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Sonderausstellung „Sounds of Space“ mit ÖWF Beteiligung im Innsbrucker Audioversum Science Center eröffnet

Sounds of Space Eröffnung Visual

Premierenfeier der etwas anderen Art.

Am 11. Dezember 2013 lud das Audioversum zur Eröffnung der neuen Sonderausstellung „Sounds of Space“ – das Weltall mit dem Hörsinn erforschen. Eine Innsbruck ÖWF Gruppe war mit dabei, schließlich konzipierte das ÖWF die Sonderausstellung mit und ist auch für die Ausstellungselektronik verantwortlich. Vor der offiziellen Eröffnung wurde passend zum Thema „Weltraum-Aperitifs“ und Häppchen gereicht.
Nach den obligatorischen Eröffnungsreden unter anderem von Frau Dr. Hochmair, CEO von MED-EL & Eigentümer des Audioversums, Frau Dr. Beste, Leiterin des Audioversums und Dr. Eckhard Schulz, Gründer des Audioversum schallte eine bekannte Melodie durch den Raum:

http://blog.oewf.org/wp-content/uploads/2013/12/Space-Patrol-Raumpatrouille-Orion.mp3

Angelehnt an die TV Serie Raumschiff Orion gab es zur Einstimmung die erste Episode des Science Fiction Theaters „Horchpatrouille OHRION” deren Besatzung den Auftrag bekommt verschiedensten Geräuschen im Sonnensystem einzusammeln. Gespickt mit satirischen Seitenhiebe auf verschiedenste Science Fiction Serien und Filme war diese Episode super unterhaltsam. Wir freuen uns auf weitere Episoden im neuen Jahr.

Danach ging es in die ca. 80qm große Sonderausstellung im Erdgeschoss des Audioversum‘s. Bereits beim Betreten der Ausstellung taucht man in den Weltraum und vor allem in den Mars ein. Mehrere Meter breite Wände sind bedruckt mit Aufnahme der Marsoberfläche vom Rover Curiosity.
Auch das preisgekrönte MARS2013 Bild von Katja Zanella-Kux mit 3 m Höhe erzeugt, auch unter der ÖWF Gruppe, Begeisterung. Ein Soundwalk führt Besucher durch die Station des Astronautentrainings. Neben Original-Tonmitschnitten – z.B. vom Unterwassertraining – hört man die Gedanken unseres Analog-Astronauten Luca Foresta.

Katja Zanella-Kux vor ihrem preisgekröntem MARS2013 Bild

Katja Zanella-Kux vor ihrem preisgekröntem MARS2013 Bild

Der ganze Raum besteht aus verschiedenen, interaktiven Stationen, die den Weltraum hörbar machen. So lernt man wie Polarlichter entstehen und wieso man die mit einem Radiogerät hören kann. Mittels den Tonaufzeichnung der Huygens Sonde hört man die Geräusche von einer anderen Welt, vom Saturn Mond Titan. Selbstverständlich dürfen auch die Klänge von Sterne wie z.B. den Pulsaren nicht fehlen. Zudem wurde auch ein Nachbau unseres Aouda Mars Raumanzugsimulators angefertigt, der in die Ausstellung integriert wurde. Insider sehen übrigens sofort, dass die Aouda ein Nachbau ist, da die Außenhülle noch sehr stark glänzt.

Dr. Gernot Grömer erklärt den Besuchern die Ausstellung

Dr. Gernot Grömer erklärt den Premierenbesucher die Sonderausstellung Sounds of Space

Die Dangerzone ist ein weiteres Highlight der Ausstellung. Hier geht der Besucher in einen eigenen Raum, der einer Raketenkapsel nachempfunden wurde und erlebt einen Raketenstart hautnah. Sogar die Stühle vibrieren beim Start mit ;-)

„Die Ausstellung ist super gelungen. Ich kannte ja bereits die Ton- und Videodokumente, diese aber in den interaktiven Konsolen und auf den großen Bildschirmen zu sehen war ein ganz neues Erlebnis für mich. Und mein absolutes Highlight ist die Dangerzone mit den vibrierenden Sitzen“

, meint Olivia Haider, ÖWF Vorstand am Premierenabend.

„Ich freue mich, dass wir das AUDIOVERSUM bei der Konzeption dieser großartigen Sonderausstellung mit unserer Expertise unterstützen konnten. Hinter jedem Geräusch, hinter jeder Tonaufnahme dieser Ausstellung steckt eine ebenso beeindruckende wie faszinierende Geschichte“,

erklärt Dr. Gernot Grömer, Vorstand des Österreichischen Weltraum Forums.

“Außerdem möchte ich mich bei unserem kompetenten ÖWF Team bedanken, dass großartige Arbeit bei der Konzeption aber auch bei der Umsetzung der Ausstellungselektronik geleistet hat.“

Wer das nächste Mal einen Zwischenstopp in Innsbruck macht, schaut beim Audioversum vorbei und hält Ausschau nach dem ein- oder anderen „Easteregg“ in der Dangerzone. Die Sonderausstellung wird bis Herbst 2014 im Audioversum (www.audioversum.at) zu sehen.

Mehr Impressionen aus der Ausstellung:

Marspanorama mit Aouda Anzug

Curiosity Marspanorama mit Mount Sharp, daneben ÖWF Aouda Mars Anzugssimulator

Horchpatrouille Ohrion Crew in der Dangerzone

Die Crew des Science Fictions Theaters “Horchpatrouille Ohrion” in der Dangerzone. (c) Audioversum

Besucher im Soundwalk

Soundwalk – Besucher erleben die verschiedenen Stationen eines Astronautentrainings

Markus Schmid lauscht den Klang der Sternen

Markus Schmid (ÖWF) lauscht den Klängen von Sternen

Sounds of Space Eröffnung - Blick in die Dangerzone

Blick von außen in die Dangerzone

Sounds of Space: Extreme Conditions Station

Dr. Schulze erklärt MED-EL CEO Dr. Hochmair die Extreme Conditions Station

Markus Schmid & Sebastian Sams bei der ISS Station

Markus Schmid (ÖWF) & Sebastian Sams (ÖWF) erkunden die ISS Station

ÖWF Gruppenbild in der Dangerzone

ÖWF Gruppenbild in der Dangerzone. v.l: S. Sams, K. Zanella-Kux, T. Bartenstein, O. Haider, T. Turetscheck, G. Grömer, M. Schmid

 

Weltraum-Physikunterricht unter Palmen, das ÖWF in einer Liveschaltung nach La Réunion

Liveschaltung La Réunion mit N. Frischauf

Wir sind 6 Schüler einer naturwissenschaftlich orientierten Abschlussklasse (Abiturjahrgang 2014), am Gymnasium „Pierre Poivre“ in Saint Joseph auf der französischen Insel La Réunion zwischen Madagaskar und Mauritius. Wir haben den bilingualen Zweig gewählt, das heißt, dass wir neben dem deutschen Sprachunterricht auch Physikunterricht auf Deutsch haben.

Am Freitag den 22. November 2013 haben wir das Glück gehabt, während einer Stunde eine Video-Konferenz mit Norbert Frischauf, einem österreichischen Experten im Raumfahrtbereich, zu machen. Wir haben nämlich Herrn Pignolet getroffen, der sich für Raumfahrt interessiert und uns diesen Astronom vorgestellt hat.

Dann hat unser Physiklehrer Herr Sordelet-Meyer diese Videokonferenz vorgeschlagen. Natürlich haben wir uns auf Deutsch unterhalten. Es kam wie gerufen: Wir haben über das Thema Raumfahrt gearbeitet, insbesondere über das Roboterfahrzeug „Curiosity“, das auf den Mars geschickt wurde. Diese Videoverbindung zu einem Spezialisten war also eine praktische Umsetzung dieser theoretischen Arbeitsmonate. Deshalb hatten wir viele Frage zu stellen.

Wir haben ihm persönliche Fragen gestellt: über sein Studium, seinen Lebenslauf, seine Berufskarriere. Die meisten der Fragen stellten wir aber zu diesen Themen: Fertigstellung der Rakete, Leben in Weltraum, Raumfahrt und Zukunft, Satellitenbahn und Mars. Zum Beispiel hat er uns erklärt, wie Raketen in Weltraum fliegen können, indem er die Rakete mit einem Star Wars Raumschiffe verglichen hat.

Es war eine angenehme Konferenz, da Norbert Frischauf deutlich und präzise geantwortet hat. Außerdem waren wir überrascht, dass wir fast alles verstanden haben, während wir am Anfang davor Angst hatten wegen der Sprachbarriere. Zusammenfassend können wir sagen, dass es eine sehr positive erste Erfahrung war, die uns viel im Bereich der Wissenschaft und der Sprachkenntnisse gebracht hat. Das hat uns motiviert, mehr zu dem Thema Raumfahrt zu erfahren und nächstes Jahr eine erneute Verbindung herzustellen. Zudem haben wir eine neue Zukunftsperspektive bekommen, nämlich vielleicht später ein Raumfahrtstudium zu machen.

Die Schüler der Terminale S1, Lycée Pierre Poivre, Saint Joseph,
Ile de la Réunion, französisches Überseedépartement im Indischen Ozean

WSW, PLSS und TeenXpress

Wochenbericht 19.08.-23.08.2013
Nina arbeitet am PLSSUnd wieder ist eine Woche zu Ende gegangen! Die Zeit fliegt vorbei, man glaubt es kaum. Diese Woche war, wie schon die einige der vorigen, Großteils bestimmt vom Umbau des PLSS (Personal Life Support System) von Aouda.X und den Vorbereitungen für die World Space Week (WSW). Was die Woche besonders gemacht hat, war ein kleiner Wehmutstropfen: es war die letzte Woche von Melissa Achorner. Wir danken ihr für die tolle Arbeit, die sie in den letzten Wochen geleistet hat.

Die World Space Week betreffend: es geht voran! Wir sind mitten in den Verhandlungen mit unseren internationalen Partnern bezüglich des genauen Ablaufs. Mit jedem Tag rückt die WSW näher, aber mit jedem Tag steigt auch unsere Bereitschaft.

Startende FeststoffraketeDer Korpus des PLSS ist schon in ihren Grundzügen fertig (aus Glasfaserplatten; ein wunderbarer Werkstoff!), sie muss noch verstärkt und gestrichen werden, dann ist sie bereit das Innenleben aufzunehmen. Dieses ist auch rasant auf dem Weg Richtung Vollendung, der 3D-Drucker läuft den ganzen Tag, um mitzukommen. Am Freitag war Stefan Hauth im Suitlab, um zu testen ob sich auch alles mit den elektronischen Komponenten und deren Kabeln im neuem PLSS ausgeht; sein finaler Kommentar: „Ich denk’, es sollt’ machbar sein.“
Ein Punkt, der natürlich auch nicht außer Acht gelassen werden sollte ist der Feststoffraketenworkshop, der am Donnerstag im Zuge des TeenXpress der Stadt Innsbruck stattfand. Julia Neuner und ich betreuten den zweieinhalb-stündigen Workshop, bei dem sieben Jugendliche Feststoffraketen bastelten, deren Flugprofil wir mithilfe eines Computerprogramms berechneten und selbstverständlich auch starteten. Fazit: ein angenehmer Nachmittag mit einer kleinen, feinen Gruppe, der es (hoffentlich) Spaß gemacht hat.

Ein Weltraumtag für die Kinder von Tschernobyl

“Wir sind nicht nur für das verantwortlich, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.”
(Molière)

Dieser eindrückliche Satz wird auf der Homepage des österreichischen Projekts „Tschernobyl-Kinder“ zitiert. Der Name der kleinen Stadt Tschernobyl ist der ganzen Welt bekannt, seit es am 26. April 1986 in einem Kernkraftwerk nahe der Nachbarstadt Prypjat zum bisher schwersten Nuklearunfall der Geschichte kam. Technisch als „auslegungsüberschreitender Störfall“ eingeordnet, hatte die Reaktorexplosion schlimme Auswirkungen. Über 200.000 Quadratkilometer in der Ukraine, Russland und Weißrussland wurden schwer kontaminiert. Hunderte Personen starben, tausende mussten umgesiedelt werden, hunderttausende mussten bei der „Liquidierung“ der Katastrophe helfen. Das Gemeinste aber: Obwohl der Reaktor des Blocks 4 vor 27 Jahren explodierte, ist die Drama noch immer nicht vorbei.

Filmschnitt. Ein herrlicher, heißer Sommertag in Hagenbrunn in Niederösterreich, nahe Wien. Es ist Dienstag, 18. Juli 2013, und wir biegen in einem schwer beladenen Kombi aus der Dorfhauptstraße in die Einfahrt des örtlichen Kindergartens ab. Hinter uns stapeln sich Kinder-Raumanzüge, ein Modellhubschrauber, Laptops, Planetenmodelle. Vor uns liegt ein Tag, von dem wir noch nicht wissen, wie er wird, von dem aber schon jetzt, um zehn Uhr vormittags, klar ist, dass er ganz anders wird als alles, was wir mit dem ÖWF bisher erlebt haben. Wir besuchen dreißig kleine, aufgeweckte, neugierige Kinder – ein bunter Haufen. Keines spricht unsere Sprache. Jedes von ihnen ist entweder todkrank, Waisenkind oder Sozialwaise. Es sind die Kinder von Tschernobyl.

A. Soucek & G. Grömer helfen einem Kind beim Anziehen des Kinderraumanzuges

Ein Projektteam, aufgebaut und geleitet von Dr. Christoph Otto, holt seit Jahren ukrainische Kinder zu Erholungsurlauben nach Österreich. „Drei Wochen gutes Essen, gesunde Natur, fürsorgliche Betreuung, anregende Erlebnisse und medizinische Hilfe in Österreich“, so fasst das Projekt dieses spendenfinanzierte Angebot zusammen. Es ist nicht die einzige Aktion der „Tschernobyl-Kinder“: Im Osten der Ukraine werden auch Krankenhäuser, Behindertenzentren, Kindergärten und Waisenheime betreut. Das ÖWF hat sich gedacht: Wenn die kleinen Gäste schon zum ersten Mal in ihrem Leben eine Flugreise bis ins ferne Österreich machen, dann kann man sie auch noch zu den Sternen mitnehmen. Deshalb sind wir hier.

Um es vorweg zu nehmen: Für Betroffenheit ist hier nicht im Ansatz Platz. Das lassen einerseits die Kinder gar nicht zu, die nach einer kurzen andächtigen „Auftau-Phase“ das tun, was sie eben am besten können: Kinder sein! Darf ich den Computer angreifen? He, nimm mir den Helm nicht aus der Hand! Ich will auch! Andererseits verlangt die Situation nach unserer Aufmerksamkeit: Wir müssen die Weltraumgeschichten, die wir mitgebracht haben, in gut verstehbare, einzelne Happen teilen – denn was immer wir sagen, muss simultan ins Ukrainische übersetzt werden. Die Doppel-Conferencen mit den Betreuerinnen funktionieren im Handumdrehen.

Mädchen im Kinderraumanzug

Zunächst fliegen wir quer durchs Sonnensystem. Man hat uns gewarnt: Bitte nicht zu viel erwarten, diesen Kindern fehlt es zu Hause an allem. Doch es passiert, was wir im Stillen natürlich trotzdem erwartet haben: Bei jeder Frage schnellen Arme in die Höhe – wie heißt der rote Planet? Mars! – und die Kleinen zeigen, dass sie das sind, was wir alle sind: neugierig! Dann geht es ins Freie, und hier wartet der Höhepunkt: Sie alle dürfen, schön nacheinander, für einen Moment in ihrem schwierigen Leben selber Astronaut sein, mit allem, was dazugehört: Helm, Handschuhen, Stiefeln, Sauerstoffgerät, Funk. Im Akkord ziehen wir an, ziehen wir aus, wer hat noch nicht? Und plötzlich helfen uns kleine Hände: Blitzschnell haben die Kinder die Handgriffe gelernt und helfen sich nun gegenseitig. Es kommt auch zu kuriosen Momenten: Ein Mädchen zieht partout keine Schuhe an, auch keine Astronautenstiefel, und so haben wir eben unseren ersten Barfuß-Astronauten der Geschichte.

Wenig später, als die Aufmerksamkeit nachlässt, kommt die Höllenmaschine zum Einsatz: es wird laut, es dreht sich, es macht Wind – der beeindruckende Modellhubschrauber, der langsam über die Kindergruppe schwebt. Andächtig schauen sie ihm nach, die Kleinen und nicht mehr ganz so Kleinen. Wir machen Gruppenfotos aus zwanzig Metern Höhe, und dann geht es noch ein Stück weiter hinauf in den Himmel, bis wir über Monitore auch noch den Heurigen sehen, bei dem wir wenig später zum Mittagessen eingeladen werden. Die lokalen Organisatoren sind übrigens allesamt ehrenamtliche Helfer, die teilweise schon seit Jahren dabei sind. – Für uns selbst heißt es Abschied nehmen von der ersten Gruppe, als die Sonne zur Mittagszeit am höchsten steht; hundert Kilometer weiter westlich wartet die zweite Gruppe in Ybbs an der Donau, andere kleine Leute mit großen Schicksalen, die gleiche Scheu zu Beginn, die gleiche Begeisterung am Ende.

Gruppenfoto - hat Spaß gemacht

Ein langer Tag geht auf der Westautobahn zu Ende, während wir nach Hause, nach Linz und Salzburg, fahren. Das Auto ist jetzt noch voller als vorher: im Seitenfach der Tür steckt eine selbst gebastelte Dankeskarte, eine kleine Flasche Likör, eine Schokolade. Geschenke von denen, denen wir etwas schenken wollten. Das ÖWF war nicht zum letzten Mal zu Gast bei den Gästen aus der Ukraine.

Guten Tag, liebe Freunde! Ich danke Euch für die Gastfreundschaft und die Wärme Eurer Herzen. Die Tage in Österreich haben mir geholfen, an mich selbst zu glauben, dass ich auch etwas wert bin. Das bleibt ewig in meiner Erinnerung!
Andriy Istchenko

Bericht: Alexander Soucek und Gerhard Grömer

Mehr zum Thema:
www.global2000.at/themen/tschernobyl-kinder

Staunende Kinderaugen in der Linzer Solar City

Liegt der Grund für staunende Kinderaugen in den Dimensionen des Weltalls? Oder in der Vorstellung der Kinder, wie Menschen schon in wenigen Jahren zu neuen Planeten aufbrechen werden? Wir wissen es nicht. Ganz deutlich aber haben wir an den Vormittagen des 1. und 2. Juli in der Volksschule Linz Solar City gesehen, dass wir Kinder mit unserem Event-Angebot und den persönlichen Gesprächen im Rahmen von Vorträgen begeistern können.

Zukünftige Astronautin? (c) ÖWF (Agnieszka Sekula)

Zukünftige Astronautin? (c) ÖWF (Agnieszka Sekula)

Dass der auf den Marsplanen fahrende Dignity-Rover, das Anprobieren der Lentia-Kinderraumanzüge, das Anheben von Meteoriten mit einem Magneten, Kraterschießen und der Start von Wasserraketen die Teilnehmer faszinieren, haben wir schon öfters erlebt. Die halbjährige Vorbereitung der 270 Volksschüler durch die Lehrkräfte aber überraschte selbst „geübte“ ÖWF-Mitglieder: Kinder stellten Fragen von so hoher Qualität, wie sie sonst oft bei älteren Schülern üblich ist. So hatten die Lehrerinnen zu unterschiedlichen Schwerkräften der Planeten (Waagen) oder zu den Geruchsproben ausgezeichnete spielerische Vorbereitungen getroffen. Apropos Lehrerinnen: die Idee zur Veranstaltung hatte Kerstin Eichberger-Sonnberger, die beim Event im Jahr 2012 in St. Pantaleon/NÖ Gast war. Massenstarts von Luftballons und das von der Offenen Kulturinitiative Pichling-Solarcity (OKIPS) eingerichtete Disc-Golf verfeinerten das Programm.

Einen Mars Rover zu steuern erfordert Konzentration (c) ÖWF (Agnieszka Sekula)

Einen Mars Rover zu steuern erfordert Konzentration (c) ÖWF (Agnieszka Sekula)

Zur abendlichen Festveranstaltung „10 Jahre Volksschule Solar City“ am zweiten Tag waren rund 300 Besucher gekommen. Herbert Raab von der Linzer Astronomischen Gesellschaft brachte die Bedeutung der Straßennamen in diesem Linzer Ortsteil (z.B. Heliosallee, Lunaplatz, Pegasusweg) auf informative und in gewohnt „lockerer“ Art den Teilnehmern näher. Berührende Gesangseinlagen der Schüler und Gernot Grömer‘s Vortrag „Faszination Sonnensystem“ (ent)führten das Publikum in eine andere, tatsächlich faszinierende Welt. Äußerst geschickt und sensibel moderierte der Kabarettist Wolf Gruber die Feier. VS-Direktorin Monika Huber konnte mit pfiffig vorgetragenen Anekdoten aus der Schulgeschichte die Besucher aus dem Weltall auf die Erde zurückholen. Bei Sekt und Brötchen schienen manche Gäste sich aber trotzdem wieder Richtung All zu bewegen :-))
Bericht: Gerhard Grömer

Eine Schulklasse mit selbstgebastelten Wasserraketen (c) ÖWF (Agnieszka Sekula)

Eine Schulklasse mit selbstgebastelten Wasserraketen (c) ÖWF (Agnieszka Sekula)

Die Mikroben, die aus der Kälte kamen

Ao. Univ.-Prof. Dr. Birgit Sattler von der Universität Innsbruck ist Leiterin der Arbeitsgruppe „Team Cyro“ und hat an zahlreichen Forschungsexpeditionen in die Arktis und Antarktis teilgenommen. Die Expeditionen dienen der Beschreibung von Extremhabitaten, in diesem Fall der „Kryosphäre“, die bisher durch die extremen Bedingungen als Lebensraum nicht in Betracht gezogen wurde.
Neben der Erforschung der Extremhabitate ist es das Ziel von Birgit Sattler, Extremregionen wie das Hochgebirge und die Polargebiete als hochsensible und klimarelevante Habitate zu positionieren und somit verstärkt Bewusstseinsbildung zu betreiben. Diese Aufklärungsarbeit richtet sich schwerpunktmäßig auch an die nächste Generation, indem SchülerInnen in die Forschung aktiv (Programm „Junge Uni“ und „Sparkling Science“) involviert werden.

Im Zuge des “Sparkling Science” Projekts “Cave Life” wurde während MARS2013 der L.I.F.E Laser erstmals eingesetzt. Der am Magma White Rover montierte Laser nahm Messungen an verschiedenen Gesteinsproben vor um Spuren von Leben zu entdecken. Nun wurde auch im Labor von Klemens Weisleitner Messungen an Gesteinsproben aus Marokko durchgeführt um die Messungen im Feld zu verifizieren.

L.I..F.E Laser in Aktion L.I..F.E Laser Nahaufnahme

Ansicht des L.I.F.E Systems im Labor. Zwei Laser werden über Spiegel und Linsen durch das Objektiv gelenkt. Die Probe wird zur Fluoreszenz angeregt. Dieses Licht gelangt durch das Objektiv zurück in das L.I.F.E System und wird von einer Kamera erfasst. Das Lasersignal selbst wird durch einen Filter vor der Kamera geblockt. Direkt vor der Kamera spaltet ein Prisma das Fluoreszenzsignal der Probe. Dadurch können unterschiedliche Fluoreszenzsignale nicht nur durch die Stärke der Fluoreszenz sondern auch in ihrer Wellenlängen-charakteristik voneinander unterschieden werden.
Während mit dem grünen Laser (532nm) Pigmente in Cyano-bakterien und Rotalgen nachgewiesen werden kann, regt der blaue Laser Chlorophyll zur Fluoreszenz an. Der große Vorteil dieses Systems liegt in seiner nicht invasiven Anwendung im Feld. Es ist nicht mehr zwingend notwendig, dass Proben aus dem Feld mitgenommen werden müssen. Der logistische Aufwand kann stark reduziert werden und der Lebensraum wird nicht gestört. Die Analyse im natürlichen Lebensraum ist aussagekräftiger als im Labor (Temperaturänderungen etc.).
(c) ÖWF (Klemens Weisleitner)

Birgit Sattler über ihre Forschung:

„Unser Bestreben ist es, die ökologische Relevanz von kalten Extremlebensräumen festzu-legen, um das Bewusstsein dafür mit Zahlen zu unterlegen. Gemeinsam mit Physikern aus den USA und der Universität Innsbruck wurde dazu eine neuwertige nicht-invasive Methode entwickelt, welche es uns ermöglicht, erstmals in sehr hoher Auflösung die mikrobielle Aktivität von vergletscherten bzw. verschneiten Flächen aus der Luft zu quantifizieren. Durch eine Laseranregung aus Flughöhe werden Signale photosynthe-tisch aktiver Pigmente im Eis wieder gesammelt und durch ein erfolgtes Kalibrations-system in Kohlenstoff pro Fläche umgerechnet.
Durch die zunehmende Gletscherschmelze werden mikrobielle Gemeinschaften im Eis aktiver, da mehr flüssiges Wasser für den Kreislauf zur Verfügung steht und somit wie-der Nährstoffe für tiefere Tallagen verfügbar gemacht werden. Dieses System L.I.F.E. (Laser Induced Fluorescence Emission) ist bislang einzigartig und kann über einen Modellhubschrauber gekoppelt mit einem Laser, Spektrophotometer sowie GPS etc. große Flächen scannen und somit die Reaktion der Gletscher auf den Klimawandel registrieren. Gletscher fixieren CO2, sie atmen durch die Algen an der Oberfläche, und die Mikroben können dort Schadstoffe abbauen, daher ist das Monitoring der Gletscher nicht nur bezüglich der Massenbilanz sondern auch der Ökologie äußerst wichtig.
Diese Methode ermöglicht es uns auch erstmalig, kontaminations- und manipulationsfrei arbeiten zu können, was einen enormen Gewinn für die Datenqualität und eine Novität für die ökologische Forschung in vereisten Habitaten darstellt.“

Interview mit Nina Sejkora über Unicamp & MARS2013

Nina Sejkora hat schon zweimal am Uni Camp für Jugendliche zwischen 15 & 18, wo sie jeweils eine Woche lang in die Welt der Wissenschaft reinschnuppern konnte, teilgenommen. Mittlerweile studiert sie Physik in Innsbruck, ist ÖWF Mitglied und Principal Investigator für das MARS2013 Studentenexperiment Peniculus.

Nina Sejkora im Mission Support Center Innsbruck. (c) ÖWF (Daniel Föger)

Nina Sejkora im Mission Support Center Innsbruck. (c) ÖWF (Daniel Föger)

ÖWF: Nina, wie bist du auf das Unicamp aufmerksam geworden und wie waren die Wochen für dich?
Das erste Mal beim Uni Camp war ich 2011. Damals hat meine Mutter mich darauf aufmerksam gemacht. Ich war sofort begeistert von der Idee und wusste sofort, dass der Astrophysik-Workshop ideal für mich war, also hab ich mich angemeldet. Die Woche hat mir dann so gut gefallen, dass ich mir, nach  dem Ende des Uni Camps 2011, sicher war, dass ich im nächsten Jahr wieder mitmachen wollte.
Das Uni Camp 2012 wies einige Unterschiede zu dem im Vorjahr auf. Doch das bedeutet nicht, dass es nicht trotzdem eine tolle Woche war. Ein Unterschied, wahrscheinlich sogar der Hauptunterschied, bestand in der Aufgabenstellung. Während wir 2011 eine (fiktive) robotische Mission zum Saturnmond Enceladus planten, war die Aufgabe 2012 wesentlich praxisnaher. Diesmal war es nicht mit der bloßen Planung auf dem Papier getan, sondern wir mussten uns für ein Experiment entscheiden (an sich schon kein sehr einfacher Prozess, da das Experiment interessant, aber mit unseren Mitteln machbar sein sollte), dieses planen und die nötige Hardware bauen. Und das in nur einer Woche!
Ein Höhepunkt der Woche kam gleich am Anfang. Am Montag mussten wir früh aufstehen (was manchen schwer viel), doch wir wurden dafür belohnt. Wir sahen uns, anlässlich der Landung von Curiosity, den Live-Stream aus dem Jet Propulsion Laboratory an und fieberten während den „seven minutes of terror“ mit den Ingenieuren und Wissenschaftlern mit. Die erfolgreiche Landung und Curiosity’s erste Bilder vom Gale Crater wurden von uns mit einem Sekt-Frühstück gefeiert. Was auch einigen in Erinnerung bleiben wird, sind die Verwicklungen, die sich ergeben, wenn Raketen in Bäumen landen, oder wie viel Spaß man haben kann, wenn man im Toys ‘R Us nach einem Spielzeug mit geeignetem Motor sucht…

ÖWF: Oh! Ihr habt die Spielzeuge nur gekauft, um an den jeweiligen Motor zu kommen? ;)
Genau ;)

ÖWF: Wirst du 2013 wieder beim Unicamp dabei sein?
Ich weiß nicht, ob ich als Teilnehmerin beim Uni Camp 2013 vom 4. bis 10. August in Innsbruck dabei sein werde aber ich bezweifle es. Ich habe mich jedoch für das Femtech Sommerpraktikum beim ÖWF beworben und wenn ich die Stelle bekomme, wäre ich als Betreuerin beim ÖWF Workshop “Astrophysik – Mission to the Edge” dabei. Hierbei geht’s um eine der geheimnisvollsten Regionen des Sonnensystems, die jenseits der Umlaufbahn des Neptuns beginnt: Der Kuipergürtel, eine Art “zweiter Astroidengürtel”, dessen bekanntester Vertreter der Zwergplanet Pluto ist. Millionen von Kometen und Astroiden ziehen dort ihre Bahnen, oft knapp außerhalb der Reichweite unserer besten Teleskope. Beim Uni Camp 2013 soll ein Missionskonzept für eine unbemannte Asteroidenmission geplant werden, die genau diesen “weißen Flecken” auf unserer astronomischen Landkarte erforscht.

ÖWF: Seit wann begeistert dich die Astrophysik?
Astronomie interessiert mich schon lange, schon als ich klein war hat mein Vater mir die Sterne und Planeten gezeigt. Ich habe letztens sogar eine Zeichnung von mir gefunden, die ich gezeichnet habe, als ich noch nicht ganz 4 Jahre alt war. Auf der Rückseite hat meine Mutter vermerkt, dass es dich dabei um „Jupiter, Pluto, Sterne, Meer, Seesterne“ handelt :). Dass Astrophysik jedoch das Feld ist, in dem ich später einmal arbeiten und forschen möchte, ist mir erst seit wenigen Jahren klar. Ich glaube sogar, dass das Uni Camp einen nicht unwesentlichen Einfluss auf meine Entscheidung gehabt hat :).

Die beiden Solarzellen des Peniculus Experiment inMarokko gemeinsam mit anderen MARS2013 Experimenten.(c) ÖWF (Katja Zanella-Kux)

Die beiden Solarzellen des Peniculus Experiment inMarokko gemeinsam mit anderen MARS2013 Experimenten. (c) ÖWF (Katja Zanella-Kux)

ÖWF: Du warst am MARS2013 Studentenexperiment Peniculus beteiligt. Was war das genau für ein Experiment und welche Rolle hast du dabei ausgefüllt?

Zuerst möchte ich etwas zur Entstehungsgeschichte von Peniculus sagen. Dr. Gernot Grömer hat uns erzählt, dass der größte Feind von Solarzellen am Mars der Sand ist. Bei den beiden Mars Rover Spirit und Opportunity hatte man erwartet, dass die Stromversorgung nach wenigen Monaten aufgrund der zu dicken Staubschicht auf den Solarpanelen abbricht. Opportunity ist nur deshalb nach neun Jahren immer noch funktionstüchtig, weil seine Solarzellen von Staubteufeln gereinigt wurden. Aufgrund dieser Informationen überlegten wir uns, dass es doch vernünftig wäre, die Zellen automatisch reinigen zu lassen, da man sich ja nicht immer auf so günstige Fügungen, wie einen Staubteufel zur rechten Zeit verlassen möchte.
Also bauten wir zwei Holzrahmen für die zwei Solarzellen des ÖWF und statteten eine davon außerdem mit zwei motorgetriebenen Bürsten aus, die die Oberfläche von Sand befreien sollten. Ursprünglich hatten wir beabsichtigt Peniculus so zu programmieren, dass er sich automatisch jeden Tag für einige Minuten einschaltet, doch dafür reichten Zeit und personelle Ressourcen nicht aus. Um verwertbare Daten von dem Experiment zu bekommen, schlossen wir an jede Solarzelle ein Voltmeter an, um zu sehen, ob sich der Energieoutput der gesäuberten Zelle gegenüber der ungesäuberten verbesserte. Meine Hauptaufgabe während des Uni Camps war, zusammen mit Vanessa, anhand eines mathematischen Modells eine wissenschaftliche Prognose zu stellen, welche Ergebnisse wir uns von dem Peniculus-Experiment erwarteten.
Am Ende von MARS 2013 stellte sich jedoch heraus, dass unsere Prognose sich nicht erfüllte. Der Energieoutput von gesäuberter und ungesäuberter Zelle war am Ende genau gleich.
Übrigens, die Namensfindung für unser Experiment war mindestens genauso interessnt. Der Name auf den sich das Team schließlich einigte, „Peniculus.X“ stammt aus dem Lateinischen: „peniculus“ bedeutet kleine Bürste und das „X“ steht für „Experiment“.

ÖWF: Marokko, Innsbruck, MARS2013 – wie war das für dich? Wie lief die Zusammenarbeit?

Nina (ganz rechts) im Flightplan Raum im Mission Support Center. (c) ÖWF (Daniel Föger)

Nina (ganz rechts) im Flightplan Raum . (c) ÖWF (Daniel Föger)

Ich war nicht in Marokko, doch ich war die ganzen vier Wochen im Mission Support Center, als Mitglied des Flightplan Teams. Anfangs (im Herbst 2012) war ich noch als Mitglied des Remote Science Support (RSS) Teams eingeteilt, doch nachdem Flightplan so stark unterbesetzt war, kam ich in dieses Team. Die Arbeit bei MARS 2013 war eine wunderbare Erfahrung, die ich auf keinen Fall missen möchte.
Die Zusammenarbeit zwischen Feld und MSC lief, nach einigen Startschwierigkeiten in der Prep-Week, sehr gut. Nach dem Ende der ersten Woche waren die größten Schwierigkeiten bezüglich interner Kommunikation im MSC und der Kommunikation mit der Field Crew identifiziert und auch großteils beseitigt. Flightplanning war zwar besonders am Anfang viel Arbeit, doch, bis auf gewisse Unstimmigkeiten, die nun mal auftreten, wenn so viele Leute zusammenarbeiten, lief die Zusammenarbeit gut.

ÖWF: Vielen Dank, Nina, dass du dir etwas Zeit für das Interview genommen hast. Viel Erfolg und Spaß weiterhin mit der Astrophysik! :-)

Weitere Informationen:

Alpbacher Sommer Schule 2012

Summer School Alpbach 2012

Kaum ein Jahr vergeht, ohne dass zumindest ein ÖWF Mitglied an der mittlerweile zur Tradition gewordenen „Summer School Alpbach“ teilnimmt. Dieses Mal war ich dran, und ich folge damit in den Fußstapfen der Urväter des Österreichischen Weltraum Forums :-).

Alpbach Gruppenfoto 2012 (c) Michel A. Jakob

Alpbach Gruppenfoto 2012 (c) Michel A. Jakob

Die Sommerschule fand nun schon zum 36. Mal, wie jedes Jahr Ende Juli/Anfang August im wunderschönen Tiroler Alpbach statt. Rund 60 internationale Studenten und junge Berufstätige haben auch dieses Jahr zusammengefunden um gemeinsam und unterstützt von dutzenden Tutoren und hochkarätigen Vortragenden (NASA Missionsleiter von Voyager, ESA Projektleiter, Chefs von Raumfahrtagenturen,… ) in 4 Teams zukünftige Weltraummissionen zu planen. Dieses Mal ging es zu den Riesen in unserem Sonnensystem, den wenig besuchten Planeten, die Aufschlüsse über die Entstehung und Entwicklung unseres Sonnensystems und womöglich auch von anderen Planetensystemen liefern können.

Poseidon Trident at Neptune - (c) Artist Credit Armin Luntzer

Poseidon Trident at Neptune – (c) Artist Credit Armin Luntzer

Die Tage waren geprägt von interessanten Vorträgen, gemeinsamen Kaffee und Teepausen mit den Vortragenden – bei dieser Gelegenheit konnte man auch detaillierte Fragen stellen und auch die einen oder anderen Details über z.B. die Cassini Mission erfahren. Außerdem beanspruchten die Workshops die meiste Zeit von uns Studenten, schließlich wollten wir ja eine Weltraummission planen, gemeinsam mit Leuten, die wir vor Alpbach noch nie zuvor gesehen haben – eingespielte Expertenteams brauchen dafür schon mehrere Monate…sollte also für uns in weniger als 10 Tagen kein Problem sein ;)

Team Projek Präsentation (c) Günther Kargl

Team Projek Präsentation (c) Günther Kargl

Tage (und Nächte) lang wurde gearbeitet, nachgedacht und geschwitzt und am Ende haben es alle geschafft ihre Mission *fertig* zu planen.
Am letzten Tag wurden die Missionen einer fachkundigen Jury präsentiert und für gut befunden – einfach unglaublich was alles möglich ist, wenn man im Team motiviert arbeitet.

Visual Team Blue: Poseidon-Trident, Flying by NeptuneAlles in Allem ein unvergessliches Erlebnis, dass ich jedem nur wärmstens empfehlen kann. Mehr Informationen und Zusammenfassungen unserer Missionen gibt es auf der Website der Sommerschule, jedes Jahr neu: http://www.summerschoolalpbach.at/
P.S.: Die Mission von „Team Blue“ war natürlich die coolste ;)
-Reinhard Tlustos

Jugendliche erforschten beim UniCamp den Mars

Unter dem Motto „Jump into Science!“ erlebten Jugendliche beim dritten Uni Camp eine Woche lang Wissenschaft und Forschung hautnah. Heuer stand das Thema „Mars“ im Mittelpunkt der Wissenschaftswoche, die mit der Live-Übertragung der Landung des Roboters „Curiosity“ auf dem roten Planeten aus dem Kontrollzentrum der NASA startete.

Unicamp 2012 mit ihren selbst-gebauten Modell-Raketen

Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren aus Tirol, Salzburg, der Steiermark und Südtirol hatten im Rahmen des Uni Camps (5.-11. August 2012) die Möglichkeit hinter die Kulissen der Universität zu schauen und intensiv mit Dr. Gernot Grömer (Institut für Astrophysik / ÖWF) zusammen zu arbeiten. Wie richtige Studierende wohnten sie im Studentenheim, gingen in die Mensa essen, lernten und forschten. Vor zwei Jahren wurde das Uni Camp von der Jungen Uni Innsbruck das erste Mal veranstaltet. Drei TeilnehmerInnen haben sich, von der Woche inspiriert, bereits für ein Physik-Studium an der Universität Innsbruck entschieden.

Unicamp 2012 Teilnehmer in reger Diskussion

Life Quest: Gibt es Leben am Mars?
In dieser Woche beschäftigten sich die Jugendlichen mit Fragen wie: Warum ist der Planet Mars für die Suche nach Leben außerhalb der Erde so interessant? Welche Pläne gibt es für die erste bemannte Marsexpedition? In Vorträgen, Workshops und mit Hilfe von ExpertInnen wurden sie in das Thema eingeführt, eine Exkursion in das Planetarium hinterließ zudem faszinierende Eindrücke von unserem Nachbarplaneten.

Ein besonderes Highlight stellte gleich zu Wochenbeginn die Landung des NASA-Roboters „Curiosity“ auf dem Mars dar. Um 07:00 Uhr trafen sich die Camp-TeilnehmerInnen und MitarbeiterInnen der Physik-Institute zu einem gemeinsamen Frühstück und schauten dabei live der Landung zu. Motiviert durch die geglückte Mission, nahmen die Jugendlichen dann ihre eigene Herausforderung an.

Erste Diskussion über das Solarzellen-Experiment

Das Experiment in der Sahara
Im Februar 2013 simulieren das Österreichische Weltraum Forum und die Uni Innsbruck eine bemannte Marsexpedition in der Nordsahara. Beim Uni Camp wurde dafür ein Experiment in wissenschaftlicher Arbeitsweise geplant, in der Woche konkret umgesetzt und am Freitag vor Vizerektorin Schindler und Fachpublikum präsentiert. Ziel des Experiments war es herauszufinden, wie Solarzellen von Sand gereinigt werden können, um somit die Stromerzeugung auf dem Mars zu gewährleisten. Die TeilnehmerInnen haben eine Vorrichtung mit einer Bürste entwickelt, die mittels eines Kippschalters die Solarzelle vom Sand befreit. Der Prototyp wird nun noch einmal verbessert und soll dann bei der „MARS2013“-Feldkampagne eingesetzt werden. Mit den Worten „Wir mussten in kurzer Zeit ein Experiment planen und haben hart dafür gearbeitet. Wir freuen uns sehr über unser Gerät und hoffen es tatsächlich im Einsatz sehen zu können“, schloss Elisabeth Silberberger, eine Teilnehmerinnen das Uni Camp 2012 ab.

Weiterführende Informationen

Sommer im Raumanzugslabor, Woche 6, Unicamp 2012

6. – 10. August 2012

Wie versprochen: Die unvergessliche Woche der UniCamp-Teilnehmer in ein paar Worten.

Am Sonntag ging es für die 11 Jugendlichen los. Um 18:00 begann das UniCamp2012 mit einer kleinen Einführung. Anschließend hatten wir Gelegenheit uns gegenseitig kennenzulernen. Nach dem gemeinsamen Abendessen konnten alle den Tag noch gemütlich ausklingen lassen.

Am Montag starteten wir ungewöhnlich früh. Da um 7:31 Curiosity am Mars landen sollte begannen wir um 7:00 mit dem Frühstück und verfolgten die Landung über Internet. Auf den Jubel über die geglückte Landung folge ein Einführungsvortrag von Gernot zum Thema der Woche, Mars.
Laborbesichtigung, Handschuhanprobe und Marsrover-Fahrtraining sorgten für einen gelungenen ersten Tag. Noch vor Tagesende diskutierten die Jugendlichen über ein mögliches Forschungsprojekt. Die Entscheidung fiel und schon bald stand eine Forschungsfrage fest:
Bringt ein Bürstenmechanismus bei Solarzellen in der Wüste einen signifikanten Leistungsunterschied?

Landungsfrühstück zur Mars Curiosity Landing

Mit Freuden stürzten sich die Teilnehmer am Dienstag in die Vorbereitungen für ihr Experiment. Dokumentation, Präsentation, Design und Prognosen wurden ausgearbeitet. Am Nachmittag konnten sie bei einem Blick durch ein Sonnenteleskop und einem Besuch im Planetarium Schwaz entspannen…

…um am nächsten Tag mit neuem Schwung in die Vorlesung zu starten. Den Vormittag verbrachten die Jugendlichen mit dem Basteln von Feststoffraketen. Mit Hilfe eines Programmes erstellten sie eine Flugprognose (Höhe, Beschleunigung und Geschwindigkeit). Beim Start maßen wir Höhe und Flugzeit der einzelnen Raketen und verglichen diese am Nachmittag mit den vorausgesagten Werten. Den restlichen Tag verbrachten sie noch mit ihrem Experiment.

Die selbstgebauten Modellraketen müssen auch geflogen werden

Auch der Donnerstag startete mit einem Vortrag und der gesamte Tag blieb den Jugendlichen für Bastelarbeiten am Projekt und Endvorbereitungen für die Präsentation am Freitag. Fast alles konnte noch am Abend fertiggestellt werden.

Alex Hotter, ÖWF Praktikant unterstützt die Unicamp Teilnehmer beim Löten

Die Motorbefestigung für den Antrieb und die Verschönerung der Konstruktion erfolgten am Freitag. Um 15:00 startete die Präsentation, der neben den Beteiligten und einigen ÖWF‘lern auch Wissenschaftler des Astro- & Teilchenphysik Instituts beiwohnten. Zu unserer großen Freude durften wir auch die Vizerektorin für Forschung an der Universität Innsbruck Sabine Schindler begrüßen.
-Julia Neuner

Sommer im Raumanzugslabor, Woche 3

16. – 20. Juli 2012

Auch diese Woche herrscht Hochbetrieb im Raumanzugslabor. Es wird fleißig genäht, laminiert, experimentiert, gefilmt, telefoniert, nach gedacht, besprochen und geschwitzt. Typisch Sommer eben ;)

Mittwoch, 18.7., war ein besonders intensiver Tag – gemeinsam mit der Jungen Uni Ferienaktion haben wir Wasserraketen gebastelt und danach war auch noch eine Filmcrew für die ORF Sendung „Newton“ zu Besuch in unserem Labor. Aber der Reihe nach.

Logbuch, Praktikant Reinhard Tlustos, 18. Juli 2012

08:15 – Auf meine Frage nach dem heutigen Tagesablauf kommt die Gegenfrage von Gernot, ob ich statt ihm den Vortrag für die Kinder der „jungen Uni“ halten möchte.

08:16 – Ich stimme zu, auf der einen Seite habe ich schon einiges an Erfahrung im Vortragen und das Thema Weltraum und Raketen ist mir nicht fremd. Auf der anderen Seite, ist nicht „mit dem ÖWF zu neuen Herausforderungen“ eines unserer Handlungsmotive? – Eben.

Junge Uni Aktivität am Mittwoch Vormittag mit Wasserraketen basteln

Junge Uni Aktivität am Mittwoch Vormittag mit Wasserraketen basteln

08:55 – Wir sind noch Material einkaufen für das Raketenbauen. Das Geschäft öffnet erst um 9 Uhr – Gernot und ich warten

08:59 – Wir dürfen in das Geschäft und kommen wenige Minuten später

09:06 – mit Bastelmaterial beladen wieder heraus. Auf geht’s zur Universität. Die Sonne scheint schon heiß vom Himmel herunter, es wird ein perfekter Tag zum Wasserraketen starten.

09:24 – Eintreffen auf der Uni

09:43 – Alle angemeldeten Kinder sind hier, mir gehen zum Seminarraum.

09:50 – Ich beginne mit meinem Vortrag über den Weltraum, Raketen, das Space Shuttle, Schwerelosigkeit und Parabelflüge – immer wieder mit abwechslungsreichen Videoclips und Fragen von den Schülern

10:21 – Nach einer spannenden Schluss Emotion untermalen mit Musik beende ich meinen Vortrag.

10:22 – Julia, Angel, Alejandra und ich teilen die Bastelmaterialien aus und helfen den Kindern beim Basteln der Raketen – was sich zuerst ziemlich kompliziert anhört, dann aber ganz einfach ist.

10:45 – Die Kinder haben sichtlich Spaß beim Konstruieren und Verzieren ihrer Raketen.

11:02 – Wir sind vor der geplanten Zeit fertig (wann ist das schon mal in der Raumfahrt Industrie passiert?! :-)) und machen uns auf den Weg zur Startwiese – dem „Launch Pad“

11:07 – Ankunft am Launch Pad – letzte Startvorbereitungen, die Wasserraketen werden mit Treibstoff „betankt“. Wir ziehen den Start vor und ändern den Flugplan dementsprechend ab. T-2min

11:08 – Rakete startbereit auf Launch Pad A. T-1min

11:09 – Start der ersten Rakete.

11:10 – weitere Raketen starten von Launch Pad A und B (wir hatten 2 Luftpumpen zum Starten) und erreichen nur knapp nicht den Erdorbit ;) – wir führen ja schließlich Sub-orbital Flüge durch.

11:25 – Die Kinder starten selbstständig ihre Raketen und kriegen ab und zu (absichtlich) etwas vom Raketentreibstoff ab. Aber das macht ja schließlich Spaß, noch dazu ist es schon ziemlich heiß in der Sonne.

11:37 – Letzter Start des Tages. Die Kinder, ihre Betreuer und wir sind glücklich.

11:40 – Wir verabschieden uns von den Kindern und machen uns zurück auf den Weg zum Raumanzugslabor.

Nach den erfolgreichen Wasserraketenstarts hatten wir Zeit für eine Mittagspause, die auch nötig war, denn am Nachmittag geht es gleich intensiv weiter. Ein 3-köpfiges Fernsehteam besucht uns im Auftrag des ORF um einen Beitrag für die Sendung „newton“ zu produzieren.

Die Interviews und Dreharbeiten dauern knapp 3 Stunden mit unserer Aouda.X als Hauptakteurin, dem Labor als Drehort, Gernot in seiner Paraderolle –er hat die einzige Sprechrolle bekommen ;), sowie Angel und mir als Statisten, natürlich konzentriert bei der Arbeit. Kurz nach 18 Uhr war das Fernsehteam dann fertig und wir alle auch, und natürlich glücklich, es hat ja alles geklappt. Wir dürfen zufrieden den Tag beenden.

Am Donnerstag findet die zweite Runde der Interviews für die MARS2013 Mission statt. Gernot, Petra, Julia und ich interviewen gemeinsam in einer Marathonaktion 12 internationale Kandidaten. Heute führe ich zusammen mit Petra einen Teil der Interviews, was eine neue Erfahrung für mich ist – einmal auf der „anderen“ Seite eines Interviews zu sitzen. („mit uns zu neuen Herausforderungen“ – hatten wir das diese Woche nicht schon mal“? ;)

Die Woche hört wiedermal für das ÖWF nicht am Freitag auf, sondern beginnt erst so richtig.

Dieses Wochenende findet nämlich der MARS2013 interne Workshop statt, im Rahmen dessen werden wichtige Details der Mission besprochen und fixiert, sowie die Teilnehmer ausgesucht. Es bleibt spannend. :)

Laminierung des HUT (Hard-Upper-Torso) für die kleine Schwester Aouda.S

Laminierung des HUT (Hard-Upper-Torso) für die kleine Schwester Aouda.S

Persönliches Logbuch, Nachtrag:

Es ist jedes Mal schön zu sehen, wie begeistert Kinder sein können und was für interessante Fragen sie stellen – ich denke, genau diese Neugier ist auch das, was viele ÖWF Mitglieder teilen.

Aufbruch zu neuen Herausforderungen. Für mich bedeutete dies in dieser Woche ganz spontan, mit weniger als 5 Minuten reiner Vorbereitungszeit einen Kurzvortrag zu halten und ich kann sagen, es hat Spaß gemacht. Auf der anderen Seite finde ich es faszinierend bei den Interviews für Mars2013 so viele verschiedene Charaktere aus verschiedenen Ländern kennen zu lernen und einige Interviews zu führen – mit Ärzten oder ISS Controlern, anderen Studenten oder Schriftstellern. Einfach. Faszinierend.

Ich freue mich schon auf eine gute Zusammenarbeit im Februar 2013 – wenn wir gemeinsam zum Mars aufbrechen. In Marokko.

Für mich war das meine letzte Woche in Innsbruck, da ich nächste Woche bei der Internationalen Sommer Schule in Alpbach teilnehme, Thema werden die äußeren Gasplaneten und ihre Eismonde sein – wieder eine neue Herausforderung.

Aber spätestens beim Passepartout Start am 1. September in Graz bin ich wieder dabei. :-)

-Reinhard Tlustos

Sind italienische Austauschschüler für den Mars zu begeistern?

Die eindeutige Antwort ist „ja“ !

Fünfzehn italienische Austauschschüler und vier Begleitpersonen verbringen mehrere Sommerwochen bei Gastfamilien in Hargelsberg nahe Enns in Oberösterreich. Für Einladungen und Programmgestaltung ist CISV (Childrens International Summer Villages – Gesellschaft für internationale Sommerkinderdörfer) verantwortlich. Über Initiative der Familie Elisabeth und Harald Radler aus Hargelsberg wurde das Österreichische Weltraum Forum eingeladen, am 17. Juli 2012 diesen Kindern und ihren österreichischen Gastgebern Raumfahrt und Mars näher zu bringen.

Italienische Schülerinnen und Schüler steuern den ÖWF-Marsrover "Dignity"

Italienische Schülerinnen und Schüler steuern den ÖWF-Marsrover “Dignity” (c) OEWF (Gerhard Grömer)

Mit großer Begeisterung wurden wieder Wasserraketen gebastelt. Einige Schüler verbesserten bei mehreren Versuchen die Gipfelhöhe ihrer Raketen auf über 15 Meter. Mit viel Enthusiasmus wurde der Marsrover „Dignity“ gesteuert. Pausenlos wurden mit dem Kranarm „Bodenproben in Form von kleinen Aliens“ entnommen. Das vor kurzem neu gefertigte Steuerungspaneel scheint äußerst attraktiv zu sein.

Praktisch erprobt wurden die zwei neuen Kinderraumanzüge – entworfen und gefertigt wurden sie von der Höheren Bundeslehranstalt Lentia in Linz. Sie sind leicht zu handhaben und haben sich als äußerst funktionstüchtig gezeigt. Lediglich die Belüftung der Helme bedarf noch einer kleinen Modifikation.

Einer der neuen Kinderraumanzüge im Ersteinsatz

Einer der neuen Kinderraumanzüge im Ersteinsatz (c) OEWF (Gerhard Grömer)

Erstmals wurde in Rahmen einer ÖWF-Publikumsveranstaltung der von Gerhard Grömer geflogene Foto- und Videohelikopter eingesetzt, bei dem Gregor Hirscher die Livebild-Übertragungseinheit zur Bodenstation steuerte.

Besucher sehen die Live-Übertragung aus dem Foto-Helikopter

Besucher sehen die Live-Übertragung aus dem Foto-Helikopter (c) OEWF (Gerhard Grömer)

Auch in Hargelsberg hat sich gezeigt, dass solche Events dem Ursprungsgedanken des ÖWF – Raumfahrt und Astronomie einer breiten Öffentlichkeit näher zu bringen – nur möglich ist, wenn freiwillige Helfer ihre Zeit und ihre Fähigkeiten einbringen. Große Begeisterung des Publikums ist der Lohn dafür. Daher ganz herzlichen Dank an die Mitwirkenden in Hargelsberg!
- Gerhard Grömer

UC12 – Uni Camp 2012: Wissenschaftswoche für Jugendliche von 5.-11. August 2012

Unicamp 2012 - jump into science vom 3. - 11. Aug. 2012

Bereits das dritte Mal veranstaltet die Universität Innsbruck zusammen mit dem Verein aut. architektur und tirol und dem Österreichischen Weltraum Forum das Uni Camp. Unter dem Motto „Jump into Science!“ können Jugendliche zwischen 16 und 19 Jahren eine Woche lang Wissenschaft und Forschung hautnah erleben. Sie arbeiten gemeinsam mit ForscherInnen der Universität Innsbruck und werfen einen Blick hinter die Kulissen der Architektur, Astrophysik, Biologie oder Informatik. Neben Forschung und Spaß ist es eine Gelegenheit, die Universität kennen zu lernen und sich Informationen über das Studium zu holen.
Anmeldeschluss ist der 6. Juli 2012.

Fakten:

Termin: 5.-11. August 2012
Altersgruppe: 16-19 Jahre
Ort: Universität Innsbruck; Unterkunft im Tirolerheim, Technikerstraße 7
Kosten: 300,- Euro (inkl. Unterbringung, Ganztagsverpflegung und Exkursion); Ermäßigung bzw. Geschwisterrabatt ist möglich
Anmeldung über die Formulare auf der Homepage: http://jungeuni.uibk.ac.at/unicamp
Anmeldeschluss: 6. Juli 2012
Alle Standorte sind barrierefrei!

Kontakt:
Universität Innsbruck
Dr. Silvia Prock, Junge Uni
Innrain 52c, A-6020 Innsbruck
e-mail: *protected email*, Tel. +43 (0)676 8725 50026
Homepage: http://jungeuni.uibk.ac.at/unicamp

Das Österreichische Weltraum Forum wird auch 2012 wieder die Astrophysik Gruppe betreuen. Dieses Mal geht es um das Thema: Life Quest: Bemannte Marsexpeditionen. Gemeinsam mit dem Jugendlichen werden wir versuchen herauszufinden, warum der Planet Mars für die Suche nach Leben außerhalb der Erde so interessant ist, welche Pläne es für die erste bemannte Marsexpedition gibt und was ist eigentlich „Analog-Forschung“?

Zum Nachlesen

Ein Tag im LITEC – Linzer Technikum, HTL Linz, Paul-Hahn-Straße 4

Firmenpräsentationstag am 28.02.2012 in der Zeit von 08.00 bis 20.00 Uhr

Aufgrund der bereits im Jahre 2011 getätigten und für das ÖWF, wie auch für die HTL sehr erfolgreichen Zusammenarbeit, wurden wir durch den Abteilungsvorstand für Maschinen-bau, Herrn Prof.Dipl.Ing.Dr. Norbert Ramaseder zum diesjährigen „Firmenpräsentationstag“ des Linzer Technikums eingeladen. Dies bedeutete, dass wir gemeinsam mit ca. 70 oberösterreichischen und österreichischen Firmen mit Schwerpunkt Elektronik, Maschinenbau und Mechatronik, uns in den Räumlichkeiten der Schule präsentieren konnten.

ÖWF Litec Stand im Linzer Technikum

ÖWF Litec Stand im Linzer Technikum

Dazu bauten wir, das waren Gerhard Grömer, Lisa Sonnleitner (Maturantin des LITEC 2011) und Othmar Coser einen entsprechenden Stand auf, der schon allein von der Größe einen entsprechenden Blickfang darstellte. Weiters bekamen wir die Möglichkeit in einem Kurzreferat mit einer Powerpointpräsentation von 10min die Tätigkeiten des Vereines in den Bereichen der wissenschaftlichen Forschung und der schulischen Bildung zu präsentieren.

Lisa Sonnleithner & Gerhard Grömer beim ÖWF Stand

Lisa Sonnleithner & Gerhard Grömer beim ÖWF Stand

Auch wenn das ÖWF den zukünftigen Abgängern der HTL keine hochdotierten Anstel-lungen anbieten kann, wobei dies auch den Schülern in Einzelgesprächen eingehendst erklärt wurde, war das Interesse an unserem Präsentationsstand und an unserem Verein ausgesprochen hoch. Grund dafür war sicherlich auch die Ausstellung unseres Marsrovers, der auch in unbeweglichem Zustand großes Interesse weckte. Dazu kam auch die Präsentation der Diplomarbeit von Lisa Sonnleitner und Michael Schober aus dem vorigen Jahr. Die Neugier an der darin beschriebenen Gestiksteuerung für den AOUDA.X wurde auch durch die Ausstellung des präparierten Handschuhes und dessen praktische Vorführung noch verstärkt.

Aus meiner Sicht war die Veranstaltung eine runde Sache bei der wir den Verein ÖWF aufgrund unseres starken Auftretens anschaulich präsentieren konnten. Zu erwähnen gibt es noch, dass von Seiten der Schüler eine starke Nachfrage zur Erstellung von Diplomarbeiten mit und in unserem Verein angesprochen worden ist.

Othmar Coser


Video bei YouTube ansehen / Watch video on youtube

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Neues vom TriPolar Projekt!

Ein Teil des TriPolar Sparkling-Science Projekts ist die Suche nach Lebensformen in der Stratosphäre. Zu diesem Zweck entwickeln 6 Schüler der Maturaklasse der HTBLA Eisenstadt gemeinsam mit dem Ballon Team des ÖWF und Biologen der Universität Innsbruck einen Air Sampler für hohe Luftschichten, der mittels eines Stratosphärenballons bis auf 35km Höhe transportiert werden wird.

Die Biologen erhoffen sich mit diesen Experimenten Aufschluss über die Verteilung von Kleinstlebewesen über die Atmosphäre zu bekommen und vielleicht sogar Lebewesen zu finden die nur in dieser Höhe vorkommen. Dabei muss man in Betracht ziehen, dass die Umweltbedingungen in der Stratosphäre sehr extrem sind. Es herrschen dort Temperaturen bis zu -50°C bei einem Druck bis zu einigen mBar mit einem zig-fachen der UV-Strahlung und Radioaktivität als auf der Erdoberfläche.

Die Parameter die an diesen Airsampler gestellt werden sind sehr hoch. Geringes Gewicht, Datenaufzeichnung bei tiefen Drücken, Temperaturen bis zu -50°C und natürlich Sterilisierbarkeit bei bis zu 120°C erleichtern die Entwicklungsarbeit nicht gerade. Dennoch ist es dem Team gelungen einen Airsampler zu konstruieren und zu bauen, der diesen Anforderungen entspricht.

 

Der Airsampler besteht mehr oder weniger aus handelsüblichen Teilen die dementsprechend angepasst wurden. Die Trichter und der Körper bestehen aus verklebten Teilen von Getränkeflaschen, genauso wie die Ventile, die von speziellen Erfrischungsgetränkeflaschen übernommen wurden. Das hat den Vorteil, dass billig konstruiert werden konnte und keine speziellen Fertigungsmethoden zur Anwendung kommen müssen. Und auch die Sterilisation wird in der  Lebensmittelindustrie mit ähnlichen Temperaturen durchgeführt.

 

 

 

 

Die Ventile werden mittels Modellbau Servos bewegt, was kleines Gewicht und wenig Stromverbrauch bedeutet. Als Ansaugmechanismus wurde ein kräftiger Modellbau Impeller gewählt,der bis in ungefähr 30km-35km Höhe noch genug Schub erzeugen kann um Luft (in dieser Höhe nur ca 10mBar Druck) durch den Filter zu saugen.

Gesteuert wird der ganze Ablauf des Ventil Öffnens und Schließens und Start des Impellers in bestimmten Höhen durch STACIE (Stratosphere Telemetry And Control Interface Equipment), den neu entwickelten Bordcomputer. Dieser wird seine Befehle über eine Servoschnittstelle an den Airsampler weitergeben und auch Zustandsdaten von diesem empfangen und zur Bodenstation schicken.
STACIE erlaubt weiters den Eingriff der Bodenstation mittels Befehlen die per Funk an die Ballonkapsel geschickt werden.

 

Anfang Februar wurden in den Werkstätten der HTBLA Eisenstadt gemeinsam die „Umweltverträglichkeitstests“ durchgeführt. Dabei wurde der Airsampler Prototype den extremen Umweltbedingungen, die in großer Höhe herrschen, ausgesetzt und zahlreiche Funktionstests durchgeführt. Nach Auswertung der Tests kann man sagen, dass der Airsampler in dieser Form recht gut funktioniert.

 

Folgende Tests wurden positiv abgeschlossen: Das Verhalten der Servos bei tiefen Temperaturen und sehr kleinen Drücken mit angeflanschten Ventilen, das Temperatur- und Leistungsverhalten des Impellers in Abhängigkeit des Drucks, der Durchfluß des Gesamtsystems in Abhängigkeit des Drucks, der vom Impeller erzeugte Unterdruck in Abhängigkeit des Drucks, die Funktionsweise des Servointerface und die Steuerbarkeit.

Die Biologen sind gerade dabei ein Sterilisations -Procedere für den Airsampler zu entwickeln. Dabei reicht es nicht die überall vorhandenen Kleinstlebensformen abzutöten, sondern es muss auch die tote Biomaterie entfernt werden, damit es bei der Auswertung der gesammelten Proben zu keinen Fehlinterpretationen kommt.

Am 21. April 2012 wird voraussichtlich der erste Airsampler Start in Graz/Lustbühel stattfinden. Bis es aber soweit ist, sind noch viele Tests durchzuführen und viel Entwicklungsarbeit zu leisten.

 

Michael Taraba

Tripolar Air-Sampler – Keine falschen Fragen

Am Donnerstag den 13.10.2011 fand im Rahmen des Tripolar-Projekts ein Meeting zwischen Biologen von Tripolar, Schülern der HTL Eisenstadt und dem Ballonteam des ÖWF statt, das die Ziele und die ersten Grundzüge des Air-Samplers definierte.

Schon seit den 40-ern des vorherigen Jahrhunderts ist bekannt, dass sich Sporen (z.B. durch Thermik) in der Atmosphäre befinden und so zum Teil weite Strecken zurücklegen können. Diese Messungen wurden und werden auf Bergen gemacht. Der Nachteil dieser Messungen ist, dass diese nur selten über 3 Kilometern Höhe gemacht werden, was Fragen aufwirft: Gibt es über 3000 Metern auch noch Leben in der Atmosphäre? Bis in welche Höhen kommt dieses Leben? Welche Arten von Leben können solche Höhenflüge machen? Bakterien? Viren? Oder auch Pilze? Und wie aktiv ist das Leben in der Atmosphäre? Somit resultiert die grundlegende Frage von Tripolar:

Wie widerstandsfähig kann Leben sein?

Tripolar ist ein österreichisches Forschungsprojekt mit internationalen Partnern, das erstmals die Atmosphäre als Lebensraum definieren soll. Es ist in drei Teilmodule eingeteilt: Modul L.I.F.E (Untersuchung von Gletschergebieten auf Leben), Modul SPACE (Auffinden und Reduktion von Kontaminationsquellen) und Modul AIR (Untersuchung der Atmosphäre auf Leben). Dem Modul AIR kommt mit Passepartout eine spezielle Rolle zu, denn neben Proben in Bodennähe in verschiedenen Einzugsgebieten wird Passepartout Proben aus der Stratosphäre entnehmen. Hier wird Neuland betreten, denn es ist nicht bekannt, was über 3 Kilometern Höhe genau vor sich geht.

Gruppenfoto mit Schülern & Lehrern der HTL Eisenstadt, Biologen der Univ. Innsbruck & ÖWF'ler
... erklärt den Schülern Details zum Flug
HTL Eisenstadt Air-Sampler Team

2001 behauptete eine Indische Forschergruppe, dass sie Leben in bis zu 41km Höhe nachweisen konnte. Seit diesem Ereignis hat die europäische Weltraumbehörde ESA mit Studentenprojekten versucht diesen Flug nachzuahmen und so zu bestätigen, doch sie scheitete immer und immer wieder.
Wie soll aber das Problem der Probenentnahme gelöst werden? Soll die Probenentnahme in einer bestimmten Höhe mit einem kräftigen „Atemzug“ erfolgen oder über eine längere Höhenspanne gesammelt werden? Sollen die Proben aktiv mit einem Gebläse oder mit einer Pumpe geblasen werden? Wie verändert sich die Leistung des Systems mit der Höhe, also mit Druck-/und Temperaturunterschieden? Verringert sich der Widerstand des Filters mit sinkendem Druck? Soll die durchblasene Luft waagrecht oder senkrecht entlassen werden? Wie wird das durchgeblasene Volumen gemessen?
Fragen über Fragen, mit denen sich die Schüler der HTL Eisenstadt auseinandersetzen müssen, schließlich sollen keine Überraschungen am Tag des Fluges aufkommen und so den Erfolg des Fluges in Frage stellen. Keine erdenkliche Frage zum Thema ist somit falsch und die ersten Züge des Air-Samplers sind somit definiert und es geht daran, erste Fragen durch Tests in einer Vakuumkammer zu beantworten.

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