Newer posts are loading.
You are at the newest post.
Click here to check if anything new just came in.

World Space Week 2013 im Welser Science Center “Welios”

Am 5. Oktober lauschten über 100 Besucher im Welios Wels (Oberösterreich) den Vorträgen von Eva und Stefan Hauth, die an diesem Abend im Rahmen der World Space Week gehalten wurden. Gestartet wurde mit einer Schilderung der diesjährigen ÖWF Mission Mars 2013 in Marokko. Mittels einer bunten Mischung aus Fakten, Bildern und Anekdoten konnten die Zuschauer in die Erfahrungen einer analogen Marssimulation eintauchen.

Spannend wurde es auch im zweiten Teil, als Haritina Mogosanu live aus der
Mars Desert Research Station (MDRS) in Utah (USA) zugeschaltet wurde. Glücklicherweise hielt die Satellitenverbindung in die Wüste und so konnte Haritina den Zuschauern die MDRS ein bisschen näher bringen und ihre Leidenschaft für den Weltraum und die Erkundung des Mars teilen.

Kinder dürfen Rover MAVRIC in den USA steuern. (c) ÖWF (Hilde Hauth)

Kinder dürfen Rover MAVRIC in den USA steuern. (c) ÖWF (Hilde Hauth)

Anschließend wurde in einer Schaltung zur Universität Iowa (USA) der Rover MAVRIC vorgestellt. Josh Delarm und sein Team erklärten die Motivation hinter diesem Projekt und wie sie mit ihrem Rover die Aufgaben der University Rover Challenge bewältigen wollen. Außerdem ermöglichten sie es als besonderes Zuckerl, zwei jungen Besuchern den Rover von Wels aus über das Internet fernzusteuern.

Der gelungene Abend wurde zu guter Letzt noch durch eine von Leo Ludick moderierte Podiumsdiskussion mit

  • Bruno Josseck von der TU Graz,
  • dem Weltraumschneider Rudolf Hujber sowie
  • Eva und Stefan Hauth vom ÖWF

abgerundet. Dabei erhielten die Zuschauer einen Rückblick auf Austromir, Einblicke in die Arbeit eines Weltraumschneiders, erfuhren, was es mit TUGSat auf sich hat und warum es gerade für Österreich wichtig ist, sich auch im Forschungsbereich Weltraum zu betätigen und zu positionieren.

v.re: Eva Hauth, Stefan Hauth, Weltraumschneider Rudolf Hujber (c) ÖWF (Hilde Hauth)

v.re: Eva Hauth, Stefan Hauth, Weltraumschneider Rudolf Hujber (c) ÖWF (Hilde Hauth)

Im Rahmenprogramm konnten sich die anwesenden Kinder selbst wie Astronauten fühlen, wenn sie in einen Kinderraumanzug des ÖWFs schlüpften. Für die größeren Besucher gab es einen Weltraumsimulator, in dem man sich so richtig durchwirbeln lassen konnte. Außerdem konnte einige Exponate wie ein
Sokol-Anzug von Mike Köberl und die Austromir-Sensor-Weste von Rudolf Hujber in Augenschein genommen werden. Astronomieinteressierte konnten sich den Sternenhimmel am Tag ihrer Geburt ansehen. Und natürlich stand den Besuchern auch die Ausstellung des Welios offen.
Bericht: Eva und Stefan Hauth

(c) ÖWF (Hilde Hauth)

(c) ÖWF (Hilde Hauth)

Weiterführende Informationen:

World Space Walk 2013

World_Space_Walk_2013_banner

Heute feiern wir die World Space Week mit einer Neuerung. Vier Analogastronauten-Teams auf der ganzen Welt werden, koordiniert vom Mission Control Center in Innsbruck, gleichzeitig arbeiten und ihre Experimente durchführen.

Die Raumanzug Testkandidaten werden Aufgaben zu Beweglichkeit und um Mobilität durchführen, während sie folgende Anzüge tragen:

Diese Experimente sind Teil des WSW 2013 Experiments D-TREX, durchgeführt vom österreichischen Weltraum Forum.

“D-TREX ist ein Planungstool, basierend auf statistischen Messungen, die den durchschnittlichen Zeitunterschied zwischen Experimenten, die mit einem Raumanzug durchgeführt werden (Außenbordeinsatz – EVA (Extra Vehicular Activities)) und der Durchführung derselben Aktivitäten ohne Anzug, zeigen sollen.” erklärt Analog Astronaut Luca Foresta. “D-TREX ist der Nachfolger zum DELTA© Experiment, welches wir im Rahmen der Mars2013 Mission des österreichischen Weltraum Forums in Marokko im heurigen Jahr durchgeführt haben.

Während der DELTA© Kampagne, führten Analog Astronauten sechs Experimente durch. Zuerst mit dem Aouda.X Anzug und danach ohne Anzug. Dabei wurden unterschiedliche Aspekte der Beweglichkeit beleuchtet, unter anderem der Gang über unebene Oberflächen oder die Geschicklichkeiten von Händen und Fingern beim Gebrauch von kleinen technischen Geräten. Die Analog Astronauten haben dabei vordefinierte Bewegungsmuster auf einem 9 mal 20 Meter großen Hindernisparkour ausgeführt.

“Wenn wir uns in der Zukunft auf eine bemannte Mission zum Mars vorbereiten, benötigen wir soviel Wissen wie möglich über die Machbarkeit und Grenzen von Arbeiten mit dem Raumanzug auf Planetenoberflächen. Für den ersten World Space Walk haben wir die großartige Möglichkeit gleich mit vier unterschiedlichen Teams, die Raumanzüge entwicklen, zusammenzuarbeiten und den gleichen Aufgabenkatalog für die Teilnehmer bereitzustellen. Mit verschiedenen Teams in verschiedenen Anzügen kann man natürlich keinen exakten Vergleich machen, aber wir können uns darüber klar werden, wie Raumanzüge die Beweglichkeit des Raumfahrers beeinträchtigen. Das heutige Experiment ist ein kleiner, aber wichtiger Meilenstein, unterschiedliche Analog Raumanzugsysteme annähernd zu vergleichen.” so Gernot Grömer, der Obmann des österreichischen Weltraum Forum.

Isoliert auf einer Marsmission… und die Mitarbeiter im Mission Control Center

Ein Carton für die WSW 2013 Mission zum Mars von Eugene Georgiades

Ein Cartoon für die WSW 2013 Mission to Mars von Eugene Georgiades

Cartoonist Eugene Georgiades hat diesen Cartoon für die WSW 2013 Mission to Mars Crew gezeichnet. Während Rothemden auf dem Mars im Moment eher Mangelware sind, gibt es davon einige im Mission Control Center in Innsbruck!

Mission Control

Das Team im MCC in Innsbruck, Austria (mit einem außerirdischen Gast!). Credit: (c) OeWF (Remco Timmermans)

WSW 2013 Mission to Mars: MDRS Bericht des Kommandanten Tag 2

6655042-photo5

Entnahme einer Bodenprobe durch Haritina Mogosanu

Die Aktivitäten des 2013 MDRS Team im Rahmen der World Space Week (WSW) 2013 gehen weiter. Zahlreiche Telefonkonferenzen wurden heute bereits für die WSW abgehalten und für den Nachmittag sind bereits wieder Aussenboardeinsätze (EVA) geplant. Randy and Jon haben sich auf den Weg nach Tooth Ridge, Jason`s Rock und Giant`s Toes gemacht (ca. 10 km nördlich des HAB) und zahlreiche Photos für das Experiment zur Veränderungsanalyse mitgebracht.  Hari und Jean haben des Weiteren eine EVA zur Entnahme einer Sandprobe durchgeführt. D-TREX EVA`s wurden ebenfalls nochmals von allen Team Mitgliedern durchgeführt um noch  mehr Datenpunkte und Zeitwerte für den Vergleich zwischen Aufgaben mit Raumanzugssimulator und ohne den Simulator zu erhalten.

Erste Ergebnisse der D-TREX Studie
Es wird angenommen, dass der MDRS Raumanzugssimulator nicht nur die geringere Mobilität und Genauigkeit sondern auch den sich dadurch ergebenden Zeitverlust für die Arbeitsschritte während der EVA den realen Umständen bei Aussenboardeinsätzen im Weltaum ziemlich genau nachstellen kann. Eine erste und grobe Analyse der Daten die während der D-TREX Studie gesammelt wurden, untermauert die These, wie im Diagram dargestellt wird. Die Daten sind allerdings noch nicht vollständig ausgewertet.

 

 

Jason's Rock 2013

Jason’s Rock 2013

Zum Vergleich: Jason's Rock 2008 und 2006

Zum Vergleich:
Jason’s Rock 2008 und 2006

 

Während der EVA, wurde Jason`s rock photografiert um die Veränderungen während der letzten Jahre zu beurteilen. Zum Vergleich wurden Photos von 2006 und 2008 herangezogen.

 

 

 

 

Weiters wurde festgestellt, dass eines der Teammitglieder nicht in der Lage war mit den zur Verfügung gestellten Handschuhen eine Boden- und Gesteinsprobe zu entnehmen, wie es die Aufgabe vorgesehen hätte. Dieses Ergebnis ist ein gutes Beispiel dafür wie wichtig das Design der Handschuhe ist und welch große Auswirkungen es auf den Simulationsablauf und damit auf den Raumanzug selbst hat. Der Test bei dem 20 bzw. 200 Meter zurückgelegt werden mussten ergab, dass der MDRS Raumanzug auf die grobmotorischen Fähigkeiten und den groben Bewegungsapparat nur wenig Auswirkung hat.

Eine Vielzahl an Faktoren wie z.B. die Erfahrung des Anzugtesters und oder dessen Körpergröße können ebenfalls Einfluss darauf nehmen warum mehr (oder weniger) Zeit für denselben Auftrag benötigt wird. Diese Effekte wurden bei der D-TREX Studie aber nicht näher untersucht. Je nachdem aus welchem Gesichtspunkt man die gesammelten Daten betrachtet kann man den Effekt des MDRS Raumanzuges auf die benötigte Zeit von 4 vollkommen unterschiedlichen Tätigkeiten beurteilen.

Earth Master Sample – Gesteinprobenentnahme für zukünftige Erforscher

Aouda.X nimmt eine Gesteinsprobe (c) ÖWF (Paul Santek)

Zwei Welten. Ein Kristall (c) ÖWF (Paul Santek)

Ein erstmaliges Highlight der World Space Week ist das Earth Master Sample, für die wir die Unterstützung des bekannten Kristallhersteller Swarovski gewinnen konnten. Auf der ganzen Welt werden regionale Gesteinsproben entnommen und in das Mission Control Center nach Innsbruck gesendet. Geologen analysieren diese und mischen sie mit einem echten Mars Meteoriten: Swarovski wird aus diesen Gesteinsproben aus zwei Welten eine Spezialedition von Kristallen herstellen, die wir wieder in die ganze Welt verteilen.
Zwei Welten. Ein Kristall.

Die Probenentnahme ist traditionell die Aktivitäten die am häufigsten von Erforschern durchgeführt wird. Wenn wir Menschen zum Mars senden, ist die Entnahme von Gesteinsproben einer der wichtigsten Aktivitäten am Mars. Daher laden SchülerInnen, StudentInnen und Weltraumbegeisterte ein, mittels einem einfachen Protokoll, welches einer echten Prozedur für Mars Analogsimulationen nachempfunden wurde, Gesteinsproben zu entnehmen und gemeinsam mit einem Bild und den zugehörigen Geokoordinaten zu uns ins MCC nach Innsbruck zu senden. Einsendefrist ist Anfang November.

Anleitung & weiterführende Informationen (in Englisch):
www.oewf.org/cms/earth-master-sample.phtml

Alle Proben werden von der World Space Week gesammelt, registriert, verkleinert und vermischt in das sogenanntes “Erde Master-Sample”.  Am Ende wird noch ein Mars Meteorit hinzugefügt.  Aus diesem Gemisch wird die Firma Swarovski einen 5mm großen Kristall produzieren und aus Material hergestellt ist, das von zwei verschiedenen Welten stammt :-)

Diese Spezial-Edition von Kristallen werden and Weltraum-Institute und Entscheidungsträger verteilt als Signal für ein weltweites Interesse an Weltraum Erforschung.

Finde den Meteoriten im Bild und gewinnen ein ÖWF Goodie Bag!

Wir haben alle Steine am Bild nummeriert, finde den Mars Meteoriten und poste die Antworten als Kommentar um an der Verlosung teilzunehmen.

Spot the meteorite (c) OeWF (Paul Santek)

(c) OeWF Paul Santek

Disclaimer: ÖWF Mitglieder, Organisatoren und Mitarbeiter im MCC der World Space Week sind vom Wettbewerb ausgeschlossen.

ÖWF goes esa Space Camp

Praktikum Wochenbericht 15.7.-19.7.2013

Konzenrtiert steuern die ESA Spacecamp-Jugendichen den Dignity-Rover - wieviele Süssigkeiten können Sie innerhalb der kurzen Zeit von der Maroberfläche aufsammeln?

Konzentiert steuern die ESA Spacecamp-Jugendichen den Dignity-Rover – wieviele Süssigkeiten können Sie innerhalb der kurzen Zeit von der Marsoberfläche aufsammeln?

Diese Woche ist im Suitlab selbst nicht sehr viel passiert. Jedoch nicht weil wir nichts getan hätten, sondern weil wir nicht im Lab waren. Montag war noch ein regulärer Arbeitstag, doch Dienstagabend sind wir (Lukas Fritsch, Agnieszka Sekula, Nina Sejkora und Gernot Grömer) mit zwei bis oben vollgepackten Autos nach Radstadt, Salzburg gefahren, wo wir noch durch Alexander Soucek, Reinhard Tlustos und Gerhard Grömer Verstärkung bekamen.

DELTA Experiment meets Kinder-Raumanzüge

Ein Experiment von MARS2013 wurde hier in Form eines Wettbewerbs mit Kinderraumanzügen ausgetragen: Der DELTA-Parcours eignete sich hervorragend für eine Competition. Unter den Augen der beiden Juroren Agnieszka Sekula und Reinhard Tlustos müssen die “Analogastronauten” exakt die Prozeduren einhalten.

Der Zweck unseres Aufenthalts war das ESA Space Camp, für dessen Teilnehmer wir ein spannendes zweitägiges Programm boten:
Für die jüngeren „Juniors“ betrieben wir „nur“ 6 Stationen mit Dignity-Rover, Kinder-Raumanzügen, Astronomie für alle Sinne („Planeten riechen“) etc.

Der TOBI-Rover (silberne kleine Box) wird im Rahmen der DELTA-Competition von den Jugendlichen des Space Camps unter Zeitdruck repariert.

Der TOBI-Rover (silberne kleine Box) wird im Rahmen der DELTA-Competition von den Jugendlichen des Space Camps unter Zeitdruck repariert.

Für die älteren „Teenager“ hatte sich Alexander jedoch etwas Besonderes ausgedacht: Die Teenager wurden in drei Gruppen geteilt, welche die drei Nationen symbolisierten die zum Mars fliegen möchten. Jede dieser Gruppen wurde nochmals in drei Teile unterteilt: das MCC (Mission Control Center), die Wissenschaftler, und die Crew, die schließlich zum Mars fliegen soll. Während am ersten Tag die Leute vom MCC wichtige Planungsentscheidungen zum Ablauf der Mission trafen, lernten die Wissenschaftler den Dignity-Rover und einen Model-Helikopter zu steuern und stellten ihr Wissen über den roten Planeten unter Beweis und die Crew lernte mit dem Raumanzug umzugehen. Am nächsten Tag versammelten sich dann alle Jugendlichen zum finalen Showdown und feuerten ihre Astronauten an, die sich nun so schnell und so effizient wie möglich auf der „Marsoberfläche“ bewegen mussten.
Beide Tage waren ein großer Erfolg und sowohl die Kinder, als auch wir hatten sehr viel Spaß.
Bericht: Nina Sejkora

ÖWF Mars-Projekte im britischen “All About Space” Magazin

SpaceAnswer Magazine Issue 12Das britische Magazin “All About Space” hat diesen Monat eine Ausgabe dem Thema “Destination Mars” gewidmet. Zusammen mit Robert Zubrin von der Mars Society gibt ÖWF Vorstand Gernot Grömer darin einen Einblick in den aktuellen Stand bemannter Flüge zum Roten Planeten. Dazu gehören – abseits der stagnierenden Pläne der Raumfahrtagenturen- private Initiative von technisch durchdachten Konzepten wir “Inspiration Mars” des amerikanischen Weltraumtouristen Dennis Tito bis zu den überaus ambitionierten Plänen von “Mars One”. Diese Initiative ist eine Gruppe um den Niederländer Bas Lansdorp, dessen Chancen auf eine Realisierung als eher zweifelhaft eingeschätzt dürfen.

ÖWF Projekte werden zunehmend auch auf internationaler Ebene wahrgenommen – neben den wissenschaftlichen Publikationen – auch in den Populärwissenschaften bis hin zu einem bevorstehenden großen Beitrag im amerikanischen Traditionsmagazin “Popular Science”, welches in 45 Ländern vertrieben wird und mit der alleine mit der Printausgabe mehr als 6 Millionen Leser erreicht.

“Solche Beiträge zeigen uns, dass das wissenschaftliche und öffentliche Interesse an bemannten Mars-Expeditionen in den letzten Jahren kräftig gestiegen ist”,

meint Gernot Grömer,

“unsere Aufgabe ist es, dieses Interesse in einen raumfahrtpolitischen Auftrag zu transformieren.”

SpaceAnswers Seite 22 Interview mit Gernot Groemer

Jugendliche erforschten beim UniCamp den Mars

Unter dem Motto „Jump into Science!“ erlebten Jugendliche beim dritten Uni Camp eine Woche lang Wissenschaft und Forschung hautnah. Heuer stand das Thema „Mars“ im Mittelpunkt der Wissenschaftswoche, die mit der Live-Übertragung der Landung des Roboters „Curiosity“ auf dem roten Planeten aus dem Kontrollzentrum der NASA startete.

Unicamp 2012 mit ihren selbst-gebauten Modell-Raketen

Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren aus Tirol, Salzburg, der Steiermark und Südtirol hatten im Rahmen des Uni Camps (5.-11. August 2012) die Möglichkeit hinter die Kulissen der Universität zu schauen und intensiv mit Dr. Gernot Grömer (Institut für Astrophysik / ÖWF) zusammen zu arbeiten. Wie richtige Studierende wohnten sie im Studentenheim, gingen in die Mensa essen, lernten und forschten. Vor zwei Jahren wurde das Uni Camp von der Jungen Uni Innsbruck das erste Mal veranstaltet. Drei TeilnehmerInnen haben sich, von der Woche inspiriert, bereits für ein Physik-Studium an der Universität Innsbruck entschieden.

Unicamp 2012 Teilnehmer in reger Diskussion

Life Quest: Gibt es Leben am Mars?
In dieser Woche beschäftigten sich die Jugendlichen mit Fragen wie: Warum ist der Planet Mars für die Suche nach Leben außerhalb der Erde so interessant? Welche Pläne gibt es für die erste bemannte Marsexpedition? In Vorträgen, Workshops und mit Hilfe von ExpertInnen wurden sie in das Thema eingeführt, eine Exkursion in das Planetarium hinterließ zudem faszinierende Eindrücke von unserem Nachbarplaneten.

Ein besonderes Highlight stellte gleich zu Wochenbeginn die Landung des NASA-Roboters „Curiosity“ auf dem Mars dar. Um 07:00 Uhr trafen sich die Camp-TeilnehmerInnen und MitarbeiterInnen der Physik-Institute zu einem gemeinsamen Frühstück und schauten dabei live der Landung zu. Motiviert durch die geglückte Mission, nahmen die Jugendlichen dann ihre eigene Herausforderung an.

Erste Diskussion über das Solarzellen-Experiment

Das Experiment in der Sahara
Im Februar 2013 simulieren das Österreichische Weltraum Forum und die Uni Innsbruck eine bemannte Marsexpedition in der Nordsahara. Beim Uni Camp wurde dafür ein Experiment in wissenschaftlicher Arbeitsweise geplant, in der Woche konkret umgesetzt und am Freitag vor Vizerektorin Schindler und Fachpublikum präsentiert. Ziel des Experiments war es herauszufinden, wie Solarzellen von Sand gereinigt werden können, um somit die Stromerzeugung auf dem Mars zu gewährleisten. Die TeilnehmerInnen haben eine Vorrichtung mit einer Bürste entwickelt, die mittels eines Kippschalters die Solarzelle vom Sand befreit. Der Prototyp wird nun noch einmal verbessert und soll dann bei der „MARS2013“-Feldkampagne eingesetzt werden. Mit den Worten „Wir mussten in kurzer Zeit ein Experiment planen und haben hart dafür gearbeitet. Wir freuen uns sehr über unser Gerät und hoffen es tatsächlich im Einsatz sehen zu können“, schloss Elisabeth Silberberger, eine Teilnehmerinnen das Uni Camp 2012 ab.

Weiterführende Informationen

Dachstein Mars Simulation 2012 Missionsreport

Vom 27. April – 01. Mai 2012 forschte das Österreichische Weltraum Forum in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern fünf Tage bei einem Mars Analog-Feldtest in den Mammut- und Rieseneishöhlen der Dachsteinregion in Österreich durch. Neben der neuesten Version des Raumanzug-Simulators Aouda.X testeten Teams aus insgesamt 10 Nationen – von USA, über Europa bis Neuseeland geophysikalische Techniken, Instrumente und Ideen für zukünftige bemannte Expeditionen zu Höhlensystemen auf dem Mars.

Eisprobenentnahme im Tristan Dome. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Für das JPL Experiment müssen Eisproben im Tristan Dome genommen werden. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

 

Warum in die Dachstein-Eishöhlen?

Seit wenigen Jahren kennt man auch auf dem Planeten Mars Höhlensysteme, die stabile Umweltbedingungen bieten und damit einer der interessantesten Orte im Sonnensystem für die Suche nach Spuren des Lebens sind.

“Kaum Temperaturschwankungen, eine perfekte Strahlungsabschirmung und sogar die Aussicht auf stabile Wassereisvorkommen machen Marshöhlen zu einem logischen Kandidaten für Lebensspuren auf dem Mars, FALLS sich jemals dort primitives Leben hat entwickeln können”

, fasst der Projektleiter der Simulation, Dr. Gernot Grömer zusammen. Das Österreichische Weltraum Forum entwickelt für die Erkundung des Roten Planeten Konzepte und Technologien für eine bemannte Mission.

Fokus des Feldtests waren:

  • Tests für den Raumanzug-Prototypen Aouda.X in der neuesten Konfiguration unter realistischen Feldbedingungen: etwa für die Datenübertragung, Mobilität und „Remote Science“ (Durchführung von Experimenten unter Aufsicht und Anleitung von weit entfernten Forschungsteams).
  • Gelegenheit für Forschungsteams um Gerätschaften unter geländetechnisch und logistisch anspruchsvollen Bedingungen im Verbund einzusetzen. Dazu zählt auch der Einsatz des Georadars für die europäische Exomars-Mission, welche 2018 zum Planeten Mars starten wird

Insgesamt wurden 12 Experimente mit Forschern aus 10 Ländern und drei Kontinenten durchgeführt (A, D, I, F, USA, P, NL, H, Nz, Pt). Am Medientag organisierte das ÖWF den ersten Space-Tweetup in Österreich, bei dem 20 ausgewählte Social Media Enthusiasten live, unter dem Hashtag #marstweetup, von den Feldtests berichteten – dazu kamen Live-Schaltungen zu den Partnern beim NASA/Jet Propulsion Laboratory sowie Neuseeland.

Abschlussbericht

In einem kompakten Bericht werden die wissenschaftlich-technischen Höhepunkte der Feldsimulation ebenso beleuchtet wie logistische Informationen und spektakuläres Bildmaterial von den beiden ÖWF Fotografen Andreas Köhler und Katja Zanella-Kux.

04.07.2012 
Dachstein Mission Report public
(7.73 MB pdf, 27 downloads)  

Zum Nachlesen

Older posts are this way If this message doesn't go away, click anywhere on the page to continue loading posts.
Could not load more posts
Maybe Soup is currently being updated? I'll try again automatically in a few seconds...
Just a second, loading more posts...
You've reached the end.

Don't be the product, buy the product!

Schweinderl