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October 06 2013

WSW 2013 Mission to Mars: MDRS Bericht des Kommandanten Tag 2

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Entnahme einer Bodenprobe durch Haritina Mogosanu

Die Aktivitäten des 2013 MDRS Team im Rahmen der World Space Week (WSW) 2013 gehen weiter. Zahlreiche Telefonkonferenzen wurden heute bereits für die WSW abgehalten und für den Nachmittag sind bereits wieder Aussenboardeinsätze (EVA) geplant. Randy and Jon haben sich auf den Weg nach Tooth Ridge, Jason`s Rock und Giant`s Toes gemacht (ca. 10 km nördlich des HAB) und zahlreiche Photos für das Experiment zur Veränderungsanalyse mitgebracht.  Hari und Jean haben des Weiteren eine EVA zur Entnahme einer Sandprobe durchgeführt. D-TREX EVA`s wurden ebenfalls nochmals von allen Team Mitgliedern durchgeführt um noch  mehr Datenpunkte und Zeitwerte für den Vergleich zwischen Aufgaben mit Raumanzugssimulator und ohne den Simulator zu erhalten.

Erste Ergebnisse der D-TREX Studie
Es wird angenommen, dass der MDRS Raumanzugssimulator nicht nur die geringere Mobilität und Genauigkeit sondern auch den sich dadurch ergebenden Zeitverlust für die Arbeitsschritte während der EVA den realen Umständen bei Aussenboardeinsätzen im Weltaum ziemlich genau nachstellen kann. Eine erste und grobe Analyse der Daten die während der D-TREX Studie gesammelt wurden, untermauert die These, wie im Diagram dargestellt wird. Die Daten sind allerdings noch nicht vollständig ausgewertet.

 

 

Jason's Rock 2013

Jason’s Rock 2013

Zum Vergleich: Jason's Rock 2008 und 2006

Zum Vergleich:
Jason’s Rock 2008 und 2006

 

Während der EVA, wurde Jason`s rock photografiert um die Veränderungen während der letzten Jahre zu beurteilen. Zum Vergleich wurden Photos von 2006 und 2008 herangezogen.

 

 

 

 

Weiters wurde festgestellt, dass eines der Teammitglieder nicht in der Lage war mit den zur Verfügung gestellten Handschuhen eine Boden- und Gesteinsprobe zu entnehmen, wie es die Aufgabe vorgesehen hätte. Dieses Ergebnis ist ein gutes Beispiel dafür wie wichtig das Design der Handschuhe ist und welch große Auswirkungen es auf den Simulationsablauf und damit auf den Raumanzug selbst hat. Der Test bei dem 20 bzw. 200 Meter zurückgelegt werden mussten ergab, dass der MDRS Raumanzug auf die grobmotorischen Fähigkeiten und den groben Bewegungsapparat nur wenig Auswirkung hat.

Eine Vielzahl an Faktoren wie z.B. die Erfahrung des Anzugtesters und oder dessen Körpergröße können ebenfalls Einfluss darauf nehmen warum mehr (oder weniger) Zeit für denselben Auftrag benötigt wird. Diese Effekte wurden bei der D-TREX Studie aber nicht näher untersucht. Je nachdem aus welchem Gesichtspunkt man die gesammelten Daten betrachtet kann man den Effekt des MDRS Raumanzuges auf die benötigte Zeit von 4 vollkommen unterschiedlichen Tätigkeiten beurteilen.

Interview mit Haritina Mogosanu

Stefan Hauth vom Österreichischen Weltraum Forum führte, im Rahmen der langen Nacht der Museen (5. Oktober 2013) im Welios Science Center in Wels, ein Gespräch mit Haritina Mogosanu. Haritina ist ein Crewmitglied der WSW 2013 Mission in der Mars Desert Research Station (MDRS). 

Stefan: Kannst du uns ein bischen von dir erzählen?

Hari-MogosanuHaritina: Mein Name ist Haritina Mogosanu, ich bin ehrenamtlich als Manager Education Relations für die World Space Week tätig. Ausserdem arbeite ich als Biowissenschaftlerin für die Regierung in Neuseeland und engagiere mich in der wissenschaftlichen Kommunikation für Astronomie, Planetarien und Projekte mit Weltraumbezug. In der MDRS bin ich aktuell Erster Offizier.

Stefan: Warum engagierst du dich für die Erkundung des Mars?

Haritina: Ich glaube fest daran, daß die Menschheit nur mit guter Ausbildung Fortschritte machen kann. Egal für welchen Beruf man sich entscheidet, man sollte sich dafür bewusst entscheiden. Der Weltraum ist ein großartiges Thema um Kinder und Schüler für das Lernen zu begeistern. Nicht jede Karriere führt automatisch in den Weltraum, aber auch wenn sich jemand zum Beispiel für Meeresbiologie entscheidet, könnte der Weltraum die Inspiration dafür gegeben haben. Der Mars ist sehr interessant, weil er viele ähnliche Eigenschaften wie die Erde hat. Durch die Erkundung können wir gleichzeitig vieles über beide Planeten lernen.

Stefan: Du warst ja schon einmal in der MDRS im Jahr 2012 als Kommandantin der KiwiMars Mission. Was waren die Ziele von KiwiMars? Was waren damals deine Aufgaben?

Haritina: : Ich habe damals KiwiMars organisiert und war Commander. Wir haben damals viele Liveschaltungen für Schülern und die Öffentlichkeit in Neuseeland gemacht

Stefan: Was sind die Ziele eures jetzigen Aufenthalts?

Von links nach rechts: Patricia (Tricia) Marie Smedley, Jean Hunter, Haritina Mogosanu

Patricia (Tricia) Marie Smedley, Jean Hunter, Haritina Mogosanu

Haritina:Die aktuelle Mission ist eine Demonstration der MDRS, deshalb sind wir auch nur 4 Tage hier. Aber – das heißt nicht das wir diese Mission nicht ernst nehmen. Die aktuelle Crew besteht aus erfahrenen Wissenschaftlern und Mitgliedern der MDRS Betreuungsgruppe. Diese Leute bilden normalerweise Crews aus, bevor sie in die MDRS kommen.

Jon Rask, der aktuelle Commander, hat den Ausbildungsleitfaden für Feldmissionen der NASA geschrieben, der auch für die MDRS verwendet wird. Jean Hunter ist Leiterin einer NASA Nahrungsmittelstudie an der die Crews der letzten Jahre teilgenommen haben.

Alle zusammen sind auch großartig bei Wissenschaft zu vermitteln, darum wollten wir sie in der Crew haben. Und alle haben sich bereiterklärt in ihrer Freizeit für die Mission zur Verfügung zu stehen. Wir können wirklich stolz und glücklich sein über diese Crew.

Stefan: Kannst du uns noch ein wenig über euren derzeitigen MDRS Aufenthalt erzählen?

Haritina: Die MDRS ist wirklich ein unglaublicher Ort um Forschung für den Mars auf der Erde zu betreiben. Normalerweise dauern die simulierten Missionen hier zwei Wochen und werden zwischen November und April durchgeführt, weil es dann zu heiss wird. Am Mars wird es nie wärmer als 18° (achtzehn Grad) Celsius. Das müssen wir beachten, wenn wir vorgeben wollen wirklich am Mars zu sein. Diesmal geht es aber darum der ganzen Welt zu zeigen, daß es diesen Ort gibt und daß hier echte Forschung betrieben wird.

Stefan: Kannst du uns ein wenig in der MDRS rumführen?

Haritina: Ja.

Stefan: Wie lange dauert es bis man den Anzug anhat und durch die Schleuse raus ist?

Haritina: Aus der Erfahrung heraus würde ich sagen rund eine halbe Stunde.

Stefan: Von wo bekommt ihr euer Essen?

Haritina: Unsere Mahlzeiten kommen aus einer NASA Nahrungsstudie, wir essen also das selbe Zeug das zukünftige Mars Astronauten bekommen würden. Wir verkosten es und können dann sagen, was uns geschmeckt hat und was nicht.

Stefan: Wie schaut ein typischer Tag in der MDRS aus? Wann steht ihr auf?

Haritina: Der Flugplan sagt uns, wann wir aufstehen müssen und was zu tun ist. Im Grunde ist das wie im Büro, bevor man ein Projekt startet macht man einen Plan.

Stefan: What is a flight plan?

Haritina: Der Flugplan ist wie ein Stundenplan in der Schule, damit du weisst was du wann zu tun hast. Manchmal müssen wissenschaftliche Arbeiten, wie Proben entnehmen, tagsüber durchgeführt werden, also machen wir es dann.

Stefan: Wie seid ihr mit der „Erde“ (z.b. mit dem MCC in Innsbruck) verbunden? Simuliert ihr auch die Zeitverzögerung zwischen Erde und Mars?

Haritina: Aktuell simulieren wir das nicht, aber manche Crews machen das in der Simulation.

Stefan: Welche Experimente kann man in der MDRS durchführen?

Haritina: In der MDRS kann man alles untersuchen!! Unter den Mitgliedern meiner vorherigen Crews waren ein Künstler und ein Weltraum-Anwalt. Aber wir haben Biologen, Chemiker, Ingineure, Raktenwissenschaftler, einfach alles was einem einfällt.

Living on Mars

6648932-IMG_0161Stefan: Wie ist das mit fünf Anderen auf engstem Raum in einer abgeschlossenen Unterkunft zu leben?

Haritina: Es ist fantastisch! Wenn du der Typ dazu bist. Es ist nicht anders als auf einer Mission in die Antarktis, obwohl – in der Antarktis trifft man mehr Leute.

Stefan: Gibt es psychologische Herausforderungen?

Haritina: Um das herauszufinden gibt es die MDRS, welchen Typ Mensch man dabeihaben will.

Stefan: Wie gestaltet ihr eure Freizeit?

Haritina: Ich kann nur für mich sprechen, aber in einem Projekt wie diesem braucht man viel Leidenschaft für das was man tut. Also denkt man in seiner Freizeit über seine Projekte nach. Das ist kein normaler neun bis fünf Arbeitstag. Man muss auch auf seinen Körper hören, der sagt einem was er will, dann geht man schlafen oder entspannt mit einem Buch oder einem Film. Die meiste Zeit verbringt man ja im Haus. Daher wollen die meisten in der MDRS mit Freunden und Familie in Kontakt bleiben. Und dann gibt es da natürlich noch Social Media.

Stefan: Wie lange war dein bisher längster Aufenthalt in der MDRS?

Haritina:Zwei Wochen. Die Mars Society hat eine zweite Station names Flashline Mars Antarctic Station. Ein Aufenthalt dort dauert mindestens ein halbes Jahr.

Stefan: Kannst du uns eure Aufgaben und Kommando-Hierarchie ein wenig erklären?

Haritina: Es gibt einen Commander, Ersten Offizier und Sicherheitsoffizier. Aber jeder hat hier mehrere Aufgaben. Man braucht einen Journalisten, Wissenschaftsoffiziere, Geologen und natürlich Techniker die die Station am Laufen halten.

Stefan: Wie ähnlich ist die MDRS zu einem wirklichen Mars Habitat?

Haritina: Sehr ähnlich.

Stefan: Kannst du dir vorstellen wie es wäre in einem echten Habitat am Planten Mars zu leben?

Haritina: Ja, das wäre wie eine MDRS aus der du den rot-braunen Mars-Himmel sehen würdest. Und natürlich, wenn dir etwas passieren würde, müsstest du das Krankenhaus vermutlich erst aufbauen.

October 05 2013

WSW 2013 Mission to Mars: MDRS Bericht des Kommandanten Tag 1

Auf den Spuren der wissenschaftlichen Experimente und Aussenboardeinsätze, durchgeführt von der MDRS am 4. Oktober (Route und Bildmaterial)

trails_day1Als Besatzung der 2013 Mars Desert Research Station (MDRS) für die World Space Week 2013 (WSW 2013) erreichten wir das Habitat um ca. 12:15 MDT am 4. Oktober. Kurz nach der Ankunft haben wir erfahren, dass Jamie Guined ihre Teilnahme aufgrund der Ereignisse rund um die Stilllegung des NASA-Betriebes absagen musste. Bereits für den Tag geplant war ein WSW Google Hangout mit dem Mission Control Center (MCC) in Österreich und unseren WSW „Exploring Mars, Discovering Earth“ Partnern um 4:00 Uhr in der Früh Ortszeit (12:00 CEST) am 4. Oktober, um damit offiziell die Aktivitäten rund um die WSW 2013 zu beginnen.

Nach einer sehr kurzen Nacht, erfolgte der Check des HAB (analog Mars Lander Habitat Modul) durch die MDRS WSW Crew. Alle Systeme waren voll funktionstüchtig, das HAB sauber und aufgeräumt. Der Startschuss zu den Aussenaktivitäten kam kurz nach Mittag, nachdem der zeitliche Ablauf, bedingt durch das Fehlen eines Crewmitgliedes, geringfügig angepasst werden musste.

Als erstes wurden unsere Gefährte, die ATV`s (All Terrain Vehicles) überprüft, 4 der blauen ATV`s waren funktionstüchtig (2 weitere verweigerten die Inbetriebnahme trotz geladener Akkus). Eines der nicht startenden blauen ATV`s hatte ein leckes Gasventil. In der „on“ Stellung waren die Ventile zwar dicht, in jeder anderen Position jedoch nicht, was damit zu den Startproblemen beigetragen haben dürfte. An der Beseitigung der Startprobleme der roten ATV`s wurde nicht gearbeitet. Eine besondere Herausforderung stellt für uns die Kommunikation während des simulierten Aussenboardeinsatzes (EVA) da. Unsere Funkgeräte die im HAB zur Verfügung standen waren in schlechtem Zustand und nur eingeschränkt funktionstüchtig. Die Fehlersuche ist noch nicht abgeschlossen.

Wissenschaftliche Tätigkeiten

Hunter_ATVEiner der “D-TREX” Aussenboardeinsätze (kurz EVA) wurde mit dem Raumanzugssimulator durchgeführt und dann ohne den Simulator wiederholt, um spezielle Funktionstests durchführen zu können, die von den Partnern in Österreich entwickelt wurden.  Mit diesem Test wurde versucht zu evaluieren wieviel zusätzliche Zeit durch den Raumanzug bei den einzelnen Aufgaben eingeplant werden muss. Im Detail wurden 4 verschiedene Aufgabenstellungen in dieser Simulation erfüllt: (1) das Entnehmen einer Bodenprobe (2) das Entnehmen einer Gesteinsprobe (3) zurücklegen von 20 metern und (4) zurücklegen von 200 metern. Die 4 Aufgabenstellungen wurde im Anschluss ohne den Raumanzugssimulator wiederholt. Die Zeitwerte wurden für 36 einzelne Tests ermittelt (es wurden einzelne Schritte bis zu 3-mal wiederholt um eine breitere Basis an Datenwerten zu erhalten). Haritina (Hari) Mogosanu, Jean Hunter und Patricia (Tricia) Marie Smedley schlossen jeweils 12 Aufgabenstellungen ab. Die gesammelten Daten wurden zusammen mit allen weiteren DTREX Datenpunkten in eine Matrix zur weiteren Auswertung zusammengefügt.

Zusätzlich zur DTREX EVA, wurde eine EVA zur „Veränderungsanalyse“ von Hari, Jean und Tricia durchgeführt. Das EVA Team besuchte dazu das „White Mushroom Field“ in der Nähe des HAB um Photos der exakt selben Stelle wie in den  Jahren 2006 und 2008 zu nehmen um damit die sichtbare Erosion im Laufe der vergangenen Jahre zu beurteilen .

April 21 2013

Interview mit Nina Sejkora über Unicamp & MARS2013

Nina Sejkora hat schon zweimal am Uni Camp für Jugendliche zwischen 15 & 18, wo sie jeweils eine Woche lang in die Welt der Wissenschaft reinschnuppern konnte, teilgenommen. Mittlerweile studiert sie Physik in Innsbruck, ist ÖWF Mitglied und Principal Investigator für das MARS2013 Studentenexperiment Peniculus.

Nina Sejkora im Mission Support Center Innsbruck. (c) ÖWF (Daniel Föger)

Nina Sejkora im Mission Support Center Innsbruck. (c) ÖWF (Daniel Föger)

ÖWF: Nina, wie bist du auf das Unicamp aufmerksam geworden und wie waren die Wochen für dich?
Das erste Mal beim Uni Camp war ich 2011. Damals hat meine Mutter mich darauf aufmerksam gemacht. Ich war sofort begeistert von der Idee und wusste sofort, dass der Astrophysik-Workshop ideal für mich war, also hab ich mich angemeldet. Die Woche hat mir dann so gut gefallen, dass ich mir, nach  dem Ende des Uni Camps 2011, sicher war, dass ich im nächsten Jahr wieder mitmachen wollte.
Das Uni Camp 2012 wies einige Unterschiede zu dem im Vorjahr auf. Doch das bedeutet nicht, dass es nicht trotzdem eine tolle Woche war. Ein Unterschied, wahrscheinlich sogar der Hauptunterschied, bestand in der Aufgabenstellung. Während wir 2011 eine (fiktive) robotische Mission zum Saturnmond Enceladus planten, war die Aufgabe 2012 wesentlich praxisnaher. Diesmal war es nicht mit der bloßen Planung auf dem Papier getan, sondern wir mussten uns für ein Experiment entscheiden (an sich schon kein sehr einfacher Prozess, da das Experiment interessant, aber mit unseren Mitteln machbar sein sollte), dieses planen und die nötige Hardware bauen. Und das in nur einer Woche!
Ein Höhepunkt der Woche kam gleich am Anfang. Am Montag mussten wir früh aufstehen (was manchen schwer viel), doch wir wurden dafür belohnt. Wir sahen uns, anlässlich der Landung von Curiosity, den Live-Stream aus dem Jet Propulsion Laboratory an und fieberten während den „seven minutes of terror“ mit den Ingenieuren und Wissenschaftlern mit. Die erfolgreiche Landung und Curiosity’s erste Bilder vom Gale Crater wurden von uns mit einem Sekt-Frühstück gefeiert. Was auch einigen in Erinnerung bleiben wird, sind die Verwicklungen, die sich ergeben, wenn Raketen in Bäumen landen, oder wie viel Spaß man haben kann, wenn man im Toys ‘R Us nach einem Spielzeug mit geeignetem Motor sucht…

ÖWF: Oh! Ihr habt die Spielzeuge nur gekauft, um an den jeweiligen Motor zu kommen? ;)
Genau ;)

ÖWF: Wirst du 2013 wieder beim Unicamp dabei sein?
Ich weiß nicht, ob ich als Teilnehmerin beim Uni Camp 2013 vom 4. bis 10. August in Innsbruck dabei sein werde aber ich bezweifle es. Ich habe mich jedoch für das Femtech Sommerpraktikum beim ÖWF beworben und wenn ich die Stelle bekomme, wäre ich als Betreuerin beim ÖWF Workshop “Astrophysik – Mission to the Edge” dabei. Hierbei geht’s um eine der geheimnisvollsten Regionen des Sonnensystems, die jenseits der Umlaufbahn des Neptuns beginnt: Der Kuipergürtel, eine Art “zweiter Astroidengürtel”, dessen bekanntester Vertreter der Zwergplanet Pluto ist. Millionen von Kometen und Astroiden ziehen dort ihre Bahnen, oft knapp außerhalb der Reichweite unserer besten Teleskope. Beim Uni Camp 2013 soll ein Missionskonzept für eine unbemannte Asteroidenmission geplant werden, die genau diesen “weißen Flecken” auf unserer astronomischen Landkarte erforscht.

ÖWF: Seit wann begeistert dich die Astrophysik?
Astronomie interessiert mich schon lange, schon als ich klein war hat mein Vater mir die Sterne und Planeten gezeigt. Ich habe letztens sogar eine Zeichnung von mir gefunden, die ich gezeichnet habe, als ich noch nicht ganz 4 Jahre alt war. Auf der Rückseite hat meine Mutter vermerkt, dass es dich dabei um „Jupiter, Pluto, Sterne, Meer, Seesterne“ handelt :). Dass Astrophysik jedoch das Feld ist, in dem ich später einmal arbeiten und forschen möchte, ist mir erst seit wenigen Jahren klar. Ich glaube sogar, dass das Uni Camp einen nicht unwesentlichen Einfluss auf meine Entscheidung gehabt hat :).

Die beiden Solarzellen des Peniculus Experiment inMarokko gemeinsam mit anderen MARS2013 Experimenten.(c) ÖWF (Katja Zanella-Kux)

Die beiden Solarzellen des Peniculus Experiment inMarokko gemeinsam mit anderen MARS2013 Experimenten. (c) ÖWF (Katja Zanella-Kux)

ÖWF: Du warst am MARS2013 Studentenexperiment Peniculus beteiligt. Was war das genau für ein Experiment und welche Rolle hast du dabei ausgefüllt?

Zuerst möchte ich etwas zur Entstehungsgeschichte von Peniculus sagen. Dr. Gernot Grömer hat uns erzählt, dass der größte Feind von Solarzellen am Mars der Sand ist. Bei den beiden Mars Rover Spirit und Opportunity hatte man erwartet, dass die Stromversorgung nach wenigen Monaten aufgrund der zu dicken Staubschicht auf den Solarpanelen abbricht. Opportunity ist nur deshalb nach neun Jahren immer noch funktionstüchtig, weil seine Solarzellen von Staubteufeln gereinigt wurden. Aufgrund dieser Informationen überlegten wir uns, dass es doch vernünftig wäre, die Zellen automatisch reinigen zu lassen, da man sich ja nicht immer auf so günstige Fügungen, wie einen Staubteufel zur rechten Zeit verlassen möchte.
Also bauten wir zwei Holzrahmen für die zwei Solarzellen des ÖWF und statteten eine davon außerdem mit zwei motorgetriebenen Bürsten aus, die die Oberfläche von Sand befreien sollten. Ursprünglich hatten wir beabsichtigt Peniculus so zu programmieren, dass er sich automatisch jeden Tag für einige Minuten einschaltet, doch dafür reichten Zeit und personelle Ressourcen nicht aus. Um verwertbare Daten von dem Experiment zu bekommen, schlossen wir an jede Solarzelle ein Voltmeter an, um zu sehen, ob sich der Energieoutput der gesäuberten Zelle gegenüber der ungesäuberten verbesserte. Meine Hauptaufgabe während des Uni Camps war, zusammen mit Vanessa, anhand eines mathematischen Modells eine wissenschaftliche Prognose zu stellen, welche Ergebnisse wir uns von dem Peniculus-Experiment erwarteten.
Am Ende von MARS 2013 stellte sich jedoch heraus, dass unsere Prognose sich nicht erfüllte. Der Energieoutput von gesäuberter und ungesäuberter Zelle war am Ende genau gleich.
Übrigens, die Namensfindung für unser Experiment war mindestens genauso interessnt. Der Name auf den sich das Team schließlich einigte, „Peniculus.X“ stammt aus dem Lateinischen: „peniculus“ bedeutet kleine Bürste und das „X“ steht für „Experiment“.

ÖWF: Marokko, Innsbruck, MARS2013 – wie war das für dich? Wie lief die Zusammenarbeit?

Nina (ganz rechts) im Flightplan Raum im Mission Support Center. (c) ÖWF (Daniel Föger)

Nina (ganz rechts) im Flightplan Raum . (c) ÖWF (Daniel Föger)

Ich war nicht in Marokko, doch ich war die ganzen vier Wochen im Mission Support Center, als Mitglied des Flightplan Teams. Anfangs (im Herbst 2012) war ich noch als Mitglied des Remote Science Support (RSS) Teams eingeteilt, doch nachdem Flightplan so stark unterbesetzt war, kam ich in dieses Team. Die Arbeit bei MARS 2013 war eine wunderbare Erfahrung, die ich auf keinen Fall missen möchte.
Die Zusammenarbeit zwischen Feld und MSC lief, nach einigen Startschwierigkeiten in der Prep-Week, sehr gut. Nach dem Ende der ersten Woche waren die größten Schwierigkeiten bezüglich interner Kommunikation im MSC und der Kommunikation mit der Field Crew identifiziert und auch großteils beseitigt. Flightplanning war zwar besonders am Anfang viel Arbeit, doch, bis auf gewisse Unstimmigkeiten, die nun mal auftreten, wenn so viele Leute zusammenarbeiten, lief die Zusammenarbeit gut.

ÖWF: Vielen Dank, Nina, dass du dir etwas Zeit für das Interview genommen hast. Viel Erfolg und Spaß weiterhin mit der Astrophysik! :-)

Weitere Informationen:

February 28 2013

MARS2013 Bild des Tages

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Ein Schritt näher. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

18 Tag 18: 28. Februar 2013
Menschen. Eine erfolgreiche Mission MARS2013 geht zu Ende. Wir möchten allen Beteiligten unseren Dank aussprechen: allen Freiwilligen, unseren Sponsoren, unseren Spendern, und dem Volk von Marokko – welches eine wunderbarer Gastgeber war. Wir sind dem Mars ein Schritt näher gekommen! (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

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Wohin führt unsere Reise? (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

17 Tag 17: 27. Februar 2013
Wohin gehen wir? Der Weg in die Zukunft ist ungewiss für die Menschheit. Aber genauso wie unsere Vorfahren die sicheren Höhlen für neue Welten verlassen haben, werden auch wir weitergehen, trotz der Risiken und Zweifel. Neugier und Notwendigkeit werden uns motivieren, dass Weltall zu erforschen. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

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MARS2013 reist um die Welt. (c) OeWF

16 Tag 16: 26. Februar 2013
MARS2013 reist um die Welt. Wenn wir zu fremden Welten in unserem Sonnensystem reisen wollen, müssen wir zuerst Plätze auf der Erde besuchen. Muhammad Shadab Khan, ein Voluntär bei MARS2013, gibt eine Präsentation über unsere Feldsimulation in Marokko für Studenten am „Babu Banarasi Das National Institute of Technology and Management” in Indien. Schülern und Studenten neue Welten und Ideen zu offenbaren, ist die beste Investition, die wir in die Zukunft der Weltraumforschung machen können. (c) OeWF

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Ein einfaches Rad hilft bei der Erforschung des Mars. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

15 Tag 15: 25. Februar 2013
Ein einfaches Rad hilft bei der Erforschung des Mars. Die ersten Beweise zur Existenz des Rades als Hilfsmittel datieren 8000 Jahre zurück. Im CLIFFBOT Experiment heute werden für einen Roboter zwei Räder benutzt, um schwer zugängliche Stellen auf einem fremden Planeten zu erreichen und geologisch interessante Schichten zu untersuchen. Wir fragen uns: Was werden wir in 8000 Jahren benutzen? (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

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Ein unüberwindbares Hindernis? (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

14 Tag 14: 24. Februar 2013
Es ist weit auf die andere Seite, oder? Dieser Graben scheint ein schwierig zu meisterndes Hindernis für den Analog Astronauten zu sein, genau wie die Entfernung zwischen der Erde und Mars. Wir haben schon Rovers dorthin entsandt aber Menschen auf den Mars zu transportieren, ist bis jetzt ein unüberwindbares Problem. Was brauchen wir? Bessere Raketen oder die unbedingte Entschlossenheit, zum Mars zu wollen? (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

Ein Analog-Astronaut überquert eine Salztonebene. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

Ein Analog-Astronaut überquert eine Salztonebene. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

13 Tag 13: 23. Februar 2013
Ein Analog-Astronaut im Aouda.X Raumanzug-Simulator überquert eine Salztonebene in der Nähe von Station Payer. Die Oberfläche weist das markante Muster eines ausgetrockneten Sees auf. Satellitenbilder von dem Mars Global Surveyor und dem Mars Reconnaissance Orbiter zeigen ähnliche Muster in Kratern auf der Oberfläche von Mars – möglicherweise Beweis dafür, dass flüssiges Wasser einmal auf dem Planeten existiert haben könnte. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

Nachthimmel über Camp „Weyprecht" (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

Nachthimmel über Camp „Weyprecht” (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

12 Tag 12: 22. Februar 2013
Klarer Nachthimmel über Camp „Weyprecht“. Im Vergleich zu europäischen Städten gibt es in Marokko kaum Lichtverschmutzung. Für die „Globe at Night“ Beobachtungen wurden im Camp die großen Scheinwerfer ausgeschalten, um den Nachthimmel in seiner ursprünglichen Schönheit zu betrachten. Nicht nur die Milchstraße leuchtet in einer selten gesehenen Helligkeit, auch den Kleinen Waagen kann man klar erkennen. Im Vordergrund misst der ungarische Hunveyor Lander aktuelle Wetter- und Umweltdaten. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

Das Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine. (C) OeWF (Katja Zanella-Kux)

Das Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine. (C) OeWF (Katja Zanella-Kux)

11 Tag 11: 21. Februar 2013 Das Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine ist ein wichtiges Thema für zukünftige Marsmissionen und Grund für mehrere Experimente bei MARS2013. Wir müssen testen und verbessern, wie wir optimal mit Rovern und Robotern auf planetarischen Missionen zusammenarbeiten können. Hier folgt der Analog Astronaut dem Magma Rover, der mit einem Laser ausgestattet ist, um mikrobielles Leben zu entdecken. Die kurze Antwort ist: Wir brauchen uns gegenseitig. Die lange Antwort ist: Wir brauchen uns gegenseitig. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

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Der Rote Planet. (C) OeWF (Katja Zanella-Kux; False-colored OeWF)

10 Tag 10: 20. Februar 2013 Der Rote Planet. Unser Nachbarplanet Mars hat seinen Spitznamen von dem relativ hohen Anteil von Eisenoxiden, also Rost, im Staub und in Steinen welches über Jahrmillionen produziert wurde und in unterschiedlich dicken Schichten die Oberfläche bedeckt. Der Analog Astronaut ist hier auf dem Weg die Gegend zu erforschen. Was ist in dem Graben? Was erwartet ihn hinter dem Hügel? Die Menschheit will Antworten. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux; False-colored OeWF)

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Nichts entgeht uns. (c) OeWF

9 Tag 9: 19. Februar 2013 Nichts entgeht uns. Um Forschung ernsthaft zu betreiben braucht man akribische Fähigkeiten zum Aufzeichnen von Daten und Beobachtungen. In diesem „Bild des Tages“ zeigen wir Ihnen einen kleinen Kartenausschnitt mit allen Experimenten und Abläufen, die in einem 2 mal 2 Kilometer kleinen Forschungsgebiet durchgeführt worden sind. Die Wüste war niemals bunter. (c) OeWF

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Ein buntes Vorhaben. (c) OeWF (Matthias Schmitt)

8 Tag 8: 18. Februar 2013 Ein buntes Vorhaben: Menschen, Zeitdauer und Mittel. Zeit und Ressourcen auf dem Mars sind kostbares Gut und deshalb muss diese Mission bis ins kleinste geplant werden. Das Flightplan Team ist die Verbindung zwischen Wissenschaftlern und den Flight Controllern. Sie nehmen die Vorgaben und Anfragen von Wissenschaftsteams und erstellen einen Arbeitsplan. Damit erhalten die Astronauten genügend Zeit und die notwendigen Mittel für eine erfolgreiche Ausführung. (c) OeWF (Matthias Schmitt)

Analog-Astronauten Luca Foresta (li) und Daniel Schildhammer (re). (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

Analog-Astronauten Luca Foresta (li) und Daniel Schildhammer (re). (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

7 Tag 7: 17. Februar 2013
Aufbruch in ein neues Abenteuer. Luca Foresta (links) und Daniel Schildhammer (rechts) sind zwei von insgesamt drei Analog-Astronauten bei MARS2013. Luca wird heute gemeinsam mit drei Feld-Crew Mitgliedern in den Süden aufbrechen zur Station „Payer“. 80 km vom Camp „Weyprecht“ entfernt, wird drei Tage lang mit dem Aouda.X Mars Simulationsanzug die südliche Gegend erforscht. Eine echte Herausforderung für das gesamte MARS2013 Team in Marokko und Innsbruck. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

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Marsforscher in einer fremden Welt. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

6 Tag 6: 16. Februar 2013
Marsforscher in einer fremden Welt. Auch unser Heimatplanet Erde bietet eine Vielfalt von zu entdeckendem Neuen und Marokko mit seiner reichhaltigen Kultur ist keine Ausnahme. Aus Anlass des traditionellen „Captain’s Dinner“ luden unsere großzügigen Gastgeber zur Vorführung eines landesüblichen Tanzes ein. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

Flight Director Assistant Michael Taraba; Johannes Ellmerer, Geschäftsführer der Rettung Innsbruck; Flight Director Alexander Soucek; Counselor Kamal Arifi, Vertreter der Marokkanischen Botschaft (v.l). (c) OeWF (Paul Santek)

Flight Director Assistant Michael Taraba; Johannes Ellmerer, Geschäftsführer der Rettung Innsbruck; Flight Director Alexander Soucek; Counselor Kamal Arifi, Vertreter der Marokkanischen Botschaft. (c) OeWF (Paul Santek)

5 Tag 5 : 15. Februar 2013
Ehrengäste im Mission Support Center: Flight Director Assistant Michael Taraba;  Johannes Ellmerer, Geschäftsführer der Rettung Innsbruck und “Hausherr” des MSC; Flight Director Alexander Soucek; Counselor Kamal Arifi, Vertreter der Marokkanischen Botschaft  (v.l.).

Vizekanzler Außenminister Dr. Michael Spindelegger und Tirols Landeshauptmann Günther Platter übermittelten ihre Grußbotschaft und besten Wünsche an das MARS2013 Team; sie konnten aus terminlichen Gründen am “landing day” nicht teilnehmen. (c) OeWF (Paul Santek)

Aouda.X wird mit Terbium-Mikrokügelchen kontaminiert. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

Aouda.X wird mit Terbium-Mikrokügelchen kontaminiert. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

4 Tag 4 : 14. Februar 2013
Am Aouda.X Raumanzug Simulator (im Vordergrund) werden teilweise Terbium-Mikrokügelchen aufgebracht. Danach wird der Analog-Astronaut einige Proben aus der Umgebung aufnehmen. Die Proben werden dann auf Spuren der Terbium-Mikrokügelchen untersucht, um festzustellen, ob eine Übertragung (Kontamination) während der Aufnahme der Proben stattgefunden hat. Diese Experiment wurde vom Jet Propulsion Laboratory der NASA entwickelt und hat zum Ziel die Übertragungswege und -häufigkeit auf Proben zu messen um für zukünftige Marsmission die Kontaminationsproblematik reduzieren zu können. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

Aouda.X führt ein geologisches Experiment durch.

Aouda.X führt ein geologisches Experiment durch. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

3 Tag 3 : 13. Februar 2013
Homo Faber erforscht den Mars. Während eines EVAs (Außenbordaktivität) benutzt der Analog Astronaut im experimentellen Raumanzug Aouda.X einen einfachen Hammer, um “Marsgestein” für ein geologisches Experiment zu zerkleinern. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

Das gesamte Team des Mission Support Center in Innsbruck während des Telefonanrufs von Astronaut Chris Hadfield.

Das gesamte Team des Mission Support Center in Innsbruck während des Telefonanrufs von Astronaut Chris Hadfield.

2 Tag 2 : 12. Februar 2013
Gelungene Überraschung im Mission Support Center in Innsbruck, sowie für das Team in Marokko. Eine Stunde vor dem Beginn der Simulation rief uns Astronaut Chris Hadfield direkt von der Internationalen Raumstation an, um uns alles Gute für den Start der Simulation zu wünschen. Das gesamte Team in Innsbruck und Marokko war begeistert. Danke Chris Hadfield und wir wünschen dir auch eine erfolgreiche Mission.
(c) OeWF (Paul Santek)

&Oouml; Fahne wird in den analogen Marssand in Marokko gesteckt. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

Aufstellen der ÖWF Fahne in den analogen Mars Sand. (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

1 Tag 1 : 11. Februar 2013
Wir sind erfolgreich auf dem “Mars” gelandet! Der Analog Astronaut Daniel Schildhammer im Aouda.X Raumanzugsimulator äußerte die folgenden Worte zum Auftakt der Simulation: “Zu glauben, dass eine kleine Gruppe von ambitionierten Menschen die Welt nicht verändern kann, ist ein Fehler. In Wirklichkeit ist dies die einzige Art und Weise, in der etwas geschieht.” (c) OeWF (Katja Zanella-Kux)

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May 06 2012

Dachstein Mars Simulation – Rückblick in 25 Bildern

Vom 27. April bis 01. Mai 2012 führte das Österreichische Weltraum Forum mit 11 internationalen Partnern in den Dachstein Rieseneishöhlen eine Mars Simulation durch. Dieser Analog-Feldtest war der erste, weltweit der in einem Höhlensystem durchgeführt wurde.
Erleben Sie gemeinsam mit uns die Höhepunkte dieser 5 Tage in 25 Bildern.

Sebastian Sam schiebt behutsam Aouda.X aus der Dachstein Gondel (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

1 26. April 2012: Die erste ÖWF Gruppe ist bereits am Donnerstag eingetroffen um das gesamte Material zur Mittelstation auf die “Schönbergalm” zu bringen. Sebastian Sam schiebt dabei behutsam Aouda.X aus der Dachstein Gondelbahn. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Erster Höhlenbesuch des ÖWF Teams, um die späteren Stellen für die Tests festzulegen. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

2 Nachdem das erste Material verstaut ist, die Computer eingeschalten und die Räume aufgeteilt, gibt es einer erste Höhlentour um die potentiellen Stellen für die zukünftigen Test zu identifizieren. Ein großes Fragezeichen bleibt im Team, wie soll man im Anzug durch die Engstellen der Höhlen kommen. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Auf dem Weg zur Höhle am ersten Aufbau- und Testtag (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

3 27. April 2012: Mit der ersten Gondel geht es in einer fünfminutigen Fahrt rauf zur “Schönbergalm”, wo unsere OPS (Operations) in einem Nebenraum des Restaurants installiert wird. Heute werden auch die internationalen Experimentatoren-Teams erwartet und ein erstes “Donning” (Anziehen des Aouda.X Anzugs) steht am Nachmittag auf dem Plan. Davor gibt es noch viel zu tun, so muss noch die gesamte Kommunikationsinfrastruktur in und außerhalb der Höhlen installiert werden. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Nach dem Sicherheitsbriefing gibt es eine gemeinsame Höhlenbesichtigung für alle Experimentatoren (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

4 Nach dem Sicherheitsbriefing für alle Experimentatoren gibt es eine zweistündige Führung durch die Höhlen, schließlich müssen die Experimentatoren auch die Rahmenbedingungen für ihre Experimente kennenlernen. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Aufi aufm Berg - Suittester Daniel Föger trägt den Hard-Upper-Torso zum Höhleneingang. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

5 Währenddessen steht bereits das erste Donning an. Zuvor muss allerdings das gesamte Anzugsmaterial zum Höhleneingang transportiert werden. Trotz kleiner Raupenfahrzeuge muss der Hard-Upper-Torso (obere, feste Teil des Anzugs) vom Anzugtester Daniel Föger selbst hochgetragen werden. Ein 15-minütiger Fußmarsch zum Höhleneingang wird dann schon sehr anstrengend. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Allererstes Donning bei der Dachstein Mars Simulation. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

6 Danach heißt es gleich beginnen mit dem Donning. Das Anziehen des Anzuges dauert ca. 2 Stunden und Daniel wird dabei von 2-3 Helfern (“Suit-Tech’s”) unterstützt. Insgesamt wiegt der Anzug 45 kg. Kurz bevor der Helm geschlossen wird, sind bereits die Lüfter eingeschalten worden und die Kommunikation getestet, so dass dem ersten EVA (Extra-Vehicular-Activity) nichts mehr im Wege steht. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Mit der ersten Gondel geht es hinauf zur Mittelstation um in Ruhe den Ansturm der Medien & Marstweetup Leute vorzubereiten (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

7 28. April 2012: Die Ruhe vor dem Sturm. Heute ist Medientag, neben zahlreichen Journalisten, Kamerateams & Fotografen haben wir heute auch zum MarsTweetup eingeladen. Das Team sammelt sich wie jeden Morgen in der Früh um mit der ersten Gondel hochzufahren. Heute bereits um 07:30, da nicht nur wir zu den Frühaufstehern gehören, sondern auch noch einige Tourengeher, das traumhafter Wetter nützen möchten. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Alejandra Sans & Reinhard Tlustos diskutieren die EVA Planung in der OPS (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

8 In der OPS (Operation) herrscht geschäftiges Treiben. Alejandra Sans (Flightplan) diskutiert mit Reinhard Tlustos (Flight Director Assistent) den heutigen geplante EVA (Extra-Vehicular Activity) anhand der Karte. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Flight Director Norbert Frischauf in Diskussion mit Tom Schachner von den Part-Time Scientists (c) OEWF (Andreas Köhler)

9 Währenddessen stimmt Flight Director Norbert Frischauf noch Details über die geplante Rover-Parade mit Tom Schachner von den Part-Time Scientists ab. (c) OEWF (Andreas Köhler)

16 MarsTweeps aus ganz Europa haben sich eingefunden einen Tag lang, hinter die Kulissen einer Analog Simulation zu blicken (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

10 Gegen 09:00 Uhr treffen dann die MarsTweetup Leute ein. 16 Nutzer der Mikroblogger Plattform Twitter aus ganz Europa sind dem Aufruf des Österreichischen Weltraum Forums gefolgt und bekommen heute einen einzigartigen Blick, hinter die Kulissen einer Mars Analog Simulation. Alexander Soucek fesselt die “Tweeps” (Twitter-Nutzer) am Morgen mit seiner Keynote. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Am Medientag stand der Aouda.X Anzugsimulator im Mittelpunkt der Kamera- & Medienteams (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

11 Ganz klar im Mittelpunkt beim Medientag stand der Aouda.X Raumanzugsimulator. Suittester Daniel Schildhammer beantwortet geduldig die Fragen aller Journalisten, setzte mehrmals den Helm auf und führte die Journalisten immer tiefer in die Höhle. Am Vormittag fand auch eine Pressekonferenz mit einem Vertreter der Dachstein AG, dem Bürgermeister von Obertraun und Projektleiter Gernot Grömer statt. Im Zuge der Pressekonferenz wurdem dem ÖWF auch das Techcos Sicherheitszertifikat verliehen. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Der Magma White rover wurde für die Dachstein Mars Simulation umgebaut um das WISDOM radar zu tragen (c) OEWF (Andreas Köhler)

12 Neben dem Aouda.X Raumanzugsimulator konnten sich die Medienteams auch über die anderen Experimente informieren. So wurde z.B. der polnische Magma White Rover für die Dachstein Mars Simulation umgebaut, um das WISDOM Radar tragen zu können. (c) OEWF (Andreas Köhler)

Das WISDOM radar team mit ihrem zweiten Gerät unternimmt die ersten Messung auf dem Eis. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

13 Das WISDOM Team reiste mit 2 Radar an und konnte auch in Ruhe in einer kleinen Nebenhöhle am Eis erste Georadar-Messungen durchführen. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Suittester Daniel Schildhammer nimmt eine Gesteinsproben im King-Arthur Dome (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

14 Im King-Arthur Dome demonstriert Suittester Daniel Schildhammer, dass es trotz der Limitierungen eines Raumanzugsimulators möglich ist, Geräte zu bedienen und wichtige Gesteinsproben zu sammeln. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Nach dem anstrengenden Tag freut sich Daniel Schildhammer ausgezogen zu werden. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

15 Nachdem anstrengenden, ersten Tag als Suittester freut sich Daniel Schildhammer aus dem Anzug zu kommen und genießt die warmen Sonnenstrahlen. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Suittester Daniel Föger wird den Cliffbot (rechts im Bild) mittels Schnurr über die Eisklippe im Tristan Dome steuern. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

16 29. April 2012: Heute steht die Wissenschaft im Vordergrund. Als erstes Experiment darf Suittester Daniel Föger, den Cliffbot der französischen Mars Society behutsam über eine Eisklippe im Tristan Dome steuern. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Das polnische Magma Team im Parsival Dome beim Testen. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

17 Währenddessen testet das polnische MAGMA Rover Team im Parsival Dome ihren Rover auf blanken Eis. Dabei ist es gar nicht so einfach mit dem Rover auf dem Eis zu fahren, da es auch für die Räder sehr rutschig ist. Der MAGMA White Rover ist außerdem Teil des Open Mars Yard Projekts. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Asimov der Mondrover der Part-Time Scientists im King-Arthur Dome. (c) Part-Time Scientists (Alex Adler)

18 Die Part-Time Scientists haben sich inzwischen mit ihrem “König der Höhlen” im King Arthur Dome eingefunden um mit ihrem Mond Rover Asimov R3 die ersten Fahrtests durchzuführen. Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit, kein leichtes Unterfangen vor allem für den Rover. (c) Part-Time Scientists (Alex Adler)

Bernard Foing und Ulrich Luger kontrollieren die Prozeduren für das Experiment während Suittest Daniel Föger bereits das Material aus dem Koffer nimmt. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

19 Bernard Foing, von der International Lunar Exploration Working Group (ILWEG) geht mit Ulrich Luger, ÖWF, die Prozeduren für die sterile Probenentnahme durch, während Suittester Daniel Föger die benötigten Material aus dem Koffer herrichtet. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Kampf der Roboter ;-) alle anwesenden Rover unterwegs zur OPS (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

20 Am Schluss des dritten Testtages steht noch eine kleine Rover-Parade an. Von groß bis klein, sind zahlreiche Rover bei der Dachstein Mars Simulation vertreten. Auch bei einer bemannten Mars Mission werden zahlreiche, robotische Geräte die Menschen unterstützen. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Lara Vimercati nimmt eine Probe vom Anzug für das JPL (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

21 30. April 2012: Premiere am vierten Testag. Erstmals wird eine wissenschaftliches Experiment mit zugeschalteten Wissenschafter aus Übersee durchgeführt. Via Audio- & Videosignale kann der Hauptverantwortliche Wissenschaftler am JPL (Jet Propulsion Lab) den Anzug an die Stelle steuern, wo Proben entnommen werden sollen bzw. in diesem Fall mittels Assistentin Lara Vimercati Proben vom Anzug nehmen, die später in den Labors des JPL untersucht werden. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Unsere Prinzession ist wahrlich eine Königin der Höhle. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

22 Anmutig und zäh schlägt sich unsere Prinzessin durch die Dachsteineishöhlen und damit hat Sie den Titel “Königin der Höhlen” absolut verdient. Unseren größten Respekt haben sich aber unsere beiden Suittester Daniel Föger und Daniel Schildhammer verdient, welche größte Anstrengungen unternommen haben, die Prinzessin an jede gewünschte Stelle in der Höhle zu führen.

Nachdem das AKG Headset mehrmals während der Test im geschlossenen Helm verrutscht ist, wurde es kurzerhand mittels PowerTap an die Suittester Kappe angeklebt. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

23 Erst im Feld tauchen Probleme auf, die im Labor nie vorhanden waren. So verrutsche den Suittestern regelmäßig das AKG Headset, so dass der Helm erneut geöffnet wurde um das Headset an die ursprüngliche Position zu bringen. Am Mars wäre dies natürlich fatal, weil das Verrutschen nicht nur unangenehm ist, sondern vor allem die Kommunikation behindert bzw. unmöglich macht. Daher wurde das Headset ganz einfach mit Powertap an der Kappe befestigt :-) (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

An vielen Stellen ist die Höhle zu niedrig für die lange Antenne des Suittester, deshalb muss dieser oft gebückt gehen. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

24 Noch kein Feldtest des Österreichischen Weltraum Forums war für die Suittester so anstrengend, wie dieser Höhlentest. Regelmäßig mussten die Suittester sich bücken, um nicht mit der Antenne an den Höhlenwände anzustoßen. Dabei drückt der 45 kg Rucksack schwer auf die Rücken der Tester. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Für das JPL Experiment müssen Eisproben im Tristan Dome genommen werden. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

25 01. Mai 2012: Trotz technischer Schwierigkeiten beim Donning, konnte auch der fünfte Testtag in der Höhle erfolgreich mit zwei Experimenten beendet werden. Für das JPL Experiment wurden erneut Eisproben gesammelt, allerdings wurde das Kommando zwischendurch von der KiwiMars Mission an der MDRS (Mars Desert Research Station) übernommen. Die simulierte den Kommunikationsausfall zwischen Suittester und OPS und die Übernahme der Kommunikation durch eine zweite Marsmission auf der anderen Seite des Planeten. (c) OEWF (Katja Zanella-Kux)

Nach diesen 5 Tagen, bei ca. 0°C sind alle Beteiligten erschöpft und zufrieden. Wir freuen uns schon auf den nächsten Feldtest nächstes Jahr in Marokko. On to Morocco. On to Mars!

April 27 2012

Dachstein Mars Simulation Liveblog

Vom 27. April – 01. Mai 2012 führt das Österreichische Weltraum Forum einen fünftägigen Mars Analog-Feldtest mit internationalen Forschungspartnern in den Mammut- und Rieseneishöhlen der Dachsteinregion in Österreich durch. Dabei werden die neueste Variante des Aouda.X Raumanzugsimulators und ausgewählte geophysikalische und biomedizinische Experimente getestet. Insgesamt werden 12 Experimente mit Forschern aus 10 Ländern und drei Kontinenten durchgeführt (A, D, I, F, USA, P, NL, H, Nz, Pt). Am Medientag findet auch ein Mars-Tweetup (Hashtag #marstweetup) statt. Verfolgen Sie hier unseren Liveblog, wo wir neben den Telemetriedaten, Twitter Updates auch täglich ein Bild des Tages, sowie mehrmals am Tag Updates posten werden.

Webcams & Telemetriedaten:
Auch direkt via mission.oewf.org abrufbar.

zum ÖWF Telemetrie Datenstream

Sa, 28. April, 2012: 08:00 Uhr

Premiere für Österreich, zum ersten Mal findet ein #spacetweetup auf österreichischem Boden statt. 20 Social Media Enthusiasten wurden eingeladen um einen einzigartigen Blick hinter die Kulissen einer Mars Simulation zu werfen. Am Vormittag findet auch noch zusätzlich eine Pressekonferenz statt.

Twitterwall
#marstweetup twitterwall

March 19 2012

Dachstein Mars Simulation 2012

Dachstein giant ice cave

Vom 27. April – 01. Mai 2012 führt das Österreichische Weltraum Forum einen fünftägigen Mars Analog-Feldtest mit internationalen Forschungspartnern in den Mammut- und Rieseneishöhlen der Dachsteinregion in Österreich durch. Dabei wird die neueste Variante des Aouda.X Raumanzugsimulators und ausgewählte geophysikalische und biomedizinische Experimente getestet.

Magma2 Rover Polish Marssociety

Magma2 Rover Polnische Marssociety

Die Dachsteinhöhlen als Mars-Testgelände

Seit wenigen Jahren kennt man auch auf dem Planeten Mars Höhlensysteme, die stabile Umweltbedingungen bieten und damit einer der interessantesten Orte im Sonnensystem für die Suche nach Spuren des Lebens sind. Das Österreichische Weltraum Forum entwickelt für die Erkundung des Roten Planeten Konzepte und Technologien für eine bemannte Mission.

Fokus des Feldtests

  • Tests für den Raumanzug-Prototypen Aouda.X in der neuesten Konfiguration unter realistischen Feldbedingungen: etwa für die Datenübertragung, Mobilität und „Remote Science“ (Durchführung von Experimenten unter Aufsicht und Anleitung von weit entfernten Forschungsteams).
  • Gelegenheit für Forschungsteams um Gerätschaften unter geländetechnisch und logistisch anspruchsvollen Bedingungen im Verbund einzusetzen. Dazu zählt auch der Einsatz des Georadars für die europäische Exomars-Mission, welche 2018 zum Planeten Mars starten wird.
Asimov Jr. Rover (Part-Time Scientists)

Asimov Jr. Rover (Part-Time Scientists)

Insgesamt werden 12 Experimente mit Forschern aus 10 Ländern und drei Kontinenten durchgeführt (A, D, I, F, USA, P, NL, H, Nz, Pt). Am Medientag wird auch ein Mars-Tweetup organisiert, bei dem 20 ausgewählte Social Media Enthusiasten live von den Feldtests berichten werden; mittels eines Live-Streams werden auch ausgewählte Telemetrie-Daten und Videos im Internet übertragen.

Im Rahmen des Medientages am 28. April 2012 können sich MedienvertreterInnen über das aufwendige Forschungsprogramm informieren.

Ansprechpartner Österreichisches Weltraum Forum

Projektleiter: Dr. Gernot Grömer, ÖWF & Universität Innsbruck, *protected email*
Medienkontakt: Mag. Monika Fischer, ÖWF Wien (A), *protected email*

March 08 2012

Hindernislauf für einen Mann im Raumanzug

Dachstein Mars Simulation
27. April – 01. Mai 2012

In Vorbereitung auf die fünf-tägige Mars Simulation am Dachstein, welche eine Anzahl verschiedenster Experimente im Höhlensystem am Dachstein in der Nähe von Obertraun beinhaltet, wurde der Aouda.X Raumanzug und seine Tester einem ersten Test unterzogen.
Wie schnell kann ein Anzugtester mit dem Aouda.X laufen? Wie anstrengend ist es eine Treppenflucht zu erklimmen? Kann er über Felsen klettern? Und wie sieht es aus mit diesen großen aufgeschobenen Schneebergen, in denen jedes Kind zu spielen liebt?
Dieses waren einige der Fragen die das Aouda.X Team am 2. März auf dem Hof des Technikgeländes der Universität Innsbruck zu beantworten erhofften.

Donning für den Test

Kurz vor Testbegin beim Donning des Anzugs (c) ÖWF (Sebastian Hettrich)

Die Leiter des Experiments, Alejandra Sans und Sebastian Hettrich, erarbeiteten eine einfache aber effektive Methode um diese Fragen zu beantworten. Wir alle haben es schon getan: sei es mit dem Auto, auf dem Fahrrad oder auch nur zu Fuß, aber nur ein paar eingeweihte Anzugtester haben die Chance dies mit dem Aouda.X zu tun.
Die Idee war einfach: erstelle einen Kurs mit Hindernissen und bringe die Testperson an ihr Limit.

Ulrich Luger als Anzugtester

Ulrich Luger als Anzugtester (c) ÖWF (Sebastian Hettrich)

Es dauerte nicht lange und das Campusgelände war umgebaut zu einer Hindernisstrecke. Diese Strecke beinhaltete unter anderem auch vier Passagen über besagte Schneeberge, fast 40 Meter über Felsen klettern und mehr als 60 Meter durch matschigen Schnee.
Die Gründe dafür waren, die Geländebedingungen wie sie im Dachstein Höhlensystem vorherrschen zu simulieren. Insgesamt ein gutes Dutzend ÖWF Mitglieder standen dabei tatkräftig zur Seite und halfen bei der Systemverwaltung, An-und Entkleiden des Anzugs, Zeitmessung und sogar beim Aufmalen von simulierten „Steinen“ um dieses Unterfangen zu verwirklichen.

Erster auf der Kursstrecke war der Anzugtester Ulrich Luger, sein Auftritt überstieg die Erwartungen der Experimentatoren. Nach seinem 40 Meter Sprint – sehr zum Erstaunen der Leitung – berichtete er befinde sich immer noch im bester körperlicher Verfassung. Was eine spontane Änderung des Kurses nach sich zog: Zusammengenommen über 110 Meter Treppen steigen und noch einmal 50 Meter Sprint um ihn an sein Limit zu bringen.
Der gesamte Lauf dauerte für Ulrich Luger nur knapp unter einer Stunde, eine sehr viel bessere Leistung als ursprünglich erwartet.

Am Nachmittag und unter etwas matschigeren Bedingungen, nahm Anzugtester Gernot Grömer die Gelegenheit war sich dieser Herausforderung zu stellen. Allerdings war es ihm nicht vergönnt den Hindernislauf komplett zu beenden, da aufgrund zu hoher CO2-Werte im Anzug, der Test schon vorzeitig beendet werden musste. Dennoch gelang es ihm gut und gerne unterhalb 45 Minuten zu bleiben für über Dreiviertel der gesamten Strecke.

Gernot Grömer beim Hindernislauf

Gernot Grömer beim Hindernislauf im Aouda.X Anzug (c) ÖWF (Sebastian Hettrich)

Alles in allen, mit Ausnahme weniger kleinerer technischer Probleme, war diese Simulation ein voller Erfolg. Die Daten werden derzeit noch analysiert und werden Verwendung finden als Ausgangsbasis für Berechnungen eines Weg-optimierenden Programmes welches dann auch bei der Dachstein Mars Simulation zur Verwendung kommen soll.

Kontakt für weitere Fragen:

*protected email* / *protected email*

February 23 2012

Das ÖWF lädt zum ersten MarsTweetup in Österreich ein!

Das Österreichische Weltraum Forum (ÖWF) lädt 20 Twitter-Follower zur Dachstein Mars Simulation ins österreichische Salzkammergut am 28. April 2012 ein.

Ein Tweetup ist ein Treffen von Nutzern der Mikroblogging Plattform Twitter. Dieser MarsTweetup ermöglicht es den Teilnehmern, bei der Dachstein Mars Simulation dabei zu sein, den Raumanzugsimulator Aouda.X kennen zu lernen, sowie gemeinsam mit Wissenschaftler und Raumfahrt-Experten über Analog-Missionen zu diskutieren.

Das ÖWF wird in Kooperation mit internationalen Partnern, an insgesamt an fünf Tagen Experimente und Tests in der Mammut- und Rieseneishöhle am Dachstein bei Obertraun durchführen. Neben der Polnischen Marssociety, die mit ihrem Magma2 Rover die University Rover Challenge 2011 gewonnen hat, wird auch das WISDOM Radar, ein Radar-Experiment für den ESA EXOMARS Rover, getestet, dazu kommt etwa auch ein Remote Science-Experiment mit dem NASA Jet Propulsion Laboratory.

Marstweetup Dachstein Einladung

Programmpunkte des MarsTweetups (geplant):

  • Begrüßung durch ÖWF Vorstand & Social Media Manager Olivia Haider
  • Keynote von ÖWF Vorstand Alexander Soucek
  • Dachstein Mars Simulation Projektleiter Gernot Grömer erzählt über Mars Analogforschung und das Abenteuer Mars Simulation
  • Vorträge und Fragerunden mit Wissenschaftlern und ESA Raumfahrtexperten
  • Dachstein Höhlentour zur laufenden Mars Simulation
  • Blick hinter die Kulissen: Besuch der OPS (Operations = Organisationszentrale) und der verschiedenen Experimentverantwortlichen (z.B. Polnische Marssociety mit MAGMA2 rover, WISDOM radar, Part-Time-Scientist mit rover Asimov u.v.m.)

Anmeldung bis 8. März 2012

Das Tweetup ist für Twitter-Nutzer gedacht, die sich für Raumfahrt interessieren oder dem ÖWF Kanal (@oewf) folgen. Ziel ist es, den Teilnehmern einen einzigartigen Einblick in die Welt der Mars Analog Simulationen zu geben und Ihnen die Möglichkeit bieten, sich direkt mit anderen Twitter-Nutzern auszutauschen.

Die Anmeldung ist ab 1. März 2012 12:00 MEZ unter www.oewf.org/tweetup möglich. Die Anzahl der Teilnehmer ist auf 20 begrenzt, Reise- und Aufenthaltskosten tragen die Teilnehmer selber.

Der offizielle Twitter-Account für den MarsTweetup lautet @oewf, der offizielle Hashtag lautet #marstweetup.

MarsTweetup Ort, Datum

Der MarsTweetup findet am Samstag, 28. April 2012, bei der Mittelstation der „Schönbergalm“ auf ca. 1.350 m Seehöhe von ca. 09:00 – 17:00 Uhr statt (roter Punkt auf der Karte). Den Teilnehmern stehen Arbeitsplätze und kostenloses WLAN zur Verfügung. Der Tweetup wird auf Englisch und Deutsch stattfinden. Tweets in allen Sprachen sind willkommen.
Umweltbedingungen: Der meiste Schnee wird Ende April geschmolzen sein. In den Höhlen wird die Temperatur zwischen -2 und +2 °C betragen und wir erwarten eine Luftfeuchtigkeit bis zu 100% – in den Höhlen wird es feucht, kalt und schmutzig sein. Da wir in einer gebirgigen Gegend sein werden, empfehlen wir gutes Schuhwerk und warme Kleidung mitzubringen.


Größere Karte anzeigen

Zusagen
Die Anmeldefrist endet am Donnerstag, 8. März 2012 um 12:00 MEZ. Nach der Anmeldefrist werden die 20 Twitter-Teilnehmer per Email benachrichtigt. Alle anderen Bewerber kommen auf die Warteliste und erhalten per Email weitere Informationen. Zusagen sind nicht übertragbar. Über Twitter werden wir über den aktuellen Stand berichten.

Weiter Fragen? Kontaktieren Sie uns per Email unter *protected email*

Weitere Informationen:

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