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January 31 2014

CNN “Make.Create.Innovate.” berichtet über das ÖWF Spacesuit lab

Vor wenigen Wochen erhielt das Österreichische Weltraum Forum Besuch von einem Kamerateam der CNN Sendereihe “Quest means Business: Make.Create.Innovate”.

Gestern Abend wurde der Beitrag auf CNN ausgestrahlt. Für alle, die diese Sendung verpasst haben, gibt es hier den Beitrag zum Spacesuit lab des ÖWF und dem Aouda.X Raumanzug-Simulator. Weitere Informationen zu Aouda.X erhalten Sie auf dieser Seite.

Alternativer Link

Video/Photo: CNN International

October 09 2013

Aouda.X sammelt Gesteinsprobe für Earth Master Sample!

Luca Foresta, our Aouda.X analog astronaut suit tester, has been out to the banks of the Sill river in Innsbruck to collect a rock for the ‘Earth Master Sample’ project.

First, Luca took a wide shot to show the general location:

Luca, our analogue astronaut, takes a wide shot to show the general location.

Luca, our analogue astronaut, takes a wide shot to show the general location.

He included our social media team leader, Olivia Haider, in the shot to show the scale:

 

2-Wide_shot

Take a picture of the sample site and a scale (e.g. classmate, family member etc…) from at least 10m distance.

Next, he selected a suitable candidate rock, about the size of his fist, and took a close-up picture with his phone to give an idea of the scale.

3-Coordinates

Take a close-up picture with a scale (e.g. hammer, pen, etc)

Luca collected his selected rock. The Earth Master Sample team requests fist-sized samples to make sure that the geologists that will be analysing the rocks have enough material to work with.

4-Picking_up_rock

Take a fist-sized rock sample. (No soil samples, no sand please).

Luca put the sample into a clean plastic bag to protect it during its journey to its destination.

5-Bagging_rock

Put the sample into a clean plastic bag.

 

Using a permanent marker, he wrote the coordinates, the date and the time on the plastic bag…

6-Labelling_rock

Label the sampling bag with: date (DD/MM/YY) + Ttme (HH:MM) + geographical coordinates. (e.g. 17AUG13 17:22, 47.234 N / 11.234 E). Send an email to *protected email* listing the geographical location, the two pictures and the contact coordinates of a contact person.

… and sent it to the Austrian Space Forum to form part of the Earth Master Sample! All the rocks submitted will be analysed by our geologists, then a small piece from each will be ground into a powder and mixed together to form the Earth Master Sample. This will be mingled with a fragment of a Mars meteorite, melted down and crafted into commemorative crystals by the company Swarovski. The crystals will be presented to decision makers and heads of space agencies around the world – by submitting a rock, you are adding your voice to the message that analogue research and future exploration of Mars matters and is something that the public supports.

7-Post_rock

Mail the rock-sample to:
Austrian Space Forum / Earth Master Sample Project
Sillufer 3a
6020 Innsbruck
AUSTRIA
Deadline: 15. November 2013 (for arrival at the Austrian Space Forum)

 

October 08 2013

World Space Walk 2013

World_Space_Walk_2013_banner

Heute feiern wir die World Space Week mit einer Neuerung. Vier Analogastronauten-Teams auf der ganzen Welt werden, koordiniert vom Mission Control Center in Innsbruck, gleichzeitig arbeiten und ihre Experimente durchführen.

Die Raumanzug Testkandidaten werden Aufgaben zu Beweglichkeit und um Mobilität durchführen, während sie folgende Anzüge tragen:

Diese Experimente sind Teil des WSW 2013 Experiments D-TREX, durchgeführt vom österreichischen Weltraum Forum.

“D-TREX ist ein Planungstool, basierend auf statistischen Messungen, die den durchschnittlichen Zeitunterschied zwischen Experimenten, die mit einem Raumanzug durchgeführt werden (Außenbordeinsatz – EVA (Extra Vehicular Activities)) und der Durchführung derselben Aktivitäten ohne Anzug, zeigen sollen.” erklärt Analog Astronaut Luca Foresta. “D-TREX ist der Nachfolger zum DELTA© Experiment, welches wir im Rahmen der Mars2013 Mission des österreichischen Weltraum Forums in Marokko im heurigen Jahr durchgeführt haben.

Während der DELTA© Kampagne, führten Analog Astronauten sechs Experimente durch. Zuerst mit dem Aouda.X Anzug und danach ohne Anzug. Dabei wurden unterschiedliche Aspekte der Beweglichkeit beleuchtet, unter anderem der Gang über unebene Oberflächen oder die Geschicklichkeiten von Händen und Fingern beim Gebrauch von kleinen technischen Geräten. Die Analog Astronauten haben dabei vordefinierte Bewegungsmuster auf einem 9 mal 20 Meter großen Hindernisparkour ausgeführt.

“Wenn wir uns in der Zukunft auf eine bemannte Mission zum Mars vorbereiten, benötigen wir soviel Wissen wie möglich über die Machbarkeit und Grenzen von Arbeiten mit dem Raumanzug auf Planetenoberflächen. Für den ersten World Space Walk haben wir die großartige Möglichkeit gleich mit vier unterschiedlichen Teams, die Raumanzüge entwicklen, zusammenzuarbeiten und den gleichen Aufgabenkatalog für die Teilnehmer bereitzustellen. Mit verschiedenen Teams in verschiedenen Anzügen kann man natürlich keinen exakten Vergleich machen, aber wir können uns darüber klar werden, wie Raumanzüge die Beweglichkeit des Raumfahrers beeinträchtigen. Das heutige Experiment ist ein kleiner, aber wichtiger Meilenstein, unterschiedliche Analog Raumanzugsysteme annähernd zu vergleichen.” so Gernot Grömer, der Obmann des österreichischen Weltraum Forum.

September 23 2013

Wiedergeburt des PLSS

Wochenbericht, 9. bis 13. September

Es war nur eine scheinbar ereignislose Woche, die nun hinter uns liegt. Hinter verschlossenen Türen hat sich viel getan:

Einerseits beim PLSS von Aouda.X (Portable Life Support System, Aouda‘s „Rucksack“), der diesen Sommer ja einem kompletten Neudesign unterworfen wurde. Die Außenhülle ist nun wirklich so gut wie fertig, wir müssen jetzt nur noch die Aluprofile anschrauben, die als Verstärkung gedacht sind. Im Prinzip hätte das schon längst gemacht werden können, aber wir hatten keine passenden Schrauben auf Lager, also mussten wir welche bestellen, auf die wir nun seit einer Woche warten… Aber gute Neuigkeit: es sind nun alle 3D-Drucke, die wir mit dem Makerbot angefertigt haben fertig (der Arme ist nun ganz erschöpft ;-) ).
Außerdem haben wir den alten PLSS abmontiert, doch der landet nachdem er uns so lange gut gedient hat nicht am Schrottplatz, oh nein, er erfährt eine „Reinkarnation“ in Aouda.A. Wem dieser Name nichts sagt, muss sich nicht schämen, er ist noch nicht so bekannt. Das Audioversum in Innsbruck startet in Kürze eine Sonderausstellung namens „Sounds of Space“ und für diese Ausstellung baut Gerhard Grömer eine Museumsversion der Aouda, welche nun den alten PLSS ihrer Schwester bekommt.

Nina Sejkora bei den letzten PLSS arbeiten

Wo sich auch einiges getan hat war bei den Vorbereitungen für die World Space Week. Wir stehen nun kurz vor der zweiten Ausgabe des Mission Manifests, auf die von allen fieberhaft hingearbeitet wird. Dieser Tage kommen auch die ersten Bewerbungen von Schulen, die sich für Telecons mit dem Mission Control Center, der Mars Desert Research Station in Utah oder unseren internationalen Partner-Teams, die ihre Hardware (z.B. Rover) zur Verfügung stellen, interessieren.

Wie man sieht, es ist immer noch einiges los im Suitlab in Innsbruck :-).

Nina Sejkora

August 18 2012

Aouda.D, die Eisprinzessin

Ein ungewöhnliches Schauspiel, wie es in den vergangenen Jahrmillionen noch nie zu sehen war, erwartet künftige Besucher der Dachstein Eishöhlen im oberösterreichischen Obertraun: wenn künstliches Licht die bizarren Monumente beleuchtet, wird auch das silberne Gewand unserer „Eisprinzessin“ die Menschen in seinen Bann ziehen.

Am 15. August 2012 wurde der Raumanzugsimulator „Aouda.D“ des Österreichischen Weltraum Forums in einer von starken Emotionen getragenen Feier in die Hände der Oberösterreichischen Seilbahnholding AG gelegt. Geboren wurde diese Idee im Frühjahr 2012 nach dem Feldtest in diesem Höhlensystem, der Teil der Simulation einer bemannten Marslandung war.

Offizielle Übergabe der Aouda.D

v.l. BL Steiner, Dr. Grömer, VD Bruckschlögl, Bgm. Mag. Höll (c) OÖ Seilbahnholding (Manfred Schöpf )

Besonders der große Zeitsprung von der Entstehung der Eishöhlen bis zur Entwicklung des Raumanzuges wird die Kontinuität in Forschung und Entwicklung betonen. Nicht zuletzt aber ist die Dauerausstellung von Aouda.D in den Dachsteinhöhlen auch Ausdruck der ausgezeichneten Zusammenarbeit der OÖ. Seilbahnholding AG mit dem ÖWF während der Simulation.

ÖWF Gruppenfoto mit Aouda.D

Die ÖWF-Mitglieder mit VD Alfred Bruckschlögl (im blauen Anorak) und Betriebsleiter Wolfgang Steiner (im schwarzen Anorak) (c) OEWF (Gerhard Grömer)

Wenn dann bis zu 2000 Besucher täglich überrascht sein werden, im uralten König-Artus-Dom die für uns noch immer so neue Entwicklung der heutigen Raumfahrt vorzufinden, wird das Verständnis für ein Nebeneinander von faszinierender Vergangenheit und großen Zukunftsplänen gefördert werden.

August 08 2012

Sommer im Raumanzugslabor, Woche 5

30. Juli – 3. August 2012

Alexander Hotter beim Löten im Raumanzugslabor

Alexander Hotter ganz konzentriert beim Löten.

Auch diese Woche ist wieder viel passiert.
Ein Praktikant schloss sein Praktikum nach einem Monat ab und hat uns nach wochenlanger konzentrierter Arbeit eine neue Außenhülle für Aouda.S, die kleine Schwester von Aouda X, gefertigt. An dieser Stelle einen “Besten Dank!” an Johannes Turozzi, der mit Tatenkraft und flinken Händen dieses Werk vollbrachte.

Zwar fehlt nun im Labor das Rattern der Nähmaschine, aber die Stille wird durch geschäftiges Treiben eines neuen Praktikanten, Alexander Hotter, vertrieben, der am Donnerstag sein Praktikum begann und schon fleißig lötet.

Der HUT (hard upper torso) unserer kleinen Prinzessin nimmt langsam Gestalt an. Zusammen mit Wolfgang Jais gelang es mir die Vorlage und schließlich auch die Grundform dafür herzustellen. Noch sieht das Ganze zwar sehr grob aus, doch der Feinschliff wird bald folgen.

Auch die letzten Vorbereitungen für das UniCamp2012 nächste Woche sind voll im Gange. Ich freue mich darauf mit den Jugendlichen eine unvergessliche Woche verbringen zu dürfen. Mehr möchte ich an dieser Stelle noch nicht verraten. Was die interessierten Schüler so alles erleben werde ich in der nächsten Woche berichten.
-Julia Neuner

August 07 2012

Mars-Anzug als Dauerausstellung in Dachstein Eishöhle

Suit tester Daniel is picking up a stone inside Dachstein cave (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Photo: (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Im April 2012 diente die Dachstein Eishöhle als ideale Umgebung für einen erneuten Praxistest des Aouda.X Mars-Raumanzugsimulators. Ab 15. August 2012 kehrt der Anzug zurück und wird exklusiv in der Dachstein Eishöhle in einer Dauerausstellung dem Publikum präsentiert.

Gemeinsam mit Forschern aus 10 Ländern wurde in einer fünftägigen Mars Simulation in der Dachstein Rieseneishöhle verschiedenste Experimente durchgeführt und so Erfahrungen für eine zukünftige, bemannte Mars Expedition gesammelt. Dieser Analog-Feldtest war der erste weltweit, der in einem Höhlensystem durchgeführt wurde.

“Für die Dachstein Eishöhle wurde nun exklusiv eine originalgetreue Kopie des Marsanzuges angefertigt. Wir nennen sie Aouda D. für Dachstein”,

zeigt sich Alfred Bruckschlögl, Geschäftsführer der OÖ Seilbahnholding GmbH, über die Fortsetzung der erfolgreichen Kooperation mit dem ÖWF erfreut.

Die Aouda.D wird am 15. August 2012 feierlich im Beisein von Vertretern des ÖWF’s, der OÖ Seilbahnholding GmbH und dem Bürgermeister von Obertraun enthüllt.

July 31 2012

Sommer im Raumanzugslabor, Woche 4

23. – 27. Juli 2012

Die schlechte Nachricht zuerst: Leider konnten wir den neuen HUT (Hard Upper Torso) für die Aouda.S, die kleine Schwester der Aouda.X, noch nicht fertigstellen, da wir letzte Woche kaum im Labor waren.
Jetzt die guten Nachrichten: Nach einem erfolgreichen Suit-Workshop Wochenende mit stundenlangen Besprechungen und vielen Erkenntnissen starteten wir die Woche am Dienstag auch gleich mit dem nächsten Wasserraketenbasteln.
Sowohl für die Kinder als auch für die Betreuer und uns war es eine willkommene – und nasse – Abwechslung an diesem heißen Tag. Da wir zwei Gruppen hintereinander betreuten waren wir den ganzen Tag beschäftigt. Angel hat einen Vortrag über Raketen und die Technik dahinter gehalten und konnte sich kaum vor den Anfragen der Kinder retten.
Auch Kinderreporter der jungen Uni waren anwesend, filmten die Aktivitäten und interviewte die Beteiligten. Die drei jungen Nachwuchstalente stellten auch uns viele Fragen; ob wir schon im Weltall waren, ob Physik schwer zu verstehen ist und viele weitere interessante Fragen.

Am Mittwoch mussten ein paar Spinnen ihre Netze woanders spinnen, da wir dem Lager eine ordentliche Grundreinigung verpassten. Seltsam… Nach dem Aufräumen hat man auf einmal immer so viel Platz!

Wasserraketen links und junge Reporter rechts

Am Donnerstag waren wir zuerst nicht sicher ob es regnen wird oder nicht. Wir hatten Glück. Da wir erneut mit der Jungen Uni eine Aktion geplant hatten. Im Rapoldipark schlugen wir unser Lager bzw. unsere Kinderraumanzüge und Sonnenteleskope auf und da konnten wir den Sonnenschein gut gebrauchen. Zusammen mit Silvia Prock von der jungen Uni Innsbruck wurde es ein interessanter Vormittag für große und kleine Kinder.
Bei Silvia gab es die Welt in ihren Einzelheiten zu erforschen. Jeder durfte sich etwas aus dem Park holen (z.B: ein Blatt, ein Insekt oder eine Blume) und es dann unter dem Mikroskop betrachten.
Johannes Turozzi erklärte den Kindern mit Hilfe von Raumanzügen zum selber anprobieren wie sich Astronauten fühlen.
Bei Gernot Grömer konnten auch Erwachsene staunend die Sonne durch ein spezielles Teleskop betrachten. Wir hatten sehr viel Glück da an diesem Tag die Sonne sehr aktiv war und ein schöner Auswurf zu beobachten war.
Ich konnte ein paar Kinder – und auch die Erwachsenen – in den Schatten eines großen Baumes locken und dort mit ihnen Wasserraketen basteln. Anschließend wurden diese – wie immer – auch gleich getestet. Manche “testeten” so lange, bis ihre Raketen weder Flügel noch Spitze hatten. Aber Spaß hat es allen gemacht.

Ich bin schon gespannt, welche Aktivitäten noch auf mich warten, während meiner Praktikumszeit. Die Arbeit mit den anderen Praktikanten, den Kindern und im Raumanzugslabor macht mir sehr viel Spaß.
- Julia Neuner

July 19 2012

Von Signallaufzeiten und Glasfasern, eine abwechslungsreiche zweite Praktikumswoche

Wochenbericht 9. bis 14.07.2012

Mein Name ist Angel Usunov und ich studiere gerade Physik an der Universität Wien. Schon früh war ich vom Weltraum fasziniert und habe z.B. noch in meiner Schulzeit, genauso wie Reinhard Tlustos, am International Space Camp, einem ein-wöchigem Astronautentraining für Schüler und Schülerinnen in den USA teilgenommen. Daher war es nur logisch, dass ich im Zuge meiner Recherchen für ein Praktikum auf das ÖWF aufmerksam wurde und mich für ein Sommerpraktikum im ÖWF Raumanzugslabor bewarb.

Aussicht vom Labor inkl. äußere Hülle für die Aouda.S

Aussicht vom Labor inkl. äußere Hülle für die Aouda.S

Am ersten Tag meines Praktikums lernte ich das Raumanzugslabor näher kennen. Gernot Grömer zeigte mir die verschiedenen Arbeitsbereiche und erklärte mir die Arbeitsabläufe. So ist die Werkstatt strikt getrennt vom elektronischen Arbeitsbereich. Gemeinsam mit Reinhard bekam ich eine Einführung in 3D Drucker Software um auch mit dem 3D Drucker kleine Teile selber drucken zu können.

Meine erste Aufgabe bestand darin eine Lösung für das zweidimensionale TDOA(Time Difference of Arrival) Problem zu finden. Diese Lösung wird benötigt für das geplanten Planetary Positioning System (PPS), dass ich gemeinsam mit Christoph Ragonig plane. Ziel des PPS ist es eine Art lokales GPS zu bauen, da auch am Mars keine GPS Satelliten vorhanden sind.

Grafik für Trilateration in der Ebene

Trilateration in der Ebene

Wir wollen bei diesem System nicht einfach die Laufzeit eines Signals zur Positionsbestimmung verwenden, da wir sonst alle unsere Uhren sehr genau synchronisieren müssten, sondern die Differenz in der Ankunftszeit zwischen zwei Stationen verwenden. Anstatt wie bei der klassischen Trilateration 3 Kreise miteinander zu schneiden erhalten wir hier Hyperbeln die wir mit einander schneiden müssen, was die Mathematik etwas verkompliziert.
Am Mittwoch, den 11. Juli fand auch eine Telefonkonferenz das PPS betreffend statt, bei der die weitere Vorgangsweise besprochen wurde. Ich habe Christoph einige Elektronik Bauteile aus Wien übergeben und er wird sich daran machen die 1. Phase des PPS (einfaches Ranging) umzusetzen.
Weiters durfte ich auch Julia Neuner helfen, die Form für den Hard Upper Torso(HUT) für die Aouda.S, der kleineren Schwester der Aouda.X, herzustellen. Gemeinsam mit Reinhard wagten wir auch den ersten Laminierversuch für den HUT. So soll dieser, genauso wie bei der Aouda.X, aus Glasfaser bestehen und somit leicht und stabil gleichzeitig sein. Parallel dazu näht Johannes Turozzi die äußere Hülle für die Aouda.S. Bei so vielen interessanten Tätigkeiten vergeht eine Praktikumswoche wie im Flug :-)

July 04 2012

Dachstein Mars Simulation 2012 Missionsreport

Vom 27. April – 01. Mai 2012 forschte das Österreichische Weltraum Forum in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern fünf Tage bei einem Mars Analog-Feldtest in den Mammut- und Rieseneishöhlen der Dachsteinregion in Österreich durch. Neben der neuesten Version des Raumanzug-Simulators Aouda.X testeten Teams aus insgesamt 10 Nationen – von USA, über Europa bis Neuseeland geophysikalische Techniken, Instrumente und Ideen für zukünftige bemannte Expeditionen zu Höhlensystemen auf dem Mars.

Eisprobenentnahme im Tristan Dome. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Für das JPL Experiment müssen Eisproben im Tristan Dome genommen werden. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

 

Warum in die Dachstein-Eishöhlen?

Seit wenigen Jahren kennt man auch auf dem Planeten Mars Höhlensysteme, die stabile Umweltbedingungen bieten und damit einer der interessantesten Orte im Sonnensystem für die Suche nach Spuren des Lebens sind.

“Kaum Temperaturschwankungen, eine perfekte Strahlungsabschirmung und sogar die Aussicht auf stabile Wassereisvorkommen machen Marshöhlen zu einem logischen Kandidaten für Lebensspuren auf dem Mars, FALLS sich jemals dort primitives Leben hat entwickeln können”

, fasst der Projektleiter der Simulation, Dr. Gernot Grömer zusammen. Das Österreichische Weltraum Forum entwickelt für die Erkundung des Roten Planeten Konzepte und Technologien für eine bemannte Mission.

Fokus des Feldtests waren:

  • Tests für den Raumanzug-Prototypen Aouda.X in der neuesten Konfiguration unter realistischen Feldbedingungen: etwa für die Datenübertragung, Mobilität und „Remote Science“ (Durchführung von Experimenten unter Aufsicht und Anleitung von weit entfernten Forschungsteams).
  • Gelegenheit für Forschungsteams um Gerätschaften unter geländetechnisch und logistisch anspruchsvollen Bedingungen im Verbund einzusetzen. Dazu zählt auch der Einsatz des Georadars für die europäische Exomars-Mission, welche 2018 zum Planeten Mars starten wird

Insgesamt wurden 12 Experimente mit Forschern aus 10 Ländern und drei Kontinenten durchgeführt (A, D, I, F, USA, P, NL, H, Nz, Pt). Am Medientag organisierte das ÖWF den ersten Space-Tweetup in Österreich, bei dem 20 ausgewählte Social Media Enthusiasten live, unter dem Hashtag #marstweetup, von den Feldtests berichteten – dazu kamen Live-Schaltungen zu den Partnern beim NASA/Jet Propulsion Laboratory sowie Neuseeland.

Abschlussbericht

In einem kompakten Bericht werden die wissenschaftlich-technischen Höhepunkte der Feldsimulation ebenso beleuchtet wie logistische Informationen und spektakuläres Bildmaterial von den beiden ÖWF Fotografen Andreas Köhler und Katja Zanella-Kux.

04.07.2012 
Dachstein Mission Report public
(7.73 MB pdf, 27 downloads)  

Zum Nachlesen

May 06 2012

Dachstein Mars Simulation – Rückblick in 25 Bildern

Vom 27. April bis 01. Mai 2012 führte das Österreichische Weltraum Forum mit 11 internationalen Partnern in den Dachstein Rieseneishöhlen eine Mars Simulation durch. Dieser Analog-Feldtest war der erste, weltweit der in einem Höhlensystem durchgeführt wurde.
Erleben Sie gemeinsam mit uns die Höhepunkte dieser 5 Tage in 25 Bildern.

Sebastian Sam schiebt behutsam Aouda.X aus der Dachstein Gondel (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

1 26. April 2012: Die erste ÖWF Gruppe ist bereits am Donnerstag eingetroffen um das gesamte Material zur Mittelstation auf die “Schönbergalm” zu bringen. Sebastian Sam schiebt dabei behutsam Aouda.X aus der Dachstein Gondelbahn. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Erster Höhlenbesuch des ÖWF Teams, um die späteren Stellen für die Tests festzulegen. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

2 Nachdem das erste Material verstaut ist, die Computer eingeschalten und die Räume aufgeteilt, gibt es einer erste Höhlentour um die potentiellen Stellen für die zukünftigen Test zu identifizieren. Ein großes Fragezeichen bleibt im Team, wie soll man im Anzug durch die Engstellen der Höhlen kommen. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Auf dem Weg zur Höhle am ersten Aufbau- und Testtag (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

3 27. April 2012: Mit der ersten Gondel geht es in einer fünfminutigen Fahrt rauf zur “Schönbergalm”, wo unsere OPS (Operations) in einem Nebenraum des Restaurants installiert wird. Heute werden auch die internationalen Experimentatoren-Teams erwartet und ein erstes “Donning” (Anziehen des Aouda.X Anzugs) steht am Nachmittag auf dem Plan. Davor gibt es noch viel zu tun, so muss noch die gesamte Kommunikationsinfrastruktur in und außerhalb der Höhlen installiert werden. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Nach dem Sicherheitsbriefing gibt es eine gemeinsame Höhlenbesichtigung für alle Experimentatoren (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

4 Nach dem Sicherheitsbriefing für alle Experimentatoren gibt es eine zweistündige Führung durch die Höhlen, schließlich müssen die Experimentatoren auch die Rahmenbedingungen für ihre Experimente kennenlernen. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Aufi aufm Berg - Suittester Daniel Föger trägt den Hard-Upper-Torso zum Höhleneingang. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

5 Währenddessen steht bereits das erste Donning an. Zuvor muss allerdings das gesamte Anzugsmaterial zum Höhleneingang transportiert werden. Trotz kleiner Raupenfahrzeuge muss der Hard-Upper-Torso (obere, feste Teil des Anzugs) vom Anzugtester Daniel Föger selbst hochgetragen werden. Ein 15-minütiger Fußmarsch zum Höhleneingang wird dann schon sehr anstrengend. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Allererstes Donning bei der Dachstein Mars Simulation. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

6 Danach heißt es gleich beginnen mit dem Donning. Das Anziehen des Anzuges dauert ca. 2 Stunden und Daniel wird dabei von 2-3 Helfern (“Suit-Tech’s”) unterstützt. Insgesamt wiegt der Anzug 45 kg. Kurz bevor der Helm geschlossen wird, sind bereits die Lüfter eingeschalten worden und die Kommunikation getestet, so dass dem ersten EVA (Extra-Vehicular-Activity) nichts mehr im Wege steht. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Mit der ersten Gondel geht es hinauf zur Mittelstation um in Ruhe den Ansturm der Medien & Marstweetup Leute vorzubereiten (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

7 28. April 2012: Die Ruhe vor dem Sturm. Heute ist Medientag, neben zahlreichen Journalisten, Kamerateams & Fotografen haben wir heute auch zum MarsTweetup eingeladen. Das Team sammelt sich wie jeden Morgen in der Früh um mit der ersten Gondel hochzufahren. Heute bereits um 07:30, da nicht nur wir zu den Frühaufstehern gehören, sondern auch noch einige Tourengeher, das traumhafter Wetter nützen möchten. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Alejandra Sans & Reinhard Tlustos diskutieren die EVA Planung in der OPS (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

8 In der OPS (Operation) herrscht geschäftiges Treiben. Alejandra Sans (Flightplan) diskutiert mit Reinhard Tlustos (Flight Director Assistent) den heutigen geplante EVA (Extra-Vehicular Activity) anhand der Karte. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Flight Director Norbert Frischauf in Diskussion mit Tom Schachner von den Part-Time Scientists (c) OEWF (Andreas Köhler)

9 Währenddessen stimmt Flight Director Norbert Frischauf noch Details über die geplante Rover-Parade mit Tom Schachner von den Part-Time Scientists ab. (c) OEWF (Andreas Köhler)

16 MarsTweeps aus ganz Europa haben sich eingefunden einen Tag lang, hinter die Kulissen einer Analog Simulation zu blicken (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

10 Gegen 09:00 Uhr treffen dann die MarsTweetup Leute ein. 16 Nutzer der Mikroblogger Plattform Twitter aus ganz Europa sind dem Aufruf des Österreichischen Weltraum Forums gefolgt und bekommen heute einen einzigartigen Blick, hinter die Kulissen einer Mars Analog Simulation. Alexander Soucek fesselt die “Tweeps” (Twitter-Nutzer) am Morgen mit seiner Keynote. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Am Medientag stand der Aouda.X Anzugsimulator im Mittelpunkt der Kamera- & Medienteams (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

11 Ganz klar im Mittelpunkt beim Medientag stand der Aouda.X Raumanzugsimulator. Suittester Daniel Schildhammer beantwortet geduldig die Fragen aller Journalisten, setzte mehrmals den Helm auf und führte die Journalisten immer tiefer in die Höhle. Am Vormittag fand auch eine Pressekonferenz mit einem Vertreter der Dachstein AG, dem Bürgermeister von Obertraun und Projektleiter Gernot Grömer statt. Im Zuge der Pressekonferenz wurdem dem ÖWF auch das Techcos Sicherheitszertifikat verliehen. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Der Magma White rover wurde für die Dachstein Mars Simulation umgebaut um das WISDOM radar zu tragen (c) OEWF (Andreas Köhler)

12 Neben dem Aouda.X Raumanzugsimulator konnten sich die Medienteams auch über die anderen Experimente informieren. So wurde z.B. der polnische Magma White Rover für die Dachstein Mars Simulation umgebaut, um das WISDOM Radar tragen zu können. (c) OEWF (Andreas Köhler)

Das WISDOM radar team mit ihrem zweiten Gerät unternimmt die ersten Messung auf dem Eis. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

13 Das WISDOM Team reiste mit 2 Radar an und konnte auch in Ruhe in einer kleinen Nebenhöhle am Eis erste Georadar-Messungen durchführen. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Suittester Daniel Schildhammer nimmt eine Gesteinsproben im King-Arthur Dome (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

14 Im King-Arthur Dome demonstriert Suittester Daniel Schildhammer, dass es trotz der Limitierungen eines Raumanzugsimulators möglich ist, Geräte zu bedienen und wichtige Gesteinsproben zu sammeln. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Nach dem anstrengenden Tag freut sich Daniel Schildhammer ausgezogen zu werden. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

15 Nachdem anstrengenden, ersten Tag als Suittester freut sich Daniel Schildhammer aus dem Anzug zu kommen und genießt die warmen Sonnenstrahlen. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Suittester Daniel Föger wird den Cliffbot (rechts im Bild) mittels Schnurr über die Eisklippe im Tristan Dome steuern. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

16 29. April 2012: Heute steht die Wissenschaft im Vordergrund. Als erstes Experiment darf Suittester Daniel Föger, den Cliffbot der französischen Mars Society behutsam über eine Eisklippe im Tristan Dome steuern. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Das polnische Magma Team im Parsival Dome beim Testen. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

17 Währenddessen testet das polnische MAGMA Rover Team im Parsival Dome ihren Rover auf blanken Eis. Dabei ist es gar nicht so einfach mit dem Rover auf dem Eis zu fahren, da es auch für die Räder sehr rutschig ist. Der MAGMA White Rover ist außerdem Teil des Open Mars Yard Projekts. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Asimov der Mondrover der Part-Time Scientists im King-Arthur Dome. (c) Part-Time Scientists (Alex Adler)

18 Die Part-Time Scientists haben sich inzwischen mit ihrem “König der Höhlen” im King Arthur Dome eingefunden um mit ihrem Mond Rover Asimov R3 die ersten Fahrtests durchzuführen. Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit, kein leichtes Unterfangen vor allem für den Rover. (c) Part-Time Scientists (Alex Adler)

Bernard Foing und Ulrich Luger kontrollieren die Prozeduren für das Experiment während Suittest Daniel Föger bereits das Material aus dem Koffer nimmt. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

19 Bernard Foing, von der International Lunar Exploration Working Group (ILWEG) geht mit Ulrich Luger, ÖWF, die Prozeduren für die sterile Probenentnahme durch, während Suittester Daniel Föger die benötigten Material aus dem Koffer herrichtet. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Kampf der Roboter ;-) alle anwesenden Rover unterwegs zur OPS (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

20 Am Schluss des dritten Testtages steht noch eine kleine Rover-Parade an. Von groß bis klein, sind zahlreiche Rover bei der Dachstein Mars Simulation vertreten. Auch bei einer bemannten Mars Mission werden zahlreiche, robotische Geräte die Menschen unterstützen. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Lara Vimercati nimmt eine Probe vom Anzug für das JPL (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

21 30. April 2012: Premiere am vierten Testag. Erstmals wird eine wissenschaftliches Experiment mit zugeschalteten Wissenschafter aus Übersee durchgeführt. Via Audio- & Videosignale kann der Hauptverantwortliche Wissenschaftler am JPL (Jet Propulsion Lab) den Anzug an die Stelle steuern, wo Proben entnommen werden sollen bzw. in diesem Fall mittels Assistentin Lara Vimercati Proben vom Anzug nehmen, die später in den Labors des JPL untersucht werden. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Unsere Prinzession ist wahrlich eine Königin der Höhle. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

22 Anmutig und zäh schlägt sich unsere Prinzessin durch die Dachsteineishöhlen und damit hat Sie den Titel “Königin der Höhlen” absolut verdient. Unseren größten Respekt haben sich aber unsere beiden Suittester Daniel Föger und Daniel Schildhammer verdient, welche größte Anstrengungen unternommen haben, die Prinzessin an jede gewünschte Stelle in der Höhle zu führen.

Nachdem das AKG Headset mehrmals während der Test im geschlossenen Helm verrutscht ist, wurde es kurzerhand mittels PowerTap an die Suittester Kappe angeklebt. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

23 Erst im Feld tauchen Probleme auf, die im Labor nie vorhanden waren. So verrutsche den Suittestern regelmäßig das AKG Headset, so dass der Helm erneut geöffnet wurde um das Headset an die ursprüngliche Position zu bringen. Am Mars wäre dies natürlich fatal, weil das Verrutschen nicht nur unangenehm ist, sondern vor allem die Kommunikation behindert bzw. unmöglich macht. Daher wurde das Headset ganz einfach mit Powertap an der Kappe befestigt :-) (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

An vielen Stellen ist die Höhle zu niedrig für die lange Antenne des Suittester, deshalb muss dieser oft gebückt gehen. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

24 Noch kein Feldtest des Österreichischen Weltraum Forums war für die Suittester so anstrengend, wie dieser Höhlentest. Regelmäßig mussten die Suittester sich bücken, um nicht mit der Antenne an den Höhlenwände anzustoßen. Dabei drückt der 45 kg Rucksack schwer auf die Rücken der Tester. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Für das JPL Experiment müssen Eisproben im Tristan Dome genommen werden. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

25 01. Mai 2012: Trotz technischer Schwierigkeiten beim Donning, konnte auch der fünfte Testtag in der Höhle erfolgreich mit zwei Experimenten beendet werden. Für das JPL Experiment wurden erneut Eisproben gesammelt, allerdings wurde das Kommando zwischendurch von der KiwiMars Mission an der MDRS (Mars Desert Research Station) übernommen. Die simulierte den Kommunikationsausfall zwischen Suittester und OPS und die Übernahme der Kommunikation durch eine zweite Marsmission auf der anderen Seite des Planeten. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Nach diesen 5 Tagen, bei ca. 0°C sind alle Beteiligten erschöpft und zufrieden. Wir freuen uns schon auf den nächsten Feldtest nächstes Jahr in Marokko. On to Morocco. On to Mars!

March 30 2012

Ein Körperscan hilft neue Schulterpolster zu entwickeln

Bevor die Dachstein Simulation beginnt, werden menschliche Aspekte von Aouda.X genau betrachtet, speziell im Bereich der Schulterregion. Mit 3D Scans des Koerpers wird eine neue Generation von Schulterpolstern entwickelt, welche das Gewicht von HUT (Hard Upper Torso) und PLSS tragen kann.

Die derzeitigen Schulterpolster sind weder speziell für die Verwendung mit dem Anzug designt, noch an die Anatomie des Anzugträgers angepasst (sie berücksichtigen lediglich, dass unter ihnen extra Lagen getragen werden). Deshalb wurde eine Studie gestartet um eine Form für harte Schulterpolster zu entwickeln.

Original linke Schulter & Self intersecting faces, dargestellt in Rot (Frontalansicht) © OEWF (Marc Rodriguez)

Original linke Schulter & Self intersecting faces, dargestellt in Rot (Frontalansicht) © OEWF (Marc Rodriguez)

Die endgueltige SP Simulation ueber einer Schulter: Blau zeigt die harte Schicht des SP, gruen die original Schulter. © OEWF (Marc Rodriguez)

Die endgueltige SP Simulation ueber einer Schulter: Blau zeigt die harte Schicht des SP, gruen die original Schulter. © OEWF (Marc Rodriguez)

Das endgültige Schulterpolster (SP) Projekt wird auch für externe mechanische Loesungen, wie zum Beispiel für direkten Kontakt des harten oberen Torsos, verantwortlich sein. In diesem Artikel präsentieren wir die Optimisierung auf den Faktor Mensch – anders ausgedrückt, wie kann man das Gewicht ideal auf der Schulter verteilen?

Ein Teil der Antwort liegt in der Form des SP die von der harten Schicht (Glasfaserschicht) vorgegeben wird, welche wiederum von der Form des Anzugtesters bestimmt wird.

Durch Ansicht von NASA STD-3000 Standards um einen Überblick über die Schultermasse zu bekommen, konnte ein 3D Scan (Polygon Mesh) bestimmt werden, welcher die ungefähren Masse widergibt. Von hier wurde der Schulterteil extrahiert.

Die Schulter ist ein Gelenk zwischen dem Arm und dem Oberkoerper, was es für Scanner erschwert diese Gegend detailgetreu darzustellen. Um eine glatte Form zu erhalten musste die virtuelle Schulter “gereinigt” werden. Dies wurde erreicht mit der Software “Meshlab”, womit die Fehler in der Gelenksgegend durch “self intersecting faces” dargestellt werden koennen.

3D Druckprozeß

3D Druckprozeß

 

Zusätzlich benoetigt man eine wasserdichte Form, um sie mit einem 3D Drucker produzieren zu koennen. Auch dafür kann “Meshlab” verwendet werden, mit der Funktion “Surface Reconstruction: Poisson”. Diese Funktion erzeugt ein wasserdichtes Object und gewährleistet somit Oberflächenkontionuität.

 

 

 

Die blaue Schicht ist die endgültige Glasfaserschicht, welche produziert wird indem man das Material über die 3D Form legt. Dadurch wird eine feste Struktur gebildet welche dem Gewicht von HUT und PLSS widerstehen kann und dem Anzugtester mehr Komfort garantiert, da sie an die menschliche Anatomie angepasst ist.

 

March 19 2012

Dachstein Mars Simulation 2012

Dachstein giant ice cave

Vom 27. April – 01. Mai 2012 führt das Österreichische Weltraum Forum einen fünftägigen Mars Analog-Feldtest mit internationalen Forschungspartnern in den Mammut- und Rieseneishöhlen der Dachsteinregion in Österreich durch. Dabei wird die neueste Variante des Aouda.X Raumanzugsimulators und ausgewählte geophysikalische und biomedizinische Experimente getestet.

Magma2 Rover Polish Marssociety

Magma2 Rover Polnische Marssociety

Die Dachsteinhöhlen als Mars-Testgelände

Seit wenigen Jahren kennt man auch auf dem Planeten Mars Höhlensysteme, die stabile Umweltbedingungen bieten und damit einer der interessantesten Orte im Sonnensystem für die Suche nach Spuren des Lebens sind. Das Österreichische Weltraum Forum entwickelt für die Erkundung des Roten Planeten Konzepte und Technologien für eine bemannte Mission.

Fokus des Feldtests

  • Tests für den Raumanzug-Prototypen Aouda.X in der neuesten Konfiguration unter realistischen Feldbedingungen: etwa für die Datenübertragung, Mobilität und „Remote Science“ (Durchführung von Experimenten unter Aufsicht und Anleitung von weit entfernten Forschungsteams).
  • Gelegenheit für Forschungsteams um Gerätschaften unter geländetechnisch und logistisch anspruchsvollen Bedingungen im Verbund einzusetzen. Dazu zählt auch der Einsatz des Georadars für die europäische Exomars-Mission, welche 2018 zum Planeten Mars starten wird.
Asimov Jr. Rover (Part-Time Scientists)

Asimov Jr. Rover (Part-Time Scientists)

Insgesamt werden 12 Experimente mit Forschern aus 10 Ländern und drei Kontinenten durchgeführt (A, D, I, F, USA, P, NL, H, Nz, Pt). Am Medientag wird auch ein Mars-Tweetup organisiert, bei dem 20 ausgewählte Social Media Enthusiasten live von den Feldtests berichten werden; mittels eines Live-Streams werden auch ausgewählte Telemetrie-Daten und Videos im Internet übertragen.

Im Rahmen des Medientages am 28. April 2012 können sich MedienvertreterInnen über das aufwendige Forschungsprogramm informieren.

Ansprechpartner Österreichisches Weltraum Forum

Projektleiter: Dr. Gernot Grömer, ÖWF & Universität Innsbruck, *protected email*
Medienkontakt: Mag. Monika Fischer, ÖWF Wien (A), *protected email*

March 08 2012

Hindernislauf für einen Mann im Raumanzug

Dachstein Mars Simulation
27. April – 01. Mai 2012

In Vorbereitung auf die fünf-tägige Mars Simulation am Dachstein, welche eine Anzahl verschiedenster Experimente im Höhlensystem am Dachstein in der Nähe von Obertraun beinhaltet, wurde der Aouda.X Raumanzug und seine Tester einem ersten Test unterzogen.
Wie schnell kann ein Anzugtester mit dem Aouda.X laufen? Wie anstrengend ist es eine Treppenflucht zu erklimmen? Kann er über Felsen klettern? Und wie sieht es aus mit diesen großen aufgeschobenen Schneebergen, in denen jedes Kind zu spielen liebt?
Dieses waren einige der Fragen die das Aouda.X Team am 2. März auf dem Hof des Technikgeländes der Universität Innsbruck zu beantworten erhofften.

Donning für den Test

Kurz vor Testbegin beim Donning des Anzugs (c) ÖWF (Sebastian Hettrich)

Die Leiter des Experiments, Alejandra Sans und Sebastian Hettrich, erarbeiteten eine einfache aber effektive Methode um diese Fragen zu beantworten. Wir alle haben es schon getan: sei es mit dem Auto, auf dem Fahrrad oder auch nur zu Fuß, aber nur ein paar eingeweihte Anzugtester haben die Chance dies mit dem Aouda.X zu tun.
Die Idee war einfach: erstelle einen Kurs mit Hindernissen und bringe die Testperson an ihr Limit.

Ulrich Luger als Anzugtester

Ulrich Luger als Anzugtester (c) ÖWF (Sebastian Hettrich)

Es dauerte nicht lange und das Campusgelände war umgebaut zu einer Hindernisstrecke. Diese Strecke beinhaltete unter anderem auch vier Passagen über besagte Schneeberge, fast 40 Meter über Felsen klettern und mehr als 60 Meter durch matschigen Schnee.
Die Gründe dafür waren, die Geländebedingungen wie sie im Dachstein Höhlensystem vorherrschen zu simulieren. Insgesamt ein gutes Dutzend ÖWF Mitglieder standen dabei tatkräftig zur Seite und halfen bei der Systemverwaltung, An-und Entkleiden des Anzugs, Zeitmessung und sogar beim Aufmalen von simulierten „Steinen“ um dieses Unterfangen zu verwirklichen.

Erster auf der Kursstrecke war der Anzugtester Ulrich Luger, sein Auftritt überstieg die Erwartungen der Experimentatoren. Nach seinem 40 Meter Sprint – sehr zum Erstaunen der Leitung – berichtete er befinde sich immer noch im bester körperlicher Verfassung. Was eine spontane Änderung des Kurses nach sich zog: Zusammengenommen über 110 Meter Treppen steigen und noch einmal 50 Meter Sprint um ihn an sein Limit zu bringen.
Der gesamte Lauf dauerte für Ulrich Luger nur knapp unter einer Stunde, eine sehr viel bessere Leistung als ursprünglich erwartet.

Am Nachmittag und unter etwas matschigeren Bedingungen, nahm Anzugtester Gernot Grömer die Gelegenheit war sich dieser Herausforderung zu stellen. Allerdings war es ihm nicht vergönnt den Hindernislauf komplett zu beenden, da aufgrund zu hoher CO2-Werte im Anzug, der Test schon vorzeitig beendet werden musste. Dennoch gelang es ihm gut und gerne unterhalb 45 Minuten zu bleiben für über Dreiviertel der gesamten Strecke.

Gernot Grömer beim Hindernislauf

Gernot Grömer beim Hindernislauf im Aouda.X Anzug (c) ÖWF (Sebastian Hettrich)

Alles in allen, mit Ausnahme weniger kleinerer technischer Probleme, war diese Simulation ein voller Erfolg. Die Daten werden derzeit noch analysiert und werden Verwendung finden als Ausgangsbasis für Berechnungen eines Weg-optimierenden Programmes welches dann auch bei der Dachstein Mars Simulation zur Verwendung kommen soll.

Kontakt für weitere Fragen:

*protected email* / *protected email*

January 15 2012

Tour durch das neue Raumanzugslabor / Integrationswochende 01-2012

Vom 13. – 15. Januar 2012 fand ein Integrationswochende in den neuen Raumanzugslabor Räumlichkeiten an der Universität Innsbruck statt. Da der Dachstein Feldtest Ende April immer näher rückt, heißt es für das ganze ÖWF Team mit Hochdruck an den Updates am Aouda.X Raumanzugssimulator arbeiten und neue Bauteile integrieren und testen. So wurden die neuen Lüfter in den Lebenserhaltungsrucksack integriert und geprüft. Außerdem konnte erstmals das “EGON” Device, welches die Herzfrequenz eines Anzugtesters misst, an zwei Testern ausprobiert werden. – Die Signalqualität dieses von Egon Winter selbst entwickelten EKG-Gerätes ist wirklich beindruckend!
Um das Helm-Display Konzept und auch die Spracherkennungssoftware von Catalysts zu testen, schlüpfte U. Luger am Samstag, G. Grömer und O. Haider am Sonntag in den Anzug.

Die nachfolgenden Bilder führen Sie durch die neuen Räumlichkeiten und geben Ihnen einen kleinen Eindruck unserer Arbeit.

Suitlab im ICT Gebäude (1. Stock)
Im ICT Gebäude der Universität Innsbruck befindet sich das ÖWF Raumanzuglabor im 1. Stock. Unschwer von außen durch die Papier-Saturn V Rakete zu erkennen ;-). Trotz strahlendem Sonnenschein war das ÖWF Team motiviert und arbeitete bis spät in die Nacht.

Eingang & Lagerbereich Spacesuit Lab.
Eingangsbereich des Raumanzugslabor welches als Lager genützt wird.

Elektronik Arbeitsbereich im Spacesuit Lab
Es wird emsig gearbeitet im Hauptbereich des Labors. Der 3D Drucker hat hier ebenso seinen Platz, wie die OPS Kiste und mehrere Elektronik-Arbeitsplätze. Hier wird vor allem an dem Lebenserhaltungsrucksack des Raumanzugs gearbeitet.

S.Hauth arbeitet an der Lüftungssteuerung
S. Hauth, Leiter des OBDH Teams, arbeitet konzentriert an der Lüftungssteuerung. Diese ist wichtig um den Anzug mit genügend Luft zu versorgen und auch die Abluft aus dem Anzug abzutransportieren.

O. Haider in der MediaCom Ecke
Ein kleiner Teil des Hauptraums wird als “MediaCom” Ecke genützt. Über Twitter und Facebook kann man die Arbeiten während eines Integrationswochendes verfolgen.

Werkstätte im Spacesuit Lab
Östlich an den Hauptraum angeschlossen ist die Werkstätte. Hier können grobe Arbeiten getrennt von der empfindlichen Elektronik durchgeführt werden.

Aufenthaltsraum, Büro & Besprechungsraum
Ein weiterer, kleiner Raum beherbergt die “Lounge”, unseren Aufenthaltsraum. Hier wird man mit ausreichend Kaffee aber auch mit Arbeit z.B. bei den Morgenbesprechungen versorgt.

G. Grömer beim Testen der Spracherkennungssoftware
G. Grömer testet die Spracherkennungssoftware im Raumanzugssimulator. Trotz der lauten Lüftergeräusche muss die Software die Sprachbefehle erkennnen und z.B. später die Anzeige am Helmdisplay steuern zu können.

December 20 2011

Mars-Anzug bekommt neues Hauptquartier

Heute, 20. Dezember 2011, 10:00 Uhr wurde die Übersiedelung des Spacesuit Laboratory’s des Österreichischen Weltraum Forum an die Universität Innsbruck gefeiert. Die neuen Räumlichkeiten des Raumanzug-Labors befinden sich nun in der Technikerstraße 21a (ICT-Gebäude) in Innsbruck. Neben Vizerektor Univ.-Prof. DI Dr. Arnold Klotz, sprachen auch Univ.-Prof. Dr. Sabine Schindler und Univ.-Prof. Dr. Roland Psenner die einleitenden Worten.

Neben der Durchschneidung des roten Bandes, stilgerecht in Aouda.X Trainingshandschuhen, gab es auch einen echten Mars Meteoriden zu bestaunen, der von Gernot Grömer als Einweihungsgeschenk dem ÖWF Polares Team überreicht wurde.

Überraschung für das ÖWF Team: G. Grömer überreicht einen Mars Meteoriten für das Labor

Überraschung für das ÖWF Team: G. Grömer überreicht einen Mars Meteoriten für das Labor

Wir freuen uns sehr über die neuen Räumlichkeiten und möchten nochmal einen großen Dank an alle Personen, vor allem Univ.-Pof. DI Dr. Arnold Klotz, aussprechen, die uns diese wunderbaren Räumlichkeiten ermöglicht haben.

ÖWF-Vorstand Gernot Grömer, Vizerektor Arnold Klotz und die Leiterin des Instituts für Astro- und Teilchenphysik Prof. Sabine Schindler durchschneiden symbolisch das Band vor dem Eingang zum neuen Labor. (c) Universität Innsbruck

ÖWF-Vorstand Gernot Grömer, Vizerektor Arnold Klotz und die Leiterin des Instituts für Astro- und Teilchenphysik Prof. Sabine Schindler durchschneiden symbolisch das Band vor dem Eingang zum neuen Labor. (c) Universität Innsbruck

October 17 2011

ÖWF und LANCOM bereiten neue Feldversuche für eine bemannte Marsexpedition vor

Das Österreichische Weltraum Forum arbeitet seit nunmehr drei Jahren an dem Mars-Raumanzugsimulator “Aouda.X” der bereits in sieben Feldversuchen – darunter auch in Partnerschaft mit internationalen Forschungsteams wie etwa der European Space Agency eingesetzt wurde. Zwei dieser Versuche waren eine Weltpremiere, nämlich Geländetests unter der Oberfläche in Höhlen. “Solche unterirdischen Hohlräume vermutet man auch auf dem Mars” erklärt Programmleiter Mag. Gernot Grömer, “sie sind Orte, die für die Suche nach möglichem (ehemaligen) Leben auf dem Mars äußerst interessant sind. Mission auf dem Mars werden eines Tages auch dorthin führen.”

Die Kommunikation unter Raumfahrtbedingungen an solchen extremen Orten ist eine große Herausforderung – deshalb hat das Forscherteam des ÖWF nun Hilfe bekommen: LANCOM ist einer der führenden europäischen Entwickler für Wireless-Technologien, die auch unter sehr unwirtlichen Bedingungen noch funktionieren und unterstützt das ÖWF nun mit robuster Wireless-Hardware für den Außeneinsatz.

ÖWF/PolAres Freiwillige S. Sams & C. Ragonig freuen sich über die neue Hardware. (c) ÖWF (Daniela Humml)
Gruppenfoto mit P. Buhmann von Lancom Systems (c) ÖWF (Daniela Humml)
P. Buhmann überreicht G. Grömer die Hardware (c) ÖWF (Daniela Humml)

Wireless Hardware für Marssimulation

Peter Buhmann von LANCOM Systems übergab bei einem Besuch im PolAres Spacesuit Laboratory des ÖWF in Innsbruck spezielle Wireless Accesspoints und Richtantennen, mit der sowohl eine Langstrecken-Kommunikation als auch eine Datenverbindung in Höhlen ermöglicht wird. Erstmals getestet werden die Geräte bei einem Feldversuch Anfang April 2012 in Österreich, wo erstmals auch sicherheitskritische Daten wie etwa medizinische Messwerte aus dem Raumanzug zu einem Kontrollraum in Innsbruck übertragen werden.

„Es ist für uns sehr spannend, wo das Österreichische Weltraum Forum die Geräte einsetzen wird und wir freuen uns, dass wir mit unsere Technologie hier Unterstützung leisten können“ resümiert Peter Buhmann seinen Besuch.

Über LANCOM
LANCOM Systems GmbH ist ein führender deutscher Hersteller zuverlässiger Netzwerklösungen mit den Schwerpunkten sind Remote-Access und Standortvernetzung auf Basis virtueller privater Netzwerke (VPN) sowie drahtlose Netzwerke. Als Unternehmen engagiert sich LANCOM in vielfältiger Weise auch für Projekte aus der Wissenschaft, so ist die Firma auch ist Kooperationspartner im preisgekrönten deutschen Forschungsprojekt Mobile Access.
Website: www.lancom-systems.de

Ansprechpartner ÖWF:
Gernot Grömer, PolAres Programmleiter, *protected email*

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