Die Marsmission. Tja, die kommt mir auch bekannt vor. Vom ÖWF ausgedacht, vom ÖWF ausgeführt: ein gigantisches Wissenschaft-Rollenspiel über 48 Stunden.

Jetzt greift der Junge in der Mitte zum Mikrophon. Neues Bild auf der Leinwand.
Und ich mache große Augen.

Auf dem Foto sieht man einen Raum voller Kids, Action pur, dazwischen weinrote ÖWF-Poloshirts. Ein Schnappschuss mitten aus dem heißen Nachmittag, an dem wir vom ÖWF die großen und die kleinen Teilnehmer auf unsere ausgeklügelte Marsreise mitgenommen hatten. Inklusive Mission Control, Reisestrategie, Quizspiel. Der Junge erzählt: „Mein aufregendstes Weltraum-Erlebnis war eine Marsreise, die man mit uns gemacht hat. Wir mussten lauter Entscheidungen treffen und in Teams arbeiten. Ich war in der Missionskontrolle. Das war richtig stressig. Ich hab vorher nicht gedacht, das Raumfahrt so spannend ist, ich hab’s halt nur von meinen Eltern gekannt, die bei der ESA arbeiten. Aber seit dieser Mission weiß ich dass das alles ziemlich cool ist.“

Ich grinse von einem Ohr zum andern und lehne mich zu meiner Sitznachbarin: „That was us…“, sage ich, „das waren wir.“
Und dann geht das Mikrofon an Chiara, das Mädchen ganz rechts mit dem Pferdeschwanz. Clervoy fragt: „Und dein prägendstes Erlebnis?“

Das Bild, das sie ausgewählt hat, lässt mein Herz nun endgültig bis zum Hals klopfen. Auf der Leinwand erscheint Chiara in unserem Kinderraumanzug, im Hintergrund unseren Astronauten-Hindernis-Parcours mit unserem kleinen Marsrover TOBI, der während der MARS2013-Mission in der Wüste von Marokko im Einsatz war. Auf dem Kinder-Raumanzug sieht die versammelte Prominenz dieses Abends groß und deutlich das ÖWF-Logo prangen. Und Chiara sagt: „Letztes Jahr hatte ich die Chance, mich wie ein Astronaut zu fühlen. Ich musste einen Hindernis-Parcours meistern und einen Marsrover reparieren. Das war unglaublich. Ich werde dieses Erlebnis nie vergessen. Unser Team hat gewonnen, und wir waren so stolz. Wir wissen jetzt wie anstrengend und wichtig eine Marsmission ist. Das war mein bestes Weltraumerlebnis.“

Ich sinke wieder in meinen Stuhl. Klatschen, Astronaut Clervoy lächelt, die drei gehen ab, die Show geht weiter. Aber ich bin jetzt in Gedanken woanders.

Drei Jugendliche aus drei Ländern. Drei Jugendliche im sogenannten „schwierigen Alter“. Und alle drei, befragt was sie für den Weltraum begeistert hat, zitieren unabhängig drei Momente aus den 48 Stunden, die das ÖWF sie vor einem Jahr auf eine Marsmission mitgenommen hat. Sie erzählen davon mit Begeisterung in der Stimme, und sie sind stolz darauf. Das bin ich auch in diesem Moment im dunklen Zuschauermeer; stolz auf das ÖWF und darauf wie wir begeistern können. Und ich denke mir: Es kommt doch alles irgendwann zurück…

July 02 2014

Die UNO, der Weltraum und das ÖWF

Jedes Jahr findet bei der UNO im Vienna International Center eine Serie von Konferenzen mit Bezug zum Weltraum statt: das Committee for the Peaceful Uses of Outer Space (COPUOS) trifft sich für zehn Tage im Juni. Im Vorfeld, bereits im Februar bzw. im April, treffen sich die Subcommittees (Unterkomitees) des COPUOS, das Scientific & Technical Subcommittee (“S&T” oder STSC) und das Legal Subcommittee. Organisiert wird diese Serie von Konferenzen vom United Nations Office for Outer Space Affairs (UNOOSA), das seit 1993 seinen Sitz in Wien hat.

COPUOS existiert seit 1958 und kümmert sich um die technische und rechtliche Koordination der internationalen Weltraumaktivitäten: Themen werden wissenschaftlich-technisch und rechtlich im S&T und im Legal S/C vorbereitet, sodann während des vollen Meetings von COPUOS diskutiert, in einen Bericht gegossen und der Generalversammlung der UN zur Beschlussfassung vorgelegt.

Mein erster Kontakt mit COPUOS war im Februar 1994, als ich im Tandem mit dem Piloten des Space Shuttle Ken Bowersox über die erfolgreiche Servicemission zum Hubble Space Teleskop berichtete. Damals wurde der optische Fehler am HST behoben und ich konnte dramatische Bilder zeigen. Wir bekamen hier viel Applaus. In weitere Folge berichtete ich mehrfach für ESA bei COPUOS: über Netzwerke, über Datenarchive und virtuelle Observatorien, und über elektronisches publizieren und Data Mining.

Als ich dann beim ÖWF Mitglied wurde stellte ich fest, dass auch hier Verbindungen zum OOSA bestanden. Das ÖWF hatte das OOSA bei verschiedenen Outreach-Aktivitäten unterstützt. Es kam zu einer gedeihlichen Zusammenarbeit, insbesondere mit Prof. Mazlan Othman, die damals das OOSA leitete. Diese Zusammenarbeit motivierte das ÖWF letztlich dazu, Frau Prof. Othman anlässlich ihres Abgangs aus Wien den Polarstern-Preis zu verleihen.

Es lag daher nahe, im Rahmen von COPUOS über die Aktivitäten des ÖWF zu berichten, insbesondere im Jahre 2013 über die Mission “Mars2013″, die zeitgleich mit dem Meeting des S&T im Februar in der marokkanischen Wüste ablief. Die war für die UN sehr interessant: es zeigte internationale Kooperation auf einem hohen Niveau sowie die Zusammenarbeit mit einem Schwellenland. Ich hielt diesen Vortag im Rahmen der technischen Präsentationen zum Tagesordnungspunkt Human Space Technology Initiative.

Noch aus meiner astronomischen Anfangszeit kannte ich die Problematik der erdbahnkreuzende Asteroiden. Auch COPUOS erkannte das und gründete 2001 die Working Group on NEOs. Als sich zeigte, dass dieses heikle Thema nicht von den Delegierten der Mitgliedsstaaten abgedeckt werden konnte, kam es zur Gründung eines Action Teams, einer Gruppe von Experten. AT-14 kümmerte sich fortan unabhängig vom Zeitplan der Meetings des COPUOS um die Sache. Als dann noch dazu während des Meetings des S&T des COPUOS im Februar 2013 an ein und demselben Tag der Einschlag eines 20-Meter Objekts in Tscheljabinsk, sowie der Vorbeiflug in nur 26.000 km Höhe eines 50-Meter Objektes erfolgte, kam es schlagartig zu einer Aufwertung der Wichtigkeit des AT-14.

Es folgten hektische Aktivitäten. Natürlich wollten wir diese Gelegenheit nicht vorbei gehen lassen und versuchten, das Thema mit der nötigen Dringlichkeit zu versehen. Es wurden zwei Arbeitsgruppen gegründet:

- IAWN (International Asteroid Warning Network) soll aus Observatorien und anderen Organisationen bestehen, die in der Lage sind, NEOs zu entdecken und deren Bahnen zu berechnen. Chair ist das Minor Planet Center (USA). Die Gruppe hat sich im Jänner 2014 konstituiert.

- SMPAG (Space Mission Planning Advisory Group). Besteht aus Organisationen, die in der Lage sind, eine Bedrohung durch NEOs mittels einer Space Mission abzuwehren. NASA, ESA, CNES, ASI, DLR, etc., aber auch Vertreter von Organisationen, die im weitesten Sinn dabei unterstützen können: Secure World Foundation, Space Generation Adivsory Council (SGAC), Association of Space Explorers und andere. Die Gruppe konstituierte sich im Februar 2014 bei ESOC in Darmstadt. Das zweite Meeting war in Wien, anschließend an das AT-14 Meeting des COPUOS im Juni 2014.

Zurück zum ÖWF. Während des S&T im Februar 2014 berichtete Gernot Grömer über die Resultate von Mars2013. Mit dem Legal Subcommitte haben wir ja weniger zu tun, aber als es anlässlich des bevorstehenden Starts der österreichischen Nanosatelliten (TUGSAT und UNIBRITE) zur Abfassung des österreichischen Weltraumgesetzes kam, lieferte Alexander Soucek Input an Frau Prof. Marboe, die österreichische Expertin im Legal S/C.

Zur Zeit sind wir in der Planung des UN/Austria Space Science Workshops im September in Graz involviert. Meine Hoffnung ist, dass wir die in den 90-er Jahren so erfolgreiche Serie von Space Science Workshops fortsetzen können.

- Autor: Rudolf Albrecht, ÖWF Liason zur österreichischen Delegation der Vereinten Nationen

Dieser Artikel ist eine verkürzte Fassung eines ausführlicheren Beitrages im ÖWF Newsletter (Ausgabe Juli 2014).

May 14 2014

Frisch gedruckt! Die MARS2013 – Sonderausgabe von ASTROBIOLOGY

Cover der Special Collection des Astrobiology Journals zu MARS2013 Das renommierte Wissenschaftsjournal ASTROBIOLOGY veröffentlichte heute eine Sonderausgabe zur MARS2013 Expedition des ÖWF. In sieben wissenschaftlichen Publikationen, die alle ein strenges internationaler Begutachtungsverfahren durchliefen werden einige der Experimente beschrieben. Nicht alle MARS2013-Experimente sind in dieser Sonderausgabe zu finden, in den nächsten Monaten folgen noch andere Berichte, sowohl in ASTROBIOLOGY als auch anderen Fachmagazinen.

“Mit dieser Special Collection von ASTROBIOLOGY hat das ÖWF und seine Partner wieder gezeigt, dass Mars-Analogforschung aus dem vorwissenschaftlichen Stadium einer neuen Wissenschaft langsam in den Kanon der etablierten Fächer wechselt” meint dazu der ASTROBIOLOGY-Gasteditor und ÖWF-Obmann Gernot Grömer, “und dass das ÖWF und seine Partner, wie etwa das Ibn-Battuta-Center for Exploration in Marokko wissenschaftlich international renommierte Arbeit leisten.”

Zwischen der Expedition und der Publikation ist inzwischen ein Jahr vergangen. Das liegt daran, dass die großen Datenmengen erst ausgewertet und diskutiert werden mussten. Im Rahmen einer -vom österreichischen Wissenschaftsministerium unterstützten- Konferenz an der TU Wien diskutierten die Forscher die ersten Ergebnisse, die wiederum zu den ersten internen Entwürfen für Publikationen führten. Nach einem internen Begutachtungsverfahren entstanden die Publikationsvorschläge für die “MARS2013 Special Collection”, die vom Editor-in-Chief, Dr. Sheryl Cady, begeistert aufgenommen wurden.

Dank des Multi-Mission Datenarchives des Weltraum Forums sind die Daten der Experimente auch weiterhin für die wissenschaftliche Gemeinde zugänglich. – So starten in den nächsten Wochen neue Projekte und akademische Abschlussarbeiten, die etwa einen Vergleich zwischen den Realdaten aus dem Raumanzugsimulatoren und virtuellen Simulatoren vergleichen.

Mehr als 100 -großteils freiwillige- Mitarbeiter aus 23 Nationen beteiligten sich an der Mars-Expeditionssimulation, in Innsbruck wurde ein Missions-Unterstützungszentrum eingerichtet (Mission Support Center), mit Teams für die Flugplanung, Wissenschaftsunterstützung, Medien/Bildungsarbeit, Ground Support und der Missionsleitung, sowie den 17 Experimententeams aus Neuseeland bis in die USA.

Weitere Informationen:

May 02 2014

Astronautentraining für Jugendliche in den USA zu gewinnen

Du bist zwischen 15 und 17 Jahre alt und träumst davon als Astronaut/Astronautin in den Weltraum zu fliegen? Du besuchst eine Schule in Österreich und Naturwissenschaften sowie English machen dir keine Angst? Dann mach mit beim Wettbewerb und gewinne eine Woche (19. – 25. Juli 2014) im Spacecamp der NASA in Huntsville (Alabama).

Missionskontrollzentrum im US Space Camp
Shuttle Simulation beim US Space Camp
Neue Freunde beim Space Camp kennen lernen

Mehrere ÖWF Mitglieder – darunter etwa Reinhard Tlustos (Flight Director bei der ÖWF Mars Analog Simulation in Marokko) oder Bianca Neureiter (MediaCom bei der ÖWF Mars Simulation in Rio Tinto Spanien) – haben dieses Programm bereits absolviert und waren von dieser Trainingswoche begeistert. Bianca Neureiter meint etwa

“Das Space Camp war für mich eine einzigartige und unvergessliche Möglichkeit, in die Welt der Raumfahrt einzutauchen und sich eine Woche lang wie eine richtige Astronautin zu fühlen. “

Den ganzen gibt es hier zum Nachlesen: Bianca Neureiter berichtet von Ihren Erlebnissen im International Space Camp 2010

Wie macht man mit?

  • Nimm ein 2-4 minutiges Bewerbungsvideo auf Englisch von dir auf (auch gerne mit deinem Handy) und überzeug die Jury, warum gerade DU das Zeug zum Astronauten/Astronautin hast und daher unbedingt das Space Camp 2014 besuchen muss

Oder

  • Mach ein Video auf Englisch über ein bereits durchgeführtes Projekt bzw. Projektidee zum Thema „Raumfahrt“

Was ist das Space Camp?

Gegründet wurde dieses Camp im Jahre 1990 mit dem Ziel, junge Menschen aus aller Welt zusammenzubringen, um ihnen die Entwicklungen der Raumfahrt vorzustellen. Angeboten wird ein Einblick in das Raumfahrtprogramm und die Astronautenausbildung der NASA sowie ein Trainingsprogramm an Simulatoren. Im NASA Space Camp trainiert man ein Woche lang wie Astronauten und schließt das Training mit einer simulierten Space Shuttle Mission ab.

Was kann man gewinnen?

Die beiden besten Beiträge gewinnen jeweils ein Ticket zum Space Camp in den USA inkl. 500 € Reisekosten. Der Aufenthalt inkl. Unterkunft & Verpflegung sind beim Space Camp kostenlos.
Ein Wettbewerb gestiftet von bmvit, Österreichischer Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) sowie dem Bundesministerium für Bildung und Frauen (BMBF)
Einsendeschluss: 26. Mai 2014

Schickt bitte Eure Einsendungen bzw. den Link eures Videos bis zum 26. Mai 23.59 Uhr an die Redaktion von ftiremixed: *protected email*

Mit Einreichung Deines Videos räumst du fti…remixed das Recht zur Vervielfältigung und Verbreitung des Videos sowie Zugänglichmachung im Internet bzw. über Soziale Netzwerke (Twitter, Facebook) sowie das Vorführungsrecht zum Thema fti-Nachwuchsförderung) ein. Sollte Dein Video für spätere Veranstaltungen, Prämierungen, etc. genutzt werden, wird dein Name namentlich genannt.

Weitere Informationen:

April 13 2014

Yuris Night 2014 in Wien – ein glanzvolles Ereignis

Während draußen noch die Sonne strahlte, leitete Gabriele Zuna-Kratky, die Direktorin des Technischen Museums, im Festsaal die diesjährige Yuris Night in Wien ein – veranstaltet von Förderkreis Astronomie und Raumfahrt “Der Orion”, einem Online-Medium für Astronomie und Raumfahrt, in Kooperation mit dem Österreichischen Weltraum Forum.

Das zahlreich erschienene Publikum wurde mit vielerlei Wissenswertem unterhalten: Maria Pflug-Hofmayr (Der Orion, ÖWF) stellte die Website „Astronomy Picture of the Day“ vor, die sie tagtäglich für deutschsprachige Interessierte übersetzt und zeigte die beliebtestes Bilder, wobei der eindeutige Gewinner das außergewöhnlich überlebensfähige Bärtierchen ist: Man kann es einfrieren, austrocknen oder in den Weltraum schießen, es erfreut sich nach jeder denkbaren Prozedur noch bester Gesundheit.

Yuri's Night 2014 Übergabe Kristall (c) ÖWF (Klaus Kornfeld)

Übergabe des TiuTerra Crystals an das Österreichische Weltram Forum. v.l. Remco Timmermans (World Space Week), Monika Fischer (ÖWF), Gernot Grömer (ÖWF), Christian Nagele (Swarovski) (c) ÖWF (Klaus Kornfeld)

Ludmila Carone (Universität Köln, Universität Leuven) entführte die faszinierten Zuhörer in „Ein Universum voller verwirrender Planeten“. Dabei erfuhren wir nicht nur, dass Gasriesen wandern können und dabei wahrscheinlich auch den Kuipergürtel haben entstehen lassen, sondern auch interessante Fakten über die Suche nach Exoplaneten und die in Zukunft geplanten Forschungsaufgaben – unter anderem die genauere Untersuchung der näher gelegenen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems.

Bei seinem Vortrag über „Vergessene Kosmonauten“ und diverse damit verbundene Verschwörungstheorien ließ Andreas Weise (Freunde der Raumfahrt, Raumcon Brandenburg) die Spannung im Raum steigen: War Yuri Gagarin wirklich der erste Mensch im All? Höchstwahrscheinlich. Aber spätestens die ausführliche Einführung zur hauseigenen Ausstellung „SPACE“ von Jürgen Öhlinger (Technisches Museum Wien) motivierte dann viele Anwesende, die sie noch nicht gesehen hatten – sowie auch einige Stammgäste – sie noch (einmal) zu besuchen, da der entsprechende Bereich an diesem Abend bis 23 Uhr geöffnet war.

Yuri's Night 2014 TiuTerra Crystal (c) ÖWF (Kerstin Zimmermann)

Der Kristall ist ca. 8 cm lang, darin eingeschmolzen die Gesteinsproben aus aller Welt plus ein Stückchen vom Mars. Insgesamt wurden 100 Stück produziert. (c) ÖWF (Kerstin Zimmermann)

Vor dem Festsaal signierte Eugen Reichl (Verein zur Förderung der Raumfahrt, Der Orion) die neueste Ausgabe seiner überaus erfolgreichen Buchserie mit dem Titel „Space 2014“. Seine Raumfahrtjahrbücher bieten fachlich interessierten Lesern „einen ebenso informativen wie unterhaltsamen Rundumblick auf das aktuelle Raumfahrtgeschehen“. Manche schafften es zwischen angeregten Gesprächen mit Gleichgesinnten in der Pause sogar noch, ein Brötchen zu ergattern oder sich mit einem Cocktail zu erfrischen.
Österreichs bisher einziger Raumfahrer, Franz Viehböck, gab zu Beginn der zweiten Hälfte der Veranstaltung im Gespräch mit Moderatorin Monika Fischer (Der Orion, ÖWF) Einblicke in die „Herausforderung Arbeit im All“ und erzählte amüsante Anekdoten aus seiner Zeit in Russland und auf der MIR Raumstation. Damit leitete er einen der Höhepunkte des Abends thematisch ein: Christian Nagele von Swarovski präsentierte ein ganz besonderes Glanzstück aus der weltbekannten Kristall-Produktion und übergab es dem Österreichischen Weltraum Forum (ÖWF).

Der sogenannten „Tiuterra Crystal“ (benannt nach dem altenglischen Wort für den Mars „Tiu“ und dem lateinischen Wort für Erde) entstand zunächst als Idee im Rahmen der World Space Week 2013. Durch das Verschmelzen von Gesteinsproben aus 33 Ländern, inklusive je einer Probe aus der Antarktis und der Tiefsee sowie einem Stück Mars-Meteoriten mit Swarovski Kristall wurde das Ergebnis schließlich zu einem Symbol für das gemeinsame Interesse am Weltraum. 80 weitere Exemplare werden nun an internationale Raumfahrtorganisationen und EntscheidungsträgerInnen verteilt. Besonderes Highlight dabei: im November wird die italienische ESA-Astronautin Samantha Cristoforetti drei der Kristalle zur Internationalen Raumstation ISS mitnehmen. „Das wird das erste Mal sein, dass ein Mars-Meteorit zum zweiten Mal den Eintritt in die Erdatmosphäre übersteht“ scherzte Gernot Grömer (Obmann des ÖWF).

Yuri's Night 2014 Übergabe Polarsternpreis (Klaus Kornfeld)

Übergabe des Polarsternpreises 2014. Zum ersten Mal an 2 Preisträger: Prof. Dr. Werner Weiss (2ter v.l) und Prof. DI. Dr. Otto Koudelka (3ter v.l) (c) ÖWF (Klaus Kornfeld)

Um 22 Uhr war es dann Zeit für das Grande Finale: Das Österreichische Weltraum Forum verlieh zum sechstem Mal den Polarsternpreis. Der Preis ist mit 800,- Euro dotiert und die Trophäen wurden heuer exklusiv von Swarovski gestaltet. Gernot Grömer gab mit sichtlichem Stolz die Preisträger bekannt: Prof. DI Dr. Otto Koudelka, Institutsleiter für Kommunikationsnetze und Satellitenkommunikation an der TU Graz und Prof. Dr. Werner Weiss vom Institut für Astronomie der Universität Wien. „Wir möchten mit dem Polarsternpreis 2014 jene beiden Männer ehren, die durch ihren Einsatz und ihre Hartnäckigkeit wesentlich zum Bau und Start des ersten österreichischen Satelliten TUGSAT-1/BRITE beigetragen haben“, betonte Grömer. „Diese erste österreichische Weltraummission hat viele Menschen begeistert. Ich könnte mir vorstellen, dass sie junge Leute inspiriert, sich für eine Ausbildung in den Weltraumwissenschaften und Technik zu interessieren.“

Yuri's Night 2014 Übergabe Kristall (c) ÖWF (Kerstin Zimmermann)

v.l. Gernot Grömer, Werner Weiss, Otto Koudelka, Christian Nagele, Franz Viehböck (c) ÖWF (Kerstin Zimmermann)

Weitere Informationen:

April 12 2014

Der Polarsternpreis 2014 geht an Otto Koudelka und Werner Weiss

Am 12. April im Rahmen der Yuri’s Night im Technischen Museum in Wien verlieh das ÖWF zum sechsten Mal den Polarsternpreis für herausragendes Engagement, das Menschen für den Weltraum begeistert. Erstmals ging der mit € 800,- dotierte Preis an zwei Personen: Prof. DI Dr. Otto Koudelka, Institutsleiter für Kommunikationsnetze und Satellitenkommunikation an der TU Graz und Prof. Dr. Werner Weiss vom Institut für Astronomie der Universität Wien.

Wir möchten mit dem Polarsternpreis 2014 jene beiden Männer ehren, die durch ihren Einsatz und ihre Hartnäckigkeit wesentlich zum Bau und Start des ersten österreichischen Satelliten ‚TUGSAT-1/BRITE‘ beigetragen haben“, betonte ÖWF Obmann Dr. Gernot Grömer, „Diese ‚erste österreichische Weltraummission‘ hat viele Menschen begeistert. Ich könnte mir vorstellen, dass sie junge Leute inspiriert, sich für eine Ausbildung in den Weltraumwissenschaften und Technik zu interessieren.“

Otto Koudelka (links) & Werner Weiss (rechts) Polarsternpreisträger 2014

Beide Preisträger geben uns in diesem Interview einen Einblick in ihre Arbeit am BRITE-Projekt.

Mit dem erfolgreichen Start Ihrer Satelliten wurde Österreich erstmals nach Weltraumrecht zu einem Startstaat. Eine bedeutende Veränderung. Haben Sie das auch so gewaltig empfunden?

O. Koudelka: Es macht uns natürlich stolz, dass das BRITE-Projekt Auslöser für ein eigenes Gesetz war, das noch dazu einstimmig im Parlament beschlossen wurde. Österreich zählt zu den noch nicht so vielen Ländern, die ein implementiertes Weltraumgesetz haben.

Die Kleinsatellitentechnik boomt derzeit. Weltraumagenturen und die Industrie erkennen, dass damit neue Technologien rasch und kostengünstig im All getestet werden können, bevor sie auf großen Missionen zum Einsatz kommen. Wie die BRITE-Mission zeigt, lassen sich auch anspruchsvolle wissenschaftliche Aufgaben damit erfüllen. Für Universitäten und Forschungseinrichtungen bieten sie die Möglichkeit, dass der technisch-wissenschaftliche Nachwuchs in alle Phasen einer Weltraummission eingebunden werden kann, vom Design über den Bau bis zum Betrieb eines Satelliten.

W. Weiss: Ich empfand es hoch an der Zeit, dass auch in Österreich einmal ein Weltraumprojekt komplett von der „ersten Schraube“ bis zur wissenschaftlichen Publikation geplant und durchgeführt wird, inklusive der weltraumrechtlichen Verantwortung vor der Staatengemeinschaft. Miniaturisierung und Spezialisierung im Weg von Nanosatellitenprojekten ist vielversprechend für individuelle Forschungseinrichtungen oder kleinere Forschungsgruppen, denn sie stellen ein faszinierendes Potenzial dar, sich in Forschung und Lehre an der jeweiligen Front zu positionieren.

Was hat Sie zur Astronomie geführt? Gab es ein Schlüsselerlebnis? (Oder war Ihre Neugier schon immer himmelwärts gerichtet?)

W. Weiss: Die Beobachtung des Kometen Arend-Roland als Schüler im Jahr 1957 von der Volkssternwarte in Wien auf dem Flakturm hat mich zur Astronomie gebracht. Seither bin ich von dieser Wissenschaft fasziniert, sowohl was Forschung betrifft, wie auch deren Popularisierung.

O. Koudelka: Ich habe Elektrotechnik studiert, hatte aber schon während des Studiums am Institut für Nachrichtentechnik und Wellenausbreitung bei Prof. Riedler die Möglichkeit, an Weltraumprojekten mitzuarbeiten. Die Mondlandung im Jahre 1969 habe ich als Schüler fasziniert mitverfolgt. An Astronomie bin ich persönlich sehr interessiert. Unser Part an der BRITE-Mission ist die Technik und der Betrieb des Satelliten. In der Zusammenarbeit mit unseren Astronomiekollegen ergeben sich spannende Aspekte und gegenseitiger Wissensaustausch.

Haben Ihre „Kinder“ Sie überrascht – positiv oder negativ, seitdem sie ausgeflogen sind?

UniBrite Artist Impression

Artist Impression UniBRITE

O. Koudelka: Besonders erfreulich war der perfekte Start im Februar 2013 und einer der schönsten Momente war unbestreitbar, dass wir mit unserem TUGSAT-1 (BRITE-Austria) bereits beim ersten Überflug über Graz drei Stunden nach dem Start Kontakt herstellen konnten. Die Ausrichtgenauigkeit des Satelliten zu den Zielsternen ist besser als spezifiziert und seit November werden wissenschaftliche Daten gesammelt, die den Erwartungen entsprechen. was ebenfalls auf der Plusseite zu verbuchen ist.

Die Kommissionierung der Satelliten hat mehr Zeit in Anspruch genommen als ursprünglich angenommen, was auf ein bisher noch nie geflogenes, am Boden nur sehr beschränkt testbares Lageregelungssystem und den Sternensensor zurückzuführen ist.

W. Weiss: Einerseits waren die Probleme unerwartet, die sich beim Sternsensor ergaben und die die Positionierung von UniBRITE zunächst erschwert haben, sowie beim Detektor, wo sich eine höhere Empfindlichkeit von hochenergetischer Strahlung ergab, als dies ursprünglich zu erwarten war. Andererseits war die Problemlösungskompetenz des Teams ein äußerst positives Erlebnis und das Ergebnis aller Bemühungen schließlich sehr erfreulich und die Erwartungen übertreffend.

O. Koudelka: In Summe sind wir mit unseren „Kindern“ sehr zufrieden.

TUGSAT-1 und UniBRITE sind sogenannte Nanosatelliten. Wie groß und schwer sind sie genau? Was steckt in ihnen? Zu welchem Zweck wurden TUGSAT-1 und UniBRITE gebaut?

O. Koudelka: Die Satelliten sind 20x20x20 cm klein und haben eine Masse von knapp 7 kg. Die Stromversorgung erfolgt mit Solarzellen, die etwa 6 W liefern (entspricht dem Verbrauch einer Fahrradglühbirne). Drei Computer und ein prozessorgesteuertes Leistungsmanagementsystem überwachen die Funktionen des Satelliten, bewerkstelligen die Lageregelung, stellen eine zuverlässige Stromversorgung sicher, lesen die Daten des Sensors im Teleskop aus, speichern sie an Bord und steuern die Kommunikation. Ein Sender mit 0.5 W Leistung überträgt die Daten zur Bodenstation. Über einen Empfänger erhält der Satellit die Kommandos des Kontrollzentrums. Drei Miniaturkreisel stabilisieren die Satelliten auf 1/60 grad genau.

W. Weiss: Aus der Sicht des Astrophysikers war das Problem zu lösen, von hellen Sternen lückenlos photometrische Daten mit hoher Präzision, in mindestens zwei verschiedenen Farbbereichen und über einen möglichst langen Zeitraum (viele Monate) zu gewinnen. Dazu müssen kleine Teleskope mit einem großflächigen CCD-Detektor mit einer sehr hohen Genauigkeit im Weltraum positioniert und ihre Lage sehr stabil gehalten werden. Diese hohen technologischen Anforderungen wurden für Nanosatelliten erstmals mit unseren beiden österreichischen BRITE Satelliten erfüllt.

Das astrophysikalische Ziel von UniBRITE Und BRITE-Austria ist die Erforschung von Sternaufbau und Sternentwicklung. Unmittelbar beobachtbar sind nur die Oberflächeneigenschaften von Sternen. Um auf ihr Inneres zurückschließen zu können bedient man sich der Asteroseismologie, einer Methode die sich die Vibration von Sternen zu Nutze macht, vergleichbar der Erdbebenforschung, die uns die Struktur des Erdinneren erschließt.

Wie lange arbeiten Sie schon an der BRITE-Constellation bzw. Ihren beitragenden Projekten TUGSAT-1 und UniBRITE? Erzählen Sie uns bitte etwas über Ihre Arbeit.

W. Weiss: An der Problematik der Präzisionsphotometrie im Kontext Asteroseismologie arbeite ich seit etwa 1983. EVRIS, SuperEVRIS, und CoRoT, Projekte unter der Leitung der französischen Weltraumagentur, CNES, und der kanadische MOST Satellit waren bedeutende Schritte auf dem Weg zu BRITE-Constellation. An der Universität begann das Projekt UniBRITE Ende 2005. Damals war der Satellitenstart für etwa 2009 vorgesehen. Die Wahl von einer wissenschaftlich gesehen besseren Satellitenbahn (polare Bahn entlang der Tag-Nachtgrenze auf der Erde) durch das Wissenschaftsteam bedingte eine Verschiebung um fast ein Jahr. Weitere Verzögerungen ergaben sich durch Probleme mit der Hauptnutzlast. Typischerweise werden bei einem Raketenstart eine Tonne und mehr an Nutzlast in den Weltraum transportiert. Nanosatelliten mit wenigen kg Masse können daher nur „Trittbrettfahrer“ sein, was aber auch die Startkosten deutlich reduziert. Allfällige Startverzögerung können daher leider nur zur Kenntnis genommen werden.

Dass Weltraumprojekte einen eher großen Zeithorizont haben, lässt sich übrigens auch mit der ESA Mission PLATO illustrieren. Auch diese Mission hat Präzisionsphotometrie von Sternen zum Ziel, allerdings von viel lichtschwächeren, als dies bei BRITE-Constellation der Fall ist. Für die erste Projektstudie zum Vorläufer, PRISMA, war ich seit 1990 im ESA Science Team tätig, gefolgt von der Studie zu STARS und nachfolgend zu EDDINGTON. Somit hat es 24 Jahre gedauert, bis schließlich heuer PLATO mit einem geplanten Start im Jahr 2024 (!) beschlossen wurde.

O. Koudelka: Vorarbeiten zum Thema Kleinsatelliten begannen an der TU Graz 2003. Der Antrag für BRITE-Austria/TUGSAT-1 wurde 2005 an die FFG gestellt und im Februar 2006 erfolgte der Projektstart von BRITE-Austria. 2009 wurde der Startvertrag mit der indischen Weltraumagentur abgeschlossen und am 25.2.2013 hob die Rakete vom indischen Weltraumzentrum bei Chennai ab. Seit dieser Zeit wird er vom Kontrollzentrum in Graz aus betrieben.

Am Institut für Kommunikationsnetze und Satellitenkommunikation der TU Graz wird seit den 1980iger Jahren an zahlreichen Projekten im Bereich Satellitenkommunikation und Weltraumtechnik, vor allem in Kooperation mit der ESA, gearbeitet. Wichtige Projekte waren das erste Hochgeschwindigkeitsdatenexperiment STELLA (1980-1984), das Satelliten-Multimediakommunikation DICE (1985-1995), das bei der AUSTROMIR-Misison 1991 und den ESA Missionen EUROMIR-94 und-95 zum Einsatz kam, sowie neuartige Satellitenkommunikationssysteme zur Verbindung von Computernetzen (1995 bis heute). Für die Raumstation ISS wurde in Kooperation mit Joanneum Research ein astrobiologische Experiment im Auftrag der ESA entwickelt.

Sie haben durch internationale Zusammenarbeit die Bedeutung der österreichischen Weltraumforschung gesteigert und die Möglichkeiten der österreichischen Studenten verbessert. Wie intensiv waren bzw. sind Ihre Studenten in die Projekte eingebunden?

O. Koudelka: Studierende waren und sind intensiv an der Mission im Rahmen von Dissertationen, Diplom- und Projektarbeiten beteiligt. Eine Diplomandin und ein Diplomand sind seit mehreren Jahren nach Abschluss des Studiums maßgeblich an der BRITE-Mission beteiligt (DI Manuela Unterberger als Systemingenieurin und DI Patrick Romano als Bodenstations/Testingenieur).

Bisher sind 3 Dissertationen und 8 Diplomarbeiten im Rahmen des Projektes BRITE/TUGSAT-1 entstanden.

W. Weiss: Die Mitarbeit von Studierenden bei einem solchen Forschungsprojekt ist von großer Relevanz. Für das Projekt selbst bedeutet sie ein enormes personelles und intellektuelles Potential von hoch motivierten Mitarbeitern, die auch selbst originelle Vorschläge zur Lösung von Problemen beisteuern. Für die Studierenden ergibt sich aus ihrer Mitarbeit ein Lernpotenzial das weit über den regulären Studienplan hinausgeht. Magisterarbeiten, Dissertationen, wissenschaftliche Publikationen sowie Beiträge bei Konferenzen belegen die hohe Qualität dieser Teamarbeit. Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass die meisten Teammitglieder  im Inland, aber (leider) meistens im Ausland weiterhin wissenschaftlich tätig sind.

Was sind die wissenschaftlichen Ziele der Missionen und wie lange werden die Satelliten Bilder bzw. Daten senden?

W. Weiss: Die Forschungsziele von BRITE-Constellation sind die Untersuchung von hellen Sternen mit mittlerer bis hoher Masse in den unterschiedlichen Entwicklungsphasen: von der Kondensation aus dem interstellaren Medium, dem Beginn des Wasserstoffbrennens, bis hin zur Entwicklung zu (Roten) Riesen und dem Verglühen der Sterne. Massereiche Sterne sind heißer, entwickeln sich schneller und sterben früher. Sie haben eine große Leuchtkraft und sind sehr wichtig für die Ökologie des Universums, da sie in ihrer Endphase als Supernova sehr viel Masse verlieren. Das interstellare Medium wird dadurch mit Metallen angereichert und diese sind wiederum Voraussetzung für das Entstehen neuer Sterne, von Planeten und letztlich auch für das Entstehen von Leben. BRITE-Constellation hat weiters noch ungelöste Probleme im Visier: die Bestimmung der Größe konvektiver Kerne von Sternen, der Einfluss von Rotation des Sterns auf dessen Entwicklung und die Wechselwirkungen mit dem stellaren Magnetfeld.

Neu ist, dass durch die Verfügbarkeit von zwei Nanosatelliten in der “zwei-Farben-Option” geforscht werden kann. Durch den Einbau von speziellen Filtern wird UniBRITE die Sterne im roten Farbenbereich erforschen, BRITE-Austria im blauen. Somit können geometrische und thermische Effekte in der Analyse der beobachteten Phänomene getrennt werden. Die wesentlich größeren Satelliten, wie MOST, CoRoT und Kepler, haben nicht diese Farboption welche für die Diagnostik des inneren Aufbaus von Sternen äußerst hilfreich ist. Dieses Novum war ausschlaggebend, dass sich Polen und Kanada dem Projekt BRITE-Constellation angeschlossen haben und ebenso jeweils ein Paar BRITE-Satelliten in das internationale Projekt einbringen.

O. Koudelka: Die Mindestlebensdauer der Satelliten beträgt zwei Jahre, wobei die Erfahrung mit ähnlich aufgebauten Nanosatelliten eine deutlich längere Betriebsdauer erwarten lässt.

Vielen Dank!
Das Interview führte Marlen Raab.

March 21 2014

Yuri’s Night 2014 im Rot-Weiß-Roten Doppelpack

Seit 2001 wird jedes Jahr am 12.April weltweit die Yuri’s Night gefeiert um an den ersten bemannten Weltraumflug des Kosmonauten Yuri Gagarin zu erinnern. Heuer sind bereits über 70 Veranstaltungen in mehr als 20 Ländern gemeldet. Zwei davon finden in Österreich statt: In Wien im Technischen Museum und im Innsbrucker Audioversum Science Center.
Freuen Sie sich dabei auf zwei besondere Höhepunkte: Die Verleihung des ÖWF Polarsternpreises 2014 und die Übergabe des Swarovski „Earth-Master-Sample“ Kristalles. Dieser Kristall enthält Gesteinsproben aus zahlreichen Ländern der Erde und einen Marsmeteoriten. Diese wurde während der World Space Week 2013 gesammelt. Hier nachlesen.

Bild von der Gesteinsprobe aus der Antarktis

Diese Gesteinprobe aus der Antarktis ist ebenfalls teil der “Earth-Master-Sample” Probe

Yuri’s Night Wien

Technisches Museum, Mariahilfer Str. 212 , 1140 Wien
Beginn 19:00 Uhr, Eintritt frei
Auszug aus dem Programm:

  •   Maria Pflug-Hofmayr (Der Orion, ÖWF) über Astronomy Picture of the Day, deutsche Ausgabe
  •   Ludmila Carone, Universität zu Köln und Universität Leuven, Belgien: „Ein Universum voller verwirrender Planeten:“
  •   Andreas Weise, Freunde-der-Raumfahrt.de und Raumcon, Brandenburg: „Vergessene Kosmonauten“
  •   Besuch der Weltraumausstellung „SPACE“ im Technischen Museum
  •   Übergabe des Swarovski Kristalls an das Österreichische Weltraum Forum
  •   Verleihung des ÖWF Polarsternpreis 2014

Die Yuri’s Night Wien wird in Kooperation mit dem ÖWF vom Förderkreis Astronomie und Raumfahrt “Der Orion” veranstaltet. Vollständiges Programm unter: www.der-orion.com/yuri

Bild aufgenommen von der ISS mit Sternspuren & Lichtspuren auf der Erde

“Поехали! ” (“Los gehts”) sagte Yuri Gagarin nach Abheben seiner Rakete

 

Yuri’s Night Innsbruck

Audioversum Science Center, Wilhelm-Greil-Straße 23, 6020 Innsbruck
Beginn 19:00, Eintritt frei
Auszug aus dem Programm:

  •   Christoph Ragonig, ÖWF Flight Director über „Yuri Gagarin“
  •   Führung durch die Sonderausstellung „Sounds of Space“
  •   Get Together & Party
  •   Live-Schaltung mit Yuri’s Night Wien zur Übergabe des Swarovski „Earth-Master Sample“ Kristalls

Die Yuri’s Night Innsbruck wird in Kooperation mit dem ÖWF vom Audioversum Science Center veranstalt.
Noch mehr Weltraum gefällig? Erstmals in Österreich: Am 12. April, von 09:00 – 17:30 findet ebenfalls im Technischen Museum die Weltraum „Un-Konferenz“ SpaceUp Vienna statt. Mehr unter: www.spaceup.at

February 19 2014

ÖWF präsentiert Aouda.X am EAC in Köln

Vergangene Woche reiste eine Delegation des Österreichischen Weltraum Forums zum Europäsichen Astronauten Zentrum (EAC) in Köln um den Aouda.X Raumanzug-Simulator vorzuführen.

Am Dienstag Abend kamen wir in Köln an. Den freien Abend nutzten wir auch sogleich für ein gemeinsames Abendessen mit Dr. “Moon” Walter Kühnegger. Kühnegger arbeitete als Ingenieur und Orthopäde bei der NASA. Er war in den 60er Jahren maßgeblich am Apollo Programm beteiligt. Nach dem zweiten Weltkrieg verließ der geborene Grazer Europa und arbeitete schließlich beim Vorgänger der NASA, dem National Advisory Committee for Aeronautics (NACA). Ein Audiointerview mit Walter Kühnegger ist dazu auch auf unserer Podcast Seite verfügbar.

Professor Doctor Walter Kühnegger

Professor Doktor Walter Kühnegger

Am Mittwoch Vormittag bereiteten wir Gerätschaften, Server, Computer und den Aouda.X Mars Raumanzug-Simulator für die Präsentation in der großen EAC Traingshalle vor. Es war ein beeindruckender Anblick mitten in einer Halle wo sich ebenso ISS Mockup Module befanden. Nach dem Mittagessen fanden sich die Studenten des Londoner King’s College zu uns in der Halle ein. Gernot Grömer begann mit einer Einführung zum Aouda.X Raumanzug-Simulator. Nach dem Anlegen des Anzugs wurden die Studenten aufgefordert den Analog Astronauten Ulrich Luger durch diverse Aufgaben zu führen, wie zum Beispiel das Einrichten eines Funksenders. Gleichzeitig mussten die Studenten Ulrichs biomedizinische Daten im Auge behalten.

Suit tech attaching the helmet

Suit tech beim Aufsetzen des Helms

Andere Studenten wiederum versuchten sich darin, sich mit angezogenen Aouda.X Trainingshandschuhen die Schuhe zu binden. Es schaut zwar einfach aus, war aber dennoch nicht so leicht zu meistern :) Damit sollte unter anderem demonstriert werden, dass in einem solchen Anzug selbst einfachste Aufgaben den Analog Astronauten vor große Probleme stellen.

Am späteren Nachmittag hielten Dr. Gernot Grömer und Dr. Thomas Luger einen Vortrag zu den biomedizinischen Aspekten eines Raumanzug-Simulators.

IMG_5262

In unserer knappen Freizeit erhielten wir dennoch die Gelegenheit eine kurze Tour durch das EAC zu machen. Wir besuchten den großen Pool, in dem sich Astronauten in Trainings auf ihren Flug und ihre Zeit auf der ISS vorbereiten. Darüber hinaus besuchten wir die Einrichtungen in denen die medizinische Überwachung der Astronauten durchgeführt wird. Ein Highlight war der EUROCOM Control Room, der neben wenigen weiteren Stationen auf der ganzen Welt direkt mit den Astronauten auf der ISS kommunziert.

Am nächsten Morgen folgte eine weitere Vorführung des Aouda.X Raumanzug-Simulators für Studenten, Doktoren und Professoren des Londoner King’s College. Wir fuhren in unserem Programm fort und starteten mit einem weiteren Anlegen des Anzugs. Auch dieses Mal durften die Besucher den Analog Astronauten durch diverse Aufgaben führen und mussten dessen medizinischen Daten am Computer überwachen. Auch das Steuern unseres kleinen Rovers durch die Halle erfreute sich großer Beliebtheit. Dabei galt es mit dem Roboterarm am Boden liegende Gegenstände aufzuheben.

IMG_5346

“Die Aouda.X Präsentation war für uns die erste in einem derart beindruckenden Umfeld – selten sieht man auch dermaßen interessierte und motivierte Studenten. Das war für das gesamte Team definitiv eines der großen Ausbildungshighlights im heurigen Jahr, ganz zu Schweigen von der Örtlichkeit selbst in der großen EAC Trainingshalle. Was ich darüber hinaus auch großartig fand, war die große Anzahl an ESA-EAC Mitarbeitern die vorbei kamen um mit dem ÖWF Team über den Aouda.X Raumanzug-Simulator zu sprechen” so Dr. Gernot Grömer, Vorstand des Österreichischen Weltraum Forums.

Text und Bilder: Clemens Kleinlercher, ÖWF

January 31 2014

CNN “Make.Create.Innovate.” berichtet über das ÖWF Spacesuit lab

Vor wenigen Wochen erhielt das Österreichische Weltraum Forum Besuch von einem Kamerateam der CNN Sendereihe “Quest means Business: Make.Create.Innovate”.

Gestern Abend wurde der Beitrag auf CNN ausgestrahlt. Für alle, die diese Sendung verpasst haben, gibt es hier den Beitrag zum Spacesuit lab des ÖWF und dem Aouda.X Raumanzug-Simulator. Weitere Informationen zu Aouda.X erhalten Sie auf dieser Seite.

Alternativer Link

Video/Photo: CNN International

January 27 2014

ÖWF fliegt Sojuz-ISS Dockingmanöver in Stuttgart !

400 Erstsemestrige Studenten die sich alljährlich für Raumfahrttechnik inskribieren, 167 Mitarbeiter und ein Jahresbudget von 10 Millionen Euro – das ist das Institut für Raumfahrtsysteme der Universität (IRS) Stuttgart im Raumfahrtzentrum Baden-Würtemberg: Grund genug für eine Delegation des ÖWF diese größte universitäre Forschungseinrichtung Westeuropas zu besuchen.

FlyingLaptop

Die ÖWF Delegation im Reinraum für die Integration des Kleinsatelliten “Flying Laptop”

Der stellvertretende Institutsleiter Prof. Fasoulas beeindruckte eingangs mit der fachlichen Breite des IRS, die von Wiedereintrittsphysik über bemannte Exploration bis hin zu Kleinsatelliten reicht. Durchschnittlich 75 Doktoranden sind dort tätig. Andreas Fink als Gastgeber führte die zwölfköpfige Gruppe durch die Einrichtung, beginnend mit dem Sojus-Simulator. In diesem 1:1 Mock-up können alle wesentlichen Flugmanöver des russischen Raumschiffes geflogen werden, was die Besucher auch praktisch ausprobieren durften. “Das Steuern des 7-Tonnen schweren Sojuz ist vergleichbar mit einem LKW -der nur einen Mopedmotor ausgestattet- auf einer Eisfläche zu manövrieren”, meinte schmunzelnd Manuel Schmitz, der die Sojuz-Kontrollkonsole betreute.

Sojuz

ÖWF Analogastronauten im Sojuz: Christoph Gautsch (Mitte) kurz vor dem Andocken der Raumkapsel an die ISS, assistiert von Ulrich Luger (links) und Daniel Schildhammer (rechts).

Nach den Flugmanöver besuchte die ÖWF Delegation das Labor für Hochtemperatur Supraleiter, wobei der Begriff “Hochtemperatur” sehr relativ ist, wenn man von 150 K spricht. Anschließend ging es zu den Labors für Lebenserhaltungssysteme, wo in großen Algentanks Ideen zur Lebensmittelgewinnung ebenso wie Brennstoffzellen untersucht werden. Zwei Räume weiter werden miniaturisierte Gassensoren entwickelt, die mittels eines Tintenstrahldruckers Platin-Elektroden auf eine Keramikmatrix aufbringen.

windtunnel

Einer der Plasmawindtunnel des IRS Stuttgart – hier werden neue Hitzeschultzschilde für den Wiedereintritt getestet.

Einer der Höhepunkte war der Besuch im Integrationsraum für den “Flying Laptop”-Kleinsatelliten: der etwa kühlschrankgroße Orbiter soll 2015 gestartet werden. Die ÖWF Delegation durfte die Flugeinheit im Reinraum aus nächster Nähe begutachten. Nettes Detail am Rande: Die Energiequelle für den Satelliten ist diesselbe wie für den Aouda-Raumanzugsimulator. Abgerundet wurde der Besuch durch einen Blick in die großen Plasma-Windtunnel, in denen Materialien den Bedingungen einer Rückkehr aus der Umlaufbahn ausgesetzt, bzw neue Plasmaantriebe getestet werden können.

“Das IRS ist eine beeindruckende Einrichtung, die ein breit gefächertes Portfolio an Spitzenforschung hat, ” resümiert Gernot Grömer vom ÖWF den Besuch, “und man sieht wie hier durch entsprechenden politischen Willen das Bundesland Baden-Würtemberg nachhaltig Innovationskapazität aufgebaut hat.”

January 20 2014

Glückwunsch! Rosetta-Raumsonde erfolgreich aufgewacht

Die europäische Raumsonde Rosetta ist heute nach knapp drei Jahren „Tiefschlaf“ pünktlich aufgewacht und sandte ein erstes Signal zur Erde, bevor sie im Mai 2014 in die Umlaufbahn um 67P/Churyumov–Gerasimenko einschwenken wird. Dieses Ereignis wurde mit Spannung weltweit verfolgt, als in einer Entfernung von etwa 900 Millionen Kilometer die Raumsonde ihre Elektronik langsam aufheizte und sechs Stunden später den lang erwarteten „Ping“ sandte.

Der Spike vom ersten Signal nach dem Aufwachen!

Der Spike vom ersten Signal nach dem Aufwachen!

Höhepunkt der Mission ist die Landung des Phileas Landers, einem Tochterschiff von Rosetta, der voraussichtlich am 10. November auf der Oberfläche des fragilen Kometen landen wird.

Mit an Bord: das bereits 1998 konzipierte MIDAS-Instrument (Micro-Imaging Dust Analysis System) mit dessen Hilfe der Staub in der Umgebung des Kometen analysiert wird. Der Teamleiter (Principal Investigator) dieses Instruments ist Dr. Mark Bentley vom Institut für Weltraumforschung in Graz, ebenso wie Dr. Günther Kargl, der bei zwei der fünf IWF Instrumente engagiert ist – beide sind übrigens auch ÖWF Mitglieder.

„Rosetta ist ein Musterbeispiel für ein europäisches Kooperationsprojekt, wo auch österreichische Hardware eine wichtige Rolle spielt, das IWF hat wieder gezeigt, dass es im Instrumentenbau einen ausgezeichneten internationalen Ruf genießt. “, meint ÖWF Obmann Dr. Gernot Grömer, „und wir möchten den Grazer Kollegen ganz herzlich zum erfolgreichen Aufwachen der Sonde gratulieren.“

Aus Österreich waren sieben Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft an diesem Projekt mitbeteiligt: Die Akademie der Wissenschaften/Institut für Weltraumforschung, das AIT, Joanneum Research, Magna Steyr, RUAG, die TU Wien und die Universität Wien. Dazu Dr. Grömer: „Das zeigt die Leistungsfähigkeit von wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Partnern, spannende Langzeit-Weltraummissionen zu verwirklichen: Österreich hat das intellektuelle Kapital und die Ressourcen einen noch stärkeren Beitrag zu leisten, und dieses Ziel möchten wir im ÖWF verfolgen.“

Rosetta bei ihrem Vorbeiflug beim Mars 2007

Rosetta bei ihrem Vorbeiflug beim Mars 2007

January 19 2014

ÖWF Polarsternpreis 2014: Gesucht Menschen, die für Weltraum begeistern

Jetzt bewerben – zur Online Bewerbung

2014 sucht das Österreichische Weltraum Forum erneut nach Menschen, die für den Weltraum begeistern. Ab sofort können Kandidatinnen und Kandidaten für den österreichweit, einzigartigen Polarsternpreis nominiert werden. 

ÖWF Polarsternpreis 2013 - Visualisierung von Artica (c) stg123

Der Polarsternpreis zeichnet Personen aus, die sich durch persönliches Engagement, zukunftsweisende Projekte und durch außergewöhnliche Leistungen im Dienste der österreichischen Weltraumaktivitäten engagieren.

“Wir haben in den letzten Jahren fünf inspirierende Menschen mit der Polarsternpreis Trophäe auszeichnen können, um so mehr freut es mich, dass wir diesen einzigartigen Preis auch 2014 weiterführen können. Ich freue mich schon auf die Bewerbungen.”,

meint Olivia Haider, ÖWF Vorstand und Initiatorin des Polarstern-Preises.

Polarsternpreis 2013 ergeht an Othman Mazlan

ÖWF Vorstand Dr. Gernot Grömer (re) überreicht Dr. Mazlan Othman (li) den Polarsternpreis 2013

Erstmals wurde der Polarsternpreis 2009 vergeben. Erster Preisträger war Michael Köberl, passionierter Sammler von Objekten aus dem Raumfahrtbereich, der seine Exponate einem
breiten Publikum zugänglich macht. Im darauffolgenden Jahr erhielt Maria Pflug-Hofmayr, Weltraumredakteurin, Mitbegründerin von Der-Orion.com und Übersetzerin von „Astronomy picture of the day“, die ÖWF Trophäe. 2011 ging der Preis an Barbara Imhof, die als Weltraumarchitektin und Designerin auch immer wieder die Jüngsten für den Weltraum interessiert. 2012 wurde Dr. Dietmar Hager, Unfallchirurg und begeisterter Astrofotograf, prämiert. Er begeistert nicht nur immer wieder durch seine Vorträge, sondern engagiert sich auch gegen die Lichtverschmutzung. Der Jubiläums-Polarsternpreis 2013 ging an Dr. Mazlan Othman: Astrophysikerin. Weltraumadvokatin. Direktorin des UN Büros für Weltraumfragen. Frau Othman hat sich seit ihrer Studienzeit im Weltraumsektor engagiert und gehört weltweit zu den angesehendsten Persönlichkeiten in diesem Sektor.

“Wir suchen die Menschen, die sich ohne Auftrag, ohne Belohnung aber mit Herzblut für Astronomie und Raumfahrt engagieren. Wenn Sie sich angesprochen fühlen oder einen Menschen kennen, auf den diese Beschreibung zutrifft, laden wir Sie zur Nominierung für den Polarsternpreis 2014 ein. Wir freuen uns auf Ihre Geschichte! “,

erklärt Dr. Gernot Grömer, ÖWF Obmann.

Die Nominierung der Kandidaten kann durch Eigennominierung, Fremdnominierung oder durch direkte Auswahl einer geeigneten Person durch die Jury erfolgen. Der Preis besteht aus einer Trophäe, einem Betrag von € 800,00 und der Veröffentlichung des Preisträgers bzw. der Preisträgerin. Der Polarstern ist ein Symbol für richtungsweisende Ideen – genau so, wie die Preisträger für Ideenführerschaft, Initiative und Eigenmotivation stehen.

Der Preis kann nur an physische Personen verliehen werden, die Vergabe ist nicht an Nationalität, Beruf, Geschlecht oder Sprachzugehörigkeit gebunden. Die Ausschreibungsfrist endet am 15. März 2014 (Datum des Einlangens beim ÖWF). Die Bekanntgabe des Gewinners und die Verleihung des Preises erfolgt am 12. April 2014 im Rahmen der Yuris Night 2014 im Naturhistorischen Museum Wien.

Interesse?
Falls Sie sich oder jemanden aus Ihrem Umfeld für den Polarstern-Preis bewerben möchten, füllen Sie bitte die Online-Bewerbung aus, in dem Sie uns über die Projekte, Initiativen oder herausragenden Personen auf dem österreichischen Weltraumsektor berichten.

December 31 2013

Die besten Bilder des Jahres 2013

Auch 2013 blickt das Österreichischen Weltraum Forum am letzten Tag des Jahres zurück und lässt das Jahr Revue passieren. 2013 war ein aufregendes, intensives Jahr mit zwei großen Missionen (MARS2013 Simulation in der Nordsahara in Marokko und die World Space Week 2013), viel Forschung und vielen Aktionen um Menschen für Weltraum zu begeistern. Die nachfolgenden Fotos sind eine willkürliche Auswahl und zeigen das Jahr 2013 in einem bunten Querschnitt.

MSC während MARS2013

1 Mission Support Center Innsbruck: Flight Director Alexander Soucek (Mitte) in Diskussion mit Remote Science & Flugplanung. Die MARS2013 Simulation wurde in Innsbruck von einem Mission Support Center unterstützt, in der mehr als 50 Freiwillige zum Erfolg der Mars Analog Simulation beitrugen.

Aouda.X & Aouda.S Marokko (c) ÖWF (Katja Zanella-Kux)

2 MARS2013! Im Februar 2013 simulierte das Österreichische Weltraum Forum einen Monat lang eine bemannte Mars Mission in der Nordsahara von Marokko. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle noch einmal an die Marrokanische “Gendamerie Royale” die unser 10-köpfiges Team vor Ort bestmöglichst unterstützte.  Foto: ÖWF (Katja Zanella-Kux)

Lochkamerabild: Mars Analog Raumanzug (c) Stefan Hauth

3 Historische Mars Analogmission? Das Bild wurde mittels einer selbstgebastelten Lochkamera während der MARS2013 Simulation aufgenommen und zeigt Aouda.S vor einem der wenigen Bäume. (Foto: Stefan Hauth)

Polarsternpreis 2013 ergeht an Othman Mazlan

4 Polarsternpreis 2013: Seit fünf Jahren zeichnet das Österreichische Weltraum Forum Menschen aus, die für Weltraum begeistern. 2013 fanden wir mit Prof. Dr. Mazlan Othman eine würdige Preisträgerin: Dr. Othman hat sich während ihrer gesamte Karriere für die Faszination bemannte Raumfahrt und Astronomie engagiert.

Mars Science Workshop (c) ÖWF (Rafael Stanuch)

5 Mars Science Workshop: Drei Tage stand im Zeichen der Wissenschaft der MARS2013 Simulation. Erste Ergebnisse wurde präsentiert, mögliche Paper diskutiert und die nächsten Schritte festgelegt. Eine Special Edition des Astrobiology Magazin zu MARS2013 wird 2014 erscheinen. Foto: ÖWF (Rafael Stanuch)

Raumfahrt für Tschernobyl Kinder

6 Ein Weltraumtag für Kinder von Tschernobyl: Alexander Soucek und Gerhard Grömer bereiteten einer Gruppe von Kindern aus der Ukraine, die auf Erholungsurlaub in Österreich waren, einen unvergesslichen Weltraum-Nachmittag.

Raumfahrt-Tage in der Solar City

7 10 Jahre Volksschule Solar City (Linz): Aus Anlass dieses Jubiläums schnupperten die Schülerinnen und Schüler zwei Tage lang Weltraumluft. Mit den Kinderaumanzügen, Mars Rover und Expertinnen und Experten des Österreichisches Weltraum Forums konnten nicht nur die Kinder für Raumfahrt begeistert werden.

Zieleworkshop 2013, Rakenstart (c) ÖWF (Stefan Hauth)

8 Zieleworkshop2013:  Im idyllischen Salzburg Ort Berndorf bei Salzburg fand der jährliche Zieleworkshop des Österreichischen Weltraum Forums statt. Neben Workshops kam auch der Teamgeist nicht zu kurz. So bereiteten Norbert Frischauf und Alexander Soucek einen Modellraketenstart vor. Foto: ÖWF (Stefan Hauth)

WSW2013 Eröffnung (c) ÖWF (Claudia Stix)

9 Alle Systeme auf “Go”: Anläßlich der World Space Week 2013 wurde in Innsbruck ein Missionskontrollzentrum eingerichtet. Zum Start der World Space Week wurden 20 Partner gebeten ihr “Go” zur World Space Week Mission zu übermitteln. Als Ehrengast anwesend: Österreichs bislang einziger Kosmonaut Franz Viehböck (hinten links sitzend) und World Space Week Executive Director Remco Timmermans (hinten rechts sitzend). Foto: ÖWF (Claudia Stix)

MCC während WSW2013

10 Missionskontrollzentrum bei Nacht: Ruhe nach dem Sturm. Während den Betriebszeiten des Missionskontrollzentrums wurden im Stundentakt Telecons mit Schulen, Vereine und Museen auf der ganzen Welt durchgeführt. Mehr als 80 Nationen beteiligten sich an der WSW, alleine auf Twitter erreichten wir mehr als 17 Millionen Menschen.

Audioversum Sounds of Space (c) Audioversum

11 Dangerzone: Im Innsbrucker Audioversum Science Center gibt es seit Anfang Dezember eine ÖWF-kuratierte Sonderaustellung zum Thema Sounds of Space. Unter anderem kann in der “Dangerzone” ein Raketenstart live miterlebt werden. Das Österreichische Weltraum Forum war beratend tätig und zeigt sich auch für die inhaltliche und technische Umsetzung der Ausstellung verantwortlich. Foto: Audioversum


Video bei YouTube ansehen / Watch video on youtube

Video bei YouTube ansehen / Watch video on youtube

12 MARS2013 Camp “Wehyprecht” bei Nacht: Timelapse Aufnahme des Basiscamp der einmonatigen Mars Analogsimulation MARS2013 in der Nordsahara von Marokko. Video: ÖWF (Stefan Hauth)

December 15 2013

Sonderausstellung „Sounds of Space“ mit ÖWF Beteiligung im Innsbrucker Audioversum Science Center eröffnet

Sounds of Space Eröffnung Visual

Premierenfeier der etwas anderen Art.

Am 11. Dezember 2013 lud das Audioversum zur Eröffnung der neuen Sonderausstellung „Sounds of Space“ – das Weltall mit dem Hörsinn erforschen. Eine Innsbruck ÖWF Gruppe war mit dabei, schließlich konzipierte das ÖWF die Sonderausstellung mit und ist auch für die Ausstellungselektronik verantwortlich. Vor der offiziellen Eröffnung wurde passend zum Thema „Weltraum-Aperitifs“ und Häppchen gereicht.
Nach den obligatorischen Eröffnungsreden unter anderem von Frau Dr. Hochmair, CEO von MED-EL & Eigentümer des Audioversums, Frau Dr. Beste, Leiterin des Audioversums und Dr. Eckhard Schulz, Gründer des Audioversum schallte eine bekannte Melodie durch den Raum:

http://blog.oewf.org/wp-content/uploads/2013/12/Space-Patrol-Raumpatrouille-Orion.mp3

Angelehnt an die TV Serie Raumschiff Orion gab es zur Einstimmung die erste Episode des Science Fiction Theaters „Horchpatrouille OHRION” deren Besatzung den Auftrag bekommt verschiedensten Geräuschen im Sonnensystem einzusammeln. Gespickt mit satirischen Seitenhiebe auf verschiedenste Science Fiction Serien und Filme war diese Episode super unterhaltsam. Wir freuen uns auf weitere Episoden im neuen Jahr.

Danach ging es in die ca. 80qm große Sonderausstellung im Erdgeschoss des Audioversum‘s. Bereits beim Betreten der Ausstellung taucht man in den Weltraum und vor allem in den Mars ein. Mehrere Meter breite Wände sind bedruckt mit Aufnahme der Marsoberfläche vom Rover Curiosity.
Auch das preisgekrönte MARS2013 Bild von Katja Zanella-Kux mit 3 m Höhe erzeugt, auch unter der ÖWF Gruppe, Begeisterung. Ein Soundwalk führt Besucher durch die Station des Astronautentrainings. Neben Original-Tonmitschnitten – z.B. vom Unterwassertraining – hört man die Gedanken unseres Analog-Astronauten Luca Foresta.

Katja Zanella-Kux vor ihrem preisgekröntem MARS2013 Bild

Katja Zanella-Kux vor ihrem preisgekröntem MARS2013 Bild

Der ganze Raum besteht aus verschiedenen, interaktiven Stationen, die den Weltraum hörbar machen. So lernt man wie Polarlichter entstehen und wieso man die mit einem Radiogerät hören kann. Mittels den Tonaufzeichnung der Huygens Sonde hört man die Geräusche von einer anderen Welt, vom Saturn Mond Titan. Selbstverständlich dürfen auch die Klänge von Sterne wie z.B. den Pulsaren nicht fehlen. Zudem wurde auch ein Nachbau unseres Aouda Mars Raumanzugsimulators angefertigt, der in die Ausstellung integriert wurde. Insider sehen übrigens sofort, dass die Aouda ein Nachbau ist, da die Außenhülle noch sehr stark glänzt.

Dr. Gernot Grömer erklärt den Besuchern die Ausstellung

Dr. Gernot Grömer erklärt den Premierenbesucher die Sonderausstellung Sounds of Space

Die Dangerzone ist ein weiteres Highlight der Ausstellung. Hier geht der Besucher in einen eigenen Raum, der einer Raketenkapsel nachempfunden wurde und erlebt einen Raketenstart hautnah. Sogar die Stühle vibrieren beim Start mit ;-)

„Die Ausstellung ist super gelungen. Ich kannte ja bereits die Ton- und Videodokumente, diese aber in den interaktiven Konsolen und auf den großen Bildschirmen zu sehen war ein ganz neues Erlebnis für mich. Und mein absolutes Highlight ist die Dangerzone mit den vibrierenden Sitzen“

, meint Olivia Haider, ÖWF Vorstand am Premierenabend.

„Ich freue mich, dass wir das AUDIOVERSUM bei der Konzeption dieser großartigen Sonderausstellung mit unserer Expertise unterstützen konnten. Hinter jedem Geräusch, hinter jeder Tonaufnahme dieser Ausstellung steckt eine ebenso beeindruckende wie faszinierende Geschichte“,

erklärt Dr. Gernot Grömer, Vorstand des Österreichischen Weltraum Forums.

“Außerdem möchte ich mich bei unserem kompetenten ÖWF Team bedanken, dass großartige Arbeit bei der Konzeption aber auch bei der Umsetzung der Ausstellungselektronik geleistet hat.“

Wer das nächste Mal einen Zwischenstopp in Innsbruck macht, schaut beim Audioversum vorbei und hält Ausschau nach dem ein- oder anderen „Easteregg“ in der Dangerzone. Die Sonderausstellung wird bis Herbst 2014 im Audioversum (www.audioversum.at) zu sehen.

Mehr Impressionen aus der Ausstellung:

Marspanorama mit Aouda Anzug

Curiosity Marspanorama mit Mount Sharp, daneben ÖWF Aouda Mars Anzugssimulator

Horchpatrouille Ohrion Crew in der Dangerzone

Die Crew des Science Fictions Theaters “Horchpatrouille Ohrion” in der Dangerzone. (c) Audioversum

Besucher im Soundwalk

Soundwalk – Besucher erleben die verschiedenen Stationen eines Astronautentrainings

Markus Schmid lauscht den Klang der Sternen

Markus Schmid (ÖWF) lauscht den Klängen von Sternen

Sounds of Space Eröffnung - Blick in die Dangerzone

Blick von außen in die Dangerzone

Sounds of Space: Extreme Conditions Station

Dr. Schulze erklärt MED-EL CEO Dr. Hochmair die Extreme Conditions Station

Markus Schmid & Sebastian Sams bei der ISS Station

Markus Schmid (ÖWF) & Sebastian Sams (ÖWF) erkunden die ISS Station

ÖWF Gruppenbild in der Dangerzone

ÖWF Gruppenbild in der Dangerzone. v.l: S. Sams, K. Zanella-Kux, T. Bartenstein, O. Haider, T. Turetscheck, G. Grömer, M. Schmid

 

December 08 2013

Weltraum-Physikunterricht unter Palmen, das ÖWF in einer Liveschaltung nach La Réunion

Liveschaltung La Réunion mit N. Frischauf

Wir sind 6 Schüler einer naturwissenschaftlich orientierten Abschlussklasse (Abiturjahrgang 2014), am Gymnasium „Pierre Poivre“ in Saint Joseph auf der französischen Insel La Réunion zwischen Madagaskar und Mauritius. Wir haben den bilingualen Zweig gewählt, das heißt, dass wir neben dem deutschen Sprachunterricht auch Physikunterricht auf Deutsch haben.

Am Freitag den 22. November 2013 haben wir das Glück gehabt, während einer Stunde eine Video-Konferenz mit Norbert Frischauf, einem österreichischen Experten im Raumfahrtbereich, zu machen. Wir haben nämlich Herrn Pignolet getroffen, der sich für Raumfahrt interessiert und uns diesen Astronom vorgestellt hat.

Dann hat unser Physiklehrer Herr Sordelet-Meyer diese Videokonferenz vorgeschlagen. Natürlich haben wir uns auf Deutsch unterhalten. Es kam wie gerufen: Wir haben über das Thema Raumfahrt gearbeitet, insbesondere über das Roboterfahrzeug „Curiosity“, das auf den Mars geschickt wurde. Diese Videoverbindung zu einem Spezialisten war also eine praktische Umsetzung dieser theoretischen Arbeitsmonate. Deshalb hatten wir viele Frage zu stellen.

Wir haben ihm persönliche Fragen gestellt: über sein Studium, seinen Lebenslauf, seine Berufskarriere. Die meisten der Fragen stellten wir aber zu diesen Themen: Fertigstellung der Rakete, Leben in Weltraum, Raumfahrt und Zukunft, Satellitenbahn und Mars. Zum Beispiel hat er uns erklärt, wie Raketen in Weltraum fliegen können, indem er die Rakete mit einem Star Wars Raumschiffe verglichen hat.

Es war eine angenehme Konferenz, da Norbert Frischauf deutlich und präzise geantwortet hat. Außerdem waren wir überrascht, dass wir fast alles verstanden haben, während wir am Anfang davor Angst hatten wegen der Sprachbarriere. Zusammenfassend können wir sagen, dass es eine sehr positive erste Erfahrung war, die uns viel im Bereich der Wissenschaft und der Sprachkenntnisse gebracht hat. Das hat uns motiviert, mehr zu dem Thema Raumfahrt zu erfahren und nächstes Jahr eine erneute Verbindung herzustellen. Zudem haben wir eine neue Zukunftsperspektive bekommen, nämlich vielleicht später ein Raumfahrtstudium zu machen.

Die Schüler der Terminale S1, Lycée Pierre Poivre, Saint Joseph,
Ile de la Réunion, französisches Überseedépartement im Indischen Ozean

November 29 2013

ÖWF Weihnachtsfeier Wien, 21. Dez 2013

Visual für ÖWF Weihnachtsfeier mit Stephansdom (c) Luca Rudolf: tactic.at / edited: OeWF Art Director

Liebe ÖWF Mitglieder,

Wir laden euch recht herzlich zur diesjährigen Weihnachtsfeier des Österreichischen Weltraum Forums in Wien ein. Auch heuer haben wir ein Nachmittagsprogramm für euch geplant und werden den Abend bei einem gemütlichen Essen ausklingen lassen. Wo? Wann? Was? Das dürft ihr in diesem Jahr selbst herausfinden…(1)

Am Tag des Winter-Solstitium treffen wir uns um 14:30 Uhr an jenem Ort, an dem ein berühmter österreichischer Schriftsteller, Maler und Pädagoge am 08. Juli vor 171 Jahren beobachtete, wie der hellste Stern am Himmel langsam immer dunkler wurde und schließlich ganz verschwand. Von dort startend werden wir eine historisch-astronomische Führung durch Wien erleben, die so machen einen zum Staunen bringen wird.

Sollte uns der Wettergott nicht gnädig gestimmt sein und wir trotz Winterkleidung an besagtem Tag zu erfrieren oder durchnässen drohen, so dürfen wir den Treffpunkt dorthin verlegen, wo Kaiser Franz Josef am 20. Juni 1909 den Grundstein für ein Gebäude legte, in dem seit über 100 Jahren die Geschichte der Technik residiert. Eine gemeinsame Begehung des Gebäudes ist geplant (2).

Im Anschluss (für diejenigen, deren strenger, vorweihnachtlicher Zeitplan eine Zusammenkunft zu früherer Stunde nicht möglich macht: ab ca. 16:30) werden wir der Kälte trotzend das ein oder andere alkoholhaltige Heißgetränk als Aperitif genießen und zwar dort, wo bis vor 116 Jahren die nach einer Kaiserin benannte Brücke über den Wienfluss zu jener Kirche führte, deren Bau als Versprechen an Gott gegeben wurde, damit die letzte große Pestepidemie von Wien abgewendet werde. Für die Verfechter und Liebhaber der Architektur und Künste – oder die „Touristen“ – besteht die Möglichkeit einer Kirchenbesichtigung (3).

Zum Behufe des gemütlichen Ausklanges und der allgemeinen Erwärmung nach einem langen winterlichen Tage warten ab 18:00 in ein Gebäude, dass an ein Bootshaus – und damit den früheren Verlauf des Wienflusses – erinnert, traditionelle Wiener Küche und warme bzw. kalte Getränke auf uns.

Wir bitten um Anmeldung an *protected email* und *protected email* bis 15.12.2013 unter Bekanntgabe Nachmittagsprogramm ja/nein, Punsch ja/nein und Essen ja/nein (spätere Anmeldungen insb. zum Essen können wir nur nach Rücksprache mit dem Restaurant berücksichtigen!).

(1) Eine Auflösung des Rätsels hinsichtlich des Datums bedarf es ohnedies nicht, da es schon das Montagsmail verraten hat. Die Treffpunkte werden rechtzeitig vor der Weihnachtsfeier via E-Mail bekannt gegeben. Ebenso eine mögliche Änderung des ein oder anderen Treffpunktes
(2) Kostenpunkt: € 10,00; Gruppenermäßigung möglich.
(3) Kostenpunkt: € 8,00; Gruppenermäßigung möglich.

November 18 2013

Interview mit Johannes Hairitsch, AVK

Johannes Hairitsch von der

Johannes Hairitsch von der Astronomischen Vereinigung Kärntens (c) AVK

Johannes Hairitsch, geboren 1966 im Lavanttal in Kärnten, ist seit Kurzem der neue Obmann der Astronomischen Vereinigung Kärntens. Seit den 1960er Jahren versammeln sich in diesem Verein Weltraumbegeisterte und Hobbyastronomen. Unter anderem unterhält die Astronomische Vereinigung Kärntens aber auch zwei Sternwarten und ein Planetarium, die auch für interessierte Besucher zur Verfügung stehen.

 

ÖWF: Können Sie uns eine Kurzeinführung zur Astronomischen Vereinigung Kärntens geben?

1961 wurde zur Errichtung der Sternwarte auf dem Klagenfurter Hausberg – dem Kreuzbergl – ein eigener Verein gegründet. Nach deren Eröffnung wurde dieser Verein aufgelöst und in die Astronomische Vereinigung Kärntens (AVK) übergeführt. Diese zählt heute mit über 300 Mitgliedern zu den größten Astro-Vereinen Österreichs. Außer der Sternwarte auf dem Kreuzbergl mit seinem 23cm-Coude-Refraktor betreibt die AVK noch eine Sternwarte auf der Gerlitze auf 1.800m Seehöhe mit einem 62cm RC-Spiegelteleskop und das Planetarium nahe Minimundus am Wörthersee, das mit seinen 130 Sitzplätzen das südlichste Planetarium Österreichs ist. Zum Vereinsleben zählen der allmonatlich abgehaltene Stammtisch im Planetarium, vereinsinterne Veranstaltungen, die Teilnahme an Teleskoptreffen sowie gemeinsame Beobachtungen. Weitere Aktivitäten des Vereins sind auch die Durchführung von Exkursionen zu wissenschaftlichen Einrichtungen im In- und Ausland und zu Sonnenfinsternissen weltweit.

ÖWF: Wer ist Herr DI Hairitsch?

Ich habe die HTL in Klagenfurt besucht und anschließend in Graz Architektur studiert. Nach meinem Diplom war ich in verschiedenen Architekturbüros als Bautechniker angestellt. Seit drei Jahren bin ich im Amt der Kärntner Landesregierung als Sachverständiger im Bereich Hochbau tätig.

Meine Liebe zur Astronomie ist „erst“ in der Studienzeit gekeimt, hat dann eine mehrjährige Pause eingelegt und ist nach meiner Rückkehr nach Klagenfurt neu aufgeflammt. In der AVK bin ich seit 12 Jahren Mitglied. Bald nach meinem Eintritt habe ich eine Funktion im Vorstand übernommen, habe als Planungs- und Baubeirat Umbauten auf den Sternwarten Klagenfurt und Gerlitze und im Planetarium geplant bzw. auch selbst Hand angelegt. Weitere Funktionen im Vorstand waren Leiter der „Mobilen Astronomie“ sowie Schriftführer und Obmannstellvertreter.

Beobachtet habe ich anfänglich mit einem Hofer-Spiegelteleskop, nach meiner Astro-Pause war es dann lange Jahre ein 8 Zoll Spiegelteleskop. Seit 2005 bin ich stolzer Besitzer eines 16 Zoll Dobsons, den ich bis auf die Spiegel selbst geplant und gebaut habe. Meine weiteren Hobbies sind Segeln, Bogenschießen und Laufen.

ÖWF:  Was waren die Highlights der letzten Jahre?

2003 und 2004 hat die AVK zu den Transiten von Merkur und Venus und zur sehr nahen Marsopposition mehrere öffentliche Beobachtungen veranstaltet, bei denen wir zusammen mehrere tausend Besucher begrüßen durften. Weitere Highlights waren die Sonnenfinsternisse 1999 in der Steiermark und 2006 in der Türkei. Dazu kommen mehrere Mondfinsternisse, die wir von Kärnten aus beobachten konnten, und der in Kärnten kurz sichtbare Venustransit im letzten Jahr.

ÖWF: Welche Rolle spielt das Planetarium – nachdem die AVK die einzige Freizeitastronomische Vereinigung Österreichs ist, die auch ein Planetarium hat?

Das Planetarium hat eine Sonderstellung im Verein. Da es als GmbH mit einem Geschäftsführer und zwei Angestellten geführt wird, ist es von der Organisationsstruktur eine sehr eigenständige Einrichtung. Entscheidungen obliegen aber dem Vorstand und somit dem gewählten Vertreter der AVK als alleinigem Gesellschafter. Das Planetarium dient dem Verein als Ort für unsere Stammtische, beherbergt unsere Vereinsbibliothek und ist Treffpunkt und Anlaufstelle für alle Vereinsaktivitäten. Auch Exkursionen werden von hier aus organisiert. Darüber hinaus ist das Planetarium neben dem Beitrag der Mitglieder und den Sternwarten die wichtigste Einnahmequelle des Vereins. Viele Anschaffungen wie optische und technische Ausstattungen der Sternwarten sowie Umbauten und Erhaltungsmaßnahmen wären ohne diese Quelle nicht oder nur sehr schwer finanzierbar.

Planetarium Klagenfurt

Planetarium Klagenfurt (c) AVK

ÖWF:  Was sind die Pläne für das Planetarium in den nächsten Jahren?

Derer gibt es viele. Es gibt viele Überlegungen zu Umbauten und Angebotserweiterungen. Neben tollen Ideen für Um- und Ausbauten des Gebäudes selbst ist ein wesentlicher Punkt und eine unausweichliche Maßnahme in den kommenden Jahren die Erneuerung der Projektionstechnik, welche schon jetzt als einzigartig im deutschsprachigen Raum, wenn nicht weltweit, angesehen werden darf. Neben dem Herzstück des Planetariums, dem originalen Zeiss-Projektor, arbeiten sechs Dreikanal-Videobeamer und Dutzende Diaprojektoren in der Kuppel und zaubern Bilder und Animationen auf die „Leinwand“, die selbst moderne Technik vor Neid erblassen lässt. Das alles ist aber nur mit einem enormen Serviceaufwand möglich, um das alles am Leben zu erhalten. In diesem Zusammenhang muss vor allem dem technischen Leiter des Planetariums, Herrn Kurt Anetzhuber, großes Lob und Dank ausgesprochen werden.

ÖWF: Warum ist das Planetarium für die AVK so wichtig?

Ich möchte dazu einen Vergleich bringen: Jeder der Kinder hat, weiß, dass es darunter welche gibt, die Probleme machen und welche, die nur Freude bereiten. Und trotzdem liebt man sie alle. So ähnlich verhält es sich mit dem Planetarium! Es war nie leicht, dieses Haus zu betreiben und wird es auch in Zukunft nicht sein. Aber es ist ein „Kind“ der AVK, dem gegenüber der Verein eine Verpflichtung hat und es ist auch eine große Herausforderung, dieses Haus zu betreiben. Da geht es nicht darum, wie wichtig es ist. Ich denke, der Verein und das Planetarium brauchen sich gegenseitig.

ÖWF: Wo sehen Sie das Planetarium in fünf Jahren?

Ich sehe das Planetarium schon jetzt als wichtige touristische und noch viel mehr als Bildungseinrichtung der Stadt Klagenfurt, des Landes Kärnten und über die Grenzen hinaus. Wir zählen jährlich tausende Schüler und Kindergartenkinder aus Kärnten zu unseren Gästen. Hier wird Wissen auf hohem und auch kindgerechten Niveau geboten, verpackt in abenteuerliche Geschichten und Liveshows. Es geht in naher Zukunft vor allem darum, diesen Stellenwert auch in der Bevölkerung zu stärken und im Bewusstsein der potentiellen Besucher zu verankern, damit es zur Selbstverständlichkeit wird, dass man einen Besuch der Landeshauptstadt auch mit einem Besuch des Planetariums verbindet. Dazu wurde in den vergangenen Jahren schon viel unternommen und diese Arbeit wird auch intensiv fortgesetzt.

ÖWF: Gibt es Wünsche an die nationale und Kärntner Politik?

Natürlich gibt es Wünsche an die Landes- und Kommunalpolitik. Vor allem dahingehend, dass das Planetarium als Bildungseinrichtung für Schulen – unterrichtsbegleitend bzw. –ergänzend – als auch als Volksbildungseinrichtung anerkannt und entsprechend unterstützt wird. Immerhin ist es seit seiner Gründung bereits von fast zwei Millionen Menschen besucht worden, welche zu einem erheblichen Teil auch aus dem Vorschul- und Pflichtschulalter kommen. Und vielen bleibt das hier vermittelte Wissen jahrelang oder ein Leben lang in Erinnerung.

Die Sternwarte auf dem Gipfel der Gerlitze

Die Sternwarte auf dem Gipfel der Gerlitze (c) AVK

ÖWF: Was hielten Sie von folgender Vision: Weltraumthemen an der FH Kärnten in techniklastigen Studienzweigen anbieten?

Die Idee ist nicht neu. Schon bei den Transiten 2003 und 2004 war eine Gruppe der FH Klagenfurt dabei, die eine Kamera entwickelt hatte, die selbstständig die Sonne finden und verfolgen konnte und die die damit gewonnenen Bilder bzw. Videos über Satellitenfunk über beliebig weite Strecken übertragen konnte. Zu dem Projekt gehörte auch die gesamte Finanzierung der Entwicklung und der Reise nach Island, um dort eine Sonnenfinsternis zu beobachten und die Daten nach Klagenfurt zu übermitteln. Hier wurde den Studenten sehr umfangreiches Wissen – auch zum Thema Astronomie – vermittelt. Da wäre noch viel mehr möglich. Von Semesterarbeiten Einzelner oder ganzer Jahrgänge bis hin zu Diplomarbeiten bietet die Astronomie ein großes Betätigungsfeld.

Das Interview führte Daniela Scheer.

November 14 2013

Gebt einem Asteoriden einen Namen

Das Space Generation Advisory Council ruft zusammen mit der Near Earth Object Project Group und dem Minor Planet Center zu einem großartigen Wettbewerb auf. Nutzt die Gelegenheit und bennent einen Asteoriden. Jeder hat die Möglichkeit an diesem Wettbewerb teilzunehmen. Sendet bis 30. November euren Beitrag unter Angabe eures Namens, eures Alters, dem Herkunftsland und eurer E-Mail Adresse an das Space Generation Advisory Council.

nameanasteroid

Denkt euch einen Namen uns und schreibt in wenigen Worten (50 Worte warum ihr gerade diesen Namen gewählt habt.

Die Gewinner werden gegen Ende Dezember verkündet.

Details und Teilnahmebedingungen findet ihr hier.

 

November 07 2013

Sommerstudienprogramm Space Studies in Montréal

isuAb sofort können sich Akademiker und Studierende für das Space Studies Programm der Internationalen Weltraumuniversität bewerben.

Vom 9. Juni bis 8. August 2014 können Interessierte in verschiedene Fachrichtungen von Weltraum-Ingenieurwissenschaften und Satellitenkommunikation über die Finanzierung und Koordinierung von Projekten bis hin zu Weltraumrecht und Weltraummedizin eintauchen.

Das ganze findet im wunderschönen Montréal in Kanada statt.

Gastdozenten aus aller Welt (Experten der ESA, NASA, nationaler Weltraumagenturen und internationaler Forschungseinrichtungen sowie Industrievertreter) werden in dieser Zeit die Teilnehmer begleiten.

Bewerbungen sind bis 31. Jänner 2014 möglich. Details dazu gibt es auf der Informationsseite der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG.

 

Older posts are this way If this message doesn't go away, click anywhere on the page to continue loading posts.
Could not load more posts
Maybe Soup is currently being updated? I'll try again automatically in a few seconds...
Just a second, loading more posts...
You've reached the end.

Don't be the product, buy the product!

Schweinderl