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January 19 2014

ÖWF Polarsternpreis 2014: Gesucht Menschen, die für Weltraum begeistern

Jetzt bewerben – zur Online Bewerbung

2014 sucht das Österreichische Weltraum Forum erneut nach Menschen, die für den Weltraum begeistern. Ab sofort können Kandidatinnen und Kandidaten für den österreichweit, einzigartigen Polarsternpreis nominiert werden. 

ÖWF Polarsternpreis 2013 - Visualisierung von Artica (c) stg123

Der Polarsternpreis zeichnet Personen aus, die sich durch persönliches Engagement, zukunftsweisende Projekte und durch außergewöhnliche Leistungen im Dienste der österreichischen Weltraumaktivitäten engagieren.

“Wir haben in den letzten Jahren fünf inspirierende Menschen mit der Polarsternpreis Trophäe auszeichnen können, um so mehr freut es mich, dass wir diesen einzigartigen Preis auch 2014 weiterführen können. Ich freue mich schon auf die Bewerbungen.”,

meint Olivia Haider, ÖWF Vorstand und Initiatorin des Polarstern-Preises.

Polarsternpreis 2013 ergeht an Othman Mazlan

ÖWF Vorstand Dr. Gernot Grömer (re) überreicht Dr. Mazlan Othman (li) den Polarsternpreis 2013

Erstmals wurde der Polarsternpreis 2009 vergeben. Erster Preisträger war Michael Köberl, passionierter Sammler von Objekten aus dem Raumfahrtbereich, der seine Exponate einem
breiten Publikum zugänglich macht. Im darauffolgenden Jahr erhielt Maria Pflug-Hofmayr, Weltraumredakteurin, Mitbegründerin von Der-Orion.com und Übersetzerin von „Astronomy picture of the day“, die ÖWF Trophäe. 2011 ging der Preis an Barbara Imhof, die als Weltraumarchitektin und Designerin auch immer wieder die Jüngsten für den Weltraum interessiert. 2012 wurde Dr. Dietmar Hager, Unfallchirurg und begeisterter Astrofotograf, prämiert. Er begeistert nicht nur immer wieder durch seine Vorträge, sondern engagiert sich auch gegen die Lichtverschmutzung. Der Jubiläums-Polarsternpreis 2013 ging an Dr. Mazlan Othman: Astrophysikerin. Weltraumadvokatin. Direktorin des UN Büros für Weltraumfragen. Frau Othman hat sich seit ihrer Studienzeit im Weltraumsektor engagiert und gehört weltweit zu den angesehendsten Persönlichkeiten in diesem Sektor.

“Wir suchen die Menschen, die sich ohne Auftrag, ohne Belohnung aber mit Herzblut für Astronomie und Raumfahrt engagieren. Wenn Sie sich angesprochen fühlen oder einen Menschen kennen, auf den diese Beschreibung zutrifft, laden wir Sie zur Nominierung für den Polarsternpreis 2014 ein. Wir freuen uns auf Ihre Geschichte! “,

erklärt Dr. Gernot Grömer, ÖWF Obmann.

Die Nominierung der Kandidaten kann durch Eigennominierung, Fremdnominierung oder durch direkte Auswahl einer geeigneten Person durch die Jury erfolgen. Der Preis besteht aus einer Trophäe, einem Betrag von € 800,00 und der Veröffentlichung des Preisträgers bzw. der Preisträgerin. Der Polarstern ist ein Symbol für richtungsweisende Ideen – genau so, wie die Preisträger für Ideenführerschaft, Initiative und Eigenmotivation stehen.

Der Preis kann nur an physische Personen verliehen werden, die Vergabe ist nicht an Nationalität, Beruf, Geschlecht oder Sprachzugehörigkeit gebunden. Die Ausschreibungsfrist endet am 15. März 2014 (Datum des Einlangens beim ÖWF). Die Bekanntgabe des Gewinners und die Verleihung des Preises erfolgt am 12. April 2014 im Rahmen der Yuris Night 2014 im Naturhistorischen Museum Wien.

Interesse?
Falls Sie sich oder jemanden aus Ihrem Umfeld für den Polarstern-Preis bewerben möchten, füllen Sie bitte die Online-Bewerbung aus, in dem Sie uns über die Projekte, Initiativen oder herausragenden Personen auf dem österreichischen Weltraumsektor berichten.

February 28 2013

MARS2013 Menschen: Jane MacArthur aus Grossbritannien

INTERVIEW mit JANE MacARTHUR aus GROSSBRITANNIEN

(c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

(c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

Team & Aufgabe(n)

Jane MacArthur aus Großbritannien ist Teil des Remote Science Support (RSS) Teams während der MARS2013 Mission und Principal Investigator (PI) für das MEDIAN Experiment. Ihr Team erhält wissenschaftliche Daten direkt von der Mission in Marokko und koordiniert die Verbreitung und Analyse dieser Daten  mit den PIs der verschiedenen Experimente. Für einige den internen ÖWF-Experimente, vor allem für geologische Untersuchungen, erstellt das RSS-Team detaillierte Karten auf Basis  der erhaltenen Daten.

Weltraum & MARS2013

Was war dein erster Kontakt mit dem Thema Weltraum / Astronomie / Analogforschung?

Ich habe als Teenager alles über den Weltraum verfolgt, was ich verfolgen konnte, und war schon als kleines Kind vom Nachthimmel begeistert. Aber erst der Besuch eine Space Shuttle Start im Juli 2011 war ausschlaggebend darin, daß ich mich um ein Platz beim UCL (University College London) beworben habe und das Masterstudium in Planetenwissenschaften im September 2012 begann. 

Wann hast du erfahren, dass es das ÖWF gibt?

Ich bin Jan Klauck, vom ÖWF Berlin, beim ISS Symposium Mai 2012 in Berlin begegnet. Um Teilnahme beim Symposium habe ich mich beworben, nachdem ich ein Tweet eines Freundes darüber gesehen habe.

Wie hast du von der  “MARS2013” Mission gehört?

Jan hat mir vom „Announcement of Opportunity“ für MARS2013 erzählt, und daß das ÖWF auch sehr gern Studenten an Bord haben möchten. Als ich wusste, dass ich einen MSc in September anfangen würde, habe ich mit einem anderen Weltraum-Freund, Nick Howes, gesprochen, der diese großartige Idee für ein Mars-Experiment hatte, und so war MEDIAN geboren.

Warum hast du dich dafür entschieden, daran teilzunehmen?

Für mich war es eine tolle Möglichkeit, ein Experiment für ein Mission zu entwerfen, aufzubauen und zu testen, und dazu auch noch mein weiteres geologisches Wissen für mit Hilfe des RSS-Team zu verbessern.

Was war dein erster Eindruck von der Arbeit mit dem ÖWF-Team?

Eine großartige, internationale Mischung von begeisterten und engagierten Menschen.

Was ist dein persönliches Ziel für diese Mission?

Nützliche Daten für mein Experiment zu sammeln, so viel wie möglich von den anderen Experimenten, Karten- und geologischen Projekten zu lernen, die Prozeduren und das Teamwork, die für so eine umfangreiche Mission notwendig ist, zu erleben, und auch viele neue Menschen mit ähnlichen Interessen zu kennenzulernen.

Beruf, Freizeit & Familie

Das mache ich beruflich:

Ich bin staatlich geprüfte Bilanzbuchhalterin, freischaffende Violinistin und habe meine eigene Firma mit mehr als 140 Kunden. Gleichzeitig studiere ich in nebenbei für einen MSc in Planetenwissenschaften beim University College London. Außerdem bin ich qualifizierte Fitnesstrainerin, Crossfittrainerin und Sportmasseurin.

Ein typischer Tag in meinem Leben sieht so aus:

Es gibt keinen “typischen Tag” in meinem Leben. Einen großer Teil meiner Zeit verbringe ich vor dem Computer, außer wenn ich Unterricht oder Kundenbesprechungen habe. Ich versuche dreimal pro Woche ins Fitnessstudio zu gehen, ab und zu ein Konzert zu spielen, mich mit Freunden zu treffen usw.

So verbringe ich meine Freizeit:

Ich habe fast keine Freizeit, wenn ich welche hätte, dann würde ich Salsa tanzen gehen.

Meine Freunde würden mich so beschreiben:

Es hängt davon ab, welche Freunde von mir sprechen, weil nicht viele Leute wissen alles, was ich so treibe … Verrückt, zuverlässig, vertrauenswürdig, man weiß nie, was sie nächstes tut…

Ich über mich

Diese Dinge sind mir wichtig:

Lernen, Freizeit, gute Freunde, Sport, Musik, Salsa.

Was mich verrückt macht:

Wertende Menschen.

Etwas, das ich niemals tun würde:

Alles was mit einem Todesrisiko höher als 20% verbunden ist. Ich bin auch nicht sicher, ob man mich zum Fallschirmspringen überreden könnte.

Um mich zu entspannen, brauche ich unbedingt:

Eine Massage und keine dringenden Abgabetermine.

Dafür lasse ich alles stehen und liegen: 

Die Antarktis zu besuchen.

Etwas, das mein Leben verändert hat:

Beim letzten Start des Space Shuttles und danach beim ATV-Tweetup teilzunehmen.

Ziel(e) & Motto

Etwas, das ich gerne lernen oder erreichen würde:

Ich möchte gerne alles lernen. Aber das ist unmöglich, daher gebe ich mich damit zufrieden, so viel Wissenschaft wie möglich zu lernen, damit ich die großen Fragen besser verstehe, und sollte das nicht möglich sein, zumindest die Antworten darauf.

Mein Motto / Ein Sprichwort,mit dem ich mich identifizieren kann:

„Die Idee ist, so spät wie möglich jung zu sterben.”  “Und am Ende sind es nicht die Jahre in deinem Leben, die zählen. Es ist das Leben in deinen Jahren“

 

February 26 2013

MARS2013 Menschen: Tibor Pacher aus Ungarn

INTERVIEW mit TIBOR PACHER aus UNGARN

(c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

(c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

Team & Aufgabe(n)

Tibor Pacher kommt aus Ungarn und wohnt zur Zeit sowohl in Norddeutschland als auch in Budapest. Er ist Gründer und Teamleiter des offiziellen Google Lunar X-PRIZE Teams „Puli Space“ und leitender Wissenschaftler der PULI ROVER Experimente bei der MARS2013 Mission in Marokko.

Weltraum & MARS2013

Was war dein erster Kontakt mit dem Thema Weltraum / Astronomie / Analogforschung?

Als Kind habe ich einen wunderschönen Sternenhimmel am Plattensee in Ungarn gesehen, nach einem Freilicht-Kino Abend. Ich weiß es allerdings nicht mehr, ob dieses Erlebnis oder Raumschiff Orion & Captain McLane zuerst kam. 

Wann hast du erfahren, dass es das ÖWF gibt?

Ich habe von der Rio Tinto Expedition gelesen, wo auch ein Google Lunar X-Prize Team dabei war, nämlich White Label Space.

Wie hast du von der  “MARS2013” Mission gehört?

Im Frühsommer hat ein PULI Kollege in die Runde geworfen, da müssten wir doch hin.

Warum hast du dich dafür entschieden, daran teilzunehmen?

MARS2013 ist ein Weltklasse Projekt – und für uns als PULI Team bietet es eine hervorragende Möglichkeit, unsere Ideen unter sehr schweren Bedingungen zu testen.

Was war dein erster Eindruck von der Arbeit mit dem ÖWF-Team?

Professionalität trifft auf Begeisterung :-) – einfach klasse!

Was ist dein persönliches Ziel für diese Mission?

Dass mein Team die Aufgaben mit der gleichen Professionalität löst wie das ÖWF-Team – und dass unser PULI Rover seine Aufgaben gut erledigt.

Beruf, Freizeit & Familie

Das mache ich beruflich:

Ich bin ursprünglich promovierter Physiker, bestreite allerdings meinen Lebensunterhalt zur Zeit als freier Berater für Rechnungswesen-Prozesse und deren Implementierung mit SAP-Software in (meistens etwas größeren) Unternehmen.

Ein typischer Tag in meinem Leben sieht so aus:

Augen geöffnet, Mails geprüft (OK, der Kaffee kommt in der Regel vorher), dann unter Umständen ein Kundeprojekt und immer wieder PULI :-) wenn nicht gerade interstellare Raumfahrt oder E.T. die Themen sind.

So verbringe ich meine Freizeit:

Ich lese gerne, manchmal gucke ich fern, gehe aber lieber ins Kino – mit meiner besseren Hälfte.

Familienstand:

Obwohl geschieden, jetzt bin ich wieder glücklich mit einer phantastischen Frau an meiner Seite. Und ich bin auch der stolze Vater von zwei klasse Kindern.

Meine Freunde würden mich so beschreiben:

Etwas verrückt, aber ansonsten ist ganz OK der Bursche!

Ich über mich

Diese Dinge sind mir wichtig:

Ehrlichkeit, Demut vor den wichtigen Dingen im Leben, aufrichtige Liebe in der Familie.

Was mich verrückt macht:

Gemeine Lügen und feige Aktionen unter der Gürtellinie.

Etwas, das ich niemals tun würde:

Jemandem bewusst Leid zufügen.

Eine wichtige Sache, die andere Leute über mich wissen sollten:

Mit 16 habe ich beschlossen, den Hyperraumsprung in meinem Leben zu bewerkstelligen. Da habe ich noch einige Jahre zu tun…

Um mich zu entspannen, brauche ich unbedingt:

Ruhe.

Dafür lasse ich alles stehen und liegen: 

Meine Kinder und meine Königin.

Etwas, das mein Leben verändert hat:

Der Tod meines Vaters

Was ist das Ungewöhnlichste, Herausforderndste, Aufregendste, Beängstigendste, Witzigste, das du jemals erlebt hast?

Das ist eine gemeine Frage – und das Herausforderndste, was ich erlebt habe… 

Ziel(e) & Motto

Etwas, das ich gerne lernen oder erreichen würde:

Orgel und Theremin spielen können. (Ein Theremin ist ein Anfang des 20. Jahrhunderts erfundenes elektronisches Musikinstrument, das mit Hilfe elektromagnetischer Felder berührungslos gespielt wird.)

Mein Motto / Ein Sprichwort,mit dem ich mich identifizieren kann:

„Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden.“ Von Hermann Hesse, im September 1960, etwa drei Monate vor meiner Geburt.

 

February 21 2013

MARS2013 Menschen: Alain Souchier aus Frankreich

INTERVIEW mit ALAIN SOUCHIER aus FRANKREICH

(c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

(c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

Team & Aufgabe(n)

Alain Souchier kommt aus Frankreich und ist Präsident der französischen Landesgruppe der „Mars Society.“ Er nimmt an MARS2013 als einer der vielen Projektleiter der wissenschaftlichen Experimente mit dem Projekt CLIFFBOT Rover teil. Alain war in der ersten Simulationswoche vor Ort in Marokko sein, um dessen Funktionstüchtigkeit zu prüfen und steht nun — falls nötig — für Problemlösungen während der Simulation zur Verfügung.

Weltraum & MARS2013

Was war dein erster Kontakt mit dem Thema Weltraum / Astronomie / Analogforschung?

Ich war schon als Kind an Astronomie interessiert und habe mich 1957, mit 10 Jahren, der Luftfahrttechnik angenommen, als der Wettlauf ins All begann. 

Wann hast du erfahren, dass es das ÖWF gibt?

Hauptsächlich durch die AustroMars Mission bei der MDRS (Mars Desert Research Station).

Wie hast du von der  “MARS2013” Mission gehört?

Durch Gespräche bei der Dachstein Mission

Warum hast du dich dafür entschieden, daran teilzunehmen?

Es ist eine Weiterführung der CLIFFBOT Experimente, die von mir (und vielen anderen) 2002 und 2006 in Utah und dann am Dachstein 2012 durchgeführt wurden. Und ich möchte die Öffentlichkeitsarbeit für die “Planète Mars“ Vereinigung im besonderen und die Marsforschung im allgemeinen  fördern.

Was war dein erster Eindruck von der Arbeit mit dem ÖWF-Team?

Ich sah den Professionalismus, die Anzahl der mitarbeitenden Leute als auch die Logistik und die technische Ausstattung. Es hilft auch, gute Beziehungen zu den Leuten zu haben. ☺

Was ist dein persönliches Ziel für diese Mission?

Datensammlung für das CLIFFBOT Experiment, Spaß, etwas mehr über Simulationsabläufe und –aktivitäten durch aktive Teilnahme zu lernen und Material für die Öffentlichkeitsarbeit zurückzubringen (Photos, etc) um Marsforschung zu fördern.

Beruf, Freizeit & Familie

Das mache ich beruflich:

Nachdem ich 40 Jahre als Ingenieur damit verbrachte, für die Ariane Flüssigkeitsraketenstufen zu entwickeln, bin ich nun im Ruhestand und berate meinen ehemaligen Arbeitgeber bei Raketenantrieben und Startsystemen. Zusätzlich bin ich Präsident der französischen Landesgruppe der „Mars Society.“

Ein typischer Tag in meinem Leben sieht so aus:

Kein Tag läuft normal ab. Beratung, Post beantworten, für die „Planète Mars“ Vereinigung Sachen erledigen, News auf unserer Webseite veröffentlichen, Präsentationen für Kongresse oder Publikationen erstellen, Reisen, Meetings für Beratungsprojekte oder Kongresse; technische Artikel für Beratungstätigkeiten schreiben.

So verbringe ich meine Freizeit:

Die Definition von “Freizeit” wird eine ganz andere, wenn man (teilweise) im Ruhestand ist.

Familienstand:

Verheiratet, vier Kinder.

Meine Freunde würden mich so beschreiben:

Fragen sie meine Freunde (erinnern Sie mich daran, meine Frau zu fragen).

Ich über mich

Was mich verrückt macht:

Wenn etwas nicht funktioniert oder Dinge verloren gehen.

Etwas, das ich niemals tun würde:

Nur etwas Schlimmes (Hoffentlich).

Eine wichtige Sache, die andere Leute über mich wissen sollten:

Normalerweise wissen die das schon.

Um mich zu entspannen, brauche ich unbedingt:

Neun Stunden Schlaf.

Dafür lasse ich alles stehen und liegen: 

Ins Weltall zu fliegen und… (das ist geheim).

Etwas, das mein Leben verändert hat:

Neben dem Wettlauf ins Weltall 1957? Ist Verheiratet zu sein eine gültige Antwort?

Was ist das Ungewöhnlichste, Herausforderndste, Aufregendste, Beängstigendste, Witzigste, das du jemals erlebt hast?

176 Zero G Parabolflüge, MDRS (Mars Desert Research Station) Simulationen, der Apollo 16 Start und der erste der Ariane 1 (und folgende, inklusive Fehlstarts), tolle Erinnerungen ans Tauchen oder Skitouren. 

Ziel(e) & Motto

Etwas, das ich gerne lernen oder erreichen würde:

Natürlich ins Weltall zu fliegen aber auch einen kleinen Teil dazu beitragen, das Weltall und die Weltraumforschung zugänglicher zu machen,  ist schon ausreichend.

Mein Motto / Ein Sprichwort,mit dem ich mich identifizieren kann:

“Niemals aufgeben, sich niemals ergeben”…  nur ein Witz. Ich hab noch einen über die Erde: “Ein Planet, auf dem Wasser in flüssiger Form zu Boden fällt, kann gar nicht so schlecht sein.”

 

February 19 2013

MARS2013 Menschen: Roberta Paternesi aus Italien

INTERVIEW mit ROBERTA PATERNESI aus ITALIEN

(c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

(c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

Team & Aufgabe(n)

Roberta Paternesi wurde in Rom geboren und lebt seit drei Jahren in Noordwijk, in den Niederlanden. Sie führt während der MARS2013 das SDO (Science Data Officer) Team an und kümmert sich um alle Daten, die von den unterschiedlichen Experimenten generiert werden. Sie gewährleistet die Verfügbarkeit aller Daten für zukünftige Analysen und den reibungslosen Datenaustausch zwischen den Teams im Mission Support Center und den Projektleitern weltweit.

Weltraum & MARS2013

Was war dein erster Kontakt mit dem Thema Weltraum / Astronomie / Analogforschung?

Ich habe mich schon immer sehr leidenschaftlich für Astronomie interessiert, da ich als Kind die Sommerferien mit meiner Familie im Landhaus meiner Tante in Tarquinia verbracht habe. Dort war die Zeit im 18. Jahrhundert stehen geblieben: kein Strom, Brunnenwasser, Früchte und Gemüse vom Feld vor dem Haus. Es war alles sehr märchenhaft. Und dort waren die Nächte besonders dunkel und die Sterne am Himmel haben sehr geglänzt und waren total fesselnd. Jedes Wochenende hat uns mein Vater besucht – er hat unter der Woche in der Stadt gearbeitet – und es war ein Brauch, dass wir nach dem Abendessen unsere Stühle nahmen, uns raussetzten und den Himmel nach Sternschnuppen abgesucht haben. Diese Faszination hat mich nicht verlassen! In den letzten Jahren hatte ich das Glück meinen Informatikjob im Directorate of Science and Robotic Exploration der Europäischen Weltraumbehörde auszuüben, wo ich die Möglichkeit habe,  zur Astronomie und zu Erkundungsmission des Sonnensystems beizutragen. Was will ich mehr? ☺

Wann hast du erfahren, dass es das ÖWF gibt?

Davon habe ich von meinen guten Freund Alexander Soucek gehört, lange bevor wir mehr als gute Freunde wurden. Durch ihn erfuhr ich über die Aktivitäten des ÖWF und dessen PolAres Programm und seine Analogmissionen. Mich hat die Professionalität und der Enthusiasmus beeindruckt, mit denen das ÖWF seine Ziele verfolgt und ich wollte unbedingt dabei sein (was mir letztendlich auch gelang!).

Wie hast du von der  “MARS2013” Mission gehört?

Meine erste Tätigkeit beim ÖWF war als Science Data Officer bei der Dachstein Mission im April 2012. Beim ÖWF schaut man immer nach vorne zur nächsten Herausforderung, dem nächsten Abenteuer. Am Ende der Dachstein Mission begannen wir schon Schritte für MARS2013 zu planen und wir alle wollten dabei sein.

Warum hast du dich dafür entschieden, daran teilzunehmen?

Weil ich einfach nicht anders konnte! Es ist fantastisch zu solch einem Projekt beizutragen, wo mit einem kleinen Budget aber einer Menge Leidenschaft, Kompetenz und Enthusiasmus seriöse und wichtige Forschung betrieben wird.

Was war dein erster Eindruck von der Arbeit mit dem ÖWF-Team?

Leidenschaft und Enthusiasmus. Ich weiß, ich wiederhole mich, aber was mich an dieser Organisation anzieht sind genau diese Dinge. Denn ich gewinne während der ÖWF Aktivitäten immer viel mehr Energie als ich investiere, sogar an langen und intensiven Projekt-Tagen.

Was ist dein persönliches Ziel für diese Mission?

Unterschiedliche Aspekte von Tätigkeiten zu erforschen, die sehr viel Ähnlichkeit mit meiner Arbeit haben und durch die ich mich inspirieren lassen kann.

Beruf, Freizeit & Familie

Das mache ich beruflich:

Ich arbeite bei der Europäischen Weltraumorganisation ESA in den Niederlanden als Informatikerin im „Directorate for Science and Robotic Exploration“ (SRE). In wenigen Worten: Ich manage die Informationstechnologie, welche die Astronomie und Planetarische Missionen unterstützt und stelle technische Lösungen zur Verfügung, um Aufgaben im Zusammenhang mit dem Bau und dem Start von Satelliten zu vereinfachen.

Ein typischer Tag in meinem Leben sieht so aus:

Mein Tag beginnt mit meinem Frühstück, das mir heilig ist. Ich könnte mich bei allem anderen beeilen aber ich brauche mindestens 15 Minuten, um meine Frühstückscerealien und ein Jogurt zu essen und meinen Grünen Tee zu trinken. Dann geht’s zur Arbeit: Wenn die Temperaturen mitspielen, ich motiviert bin und meine Faulheit es erlaubt, mit meinem Fahrrad. Ich bin normalerweise zwischen 8:00 und 8:30 bei der Arbeit und trinke mit meinen Arbeitskollegen eine Tasse Kaffee, wobei wir den Status von unseren Aktivitäten besprechen und Pläne für die kommenden Tage machen. Oder manchmal plaudern wir einfach über’s Leben, das Weltall und alles andere. Am Abend koche ich dann ein schönes Abendessen, dann schaue ich mir eine Folge von Raumschiff Enterprise an – ich liebe die Serie „The Next Generation“. Bevor ich das Licht ausmache, schmökere ich ein bisschen in den zwei, drei, vier Büchern, die ich gleichzeitig lese, wobei sich die Auswahl nach der jeweiligen Tagesstimmung richtet.

So verbringe ich meine Freizeit:

Meistens Reisen, normalerweise zwischen Holland, Italien und Österreich. Manchmal etwas weiter weg. In Holland fahre ich viel Rad, erforsche die Gegend oder mache lange Spaziergänge an den weiten Stränden der Nordseeküste.

Familienstand:

In einer Beziehung.

Meine Freunde würden mich so beschreiben:

Sie sagen oft, dass ich sehr farbenprächtig bin.

Ich über mich

Diese Dinge sind mir wichtig:

Die Menschen, die ich liebe, die Menschen die ich mag, die Menschen die ich treffe. Eine riesengroße Honigmelone im Hochsommer; starke, wunderbare Bäume; die Winde an der Nordsee, die Frühlingssonne in Rom; die Herbstfarben.

Was mich verrückt macht:

Leute, die sich ständig beschweren.

Etwas, das ich niemals tun würde:

Etwas, das ich gelernt habe, ist, niemals nie zu sagen. Ich habe einmal gesagt, dass ich nie in einem Segelflieger fliegen würde und zwei Jahre später habe ich darum gebettelt das tun zu dürfen (und es auch gemacht).

Eine wichtige Sache, die andere Leute über mich wissen sollten:

Ich habe die Neigung ein bisschen zu organisiert zu sein.

Um mich zu entspannen, brauche ich unbedingt:

Gute Gedanken.

Dafür lasse ich alles stehen und liegen: 

Nutella! Ich bin davon total abhängig.

Etwas, das mein Leben verändert hat:

Einer Theatergruppe beizutreten, vor einigen Jahren.

Was ist das Ungewöhnlichste, Herausforderndste, Aufregendste, Beängstigendste, Witzigste, das du jemals erlebt hast?

Skifahren! Oh mein Gott! Ich habe damit vor drei Jahren angefangen, und es war eine wahnsinnige Erfahrung. Nun denken Sie: Wunderschön…Nein, Ich meine wirklich unglaublich: Ich konnte gar nicht glauben, dass ich auf Skiern stand! Um ehrlich zu sein, habe ich mich überhaupt nicht bewegt, ich stand nur da. Aber wie sagt man so schön: Es war ein Anfang, oder nicht? 

Ziel(e) & Motto

Etwas, das ich gerne lernen oder erreichen würde:

Niederländisch! Ich wohne schon seit Jahren in diesem Land und ich kann nicht erklären, warum mir diese Sprache aus dem Weg geht. ☺ Ich habe es geschafft Englisch, Französisch, Spanisch und Deutsch zu lernen, aber Niederländisch kann ich einfach nicht packen…;)

Mein Motto / Ein Sprichwort,mit dem ich mich identifizieren kann:

Auf Italienisch heißt es “Meglio vivere di rimorsi che di rimpianti” aber ist schwer ins Deutsche zu übersetzen, da rimorsi und rimpianti beide “Bedauern” bedeuten. Die beste Übersetzung ist: “Es ist besser, zu bedauern etwas getan zu haben, als zu denken: Hätte ich doch nur…”

 

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Schweinderl