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Glückwunsch! Rosetta-Raumsonde erfolgreich aufgewacht

Die europäische Raumsonde Rosetta ist heute nach knapp drei Jahren „Tiefschlaf“ pünktlich aufgewacht und sandte ein erstes Signal zur Erde, bevor sie im Mai 2014 in die Umlaufbahn um 67P/Churyumov–Gerasimenko einschwenken wird. Dieses Ereignis wurde mit Spannung weltweit verfolgt, als in einer Entfernung von etwa 900 Millionen Kilometer die Raumsonde ihre Elektronik langsam aufheizte und sechs Stunden später den lang erwarteten „Ping“ sandte.

Der Spike vom ersten Signal nach dem Aufwachen!

Der Spike vom ersten Signal nach dem Aufwachen!

Höhepunkt der Mission ist die Landung des Phileas Landers, einem Tochterschiff von Rosetta, der voraussichtlich am 10. November auf der Oberfläche des fragilen Kometen landen wird.

Mit an Bord: das bereits 1998 konzipierte MIDAS-Instrument (Micro-Imaging Dust Analysis System) mit dessen Hilfe der Staub in der Umgebung des Kometen analysiert wird. Der Teamleiter (Principal Investigator) dieses Instruments ist Dr. Mark Bentley vom Institut für Weltraumforschung in Graz, ebenso wie Dr. Günther Kargl, der bei zwei der fünf IWF Instrumente engagiert ist – beide sind übrigens auch ÖWF Mitglieder.

„Rosetta ist ein Musterbeispiel für ein europäisches Kooperationsprojekt, wo auch österreichische Hardware eine wichtige Rolle spielt, das IWF hat wieder gezeigt, dass es im Instrumentenbau einen ausgezeichneten internationalen Ruf genießt. “, meint ÖWF Obmann Dr. Gernot Grömer, „und wir möchten den Grazer Kollegen ganz herzlich zum erfolgreichen Aufwachen der Sonde gratulieren.“

Aus Österreich waren sieben Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft an diesem Projekt mitbeteiligt: Die Akademie der Wissenschaften/Institut für Weltraumforschung, das AIT, Joanneum Research, Magna Steyr, RUAG, die TU Wien und die Universität Wien. Dazu Dr. Grömer: „Das zeigt die Leistungsfähigkeit von wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Partnern, spannende Langzeit-Weltraummissionen zu verwirklichen: Österreich hat das intellektuelle Kapital und die Ressourcen einen noch stärkeren Beitrag zu leisten, und dieses Ziel möchten wir im ÖWF verfolgen.“

Rosetta bei ihrem Vorbeiflug beim Mars 2007

Rosetta bei ihrem Vorbeiflug beim Mars 2007

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