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October 06 2013

WSW 2013 Mission to Mars: MDRS Bericht des Kommandanten Tag 2

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Entnahme einer Bodenprobe durch Haritina Mogosanu

Die Aktivitäten des 2013 MDRS Team im Rahmen der World Space Week (WSW) 2013 gehen weiter. Zahlreiche Telefonkonferenzen wurden heute bereits für die WSW abgehalten und für den Nachmittag sind bereits wieder Aussenboardeinsätze (EVA) geplant. Randy and Jon haben sich auf den Weg nach Tooth Ridge, Jason`s Rock und Giant`s Toes gemacht (ca. 10 km nördlich des HAB) und zahlreiche Photos für das Experiment zur Veränderungsanalyse mitgebracht.  Hari und Jean haben des Weiteren eine EVA zur Entnahme einer Sandprobe durchgeführt. D-TREX EVA`s wurden ebenfalls nochmals von allen Team Mitgliedern durchgeführt um noch  mehr Datenpunkte und Zeitwerte für den Vergleich zwischen Aufgaben mit Raumanzugssimulator und ohne den Simulator zu erhalten.

Erste Ergebnisse der D-TREX Studie
Es wird angenommen, dass der MDRS Raumanzugssimulator nicht nur die geringere Mobilität und Genauigkeit sondern auch den sich dadurch ergebenden Zeitverlust für die Arbeitsschritte während der EVA den realen Umständen bei Aussenboardeinsätzen im Weltaum ziemlich genau nachstellen kann. Eine erste und grobe Analyse der Daten die während der D-TREX Studie gesammelt wurden, untermauert die These, wie im Diagram dargestellt wird. Die Daten sind allerdings noch nicht vollständig ausgewertet.

 

 

Jason's Rock 2013

Jason’s Rock 2013

Zum Vergleich: Jason's Rock 2008 und 2006

Zum Vergleich:
Jason’s Rock 2008 und 2006

 

Während der EVA, wurde Jason`s rock photografiert um die Veränderungen während der letzten Jahre zu beurteilen. Zum Vergleich wurden Photos von 2006 und 2008 herangezogen.

 

 

 

 

Weiters wurde festgestellt, dass eines der Teammitglieder nicht in der Lage war mit den zur Verfügung gestellten Handschuhen eine Boden- und Gesteinsprobe zu entnehmen, wie es die Aufgabe vorgesehen hätte. Dieses Ergebnis ist ein gutes Beispiel dafür wie wichtig das Design der Handschuhe ist und welch große Auswirkungen es auf den Simulationsablauf und damit auf den Raumanzug selbst hat. Der Test bei dem 20 bzw. 200 Meter zurückgelegt werden mussten ergab, dass der MDRS Raumanzug auf die grobmotorischen Fähigkeiten und den groben Bewegungsapparat nur wenig Auswirkung hat.

Eine Vielzahl an Faktoren wie z.B. die Erfahrung des Anzugtesters und oder dessen Körpergröße können ebenfalls Einfluss darauf nehmen warum mehr (oder weniger) Zeit für denselben Auftrag benötigt wird. Diese Effekte wurden bei der D-TREX Studie aber nicht näher untersucht. Je nachdem aus welchem Gesichtspunkt man die gesammelten Daten betrachtet kann man den Effekt des MDRS Raumanzuges auf die benötigte Zeit von 4 vollkommen unterschiedlichen Tätigkeiten beurteilen.

October 05 2013

WSW 2013 Mission to Mars: MDRS Bericht des Kommandanten Tag 1

Auf den Spuren der wissenschaftlichen Experimente und Aussenboardeinsätze, durchgeführt von der MDRS am 4. Oktober (Route und Bildmaterial)

trails_day1Als Besatzung der 2013 Mars Desert Research Station (MDRS) für die World Space Week 2013 (WSW 2013) erreichten wir das Habitat um ca. 12:15 MDT am 4. Oktober. Kurz nach der Ankunft haben wir erfahren, dass Jamie Guined ihre Teilnahme aufgrund der Ereignisse rund um die Stilllegung des NASA-Betriebes absagen musste. Bereits für den Tag geplant war ein WSW Google Hangout mit dem Mission Control Center (MCC) in Österreich und unseren WSW „Exploring Mars, Discovering Earth“ Partnern um 4:00 Uhr in der Früh Ortszeit (12:00 CEST) am 4. Oktober, um damit offiziell die Aktivitäten rund um die WSW 2013 zu beginnen.

Nach einer sehr kurzen Nacht, erfolgte der Check des HAB (analog Mars Lander Habitat Modul) durch die MDRS WSW Crew. Alle Systeme waren voll funktionstüchtig, das HAB sauber und aufgeräumt. Der Startschuss zu den Aussenaktivitäten kam kurz nach Mittag, nachdem der zeitliche Ablauf, bedingt durch das Fehlen eines Crewmitgliedes, geringfügig angepasst werden musste.

Als erstes wurden unsere Gefährte, die ATV`s (All Terrain Vehicles) überprüft, 4 der blauen ATV`s waren funktionstüchtig (2 weitere verweigerten die Inbetriebnahme trotz geladener Akkus). Eines der nicht startenden blauen ATV`s hatte ein leckes Gasventil. In der „on“ Stellung waren die Ventile zwar dicht, in jeder anderen Position jedoch nicht, was damit zu den Startproblemen beigetragen haben dürfte. An der Beseitigung der Startprobleme der roten ATV`s wurde nicht gearbeitet. Eine besondere Herausforderung stellt für uns die Kommunikation während des simulierten Aussenboardeinsatzes (EVA) da. Unsere Funkgeräte die im HAB zur Verfügung standen waren in schlechtem Zustand und nur eingeschränkt funktionstüchtig. Die Fehlersuche ist noch nicht abgeschlossen.

Wissenschaftliche Tätigkeiten

Hunter_ATVEiner der “D-TREX” Aussenboardeinsätze (kurz EVA) wurde mit dem Raumanzugssimulator durchgeführt und dann ohne den Simulator wiederholt, um spezielle Funktionstests durchführen zu können, die von den Partnern in Österreich entwickelt wurden.  Mit diesem Test wurde versucht zu evaluieren wieviel zusätzliche Zeit durch den Raumanzug bei den einzelnen Aufgaben eingeplant werden muss. Im Detail wurden 4 verschiedene Aufgabenstellungen in dieser Simulation erfüllt: (1) das Entnehmen einer Bodenprobe (2) das Entnehmen einer Gesteinsprobe (3) zurücklegen von 20 metern und (4) zurücklegen von 200 metern. Die 4 Aufgabenstellungen wurde im Anschluss ohne den Raumanzugssimulator wiederholt. Die Zeitwerte wurden für 36 einzelne Tests ermittelt (es wurden einzelne Schritte bis zu 3-mal wiederholt um eine breitere Basis an Datenwerten zu erhalten). Haritina (Hari) Mogosanu, Jean Hunter und Patricia (Tricia) Marie Smedley schlossen jeweils 12 Aufgabenstellungen ab. Die gesammelten Daten wurden zusammen mit allen weiteren DTREX Datenpunkten in eine Matrix zur weiteren Auswertung zusammengefügt.

Zusätzlich zur DTREX EVA, wurde eine EVA zur „Veränderungsanalyse“ von Hari, Jean und Tricia durchgeführt. Das EVA Team besuchte dazu das „White Mushroom Field“ in der Nähe des HAB um Photos der exakt selben Stelle wie in den  Jahren 2006 und 2008 zu nehmen um damit die sichtbare Erosion im Laufe der vergangenen Jahre zu beurteilen .

October 04 2013

Earth Master Sample – Gesteinprobenentnahme für zukünftige Erforscher

Aouda.X nimmt eine Gesteinsprobe (c) ÖWF (Paul Santek)

Zwei Welten. Ein Kristall (c) ÖWF (Paul Santek)

Ein erstmaliges Highlight der World Space Week ist das Earth Master Sample, für die wir die Unterstützung des bekannten Kristallhersteller Swarovski gewinnen konnten. Auf der ganzen Welt werden regionale Gesteinsproben entnommen und in das Mission Control Center nach Innsbruck gesendet. Geologen analysieren diese und mischen sie mit einem echten Mars Meteoriten: Swarovski wird aus diesen Gesteinsproben aus zwei Welten eine Spezialedition von Kristallen herstellen, die wir wieder in die ganze Welt verteilen.
Zwei Welten. Ein Kristall.

Die Probenentnahme ist traditionell die Aktivitäten die am häufigsten von Erforschern durchgeführt wird. Wenn wir Menschen zum Mars senden, ist die Entnahme von Gesteinsproben einer der wichtigsten Aktivitäten am Mars. Daher laden SchülerInnen, StudentInnen und Weltraumbegeisterte ein, mittels einem einfachen Protokoll, welches einer echten Prozedur für Mars Analogsimulationen nachempfunden wurde, Gesteinsproben zu entnehmen und gemeinsam mit einem Bild und den zugehörigen Geokoordinaten zu uns ins MCC nach Innsbruck zu senden. Einsendefrist ist Anfang November.

Anleitung & weiterführende Informationen (in Englisch):
www.oewf.org/cms/earth-master-sample.phtml

Alle Proben werden von der World Space Week gesammelt, registriert, verkleinert und vermischt in das sogenanntes “Erde Master-Sample”.  Am Ende wird noch ein Mars Meteorit hinzugefügt.  Aus diesem Gemisch wird die Firma Swarovski einen 5mm großen Kristall produzieren und aus Material hergestellt ist, das von zwei verschiedenen Welten stammt :-)

Diese Spezial-Edition von Kristallen werden and Weltraum-Institute und Entscheidungsträger verteilt als Signal für ein weltweites Interesse an Weltraum Erforschung.

Finde den Meteoriten im Bild und gewinnen ein ÖWF Goodie Bag!

Wir haben alle Steine am Bild nummeriert, finde den Mars Meteoriten und poste die Antworten als Kommentar um an der Verlosung teilzunehmen.

Spot the meteorite (c) OeWF (Paul Santek)

(c) OeWF Paul Santek

Disclaimer: ÖWF Mitglieder, Organisatoren und Mitarbeiter im MCC der World Space Week sind vom Wettbewerb ausgeschlossen.

June 23 2013

Österreichisches Pressefoto des Jahres an Katja Zanella-Kux

Katja Zanella-Kux gewinnt mit einem außergewöhnlichen MARS2013 Bild „kick-off“ den österreichischen Preis für Pressefotografie „Objektiv“ in der Kategorie Wirtschaft. Der Preis wurde heuer bereits zum 8.ten Mal vergeben und zeichnet Fotografen in sechs Kategorien aus.

Das Foto zeigt Analog-Astronaut Luca Foresta während des viertätigen Aufenthalts in „Station Payer“ als er kurz nach Sonneuntergang den Sand der Sahara in die Luft schleudert.

Gewinnerbild Objektiv 2013 Kategorie Wirtschaft (c) ÖWF (Katja Zanella-Kux)

“Kick-off” Gewinnerbild des Objektiv 2013, Kategorie Wirtschaft von Katja Zanella-Kux Gewinner Objektiv 2013 (c) ÖWF (Katja Zanella-Kux)

Gernot Grömer, ÖWF Vorstand:

„Katja hat zurecht den Preis gewonnen. Sie begleitet das ÖWF seit 2010 und war im Februar 2013 gemeinsam mit uns 5 Wochen lang in der Nordsahara. Durch ihre Fotos bekommen die ÖWF Expedition ein Gesicht und vermitteln Faszination Mars Analog-Forschung. “

Wir gratulieren Katja ganz herzlich zum gewonnen Preis!

Gewinner Objektiv 2013 (c) APA-Fotoservice/Ludwig Schedl

Gewinner des Objektiv 2013: v.l.n.r. Michael Lang (APA-Chefredakteur), Ian Ehm (Kategorie-Sieger Kunst und Kultur), Christian Bruna (Kategorie-Sieger Chronik), Jürg Christandl (Kategorie-Sieger Innen- und Außenpolitik), Katja Zanella-Kux (Kategorie-Siegerin Wirtschaft), Heinz Stephan Tesarek (Gewinner des “Objektiv 2013″ sowie Kategorie-Sieger Fotoserien), Leonhard Foeger (Kategorie-Sieger Sport) und Peter Saak (Canon-Geschäftsführer).
(c) APA-Fotoservice/Ludwig Schedl

Alle Siegerbilder sind bei folgenden Ausstellungen zu sehen:

  • 19. Juni – 30. Juni 2013: Höhere Graphische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt, Leyserstraße 6, 1140 Wien
  • 01. Juli – 01. September 2013, Hauptbücherei, Urban-Loritz-Platz 2A, 1150 Wien
  • 02. September – 29. Oktober 2013: Concordia Presseclub, Bankgasse 8, 1010 Wien
  • 30. Oktober – 25. November 2013: Congress Innsbruck, Rennweg 3, 6020 Innsbruck
  • 26. November 2013 – 31. Jänner 2014: OÖ Presseclub im OÖ Kulturquartier, Ursulinenhof Foyer, Landstraße 31, 4020 Linz

May 29 2013

Science Conference MARS2013 – Ergebnisse der Marokko-Mission liefern neue Impulse für die Mars-Analogforschung

Im Februar dieses Jahres fand unter der Leitung des Österreichischen Weltraum Forums (ÖWF) ein Mars Analog-Feldtest mit internationaler Beteiligung in Marokko statt. Am 25. und 26. Mai präsentierten die Forscher die Ergebnisse der ersten Datenanalysen auf der „Mars2013 Science Conference“ an der TU Wien.

Über 100 Mitarbeiter aus 23 Nationen forschten in der Nordsahara im Rahmen einer groß angelegten Marssimulation. Dabei untersuchten 17 sorgfältig ausgewählte Experimente Arbeitsabläufe, Hardware und Sicherheitsaspekte einer zukünftigen bemannten Expedition zum Roten Planeten. Erstmals wurden etwa die Verzögerungsfaktoren gemessen, die ein Mars-Astronaut im Raumanzug gegenüber einem Feldforscher ohne Raumanzug hat. Im Schnitt benötigen die meisten typischen Aktivitäten 1,3mal so lange wie ohne Anzug.


Video bei YouTube ansehen / Watch video on youtube

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Trotz der Einschränkungen, welche die Feldarbeit unter Raumfahrtbedingungen mit sich bringt, und bewusst ohne Vorkenntnisse der lokalen Geologie konnten die Forscher in sehr kurzer Zeit Wasseraktivität in der Testregion nachweisen. Daraus lässt sich schließen, dass die Suche nach Wasser auf anderen Planeten mit einer Kombination aus Astronaut und Rover wesentlich schneller und erfolgreicher gelingen kann als mit ausschließlich robotischen Methoden.

Mit der Wärmebildmessung konnte eine neue Strategie zur Entdeckung von Höhleneingängen erfolgreich angewandt werden. Ebenso testeten Analogastronauten ein aufblasbares Notfall-Zelt für Astronauten von der Technischen Universität Wien und drei robotische Fahrzeuge.

Alain Souchier erklärt Cliffbot experiment (c) ÖWF (Rafael Stanuch)

Alain Souchier erläutert sein Cliffbot experiment (c) ÖWF (Rafael Stanuch)

Neu ist auch die Erhebung statistischer Daten über die Verletzungsrisiken bei Mars-Simulationen. Daraus soll in Zukunft eine Datenbank entstehen, welche eine Prognose von Verletzungsrisiken bei Feldversuchen ermöglicht. So haben Feldforscher ein etwa vierfach erhöhtes Verletzungsrisiko bei Bagatellverletzungen gegenüber dem Personal des Kontrollzentrums, während die Stressbelastung vergleichbar ist. Dr. Gernot Grömer, ÖWF-Vorstand resümiert: “MARS2013 hat gezeigt, dass auch ein kleines Land wie Österreich – hier zusammen mit Partnern aus 23 Nationen – wertvolle Beiträge in den spannendsten Bereichen der Raumfahrt liefern und damit die nächste Generation von Forschern inspirieren kann. Mit entsprechender politischer Unterstützung könnten wir damit einen Spitzenplatz in der europäischen Marsforschung anpeilen.” Insgesamt 50 Teilnehmer nahmen an den zahlreichen Fachvorträgen sowie an einem Plenary Workshop teil und verfolgten eine Liveschaltung zu dem „SpaceUp Paris“ im ESA Hauptquartier. Bereits im Vorfeld trafen sich die Leiter der beteiligten Forschungseinrichtungen und diskutierten eine verstärkte Positionierung von Analogforschung in den Weltraumwissenschaften.

Puli Rover & Aouda.X (c) ÖWF (Katja Zanella-Kux)

Ungarischer Google Lunar X-Prize Rover mit dem Aouda.X Mars-Anzug. (c) ÖWF (Katja Zanella-Kux)

Die Forscher werden ihre Erfahrungen aus der Mars2013-Mission nun in die Entwicklungsarbeit weiterer Projekte für bemannte Marsexpeditionen einfließen lassen. Einige Teilnehmer werden ihre Ergebnisse außerdem in einer Special Edition des renommierten Fachjournals “Astrobiology” publizieren. Einzigartiges Bildmaterial von der Expedition finden Sie hier: mars2013.oewf.org

May 06 2013

Neues Video: WLAN auf dem Mars – Hauptgewinn des Lancom Extraordinary-Wettbewerbs

Letzten Dezember gewann das Österreichische Weltraum Forum den Extraordinary Wettbewerb der Firma Lancom Systems. Gesucht waren die außergewöhnlichsten Einsatzorte von Lancom Kommunikations-Hardware. Als Hauptgewinn wurde nachfolgendes Video mit dem Titel „WLAN auf dem Mars“ produziert.
Im Video wird sieht man wie WLAN für die Kommunikation unsere Mars Analog Simulationen eingesetzt wird. Der Film wurde während der MARS2013 Marokko Mars Analog Feld Simulation im Februar 2013 gedreht.


Video bei YouTube ansehen / Watch video on youtube

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Danke an all unsere Freunde, Fans und Follower fürs abstimmen. Ohne euch hätten wir den Hauptpreis nicht gewonnen.

Über LANCOM
LANCOM Systems GmbH ist ein führender deutscher Hersteller zuverlässiger Netzwerklösungen mit den Schwerpunkten sind Remote-Access und Standortvernetzung auf Basis virtueller privater Netzwerke (VPN) sowie drahtlose Netzwerke. Als Unternehmen engagiert sich LANCOM in vielfältiger Weise auch für Projekte aus der Wissenschaft, so ist die Firma auch ist Kooperationspartner im preisgekrönten deutschen Forschungsprojekt Mobile Access.
Website: www.lancom-systems.de

April 21 2013

Interview mit Nina Sejkora über Unicamp & MARS2013

Nina Sejkora hat schon zweimal am Uni Camp für Jugendliche zwischen 15 & 18, wo sie jeweils eine Woche lang in die Welt der Wissenschaft reinschnuppern konnte, teilgenommen. Mittlerweile studiert sie Physik in Innsbruck, ist ÖWF Mitglied und Principal Investigator für das MARS2013 Studentenexperiment Peniculus.

Nina Sejkora im Mission Support Center Innsbruck. (c) ÖWF (Daniel Föger)

Nina Sejkora im Mission Support Center Innsbruck. (c) ÖWF (Daniel Föger)

ÖWF: Nina, wie bist du auf das Unicamp aufmerksam geworden und wie waren die Wochen für dich?
Das erste Mal beim Uni Camp war ich 2011. Damals hat meine Mutter mich darauf aufmerksam gemacht. Ich war sofort begeistert von der Idee und wusste sofort, dass der Astrophysik-Workshop ideal für mich war, also hab ich mich angemeldet. Die Woche hat mir dann so gut gefallen, dass ich mir, nach  dem Ende des Uni Camps 2011, sicher war, dass ich im nächsten Jahr wieder mitmachen wollte.
Das Uni Camp 2012 wies einige Unterschiede zu dem im Vorjahr auf. Doch das bedeutet nicht, dass es nicht trotzdem eine tolle Woche war. Ein Unterschied, wahrscheinlich sogar der Hauptunterschied, bestand in der Aufgabenstellung. Während wir 2011 eine (fiktive) robotische Mission zum Saturnmond Enceladus planten, war die Aufgabe 2012 wesentlich praxisnaher. Diesmal war es nicht mit der bloßen Planung auf dem Papier getan, sondern wir mussten uns für ein Experiment entscheiden (an sich schon kein sehr einfacher Prozess, da das Experiment interessant, aber mit unseren Mitteln machbar sein sollte), dieses planen und die nötige Hardware bauen. Und das in nur einer Woche!
Ein Höhepunkt der Woche kam gleich am Anfang. Am Montag mussten wir früh aufstehen (was manchen schwer viel), doch wir wurden dafür belohnt. Wir sahen uns, anlässlich der Landung von Curiosity, den Live-Stream aus dem Jet Propulsion Laboratory an und fieberten während den „seven minutes of terror“ mit den Ingenieuren und Wissenschaftlern mit. Die erfolgreiche Landung und Curiosity’s erste Bilder vom Gale Crater wurden von uns mit einem Sekt-Frühstück gefeiert. Was auch einigen in Erinnerung bleiben wird, sind die Verwicklungen, die sich ergeben, wenn Raketen in Bäumen landen, oder wie viel Spaß man haben kann, wenn man im Toys ‘R Us nach einem Spielzeug mit geeignetem Motor sucht…

ÖWF: Oh! Ihr habt die Spielzeuge nur gekauft, um an den jeweiligen Motor zu kommen? ;)
Genau ;)

ÖWF: Wirst du 2013 wieder beim Unicamp dabei sein?
Ich weiß nicht, ob ich als Teilnehmerin beim Uni Camp 2013 vom 4. bis 10. August in Innsbruck dabei sein werde aber ich bezweifle es. Ich habe mich jedoch für das Femtech Sommerpraktikum beim ÖWF beworben und wenn ich die Stelle bekomme, wäre ich als Betreuerin beim ÖWF Workshop “Astrophysik – Mission to the Edge” dabei. Hierbei geht’s um eine der geheimnisvollsten Regionen des Sonnensystems, die jenseits der Umlaufbahn des Neptuns beginnt: Der Kuipergürtel, eine Art “zweiter Astroidengürtel”, dessen bekanntester Vertreter der Zwergplanet Pluto ist. Millionen von Kometen und Astroiden ziehen dort ihre Bahnen, oft knapp außerhalb der Reichweite unserer besten Teleskope. Beim Uni Camp 2013 soll ein Missionskonzept für eine unbemannte Asteroidenmission geplant werden, die genau diesen “weißen Flecken” auf unserer astronomischen Landkarte erforscht.

ÖWF: Seit wann begeistert dich die Astrophysik?
Astronomie interessiert mich schon lange, schon als ich klein war hat mein Vater mir die Sterne und Planeten gezeigt. Ich habe letztens sogar eine Zeichnung von mir gefunden, die ich gezeichnet habe, als ich noch nicht ganz 4 Jahre alt war. Auf der Rückseite hat meine Mutter vermerkt, dass es dich dabei um „Jupiter, Pluto, Sterne, Meer, Seesterne“ handelt :). Dass Astrophysik jedoch das Feld ist, in dem ich später einmal arbeiten und forschen möchte, ist mir erst seit wenigen Jahren klar. Ich glaube sogar, dass das Uni Camp einen nicht unwesentlichen Einfluss auf meine Entscheidung gehabt hat :).

Die beiden Solarzellen des Peniculus Experiment inMarokko gemeinsam mit anderen MARS2013 Experimenten.(c) ÖWF (Katja Zanella-Kux)

Die beiden Solarzellen des Peniculus Experiment inMarokko gemeinsam mit anderen MARS2013 Experimenten. (c) ÖWF (Katja Zanella-Kux)

ÖWF: Du warst am MARS2013 Studentenexperiment Peniculus beteiligt. Was war das genau für ein Experiment und welche Rolle hast du dabei ausgefüllt?

Zuerst möchte ich etwas zur Entstehungsgeschichte von Peniculus sagen. Dr. Gernot Grömer hat uns erzählt, dass der größte Feind von Solarzellen am Mars der Sand ist. Bei den beiden Mars Rover Spirit und Opportunity hatte man erwartet, dass die Stromversorgung nach wenigen Monaten aufgrund der zu dicken Staubschicht auf den Solarpanelen abbricht. Opportunity ist nur deshalb nach neun Jahren immer noch funktionstüchtig, weil seine Solarzellen von Staubteufeln gereinigt wurden. Aufgrund dieser Informationen überlegten wir uns, dass es doch vernünftig wäre, die Zellen automatisch reinigen zu lassen, da man sich ja nicht immer auf so günstige Fügungen, wie einen Staubteufel zur rechten Zeit verlassen möchte.
Also bauten wir zwei Holzrahmen für die zwei Solarzellen des ÖWF und statteten eine davon außerdem mit zwei motorgetriebenen Bürsten aus, die die Oberfläche von Sand befreien sollten. Ursprünglich hatten wir beabsichtigt Peniculus so zu programmieren, dass er sich automatisch jeden Tag für einige Minuten einschaltet, doch dafür reichten Zeit und personelle Ressourcen nicht aus. Um verwertbare Daten von dem Experiment zu bekommen, schlossen wir an jede Solarzelle ein Voltmeter an, um zu sehen, ob sich der Energieoutput der gesäuberten Zelle gegenüber der ungesäuberten verbesserte. Meine Hauptaufgabe während des Uni Camps war, zusammen mit Vanessa, anhand eines mathematischen Modells eine wissenschaftliche Prognose zu stellen, welche Ergebnisse wir uns von dem Peniculus-Experiment erwarteten.
Am Ende von MARS 2013 stellte sich jedoch heraus, dass unsere Prognose sich nicht erfüllte. Der Energieoutput von gesäuberter und ungesäuberter Zelle war am Ende genau gleich.
Übrigens, die Namensfindung für unser Experiment war mindestens genauso interessnt. Der Name auf den sich das Team schließlich einigte, „Peniculus.X“ stammt aus dem Lateinischen: „peniculus“ bedeutet kleine Bürste und das „X“ steht für „Experiment“.

ÖWF: Marokko, Innsbruck, MARS2013 – wie war das für dich? Wie lief die Zusammenarbeit?

Nina (ganz rechts) im Flightplan Raum im Mission Support Center. (c) ÖWF (Daniel Föger)

Nina (ganz rechts) im Flightplan Raum . (c) ÖWF (Daniel Föger)

Ich war nicht in Marokko, doch ich war die ganzen vier Wochen im Mission Support Center, als Mitglied des Flightplan Teams. Anfangs (im Herbst 2012) war ich noch als Mitglied des Remote Science Support (RSS) Teams eingeteilt, doch nachdem Flightplan so stark unterbesetzt war, kam ich in dieses Team. Die Arbeit bei MARS 2013 war eine wunderbare Erfahrung, die ich auf keinen Fall missen möchte.
Die Zusammenarbeit zwischen Feld und MSC lief, nach einigen Startschwierigkeiten in der Prep-Week, sehr gut. Nach dem Ende der ersten Woche waren die größten Schwierigkeiten bezüglich interner Kommunikation im MSC und der Kommunikation mit der Field Crew identifiziert und auch großteils beseitigt. Flightplanning war zwar besonders am Anfang viel Arbeit, doch, bis auf gewisse Unstimmigkeiten, die nun mal auftreten, wenn so viele Leute zusammenarbeiten, lief die Zusammenarbeit gut.

ÖWF: Vielen Dank, Nina, dass du dir etwas Zeit für das Interview genommen hast. Viel Erfolg und Spaß weiterhin mit der Astrophysik! :-)

Weitere Informationen:

February 28 2013

MARS2013 Bild des Tages

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Ein Schritt näher. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

18 Tag 18: 28. Februar 2013
Menschen. Eine erfolgreiche Mission MARS2013 geht zu Ende. Wir möchten allen Beteiligten unseren Dank aussprechen: allen Freiwilligen, unseren Sponsoren, unseren Spendern, und dem Volk von Marokko – welches eine wunderbarer Gastgeber war. Wir sind dem Mars ein Schritt näher gekommen! (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

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Wohin führt unsere Reise? (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

17 Tag 17: 27. Februar 2013
Wohin gehen wir? Der Weg in die Zukunft ist ungewiss für die Menschheit. Aber genauso wie unsere Vorfahren die sicheren Höhlen für neue Welten verlassen haben, werden auch wir weitergehen, trotz der Risiken und Zweifel. Neugier und Notwendigkeit werden uns motivieren, dass Weltall zu erforschen. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

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MARS2013 reist um die Welt. (c) OeWF

16 Tag 16: 26. Februar 2013
MARS2013 reist um die Welt. Wenn wir zu fremden Welten in unserem Sonnensystem reisen wollen, müssen wir zuerst Plätze auf der Erde besuchen. Muhammad Shadab Khan, ein Voluntär bei MARS2013, gibt eine Präsentation über unsere Feldsimulation in Marokko für Studenten am „Babu Banarasi Das National Institute of Technology and Management” in Indien. Schülern und Studenten neue Welten und Ideen zu offenbaren, ist die beste Investition, die wir in die Zukunft der Weltraumforschung machen können. (c) OeWF

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Ein einfaches Rad hilft bei der Erforschung des Mars. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

15 Tag 15: 25. Februar 2013
Ein einfaches Rad hilft bei der Erforschung des Mars. Die ersten Beweise zur Existenz des Rades als Hilfsmittel datieren 8000 Jahre zurück. Im CLIFFBOT Experiment heute werden für einen Roboter zwei Räder benutzt, um schwer zugängliche Stellen auf einem fremden Planeten zu erreichen und geologisch interessante Schichten zu untersuchen. Wir fragen uns: Was werden wir in 8000 Jahren benutzen? (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

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Ein unüberwindbares Hindernis? (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

14 Tag 14: 24. Februar 2013
Es ist weit auf die andere Seite, oder? Dieser Graben scheint ein schwierig zu meisterndes Hindernis für den Analog Astronauten zu sein, genau wie die Entfernung zwischen der Erde und Mars. Wir haben schon Rovers dorthin entsandt aber Menschen auf den Mars zu transportieren, ist bis jetzt ein unüberwindbares Problem. Was brauchen wir? Bessere Raketen oder die unbedingte Entschlossenheit, zum Mars zu wollen? (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

Ein Analog-Astronaut überquert eine Salztonebene. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

Ein Analog-Astronaut überquert eine Salztonebene. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

13 Tag 13: 23. Februar 2013
Ein Analog-Astronaut im Aouda.X Raumanzug-Simulator überquert eine Salztonebene in der Nähe von Station Payer. Die Oberfläche weist das markante Muster eines ausgetrockneten Sees auf. Satellitenbilder von dem Mars Global Surveyor und dem Mars Reconnaissance Orbiter zeigen ähnliche Muster in Kratern auf der Oberfläche von Mars – möglicherweise Beweis dafür, dass flüssiges Wasser einmal auf dem Planeten existiert haben könnte. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

Nachthimmel über Camp „Weyprecht" (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

Nachthimmel über Camp „Weyprecht” (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

12 Tag 12: 22. Februar 2013
Klarer Nachthimmel über Camp „Weyprecht“. Im Vergleich zu europäischen Städten gibt es in Marokko kaum Lichtverschmutzung. Für die „Globe at Night“ Beobachtungen wurden im Camp die großen Scheinwerfer ausgeschalten, um den Nachthimmel in seiner ursprünglichen Schönheit zu betrachten. Nicht nur die Milchstraße leuchtet in einer selten gesehenen Helligkeit, auch den Kleinen Waagen kann man klar erkennen. Im Vordergrund misst der ungarische Hunveyor Lander aktuelle Wetter- und Umweltdaten. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

Das Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine. (C) OeWF (Katja Zanella-Kux)

Das Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine. (C) OeWF (Katja Zanella-Kux)

11 Tag 11: 21. Februar 2013 Das Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine ist ein wichtiges Thema für zukünftige Marsmissionen und Grund für mehrere Experimente bei MARS2013. Wir müssen testen und verbessern, wie wir optimal mit Rovern und Robotern auf planetarischen Missionen zusammenarbeiten können. Hier folgt der Analog Astronaut dem Magma Rover, der mit einem Laser ausgestattet ist, um mikrobielles Leben zu entdecken. Die kurze Antwort ist: Wir brauchen uns gegenseitig. Die lange Antwort ist: Wir brauchen uns gegenseitig. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

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Der Rote Planet. (C) OeWF (Katja Zanella-Kux; False-colored OeWF)

10 Tag 10: 20. Februar 2013 Der Rote Planet. Unser Nachbarplanet Mars hat seinen Spitznamen von dem relativ hohen Anteil von Eisenoxiden, also Rost, im Staub und in Steinen welches über Jahrmillionen produziert wurde und in unterschiedlich dicken Schichten die Oberfläche bedeckt. Der Analog Astronaut ist hier auf dem Weg die Gegend zu erforschen. Was ist in dem Graben? Was erwartet ihn hinter dem Hügel? Die Menschheit will Antworten. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux; False-colored OeWF)

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Nichts entgeht uns. (c) OeWF

9 Tag 9: 19. Februar 2013 Nichts entgeht uns. Um Forschung ernsthaft zu betreiben braucht man akribische Fähigkeiten zum Aufzeichnen von Daten und Beobachtungen. In diesem „Bild des Tages“ zeigen wir Ihnen einen kleinen Kartenausschnitt mit allen Experimenten und Abläufen, die in einem 2 mal 2 Kilometer kleinen Forschungsgebiet durchgeführt worden sind. Die Wüste war niemals bunter. (c) OeWF

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Ein buntes Vorhaben. (c) OeWF (Matthias Schmitt)

8 Tag 8: 18. Februar 2013 Ein buntes Vorhaben: Menschen, Zeitdauer und Mittel. Zeit und Ressourcen auf dem Mars sind kostbares Gut und deshalb muss diese Mission bis ins kleinste geplant werden. Das Flightplan Team ist die Verbindung zwischen Wissenschaftlern und den Flight Controllern. Sie nehmen die Vorgaben und Anfragen von Wissenschaftsteams und erstellen einen Arbeitsplan. Damit erhalten die Astronauten genügend Zeit und die notwendigen Mittel für eine erfolgreiche Ausführung. (c) OeWF (Matthias Schmitt)

Analog-Astronauten Luca Foresta (li) und Daniel Schildhammer (re). (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

Analog-Astronauten Luca Foresta (li) und Daniel Schildhammer (re). (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

7 Tag 7: 17. Februar 2013
Aufbruch in ein neues Abenteuer. Luca Foresta (links) und Daniel Schildhammer (rechts) sind zwei von insgesamt drei Analog-Astronauten bei MARS2013. Luca wird heute gemeinsam mit drei Feld-Crew Mitgliedern in den Süden aufbrechen zur Station „Payer“. 80 km vom Camp „Weyprecht“ entfernt, wird drei Tage lang mit dem Aouda.X Mars Simulationsanzug die südliche Gegend erforscht. Eine echte Herausforderung für das gesamte MARS2013 Team in Marokko und Innsbruck. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

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Marsforscher in einer fremden Welt. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

6 Tag 6: 16. Februar 2013
Marsforscher in einer fremden Welt. Auch unser Heimatplanet Erde bietet eine Vielfalt von zu entdeckendem Neuen und Marokko mit seiner reichhaltigen Kultur ist keine Ausnahme. Aus Anlass des traditionellen „Captain’s Dinner“ luden unsere großzügigen Gastgeber zur Vorführung eines landesüblichen Tanzes ein. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

Flight Director Assistant Michael Taraba; Johannes Ellmerer, Geschäftsführer der Rettung Innsbruck; Flight Director Alexander Soucek; Counselor Kamal Arifi, Vertreter der Marokkanischen Botschaft (v.l). (c) OeWF (Paul Santek)

Flight Director Assistant Michael Taraba; Johannes Ellmerer, Geschäftsführer der Rettung Innsbruck; Flight Director Alexander Soucek; Counselor Kamal Arifi, Vertreter der Marokkanischen Botschaft. (c) OeWF (Paul Santek)

5 Tag 5 : 15. Februar 2013
Ehrengäste im Mission Support Center: Flight Director Assistant Michael Taraba;  Johannes Ellmerer, Geschäftsführer der Rettung Innsbruck und “Hausherr” des MSC; Flight Director Alexander Soucek; Counselor Kamal Arifi, Vertreter der Marokkanischen Botschaft  (v.l.).

Vizekanzler Außenminister Dr. Michael Spindelegger und Tirols Landeshauptmann Günther Platter übermittelten ihre Grußbotschaft und besten Wünsche an das MARS2013 Team; sie konnten aus terminlichen Gründen am “landing day” nicht teilnehmen. (c) OeWF (Paul Santek)

Aouda.X wird mit Terbium-Mikrokügelchen kontaminiert. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

Aouda.X wird mit Terbium-Mikrokügelchen kontaminiert. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

4 Tag 4 : 14. Februar 2013
Am Aouda.X Raumanzug Simulator (im Vordergrund) werden teilweise Terbium-Mikrokügelchen aufgebracht. Danach wird der Analog-Astronaut einige Proben aus der Umgebung aufnehmen. Die Proben werden dann auf Spuren der Terbium-Mikrokügelchen untersucht, um festzustellen, ob eine Übertragung (Kontamination) während der Aufnahme der Proben stattgefunden hat. Diese Experiment wurde vom Jet Propulsion Laboratory der NASA entwickelt und hat zum Ziel die Übertragungswege und -häufigkeit auf Proben zu messen um für zukünftige Marsmission die Kontaminationsproblematik reduzieren zu können. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

Aouda.X führt ein geologisches Experiment durch.

Aouda.X führt ein geologisches Experiment durch. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

3 Tag 3 : 13. Februar 2013
Homo Faber erforscht den Mars. Während eines EVAs (Außenbordaktivität) benutzt der Analog Astronaut im experimentellen Raumanzug Aouda.X einen einfachen Hammer, um “Marsgestein” für ein geologisches Experiment zu zerkleinern. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

Das gesamte Team des Mission Support Center in Innsbruck während des Telefonanrufs von Astronaut Chris Hadfield.

Das gesamte Team des Mission Support Center in Innsbruck während des Telefonanrufs von Astronaut Chris Hadfield.

2 Tag 2 : 12. Februar 2013
Gelungene Überraschung im Mission Support Center in Innsbruck, sowie für das Team in Marokko. Eine Stunde vor dem Beginn der Simulation rief uns Astronaut Chris Hadfield direkt von der Internationalen Raumstation an, um uns alles Gute für den Start der Simulation zu wünschen. Das gesamte Team in Innsbruck und Marokko war begeistert. Danke Chris Hadfield und wir wünschen dir auch eine erfolgreiche Mission.
(c) OeWF (Paul Santek)

&Oouml; Fahne wird in den analogen Marssand in Marokko gesteckt. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

Aufstellen der ÖWF Fahne in den analogen Mars Sand. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

1 Tag 1 : 11. Februar 2013
Wir sind erfolgreich auf dem “Mars” gelandet! Der Analog Astronaut Daniel Schildhammer im Aouda.X Raumanzugsimulator äußerte die folgenden Worte zum Auftakt der Simulation: “Zu glauben, dass eine kleine Gruppe von ambitionierten Menschen die Welt nicht verändern kann, ist ein Fehler. In Wirklichkeit ist dies die einzige Art und Weise, in der etwas geschieht.” (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

Lesen Sie auch:

July 04 2012

Dachstein Mars Simulation 2012 Missionsreport

Vom 27. April – 01. Mai 2012 forschte das Österreichische Weltraum Forum in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern fünf Tage bei einem Mars Analog-Feldtest in den Mammut- und Rieseneishöhlen der Dachsteinregion in Österreich durch. Neben der neuesten Version des Raumanzug-Simulators Aouda.X testeten Teams aus insgesamt 10 Nationen – von USA, über Europa bis Neuseeland geophysikalische Techniken, Instrumente und Ideen für zukünftige bemannte Expeditionen zu Höhlensystemen auf dem Mars.

Eisprobenentnahme im Tristan Dome. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Für das JPL Experiment müssen Eisproben im Tristan Dome genommen werden. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

 

Warum in die Dachstein-Eishöhlen?

Seit wenigen Jahren kennt man auch auf dem Planeten Mars Höhlensysteme, die stabile Umweltbedingungen bieten und damit einer der interessantesten Orte im Sonnensystem für die Suche nach Spuren des Lebens sind.

“Kaum Temperaturschwankungen, eine perfekte Strahlungsabschirmung und sogar die Aussicht auf stabile Wassereisvorkommen machen Marshöhlen zu einem logischen Kandidaten für Lebensspuren auf dem Mars, FALLS sich jemals dort primitives Leben hat entwickeln können”

, fasst der Projektleiter der Simulation, Dr. Gernot Grömer zusammen. Das Österreichische Weltraum Forum entwickelt für die Erkundung des Roten Planeten Konzepte und Technologien für eine bemannte Mission.

Fokus des Feldtests waren:

  • Tests für den Raumanzug-Prototypen Aouda.X in der neuesten Konfiguration unter realistischen Feldbedingungen: etwa für die Datenübertragung, Mobilität und „Remote Science“ (Durchführung von Experimenten unter Aufsicht und Anleitung von weit entfernten Forschungsteams).
  • Gelegenheit für Forschungsteams um Gerätschaften unter geländetechnisch und logistisch anspruchsvollen Bedingungen im Verbund einzusetzen. Dazu zählt auch der Einsatz des Georadars für die europäische Exomars-Mission, welche 2018 zum Planeten Mars starten wird

Insgesamt wurden 12 Experimente mit Forschern aus 10 Ländern und drei Kontinenten durchgeführt (A, D, I, F, USA, P, NL, H, Nz, Pt). Am Medientag organisierte das ÖWF den ersten Space-Tweetup in Österreich, bei dem 20 ausgewählte Social Media Enthusiasten live, unter dem Hashtag #marstweetup, von den Feldtests berichteten – dazu kamen Live-Schaltungen zu den Partnern beim NASA/Jet Propulsion Laboratory sowie Neuseeland.

Abschlussbericht

In einem kompakten Bericht werden die wissenschaftlich-technischen Höhepunkte der Feldsimulation ebenso beleuchtet wie logistische Informationen und spektakuläres Bildmaterial von den beiden ÖWF Fotografen Andreas Köhler und Katja Zanella-Kux.

04.07.2012 
Dachstein Mission Report public
(7.73 MB pdf, 27 downloads)  

Zum Nachlesen

April 27 2012

Dachstein Mars Simulation Liveblog

Vom 27. April – 01. Mai 2012 führt das Österreichische Weltraum Forum einen fünftägigen Mars Analog-Feldtest mit internationalen Forschungspartnern in den Mammut- und Rieseneishöhlen der Dachsteinregion in Österreich durch. Dabei werden die neueste Variante des Aouda.X Raumanzugsimulators und ausgewählte geophysikalische und biomedizinische Experimente getestet. Insgesamt werden 12 Experimente mit Forschern aus 10 Ländern und drei Kontinenten durchgeführt (A, D, I, F, USA, P, NL, H, Nz, Pt). Am Medientag findet auch ein Mars-Tweetup (Hashtag #marstweetup) statt. Verfolgen Sie hier unseren Liveblog, wo wir neben den Telemetriedaten, Twitter Updates auch täglich ein Bild des Tages, sowie mehrmals am Tag Updates posten werden.

Webcams & Telemetriedaten:
Auch direkt via mission.oewf.org abrufbar.

zum ÖWF Telemetrie Datenstream

Sa, 28. April, 2012: 08:00 Uhr

Premiere für Österreich, zum ersten Mal findet ein #spacetweetup auf österreichischem Boden statt. 20 Social Media Enthusiasten wurden eingeladen um einen einzigartigen Blick hinter die Kulissen einer Mars Simulation zu werfen. Am Vormittag findet auch noch zusätzlich eine Pressekonferenz statt.

Twitterwall
#marstweetup twitterwall

April 09 2012

AO Marokko 2013

Wir laden offiziell zur Marokko Mars Analog Feldsimulation im Februar 2013 ein. Senden Sie uns Ihre Ideen & Experimente bis spätestens 1. Juni 2012.

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