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December 31 2013

Die besten Bilder des Jahres 2013

Auch 2013 blickt das Österreichischen Weltraum Forum am letzten Tag des Jahres zurück und lässt das Jahr Revue passieren. 2013 war ein aufregendes, intensives Jahr mit zwei großen Missionen (MARS2013 Simulation in der Nordsahara in Marokko und die World Space Week 2013), viel Forschung und vielen Aktionen um Menschen für Weltraum zu begeistern. Die nachfolgenden Fotos sind eine willkürliche Auswahl und zeigen das Jahr 2013 in einem bunten Querschnitt.

MSC während MARS2013

1 Mission Support Center Innsbruck: Flight Director Alexander Soucek (Mitte) in Diskussion mit Remote Science & Flugplanung. Die MARS2013 Simulation wurde in Innsbruck von einem Mission Support Center unterstützt, in der mehr als 50 Freiwillige zum Erfolg der Mars Analog Simulation beitrugen.

Aouda.X & Aouda.S Marokko (c) ÖWF (Katja Zanella-Kux)

2 MARS2013! Im Februar 2013 simulierte das Österreichische Weltraum Forum einen Monat lang eine bemannte Mars Mission in der Nordsahara von Marokko. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle noch einmal an die Marrokanische “Gendamerie Royale” die unser 10-köpfiges Team vor Ort bestmöglichst unterstützte.  Foto: ÖWF (Katja Zanella-Kux)

Lochkamerabild: Mars Analog Raumanzug (c) Stefan Hauth

3 Historische Mars Analogmission? Das Bild wurde mittels einer selbstgebastelten Lochkamera während der MARS2013 Simulation aufgenommen und zeigt Aouda.S vor einem der wenigen Bäume. (Foto: Stefan Hauth)

Polarsternpreis 2013 ergeht an Othman Mazlan

4 Polarsternpreis 2013: Seit fünf Jahren zeichnet das Österreichische Weltraum Forum Menschen aus, die für Weltraum begeistern. 2013 fanden wir mit Prof. Dr. Mazlan Othman eine würdige Preisträgerin: Dr. Othman hat sich während ihrer gesamte Karriere für die Faszination bemannte Raumfahrt und Astronomie engagiert.

Mars Science Workshop (c) ÖWF (Rafael Stanuch)

5 Mars Science Workshop: Drei Tage stand im Zeichen der Wissenschaft der MARS2013 Simulation. Erste Ergebnisse wurde präsentiert, mögliche Paper diskutiert und die nächsten Schritte festgelegt. Eine Special Edition des Astrobiology Magazin zu MARS2013 wird 2014 erscheinen. Foto: ÖWF (Rafael Stanuch)

Raumfahrt für Tschernobyl Kinder

6 Ein Weltraumtag für Kinder von Tschernobyl: Alexander Soucek und Gerhard Grömer bereiteten einer Gruppe von Kindern aus der Ukraine, die auf Erholungsurlaub in Österreich waren, einen unvergesslichen Weltraum-Nachmittag.

Raumfahrt-Tage in der Solar City

7 10 Jahre Volksschule Solar City (Linz): Aus Anlass dieses Jubiläums schnupperten die Schülerinnen und Schüler zwei Tage lang Weltraumluft. Mit den Kinderaumanzügen, Mars Rover und Expertinnen und Experten des Österreichisches Weltraum Forums konnten nicht nur die Kinder für Raumfahrt begeistert werden.

Zieleworkshop 2013, Rakenstart (c) ÖWF (Stefan Hauth)

8 Zieleworkshop2013:  Im idyllischen Salzburg Ort Berndorf bei Salzburg fand der jährliche Zieleworkshop des Österreichischen Weltraum Forums statt. Neben Workshops kam auch der Teamgeist nicht zu kurz. So bereiteten Norbert Frischauf und Alexander Soucek einen Modellraketenstart vor. Foto: ÖWF (Stefan Hauth)

WSW2013 Eröffnung (c) ÖWF (Claudia Stix)

9 Alle Systeme auf “Go”: Anläßlich der World Space Week 2013 wurde in Innsbruck ein Missionskontrollzentrum eingerichtet. Zum Start der World Space Week wurden 20 Partner gebeten ihr “Go” zur World Space Week Mission zu übermitteln. Als Ehrengast anwesend: Österreichs bislang einziger Kosmonaut Franz Viehböck (hinten links sitzend) und World Space Week Executive Director Remco Timmermans (hinten rechts sitzend). Foto: ÖWF (Claudia Stix)

MCC während WSW2013

10 Missionskontrollzentrum bei Nacht: Ruhe nach dem Sturm. Während den Betriebszeiten des Missionskontrollzentrums wurden im Stundentakt Telecons mit Schulen, Vereine und Museen auf der ganzen Welt durchgeführt. Mehr als 80 Nationen beteiligten sich an der WSW, alleine auf Twitter erreichten wir mehr als 17 Millionen Menschen.

Audioversum Sounds of Space (c) Audioversum

11 Dangerzone: Im Innsbrucker Audioversum Science Center gibt es seit Anfang Dezember eine ÖWF-kuratierte Sonderaustellung zum Thema Sounds of Space. Unter anderem kann in der “Dangerzone” ein Raketenstart live miterlebt werden. Das Österreichische Weltraum Forum war beratend tätig und zeigt sich auch für die inhaltliche und technische Umsetzung der Ausstellung verantwortlich. Foto: Audioversum


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12 MARS2013 Camp “Wehyprecht” bei Nacht: Timelapse Aufnahme des Basiscamp der einmonatigen Mars Analogsimulation MARS2013 in der Nordsahara von Marokko. Video: ÖWF (Stefan Hauth)

June 30 2013

Die Mikroben, die aus der Kälte kamen

Ao. Univ.-Prof. Dr. Birgit Sattler von der Universität Innsbruck ist Leiterin der Arbeitsgruppe „Team Cyro“ und hat an zahlreichen Forschungsexpeditionen in die Arktis und Antarktis teilgenommen. Die Expeditionen dienen der Beschreibung von Extremhabitaten, in diesem Fall der „Kryosphäre“, die bisher durch die extremen Bedingungen als Lebensraum nicht in Betracht gezogen wurde.
Neben der Erforschung der Extremhabitate ist es das Ziel von Birgit Sattler, Extremregionen wie das Hochgebirge und die Polargebiete als hochsensible und klimarelevante Habitate zu positionieren und somit verstärkt Bewusstseinsbildung zu betreiben. Diese Aufklärungsarbeit richtet sich schwerpunktmäßig auch an die nächste Generation, indem SchülerInnen in die Forschung aktiv (Programm „Junge Uni“ und „Sparkling Science“) involviert werden.

Im Zuge des “Sparkling Science” Projekts “Cave Life” wurde während MARS2013 der L.I.F.E Laser erstmals eingesetzt. Der am Magma White Rover montierte Laser nahm Messungen an verschiedenen Gesteinsproben vor um Spuren von Leben zu entdecken. Nun wurde auch im Labor von Klemens Weisleitner Messungen an Gesteinsproben aus Marokko durchgeführt um die Messungen im Feld zu verifizieren.

L.I..F.E Laser in Aktion L.I..F.E Laser Nahaufnahme

Ansicht des L.I.F.E Systems im Labor. Zwei Laser werden über Spiegel und Linsen durch das Objektiv gelenkt. Die Probe wird zur Fluoreszenz angeregt. Dieses Licht gelangt durch das Objektiv zurück in das L.I.F.E System und wird von einer Kamera erfasst. Das Lasersignal selbst wird durch einen Filter vor der Kamera geblockt. Direkt vor der Kamera spaltet ein Prisma das Fluoreszenzsignal der Probe. Dadurch können unterschiedliche Fluoreszenzsignale nicht nur durch die Stärke der Fluoreszenz sondern auch in ihrer Wellenlängen-charakteristik voneinander unterschieden werden.
Während mit dem grünen Laser (532nm) Pigmente in Cyano-bakterien und Rotalgen nachgewiesen werden kann, regt der blaue Laser Chlorophyll zur Fluoreszenz an. Der große Vorteil dieses Systems liegt in seiner nicht invasiven Anwendung im Feld. Es ist nicht mehr zwingend notwendig, dass Proben aus dem Feld mitgenommen werden müssen. Der logistische Aufwand kann stark reduziert werden und der Lebensraum wird nicht gestört. Die Analyse im natürlichen Lebensraum ist aussagekräftiger als im Labor (Temperaturänderungen etc.).
(c) ÖWF (Klemens Weisleitner)

Birgit Sattler über ihre Forschung:

„Unser Bestreben ist es, die ökologische Relevanz von kalten Extremlebensräumen festzu-legen, um das Bewusstsein dafür mit Zahlen zu unterlegen. Gemeinsam mit Physikern aus den USA und der Universität Innsbruck wurde dazu eine neuwertige nicht-invasive Methode entwickelt, welche es uns ermöglicht, erstmals in sehr hoher Auflösung die mikrobielle Aktivität von vergletscherten bzw. verschneiten Flächen aus der Luft zu quantifizieren. Durch eine Laseranregung aus Flughöhe werden Signale photosynthe-tisch aktiver Pigmente im Eis wieder gesammelt und durch ein erfolgtes Kalibrations-system in Kohlenstoff pro Fläche umgerechnet.
Durch die zunehmende Gletscherschmelze werden mikrobielle Gemeinschaften im Eis aktiver, da mehr flüssiges Wasser für den Kreislauf zur Verfügung steht und somit wie-der Nährstoffe für tiefere Tallagen verfügbar gemacht werden. Dieses System L.I.F.E. (Laser Induced Fluorescence Emission) ist bislang einzigartig und kann über einen Modellhubschrauber gekoppelt mit einem Laser, Spektrophotometer sowie GPS etc. große Flächen scannen und somit die Reaktion der Gletscher auf den Klimawandel registrieren. Gletscher fixieren CO2, sie atmen durch die Algen an der Oberfläche, und die Mikroben können dort Schadstoffe abbauen, daher ist das Monitoring der Gletscher nicht nur bezüglich der Massenbilanz sondern auch der Ökologie äußerst wichtig.
Diese Methode ermöglicht es uns auch erstmalig, kontaminations- und manipulationsfrei arbeiten zu können, was einen enormen Gewinn für die Datenqualität und eine Novität für die ökologische Forschung in vereisten Habitaten darstellt.“

June 23 2013

Österreichisches Pressefoto des Jahres an Katja Zanella-Kux

Katja Zanella-Kux gewinnt mit einem außergewöhnlichen MARS2013 Bild „kick-off“ den österreichischen Preis für Pressefotografie „Objektiv“ in der Kategorie Wirtschaft. Der Preis wurde heuer bereits zum 8.ten Mal vergeben und zeichnet Fotografen in sechs Kategorien aus.

Das Foto zeigt Analog-Astronaut Luca Foresta während des viertätigen Aufenthalts in „Station Payer“ als er kurz nach Sonneuntergang den Sand der Sahara in die Luft schleudert.

Gewinnerbild Objektiv 2013 Kategorie Wirtschaft (c) ÖWF (Katja Zanella-Kux)

“Kick-off” Gewinnerbild des Objektiv 2013, Kategorie Wirtschaft von Katja Zanella-Kux Gewinner Objektiv 2013 (c) ÖWF (Katja Zanella-Kux)

Gernot Grömer, ÖWF Vorstand:

„Katja hat zurecht den Preis gewonnen. Sie begleitet das ÖWF seit 2010 und war im Februar 2013 gemeinsam mit uns 5 Wochen lang in der Nordsahara. Durch ihre Fotos bekommen die ÖWF Expedition ein Gesicht und vermitteln Faszination Mars Analog-Forschung. “

Wir gratulieren Katja ganz herzlich zum gewonnen Preis!

Gewinner Objektiv 2013 (c) APA-Fotoservice/Ludwig Schedl

Gewinner des Objektiv 2013: v.l.n.r. Michael Lang (APA-Chefredakteur), Ian Ehm (Kategorie-Sieger Kunst und Kultur), Christian Bruna (Kategorie-Sieger Chronik), Jürg Christandl (Kategorie-Sieger Innen- und Außenpolitik), Katja Zanella-Kux (Kategorie-Siegerin Wirtschaft), Heinz Stephan Tesarek (Gewinner des “Objektiv 2013″ sowie Kategorie-Sieger Fotoserien), Leonhard Foeger (Kategorie-Sieger Sport) und Peter Saak (Canon-Geschäftsführer).
(c) APA-Fotoservice/Ludwig Schedl

Alle Siegerbilder sind bei folgenden Ausstellungen zu sehen:

  • 19. Juni – 30. Juni 2013: Höhere Graphische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt, Leyserstraße 6, 1140 Wien
  • 01. Juli – 01. September 2013, Hauptbücherei, Urban-Loritz-Platz 2A, 1150 Wien
  • 02. September – 29. Oktober 2013: Concordia Presseclub, Bankgasse 8, 1010 Wien
  • 30. Oktober – 25. November 2013: Congress Innsbruck, Rennweg 3, 6020 Innsbruck
  • 26. November 2013 – 31. Jänner 2014: OÖ Presseclub im OÖ Kulturquartier, Ursulinenhof Foyer, Landstraße 31, 4020 Linz

May 29 2013

Science Conference MARS2013 – Ergebnisse der Marokko-Mission liefern neue Impulse für die Mars-Analogforschung

Im Februar dieses Jahres fand unter der Leitung des Österreichischen Weltraum Forums (ÖWF) ein Mars Analog-Feldtest mit internationaler Beteiligung in Marokko statt. Am 25. und 26. Mai präsentierten die Forscher die Ergebnisse der ersten Datenanalysen auf der „Mars2013 Science Conference“ an der TU Wien.

Über 100 Mitarbeiter aus 23 Nationen forschten in der Nordsahara im Rahmen einer groß angelegten Marssimulation. Dabei untersuchten 17 sorgfältig ausgewählte Experimente Arbeitsabläufe, Hardware und Sicherheitsaspekte einer zukünftigen bemannten Expedition zum Roten Planeten. Erstmals wurden etwa die Verzögerungsfaktoren gemessen, die ein Mars-Astronaut im Raumanzug gegenüber einem Feldforscher ohne Raumanzug hat. Im Schnitt benötigen die meisten typischen Aktivitäten 1,3mal so lange wie ohne Anzug.


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Trotz der Einschränkungen, welche die Feldarbeit unter Raumfahrtbedingungen mit sich bringt, und bewusst ohne Vorkenntnisse der lokalen Geologie konnten die Forscher in sehr kurzer Zeit Wasseraktivität in der Testregion nachweisen. Daraus lässt sich schließen, dass die Suche nach Wasser auf anderen Planeten mit einer Kombination aus Astronaut und Rover wesentlich schneller und erfolgreicher gelingen kann als mit ausschließlich robotischen Methoden.

Mit der Wärmebildmessung konnte eine neue Strategie zur Entdeckung von Höhleneingängen erfolgreich angewandt werden. Ebenso testeten Analogastronauten ein aufblasbares Notfall-Zelt für Astronauten von der Technischen Universität Wien und drei robotische Fahrzeuge.

Alain Souchier erklärt Cliffbot experiment (c) ÖWF (Rafael Stanuch)

Alain Souchier erläutert sein Cliffbot experiment (c) ÖWF (Rafael Stanuch)

Neu ist auch die Erhebung statistischer Daten über die Verletzungsrisiken bei Mars-Simulationen. Daraus soll in Zukunft eine Datenbank entstehen, welche eine Prognose von Verletzungsrisiken bei Feldversuchen ermöglicht. So haben Feldforscher ein etwa vierfach erhöhtes Verletzungsrisiko bei Bagatellverletzungen gegenüber dem Personal des Kontrollzentrums, während die Stressbelastung vergleichbar ist. Dr. Gernot Grömer, ÖWF-Vorstand resümiert: “MARS2013 hat gezeigt, dass auch ein kleines Land wie Österreich – hier zusammen mit Partnern aus 23 Nationen – wertvolle Beiträge in den spannendsten Bereichen der Raumfahrt liefern und damit die nächste Generation von Forschern inspirieren kann. Mit entsprechender politischer Unterstützung könnten wir damit einen Spitzenplatz in der europäischen Marsforschung anpeilen.” Insgesamt 50 Teilnehmer nahmen an den zahlreichen Fachvorträgen sowie an einem Plenary Workshop teil und verfolgten eine Liveschaltung zu dem „SpaceUp Paris“ im ESA Hauptquartier. Bereits im Vorfeld trafen sich die Leiter der beteiligten Forschungseinrichtungen und diskutierten eine verstärkte Positionierung von Analogforschung in den Weltraumwissenschaften.

Puli Rover & Aouda.X (c) ÖWF (Katja Zanella-Kux)

Ungarischer Google Lunar X-Prize Rover mit dem Aouda.X Mars-Anzug. (c) ÖWF (Katja Zanella-Kux)

Die Forscher werden ihre Erfahrungen aus der Mars2013-Mission nun in die Entwicklungsarbeit weiterer Projekte für bemannte Marsexpeditionen einfließen lassen. Einige Teilnehmer werden ihre Ergebnisse außerdem in einer Special Edition des renommierten Fachjournals “Astrobiology” publizieren. Einzigartiges Bildmaterial von der Expedition finden Sie hier: mars2013.oewf.org

February 28 2013

MARS2013 Menschen: Jane MacArthur aus Grossbritannien

INTERVIEW mit JANE MacARTHUR aus GROSSBRITANNIEN

(c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

(c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

Team & Aufgabe(n)

Jane MacArthur aus Großbritannien ist Teil des Remote Science Support (RSS) Teams während der MARS2013 Mission und Principal Investigator (PI) für das MEDIAN Experiment. Ihr Team erhält wissenschaftliche Daten direkt von der Mission in Marokko und koordiniert die Verbreitung und Analyse dieser Daten  mit den PIs der verschiedenen Experimente. Für einige den internen ÖWF-Experimente, vor allem für geologische Untersuchungen, erstellt das RSS-Team detaillierte Karten auf Basis  der erhaltenen Daten.

Weltraum & MARS2013

Was war dein erster Kontakt mit dem Thema Weltraum / Astronomie / Analogforschung?

Ich habe als Teenager alles über den Weltraum verfolgt, was ich verfolgen konnte, und war schon als kleines Kind vom Nachthimmel begeistert. Aber erst der Besuch eine Space Shuttle Start im Juli 2011 war ausschlaggebend darin, daß ich mich um ein Platz beim UCL (University College London) beworben habe und das Masterstudium in Planetenwissenschaften im September 2012 begann. 

Wann hast du erfahren, dass es das ÖWF gibt?

Ich bin Jan Klauck, vom ÖWF Berlin, beim ISS Symposium Mai 2012 in Berlin begegnet. Um Teilnahme beim Symposium habe ich mich beworben, nachdem ich ein Tweet eines Freundes darüber gesehen habe.

Wie hast du von der  “MARS2013” Mission gehört?

Jan hat mir vom „Announcement of Opportunity“ für MARS2013 erzählt, und daß das ÖWF auch sehr gern Studenten an Bord haben möchten. Als ich wusste, dass ich einen MSc in September anfangen würde, habe ich mit einem anderen Weltraum-Freund, Nick Howes, gesprochen, der diese großartige Idee für ein Mars-Experiment hatte, und so war MEDIAN geboren.

Warum hast du dich dafür entschieden, daran teilzunehmen?

Für mich war es eine tolle Möglichkeit, ein Experiment für ein Mission zu entwerfen, aufzubauen und zu testen, und dazu auch noch mein weiteres geologisches Wissen für mit Hilfe des RSS-Team zu verbessern.

Was war dein erster Eindruck von der Arbeit mit dem ÖWF-Team?

Eine großartige, internationale Mischung von begeisterten und engagierten Menschen.

Was ist dein persönliches Ziel für diese Mission?

Nützliche Daten für mein Experiment zu sammeln, so viel wie möglich von den anderen Experimenten, Karten- und geologischen Projekten zu lernen, die Prozeduren und das Teamwork, die für so eine umfangreiche Mission notwendig ist, zu erleben, und auch viele neue Menschen mit ähnlichen Interessen zu kennenzulernen.

Beruf, Freizeit & Familie

Das mache ich beruflich:

Ich bin staatlich geprüfte Bilanzbuchhalterin, freischaffende Violinistin und habe meine eigene Firma mit mehr als 140 Kunden. Gleichzeitig studiere ich in nebenbei für einen MSc in Planetenwissenschaften beim University College London. Außerdem bin ich qualifizierte Fitnesstrainerin, Crossfittrainerin und Sportmasseurin.

Ein typischer Tag in meinem Leben sieht so aus:

Es gibt keinen “typischen Tag” in meinem Leben. Einen großer Teil meiner Zeit verbringe ich vor dem Computer, außer wenn ich Unterricht oder Kundenbesprechungen habe. Ich versuche dreimal pro Woche ins Fitnessstudio zu gehen, ab und zu ein Konzert zu spielen, mich mit Freunden zu treffen usw.

So verbringe ich meine Freizeit:

Ich habe fast keine Freizeit, wenn ich welche hätte, dann würde ich Salsa tanzen gehen.

Meine Freunde würden mich so beschreiben:

Es hängt davon ab, welche Freunde von mir sprechen, weil nicht viele Leute wissen alles, was ich so treibe … Verrückt, zuverlässig, vertrauenswürdig, man weiß nie, was sie nächstes tut…

Ich über mich

Diese Dinge sind mir wichtig:

Lernen, Freizeit, gute Freunde, Sport, Musik, Salsa.

Was mich verrückt macht:

Wertende Menschen.

Etwas, das ich niemals tun würde:

Alles was mit einem Todesrisiko höher als 20% verbunden ist. Ich bin auch nicht sicher, ob man mich zum Fallschirmspringen überreden könnte.

Um mich zu entspannen, brauche ich unbedingt:

Eine Massage und keine dringenden Abgabetermine.

Dafür lasse ich alles stehen und liegen: 

Die Antarktis zu besuchen.

Etwas, das mein Leben verändert hat:

Beim letzten Start des Space Shuttles und danach beim ATV-Tweetup teilzunehmen.

Ziel(e) & Motto

Etwas, das ich gerne lernen oder erreichen würde:

Ich möchte gerne alles lernen. Aber das ist unmöglich, daher gebe ich mich damit zufrieden, so viel Wissenschaft wie möglich zu lernen, damit ich die großen Fragen besser verstehe, und sollte das nicht möglich sein, zumindest die Antworten darauf.

Mein Motto / Ein Sprichwort,mit dem ich mich identifizieren kann:

„Die Idee ist, so spät wie möglich jung zu sterben.”  “Und am Ende sind es nicht die Jahre in deinem Leben, die zählen. Es ist das Leben in deinen Jahren“

 

MARS2013 Bild des Tages

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Ein Schritt näher. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

18 Tag 18: 28. Februar 2013
Menschen. Eine erfolgreiche Mission MARS2013 geht zu Ende. Wir möchten allen Beteiligten unseren Dank aussprechen: allen Freiwilligen, unseren Sponsoren, unseren Spendern, und dem Volk von Marokko – welches eine wunderbarer Gastgeber war. Wir sind dem Mars ein Schritt näher gekommen! (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

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Wohin führt unsere Reise? (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

17 Tag 17: 27. Februar 2013
Wohin gehen wir? Der Weg in die Zukunft ist ungewiss für die Menschheit. Aber genauso wie unsere Vorfahren die sicheren Höhlen für neue Welten verlassen haben, werden auch wir weitergehen, trotz der Risiken und Zweifel. Neugier und Notwendigkeit werden uns motivieren, dass Weltall zu erforschen. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

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MARS2013 reist um die Welt. (c) OeWF

16 Tag 16: 26. Februar 2013
MARS2013 reist um die Welt. Wenn wir zu fremden Welten in unserem Sonnensystem reisen wollen, müssen wir zuerst Plätze auf der Erde besuchen. Muhammad Shadab Khan, ein Voluntär bei MARS2013, gibt eine Präsentation über unsere Feldsimulation in Marokko für Studenten am „Babu Banarasi Das National Institute of Technology and Management” in Indien. Schülern und Studenten neue Welten und Ideen zu offenbaren, ist die beste Investition, die wir in die Zukunft der Weltraumforschung machen können. (c) OeWF

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Ein einfaches Rad hilft bei der Erforschung des Mars. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

15 Tag 15: 25. Februar 2013
Ein einfaches Rad hilft bei der Erforschung des Mars. Die ersten Beweise zur Existenz des Rades als Hilfsmittel datieren 8000 Jahre zurück. Im CLIFFBOT Experiment heute werden für einen Roboter zwei Räder benutzt, um schwer zugängliche Stellen auf einem fremden Planeten zu erreichen und geologisch interessante Schichten zu untersuchen. Wir fragen uns: Was werden wir in 8000 Jahren benutzen? (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

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Ein unüberwindbares Hindernis? (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

14 Tag 14: 24. Februar 2013
Es ist weit auf die andere Seite, oder? Dieser Graben scheint ein schwierig zu meisterndes Hindernis für den Analog Astronauten zu sein, genau wie die Entfernung zwischen der Erde und Mars. Wir haben schon Rovers dorthin entsandt aber Menschen auf den Mars zu transportieren, ist bis jetzt ein unüberwindbares Problem. Was brauchen wir? Bessere Raketen oder die unbedingte Entschlossenheit, zum Mars zu wollen? (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

Ein Analog-Astronaut überquert eine Salztonebene. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

Ein Analog-Astronaut überquert eine Salztonebene. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

13 Tag 13: 23. Februar 2013
Ein Analog-Astronaut im Aouda.X Raumanzug-Simulator überquert eine Salztonebene in der Nähe von Station Payer. Die Oberfläche weist das markante Muster eines ausgetrockneten Sees auf. Satellitenbilder von dem Mars Global Surveyor und dem Mars Reconnaissance Orbiter zeigen ähnliche Muster in Kratern auf der Oberfläche von Mars – möglicherweise Beweis dafür, dass flüssiges Wasser einmal auf dem Planeten existiert haben könnte. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

Nachthimmel über Camp „Weyprecht" (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

Nachthimmel über Camp „Weyprecht” (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

12 Tag 12: 22. Februar 2013
Klarer Nachthimmel über Camp „Weyprecht“. Im Vergleich zu europäischen Städten gibt es in Marokko kaum Lichtverschmutzung. Für die „Globe at Night“ Beobachtungen wurden im Camp die großen Scheinwerfer ausgeschalten, um den Nachthimmel in seiner ursprünglichen Schönheit zu betrachten. Nicht nur die Milchstraße leuchtet in einer selten gesehenen Helligkeit, auch den Kleinen Waagen kann man klar erkennen. Im Vordergrund misst der ungarische Hunveyor Lander aktuelle Wetter- und Umweltdaten. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

Das Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine. (C) OeWF (Katja Zanella-Kux)

Das Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine. (C) OeWF (Katja Zanella-Kux)

11 Tag 11: 21. Februar 2013 Das Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine ist ein wichtiges Thema für zukünftige Marsmissionen und Grund für mehrere Experimente bei MARS2013. Wir müssen testen und verbessern, wie wir optimal mit Rovern und Robotern auf planetarischen Missionen zusammenarbeiten können. Hier folgt der Analog Astronaut dem Magma Rover, der mit einem Laser ausgestattet ist, um mikrobielles Leben zu entdecken. Die kurze Antwort ist: Wir brauchen uns gegenseitig. Die lange Antwort ist: Wir brauchen uns gegenseitig. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

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Der Rote Planet. (C) OeWF (Katja Zanella-Kux; False-colored OeWF)

10 Tag 10: 20. Februar 2013 Der Rote Planet. Unser Nachbarplanet Mars hat seinen Spitznamen von dem relativ hohen Anteil von Eisenoxiden, also Rost, im Staub und in Steinen welches über Jahrmillionen produziert wurde und in unterschiedlich dicken Schichten die Oberfläche bedeckt. Der Analog Astronaut ist hier auf dem Weg die Gegend zu erforschen. Was ist in dem Graben? Was erwartet ihn hinter dem Hügel? Die Menschheit will Antworten. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux; False-colored OeWF)

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Nichts entgeht uns. (c) OeWF

9 Tag 9: 19. Februar 2013 Nichts entgeht uns. Um Forschung ernsthaft zu betreiben braucht man akribische Fähigkeiten zum Aufzeichnen von Daten und Beobachtungen. In diesem „Bild des Tages“ zeigen wir Ihnen einen kleinen Kartenausschnitt mit allen Experimenten und Abläufen, die in einem 2 mal 2 Kilometer kleinen Forschungsgebiet durchgeführt worden sind. Die Wüste war niemals bunter. (c) OeWF

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Ein buntes Vorhaben. (c) OeWF (Matthias Schmitt)

8 Tag 8: 18. Februar 2013 Ein buntes Vorhaben: Menschen, Zeitdauer und Mittel. Zeit und Ressourcen auf dem Mars sind kostbares Gut und deshalb muss diese Mission bis ins kleinste geplant werden. Das Flightplan Team ist die Verbindung zwischen Wissenschaftlern und den Flight Controllern. Sie nehmen die Vorgaben und Anfragen von Wissenschaftsteams und erstellen einen Arbeitsplan. Damit erhalten die Astronauten genügend Zeit und die notwendigen Mittel für eine erfolgreiche Ausführung. (c) OeWF (Matthias Schmitt)

Analog-Astronauten Luca Foresta (li) und Daniel Schildhammer (re). (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

Analog-Astronauten Luca Foresta (li) und Daniel Schildhammer (re). (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

7 Tag 7: 17. Februar 2013
Aufbruch in ein neues Abenteuer. Luca Foresta (links) und Daniel Schildhammer (rechts) sind zwei von insgesamt drei Analog-Astronauten bei MARS2013. Luca wird heute gemeinsam mit drei Feld-Crew Mitgliedern in den Süden aufbrechen zur Station „Payer“. 80 km vom Camp „Weyprecht“ entfernt, wird drei Tage lang mit dem Aouda.X Mars Simulationsanzug die südliche Gegend erforscht. Eine echte Herausforderung für das gesamte MARS2013 Team in Marokko und Innsbruck. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

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Marsforscher in einer fremden Welt. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

6 Tag 6: 16. Februar 2013
Marsforscher in einer fremden Welt. Auch unser Heimatplanet Erde bietet eine Vielfalt von zu entdeckendem Neuen und Marokko mit seiner reichhaltigen Kultur ist keine Ausnahme. Aus Anlass des traditionellen „Captain’s Dinner“ luden unsere großzügigen Gastgeber zur Vorführung eines landesüblichen Tanzes ein. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

Flight Director Assistant Michael Taraba; Johannes Ellmerer, Geschäftsführer der Rettung Innsbruck; Flight Director Alexander Soucek; Counselor Kamal Arifi, Vertreter der Marokkanischen Botschaft (v.l). (c) OeWF (Paul Santek)

Flight Director Assistant Michael Taraba; Johannes Ellmerer, Geschäftsführer der Rettung Innsbruck; Flight Director Alexander Soucek; Counselor Kamal Arifi, Vertreter der Marokkanischen Botschaft. (c) OeWF (Paul Santek)

5 Tag 5 : 15. Februar 2013
Ehrengäste im Mission Support Center: Flight Director Assistant Michael Taraba;  Johannes Ellmerer, Geschäftsführer der Rettung Innsbruck und “Hausherr” des MSC; Flight Director Alexander Soucek; Counselor Kamal Arifi, Vertreter der Marokkanischen Botschaft  (v.l.).

Vizekanzler Außenminister Dr. Michael Spindelegger und Tirols Landeshauptmann Günther Platter übermittelten ihre Grußbotschaft und besten Wünsche an das MARS2013 Team; sie konnten aus terminlichen Gründen am “landing day” nicht teilnehmen. (c) OeWF (Paul Santek)

Aouda.X wird mit Terbium-Mikrokügelchen kontaminiert. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

Aouda.X wird mit Terbium-Mikrokügelchen kontaminiert. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

4 Tag 4 : 14. Februar 2013
Am Aouda.X Raumanzug Simulator (im Vordergrund) werden teilweise Terbium-Mikrokügelchen aufgebracht. Danach wird der Analog-Astronaut einige Proben aus der Umgebung aufnehmen. Die Proben werden dann auf Spuren der Terbium-Mikrokügelchen untersucht, um festzustellen, ob eine Übertragung (Kontamination) während der Aufnahme der Proben stattgefunden hat. Diese Experiment wurde vom Jet Propulsion Laboratory der NASA entwickelt und hat zum Ziel die Übertragungswege und -häufigkeit auf Proben zu messen um für zukünftige Marsmission die Kontaminationsproblematik reduzieren zu können. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

Aouda.X führt ein geologisches Experiment durch.

Aouda.X führt ein geologisches Experiment durch. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

3 Tag 3 : 13. Februar 2013
Homo Faber erforscht den Mars. Während eines EVAs (Außenbordaktivität) benutzt der Analog Astronaut im experimentellen Raumanzug Aouda.X einen einfachen Hammer, um “Marsgestein” für ein geologisches Experiment zu zerkleinern. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

Das gesamte Team des Mission Support Center in Innsbruck während des Telefonanrufs von Astronaut Chris Hadfield.

Das gesamte Team des Mission Support Center in Innsbruck während des Telefonanrufs von Astronaut Chris Hadfield.

2 Tag 2 : 12. Februar 2013
Gelungene Überraschung im Mission Support Center in Innsbruck, sowie für das Team in Marokko. Eine Stunde vor dem Beginn der Simulation rief uns Astronaut Chris Hadfield direkt von der Internationalen Raumstation an, um uns alles Gute für den Start der Simulation zu wünschen. Das gesamte Team in Innsbruck und Marokko war begeistert. Danke Chris Hadfield und wir wünschen dir auch eine erfolgreiche Mission.
(c) OeWF (Paul Santek)

&Oouml; Fahne wird in den analogen Marssand in Marokko gesteckt. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

Aufstellen der ÖWF Fahne in den analogen Mars Sand. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

1 Tag 1 : 11. Februar 2013
Wir sind erfolgreich auf dem “Mars” gelandet! Der Analog Astronaut Daniel Schildhammer im Aouda.X Raumanzugsimulator äußerte die folgenden Worte zum Auftakt der Simulation: “Zu glauben, dass eine kleine Gruppe von ambitionierten Menschen die Welt nicht verändern kann, ist ein Fehler. In Wirklichkeit ist dies die einzige Art und Weise, in der etwas geschieht.” (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

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February 21 2013

MARS2013 Menschen: Alain Souchier aus Frankreich

INTERVIEW mit ALAIN SOUCHIER aus FRANKREICH

(c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

(c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

Team & Aufgabe(n)

Alain Souchier kommt aus Frankreich und ist Präsident der französischen Landesgruppe der „Mars Society.“ Er nimmt an MARS2013 als einer der vielen Projektleiter der wissenschaftlichen Experimente mit dem Projekt CLIFFBOT Rover teil. Alain war in der ersten Simulationswoche vor Ort in Marokko sein, um dessen Funktionstüchtigkeit zu prüfen und steht nun — falls nötig — für Problemlösungen während der Simulation zur Verfügung.

Weltraum & MARS2013

Was war dein erster Kontakt mit dem Thema Weltraum / Astronomie / Analogforschung?

Ich war schon als Kind an Astronomie interessiert und habe mich 1957, mit 10 Jahren, der Luftfahrttechnik angenommen, als der Wettlauf ins All begann. 

Wann hast du erfahren, dass es das ÖWF gibt?

Hauptsächlich durch die AustroMars Mission bei der MDRS (Mars Desert Research Station).

Wie hast du von der  “MARS2013” Mission gehört?

Durch Gespräche bei der Dachstein Mission

Warum hast du dich dafür entschieden, daran teilzunehmen?

Es ist eine Weiterführung der CLIFFBOT Experimente, die von mir (und vielen anderen) 2002 und 2006 in Utah und dann am Dachstein 2012 durchgeführt wurden. Und ich möchte die Öffentlichkeitsarbeit für die “Planète Mars“ Vereinigung im besonderen und die Marsforschung im allgemeinen  fördern.

Was war dein erster Eindruck von der Arbeit mit dem ÖWF-Team?

Ich sah den Professionalismus, die Anzahl der mitarbeitenden Leute als auch die Logistik und die technische Ausstattung. Es hilft auch, gute Beziehungen zu den Leuten zu haben. ☺

Was ist dein persönliches Ziel für diese Mission?

Datensammlung für das CLIFFBOT Experiment, Spaß, etwas mehr über Simulationsabläufe und –aktivitäten durch aktive Teilnahme zu lernen und Material für die Öffentlichkeitsarbeit zurückzubringen (Photos, etc) um Marsforschung zu fördern.

Beruf, Freizeit & Familie

Das mache ich beruflich:

Nachdem ich 40 Jahre als Ingenieur damit verbrachte, für die Ariane Flüssigkeitsraketenstufen zu entwickeln, bin ich nun im Ruhestand und berate meinen ehemaligen Arbeitgeber bei Raketenantrieben und Startsystemen. Zusätzlich bin ich Präsident der französischen Landesgruppe der „Mars Society.“

Ein typischer Tag in meinem Leben sieht so aus:

Kein Tag läuft normal ab. Beratung, Post beantworten, für die „Planète Mars“ Vereinigung Sachen erledigen, News auf unserer Webseite veröffentlichen, Präsentationen für Kongresse oder Publikationen erstellen, Reisen, Meetings für Beratungsprojekte oder Kongresse; technische Artikel für Beratungstätigkeiten schreiben.

So verbringe ich meine Freizeit:

Die Definition von “Freizeit” wird eine ganz andere, wenn man (teilweise) im Ruhestand ist.

Familienstand:

Verheiratet, vier Kinder.

Meine Freunde würden mich so beschreiben:

Fragen sie meine Freunde (erinnern Sie mich daran, meine Frau zu fragen).

Ich über mich

Was mich verrückt macht:

Wenn etwas nicht funktioniert oder Dinge verloren gehen.

Etwas, das ich niemals tun würde:

Nur etwas Schlimmes (Hoffentlich).

Eine wichtige Sache, die andere Leute über mich wissen sollten:

Normalerweise wissen die das schon.

Um mich zu entspannen, brauche ich unbedingt:

Neun Stunden Schlaf.

Dafür lasse ich alles stehen und liegen: 

Ins Weltall zu fliegen und… (das ist geheim).

Etwas, das mein Leben verändert hat:

Neben dem Wettlauf ins Weltall 1957? Ist Verheiratet zu sein eine gültige Antwort?

Was ist das Ungewöhnlichste, Herausforderndste, Aufregendste, Beängstigendste, Witzigste, das du jemals erlebt hast?

176 Zero G Parabolflüge, MDRS (Mars Desert Research Station) Simulationen, der Apollo 16 Start und der erste der Ariane 1 (und folgende, inklusive Fehlstarts), tolle Erinnerungen ans Tauchen oder Skitouren. 

Ziel(e) & Motto

Etwas, das ich gerne lernen oder erreichen würde:

Natürlich ins Weltall zu fliegen aber auch einen kleinen Teil dazu beitragen, das Weltall und die Weltraumforschung zugänglicher zu machen,  ist schon ausreichend.

Mein Motto / Ein Sprichwort,mit dem ich mich identifizieren kann:

“Niemals aufgeben, sich niemals ergeben”…  nur ein Witz. Ich hab noch einen über die Erde: “Ein Planet, auf dem Wasser in flüssiger Form zu Boden fällt, kann gar nicht so schlecht sein.”

 

February 19 2013

MARS2013 Menschen: Roberta Paternesi aus Italien

INTERVIEW mit ROBERTA PATERNESI aus ITALIEN

(c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

(c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

Team & Aufgabe(n)

Roberta Paternesi wurde in Rom geboren und lebt seit drei Jahren in Noordwijk, in den Niederlanden. Sie führt während der MARS2013 das SDO (Science Data Officer) Team an und kümmert sich um alle Daten, die von den unterschiedlichen Experimenten generiert werden. Sie gewährleistet die Verfügbarkeit aller Daten für zukünftige Analysen und den reibungslosen Datenaustausch zwischen den Teams im Mission Support Center und den Projektleitern weltweit.

Weltraum & MARS2013

Was war dein erster Kontakt mit dem Thema Weltraum / Astronomie / Analogforschung?

Ich habe mich schon immer sehr leidenschaftlich für Astronomie interessiert, da ich als Kind die Sommerferien mit meiner Familie im Landhaus meiner Tante in Tarquinia verbracht habe. Dort war die Zeit im 18. Jahrhundert stehen geblieben: kein Strom, Brunnenwasser, Früchte und Gemüse vom Feld vor dem Haus. Es war alles sehr märchenhaft. Und dort waren die Nächte besonders dunkel und die Sterne am Himmel haben sehr geglänzt und waren total fesselnd. Jedes Wochenende hat uns mein Vater besucht – er hat unter der Woche in der Stadt gearbeitet – und es war ein Brauch, dass wir nach dem Abendessen unsere Stühle nahmen, uns raussetzten und den Himmel nach Sternschnuppen abgesucht haben. Diese Faszination hat mich nicht verlassen! In den letzten Jahren hatte ich das Glück meinen Informatikjob im Directorate of Science and Robotic Exploration der Europäischen Weltraumbehörde auszuüben, wo ich die Möglichkeit habe,  zur Astronomie und zu Erkundungsmission des Sonnensystems beizutragen. Was will ich mehr? ☺

Wann hast du erfahren, dass es das ÖWF gibt?

Davon habe ich von meinen guten Freund Alexander Soucek gehört, lange bevor wir mehr als gute Freunde wurden. Durch ihn erfuhr ich über die Aktivitäten des ÖWF und dessen PolAres Programm und seine Analogmissionen. Mich hat die Professionalität und der Enthusiasmus beeindruckt, mit denen das ÖWF seine Ziele verfolgt und ich wollte unbedingt dabei sein (was mir letztendlich auch gelang!).

Wie hast du von der  “MARS2013” Mission gehört?

Meine erste Tätigkeit beim ÖWF war als Science Data Officer bei der Dachstein Mission im April 2012. Beim ÖWF schaut man immer nach vorne zur nächsten Herausforderung, dem nächsten Abenteuer. Am Ende der Dachstein Mission begannen wir schon Schritte für MARS2013 zu planen und wir alle wollten dabei sein.

Warum hast du dich dafür entschieden, daran teilzunehmen?

Weil ich einfach nicht anders konnte! Es ist fantastisch zu solch einem Projekt beizutragen, wo mit einem kleinen Budget aber einer Menge Leidenschaft, Kompetenz und Enthusiasmus seriöse und wichtige Forschung betrieben wird.

Was war dein erster Eindruck von der Arbeit mit dem ÖWF-Team?

Leidenschaft und Enthusiasmus. Ich weiß, ich wiederhole mich, aber was mich an dieser Organisation anzieht sind genau diese Dinge. Denn ich gewinne während der ÖWF Aktivitäten immer viel mehr Energie als ich investiere, sogar an langen und intensiven Projekt-Tagen.

Was ist dein persönliches Ziel für diese Mission?

Unterschiedliche Aspekte von Tätigkeiten zu erforschen, die sehr viel Ähnlichkeit mit meiner Arbeit haben und durch die ich mich inspirieren lassen kann.

Beruf, Freizeit & Familie

Das mache ich beruflich:

Ich arbeite bei der Europäischen Weltraumorganisation ESA in den Niederlanden als Informatikerin im „Directorate for Science and Robotic Exploration“ (SRE). In wenigen Worten: Ich manage die Informationstechnologie, welche die Astronomie und Planetarische Missionen unterstützt und stelle technische Lösungen zur Verfügung, um Aufgaben im Zusammenhang mit dem Bau und dem Start von Satelliten zu vereinfachen.

Ein typischer Tag in meinem Leben sieht so aus:

Mein Tag beginnt mit meinem Frühstück, das mir heilig ist. Ich könnte mich bei allem anderen beeilen aber ich brauche mindestens 15 Minuten, um meine Frühstückscerealien und ein Jogurt zu essen und meinen Grünen Tee zu trinken. Dann geht’s zur Arbeit: Wenn die Temperaturen mitspielen, ich motiviert bin und meine Faulheit es erlaubt, mit meinem Fahrrad. Ich bin normalerweise zwischen 8:00 und 8:30 bei der Arbeit und trinke mit meinen Arbeitskollegen eine Tasse Kaffee, wobei wir den Status von unseren Aktivitäten besprechen und Pläne für die kommenden Tage machen. Oder manchmal plaudern wir einfach über’s Leben, das Weltall und alles andere. Am Abend koche ich dann ein schönes Abendessen, dann schaue ich mir eine Folge von Raumschiff Enterprise an – ich liebe die Serie „The Next Generation“. Bevor ich das Licht ausmache, schmökere ich ein bisschen in den zwei, drei, vier Büchern, die ich gleichzeitig lese, wobei sich die Auswahl nach der jeweiligen Tagesstimmung richtet.

So verbringe ich meine Freizeit:

Meistens Reisen, normalerweise zwischen Holland, Italien und Österreich. Manchmal etwas weiter weg. In Holland fahre ich viel Rad, erforsche die Gegend oder mache lange Spaziergänge an den weiten Stränden der Nordseeküste.

Familienstand:

In einer Beziehung.

Meine Freunde würden mich so beschreiben:

Sie sagen oft, dass ich sehr farbenprächtig bin.

Ich über mich

Diese Dinge sind mir wichtig:

Die Menschen, die ich liebe, die Menschen die ich mag, die Menschen die ich treffe. Eine riesengroße Honigmelone im Hochsommer; starke, wunderbare Bäume; die Winde an der Nordsee, die Frühlingssonne in Rom; die Herbstfarben.

Was mich verrückt macht:

Leute, die sich ständig beschweren.

Etwas, das ich niemals tun würde:

Etwas, das ich gelernt habe, ist, niemals nie zu sagen. Ich habe einmal gesagt, dass ich nie in einem Segelflieger fliegen würde und zwei Jahre später habe ich darum gebettelt das tun zu dürfen (und es auch gemacht).

Eine wichtige Sache, die andere Leute über mich wissen sollten:

Ich habe die Neigung ein bisschen zu organisiert zu sein.

Um mich zu entspannen, brauche ich unbedingt:

Gute Gedanken.

Dafür lasse ich alles stehen und liegen: 

Nutella! Ich bin davon total abhängig.

Etwas, das mein Leben verändert hat:

Einer Theatergruppe beizutreten, vor einigen Jahren.

Was ist das Ungewöhnlichste, Herausforderndste, Aufregendste, Beängstigendste, Witzigste, das du jemals erlebt hast?

Skifahren! Oh mein Gott! Ich habe damit vor drei Jahren angefangen, und es war eine wahnsinnige Erfahrung. Nun denken Sie: Wunderschön…Nein, Ich meine wirklich unglaublich: Ich konnte gar nicht glauben, dass ich auf Skiern stand! Um ehrlich zu sein, habe ich mich überhaupt nicht bewegt, ich stand nur da. Aber wie sagt man so schön: Es war ein Anfang, oder nicht? 

Ziel(e) & Motto

Etwas, das ich gerne lernen oder erreichen würde:

Niederländisch! Ich wohne schon seit Jahren in diesem Land und ich kann nicht erklären, warum mir diese Sprache aus dem Weg geht. ☺ Ich habe es geschafft Englisch, Französisch, Spanisch und Deutsch zu lernen, aber Niederländisch kann ich einfach nicht packen…;)

Mein Motto / Ein Sprichwort,mit dem ich mich identifizieren kann:

Auf Italienisch heißt es “Meglio vivere di rimorsi che di rimpianti” aber ist schwer ins Deutsche zu übersetzen, da rimorsi und rimpianti beide “Bedauern” bedeuten. Die beste Übersetzung ist: “Es ist besser, zu bedauern etwas getan zu haben, als zu denken: Hätte ich doch nur…”

 

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Schweinderl