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World Space Week 2013 im Welser Science Center “Welios”

Am 5. Oktober lauschten über 100 Besucher im Welios Wels (Oberösterreich) den Vorträgen von Eva und Stefan Hauth, die an diesem Abend im Rahmen der World Space Week gehalten wurden. Gestartet wurde mit einer Schilderung der diesjährigen ÖWF Mission Mars 2013 in Marokko. Mittels einer bunten Mischung aus Fakten, Bildern und Anekdoten konnten die Zuschauer in die Erfahrungen einer analogen Marssimulation eintauchen.

Spannend wurde es auch im zweiten Teil, als Haritina Mogosanu live aus der
Mars Desert Research Station (MDRS) in Utah (USA) zugeschaltet wurde. Glücklicherweise hielt die Satellitenverbindung in die Wüste und so konnte Haritina den Zuschauern die MDRS ein bisschen näher bringen und ihre Leidenschaft für den Weltraum und die Erkundung des Mars teilen.

Kinder dürfen Rover MAVRIC in den USA steuern. (c) ÖWF (Hilde Hauth)

Kinder dürfen Rover MAVRIC in den USA steuern. (c) ÖWF (Hilde Hauth)

Anschließend wurde in einer Schaltung zur Universität Iowa (USA) der Rover MAVRIC vorgestellt. Josh Delarm und sein Team erklärten die Motivation hinter diesem Projekt und wie sie mit ihrem Rover die Aufgaben der University Rover Challenge bewältigen wollen. Außerdem ermöglichten sie es als besonderes Zuckerl, zwei jungen Besuchern den Rover von Wels aus über das Internet fernzusteuern.

Der gelungene Abend wurde zu guter Letzt noch durch eine von Leo Ludick moderierte Podiumsdiskussion mit

  • Bruno Josseck von der TU Graz,
  • dem Weltraumschneider Rudolf Hujber sowie
  • Eva und Stefan Hauth vom ÖWF

abgerundet. Dabei erhielten die Zuschauer einen Rückblick auf Austromir, Einblicke in die Arbeit eines Weltraumschneiders, erfuhren, was es mit TUGSat auf sich hat und warum es gerade für Österreich wichtig ist, sich auch im Forschungsbereich Weltraum zu betätigen und zu positionieren.

v.re: Eva Hauth, Stefan Hauth, Weltraumschneider Rudolf Hujber (c) ÖWF (Hilde Hauth)

v.re: Eva Hauth, Stefan Hauth, Weltraumschneider Rudolf Hujber (c) ÖWF (Hilde Hauth)

Im Rahmenprogramm konnten sich die anwesenden Kinder selbst wie Astronauten fühlen, wenn sie in einen Kinderraumanzug des ÖWFs schlüpften. Für die größeren Besucher gab es einen Weltraumsimulator, in dem man sich so richtig durchwirbeln lassen konnte. Außerdem konnte einige Exponate wie ein
Sokol-Anzug von Mike Köberl und die Austromir-Sensor-Weste von Rudolf Hujber in Augenschein genommen werden. Astronomieinteressierte konnten sich den Sternenhimmel am Tag ihrer Geburt ansehen. Und natürlich stand den Besuchern auch die Ausstellung des Welios offen.
Bericht: Eva und Stefan Hauth

(c) ÖWF (Hilde Hauth)

(c) ÖWF (Hilde Hauth)

Weiterführende Informationen:

Aouda.X sammelt Gesteinsprobe für Earth Master Sample!

Luca Foresta, our Aouda.X analog astronaut suit tester, has been out to the banks of the Sill river in Innsbruck to collect a rock for the ‘Earth Master Sample’ project.

First, Luca took a wide shot to show the general location:

Luca, our analogue astronaut, takes a wide shot to show the general location.

Luca, our analogue astronaut, takes a wide shot to show the general location.

He included our social media team leader, Olivia Haider, in the shot to show the scale:

 

2-Wide_shot

Take a picture of the sample site and a scale (e.g. classmate, family member etc…) from at least 10m distance.

Next, he selected a suitable candidate rock, about the size of his fist, and took a close-up picture with his phone to give an idea of the scale.

3-Coordinates

Take a close-up picture with a scale (e.g. hammer, pen, etc)

Luca collected his selected rock. The Earth Master Sample team requests fist-sized samples to make sure that the geologists that will be analysing the rocks have enough material to work with.

4-Picking_up_rock

Take a fist-sized rock sample. (No soil samples, no sand please).

Luca put the sample into a clean plastic bag to protect it during its journey to its destination.

5-Bagging_rock

Put the sample into a clean plastic bag.

 

Using a permanent marker, he wrote the coordinates, the date and the time on the plastic bag…

6-Labelling_rock

Label the sampling bag with: date (DD/MM/YY) + Ttme (HH:MM) + geographical coordinates. (e.g. 17AUG13 17:22, 47.234 N / 11.234 E). Send an email to *protected email* listing the geographical location, the two pictures and the contact coordinates of a contact person.

… and sent it to the Austrian Space Forum to form part of the Earth Master Sample! All the rocks submitted will be analysed by our geologists, then a small piece from each will be ground into a powder and mixed together to form the Earth Master Sample. This will be mingled with a fragment of a Mars meteorite, melted down and crafted into commemorative crystals by the company Swarovski. The crystals will be presented to decision makers and heads of space agencies around the world – by submitting a rock, you are adding your voice to the message that analogue research and future exploration of Mars matters and is something that the public supports.

7-Post_rock

Mail the rock-sample to:
Austrian Space Forum / Earth Master Sample Project
Sillufer 3a
6020 Innsbruck
AUSTRIA
Deadline: 15. November 2013 (for arrival at the Austrian Space Forum)

 

WSW 2013 Mission to Mars: MDRS Bericht des Kommandanten Tag 4

Aktivitätenbericht der MDRS, von Haritina Mogosanu

Lunch_MDRS

Mittag im MDRS, das Essen wurde im Rahmen der MDRS Food Study von Dr. Jean Hunter vorbereitet. Im Bild von links nach rechts, Randy Dunning, Tricia Smedley, Jon Rask, Jean Hunter and Hari Mogosanu.

Das Team hatte einen sehr früher Tasgesbegin, um 7:30 Ortszeit. Der Höhepunkt des Tages war das Sammeln der Earth Master Sample durchgeführt von Kommandant Jon Rask und Mission Specialist Randy Dunning während der EVA (Aussenboardeinsatz)  zur Durchführung des SediChem Experiments.

Verdichtungen im Gestein, das Ziel des SediChem Experimentes, könnten ebenso auf dem Mars zu finden sein. Diese sind im Allgemeinen ein Indiz für das frühere Vorkommen von Wasser auf dem Mars. Der Mars an sich scheint reich an solchen Verdichtungen, genannt „blueberrier“ zu sein. Die „blueberries“ auf dem Mars scheinen im Überfluss vorhanden zu sein, meist in Form von Hematit, einer mineralischer Form von Eisen.

Wissenschaftler erwarten mit Spannung diese Verdichtungen, sind sie doch Anzeichen einer früheren Ansammlung von organischem Material und im speziellen auf Basis von Wasser. Abseits davon können sie allerdings auch aufgrund vulkanischer Aktivität entstanden sein, was wiederum unsere Wissenschaftler auf den Plan ruft, die nun abwägen müssen auf Grundlage welcher geologischen Aktivität diese Formationen entstanden sein mögen. Das ist einer der Hauptgründe warum großen Wert darauf gelegt werden muss, dass das Remote Science Team und das Team vor  Ort Hand in Hand arbeiten müssen bei einer Mission dieses Ausmaßes. Am wichtigsten ist, dass die Wissenschaftler vor Ort genau wissen, was genau sie in der immensen Anzahl an vorhandenen Objekten gerade beobachten sollen.

Das ist der Hauptgrund warum das Verständnis der Geologie des Mars, zentraler Punkt unserer Übung bei der MDRS, in Marokko oder bei den vielen anderen Orten unserer Analogforschung ist.

Heute haben Jon und Randy, Photos und Proben für unser wissenschaftliches Team gesammelt, die hoffentlich dazu beitragen werden, die Zusammensetzung und den Entstehungsprozess zu verstehen.

 

Ein weiterer Tag bis das Team zur Erde zurückkehren wird, und wir alle wümschen Euch eine frohe World Space Week 2013, von der Mars Desert Research Station in Utah.

 

Ad Astra,

Haritima Mogosanu

Wir hatten heute sechs Besucher: WSW Mission to Mars Cartoon Tag 3

Cartoon für den Tag 3  für die an der WSW 2013 Mission to Mars teilnehmende MDRS Crew. Credit: Eugene Georgiades

Cartoon für den Tag 3 für die an der WSW 2013 Mission to Mars teilnehmende MDRS Crew. Credit: Eugene Georgiades

World Space Walk 2013

World_Space_Walk_2013_banner

Heute feiern wir die World Space Week mit einer Neuerung. Vier Analogastronauten-Teams auf der ganzen Welt werden, koordiniert vom Mission Control Center in Innsbruck, gleichzeitig arbeiten und ihre Experimente durchführen.

Die Raumanzug Testkandidaten werden Aufgaben zu Beweglichkeit und um Mobilität durchführen, während sie folgende Anzüge tragen:

Diese Experimente sind Teil des WSW 2013 Experiments D-TREX, durchgeführt vom österreichischen Weltraum Forum.

“D-TREX ist ein Planungstool, basierend auf statistischen Messungen, die den durchschnittlichen Zeitunterschied zwischen Experimenten, die mit einem Raumanzug durchgeführt werden (Außenbordeinsatz – EVA (Extra Vehicular Activities)) und der Durchführung derselben Aktivitäten ohne Anzug, zeigen sollen.” erklärt Analog Astronaut Luca Foresta. “D-TREX ist der Nachfolger zum DELTA© Experiment, welches wir im Rahmen der Mars2013 Mission des österreichischen Weltraum Forums in Marokko im heurigen Jahr durchgeführt haben.

Während der DELTA© Kampagne, führten Analog Astronauten sechs Experimente durch. Zuerst mit dem Aouda.X Anzug und danach ohne Anzug. Dabei wurden unterschiedliche Aspekte der Beweglichkeit beleuchtet, unter anderem der Gang über unebene Oberflächen oder die Geschicklichkeiten von Händen und Fingern beim Gebrauch von kleinen technischen Geräten. Die Analog Astronauten haben dabei vordefinierte Bewegungsmuster auf einem 9 mal 20 Meter großen Hindernisparkour ausgeführt.

“Wenn wir uns in der Zukunft auf eine bemannte Mission zum Mars vorbereiten, benötigen wir soviel Wissen wie möglich über die Machbarkeit und Grenzen von Arbeiten mit dem Raumanzug auf Planetenoberflächen. Für den ersten World Space Walk haben wir die großartige Möglichkeit gleich mit vier unterschiedlichen Teams, die Raumanzüge entwicklen, zusammenzuarbeiten und den gleichen Aufgabenkatalog für die Teilnehmer bereitzustellen. Mit verschiedenen Teams in verschiedenen Anzügen kann man natürlich keinen exakten Vergleich machen, aber wir können uns darüber klar werden, wie Raumanzüge die Beweglichkeit des Raumfahrers beeinträchtigen. Das heutige Experiment ist ein kleiner, aber wichtiger Meilenstein, unterschiedliche Analog Raumanzugsysteme annähernd zu vergleichen.” so Gernot Grömer, der Obmann des österreichischen Weltraum Forum.

Kurzbericht und Linksammlung zum zweiten MarsTweetup

Vergangenen Samstag, am 5. Oktober 2013, fand während der World Space Week 2013 im Mission Control Center des Österreichischen Weltraum Forum der zweite MarsTweetup statt. Über ein Dutzend Teilnehmer, vor allem Nutzer des Mikrobloggingdienstes Twitter, nahmen an dieser interessanten Veranstaltung Teil.

Am Vormittag begrüßten uns Olivia Haider vom österreichischen Weltraum Forum, Anita Heward von Europlanet und Remco Timmermans von der World Space Week Association. Danach folgte eine Vorstellung des ÖWF und dessen Tätigkeiten durch Obmann Gernot Grömer. Vor allem beleuchtete Gernot Grömer die Morocco 2013 Mars Analog Field Simulation vom vergangenen Frühjahr.

Nach einer Tour durch die Räumlichkeiten des Mission Control Center schlüpfte Daniel Schildhammer in den Raumanzug Simulator Aouda.X und gemeinsam mit seinem Kollegen Christoph Gautsch stand er dem Publikum Rede und Antwort zu den Tätigkeiten der Analog Astronauten und den Experimenten, die dabei durchgeführt werden.

Analog Astronaut Daniel Schildhammer

Analog Astronaut Daniel Schildhammer

Zwischendurch waren via Videokonferenzen Wissenschaftler und Ingenieure aus Spanien, Polen und Ungarn zugeschalten. Wir lernten dabei den Puli Rover kennen, erfuhren etwas über die University Rover Challenge und den Google Lunar X Prize. Nach einer Schaltung in die Mars Desert Research Station (MDRS) in Utah endete schließlich die Veranstaltung.

Hangout session with Alejandro Catalá from the Centro de Astrobiología, Spain

Hangout Konferenz mit Alejandro Catalá vom Centro de Astrobiología, Spanien

Links:

Oliva Haider auf Twitter
Europlanet auf Twitter
Remco Timmermans auf Twitter
ÖWF Vorstand
Morocco 2013 Mars Analog Field Simulation
Dachstein Eishöhlen
Dachstein Mars Simulation
World Space Week Association
RLS-ExoMars
Centro de Astrobiología
Puli Space, Dr. Tibor Pacher
Puli Rover, Video 1, Video 2
Google X Prize
Magma White rover
Michał Grześ
Białystok university
University Rover Challenge
Aouda.X spacesuit simulator
Analog Astronauts Trainingswochenende
Podcast Episode über Analog Astronauten
Mars Desert Research Station
Mars Society

Dieser Artikel wurde vom ÖWF Mitgleid und MarsTweetup Teilnehmer Clemens Kleinlercher verfasst, der auch den ÖWF Podcast Letters from the future produziert.

Photos: (c) OeWF (Clemens Kleinlercher)

Isoliert auf einer Marsmission… und die Mitarbeiter im Mission Control Center

Ein Carton für die WSW 2013 Mission zum Mars von Eugene Georgiades

Ein Cartoon für die WSW 2013 Mission to Mars von Eugene Georgiades

Cartoonist Eugene Georgiades hat diesen Cartoon für die WSW 2013 Mission to Mars Crew gezeichnet. Während Rothemden auf dem Mars im Moment eher Mangelware sind, gibt es davon einige im Mission Control Center in Innsbruck!

Mission Control

Das Team im MCC in Innsbruck, Austria (mit einem außerirdischen Gast!). Credit: (c) OeWF (Remco Timmermans)

WSW 2013 Mission to Mars: MDRS Bericht des Kommandanten Tag 3

WSW MDRS 2013 team (1)Unser Tag begann früh. Um 7 Uhr starteten wir mit einer Telefonkonferenz mit dem MCC. Die Crew führe den ganzen Tag wieder einige Aussenboardeinsätze (EVA) durch, allen voran zur Entnahme von Sandproben, SediChem und Experimente zur Erfassung sedimentbedingter Landschaftsveränderungen. Randall (Randy) Dunning und Patricia (Tricia) Marie Smedley begannen mit den EVAs und verließen das Habitat 11 Kilometer in Richtung Norden, unweit des Toothy Ridge und fotografierten dabei die im Rahmen der Experimente vorgegebenen Punkte zur Vermessung von Erosion. Dabei entnahmen sie auch Sandproben.

Wie auch gestern entnahmen Haritina (Hari) Mogosanu und Jean Hunter Sandproben in der Nähe des Habitats. Randy nahm zudem Fotos für das SediChem Experiment auf. Nachdem Tricia und Hari in Hanksville Treibstoff besorgt hatten, betankte ich mit Tricias Hilfe die ATVs. Nach dem Mittagessen machten sich Randy und Tricia auf den Weg zum Cracking Table Feld. Ich legte meinen Schwerpunkt auf Aktivitäten im und rund um das Habitat, vor allem auf Lieferung des Nachschubs, Wartung und das Verfassen des Aktivitätentagebuchs – alles Dinge die für den Erfolg von allen Missionen, auch zukünftigen Mond- und Marsmissionen von besonderer Wichtigkeit sind.

Eine gute Dokumentation aller Tätigkeiten, egal wie einfach oder komplex, kurz oder lang, erfolgreich oder nicht erfolgreich ein Experiment ist, ist für uns am MDRS von großer Wichtigkeit. Es hilft sowohl den Crewmitgliedern als auch den Missionsplanern besser zu begreifen, warum manche Aufgaben erfolgreich abgeschlossen, andere wiederum nicht abgeschlossen werden können. Zum Beispiel, kann eine Aufzeichung aller Aktivitäten dabei helfen zu identifizieren ob eine Erhöhung oder Verringerung der Arbeitslast notwendig ist, vor allem wenn nicht eingeplante unvorhergesehene Dinge geschehen. Kurz gesagt: Ein Logbuch hilft dabei Prozessabläufe zu optimieren und die Effizienz zu erhöhen.

Wir hatten heute sechs Besucher. Damit hatten wir eine großartige Gelegenheit ihnen die World Space Week näher zu bringen. Vier unerwartete aber willkommene Besucher, die gerade durch Hanksville reisten, erfuhren vom MDRS und entschieden sich dafür es mit eigenen Augen zu sehen – und natürlich freuten sie sich darüber dort zu sein. Es ist klar, dass die Existenz des MDRS nun einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wird und Menschen lange Reisen unternehmen um das Habitat zu sehen. Jean hat einen Vorteil daraus gezogen und diese Möglichkeit zur Öffentlichkeitsarbeit genutzt und den Besuchern alles großartig erklärt.

DG, unsere treue und geschätzte helfende Hand aus Hanksville war unser fünfter Besucher. Er sprach mit der Crew und kontrollierte Treibstoff- und Wasserstände. Er half auch dabei Wasser vom Wassertank des Trailers zum Habitat zu transportieren. Auch unterstützte er uns beim Ölwechsel des Generators. Als wir beim Generator waren, bemerkten wir, dass die Säure der Batterie am kochen war. Eine Behebung des Problems wird von DG geprüft und wahrscheinlich morgen durchgeführt.

John Barainca von der Mars Society war unser sechster Besucher. Er ist ein MDRS Veteran und jemand, der die Mars Society großartig unterstützt. Es war schön ihn wieder zu sehen – wir nahmen uns Zeit und sprachen über den Mars, die Erforschung des Weltraums, die Astronomie, das MDRS und wir gingen nach draußen um den Überflug der Internationalen Raumstaion zu beobachten. Wir diskutierten außerdem darüber wie Crewmitglieder die Produktion im Gewächshaus erhöhen könnten.

WSW 2013 Mission to Mars: MDRS Bericht des Kommandanten Tag 2

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Entnahme einer Bodenprobe durch Haritina Mogosanu

Die Aktivitäten des 2013 MDRS Team im Rahmen der World Space Week (WSW) 2013 gehen weiter. Zahlreiche Telefonkonferenzen wurden heute bereits für die WSW abgehalten und für den Nachmittag sind bereits wieder Aussenboardeinsätze (EVA) geplant. Randy and Jon haben sich auf den Weg nach Tooth Ridge, Jason`s Rock und Giant`s Toes gemacht (ca. 10 km nördlich des HAB) und zahlreiche Photos für das Experiment zur Veränderungsanalyse mitgebracht.  Hari und Jean haben des Weiteren eine EVA zur Entnahme einer Sandprobe durchgeführt. D-TREX EVA`s wurden ebenfalls nochmals von allen Team Mitgliedern durchgeführt um noch  mehr Datenpunkte und Zeitwerte für den Vergleich zwischen Aufgaben mit Raumanzugssimulator und ohne den Simulator zu erhalten.

Erste Ergebnisse der D-TREX Studie
Es wird angenommen, dass der MDRS Raumanzugssimulator nicht nur die geringere Mobilität und Genauigkeit sondern auch den sich dadurch ergebenden Zeitverlust für die Arbeitsschritte während der EVA den realen Umständen bei Aussenboardeinsätzen im Weltaum ziemlich genau nachstellen kann. Eine erste und grobe Analyse der Daten die während der D-TREX Studie gesammelt wurden, untermauert die These, wie im Diagram dargestellt wird. Die Daten sind allerdings noch nicht vollständig ausgewertet.

 

 

Jason's Rock 2013

Jason’s Rock 2013

Zum Vergleich: Jason's Rock 2008 und 2006

Zum Vergleich:
Jason’s Rock 2008 und 2006

 

Während der EVA, wurde Jason`s rock photografiert um die Veränderungen während der letzten Jahre zu beurteilen. Zum Vergleich wurden Photos von 2006 und 2008 herangezogen.

 

 

 

 

Weiters wurde festgestellt, dass eines der Teammitglieder nicht in der Lage war mit den zur Verfügung gestellten Handschuhen eine Boden- und Gesteinsprobe zu entnehmen, wie es die Aufgabe vorgesehen hätte. Dieses Ergebnis ist ein gutes Beispiel dafür wie wichtig das Design der Handschuhe ist und welch große Auswirkungen es auf den Simulationsablauf und damit auf den Raumanzug selbst hat. Der Test bei dem 20 bzw. 200 Meter zurückgelegt werden mussten ergab, dass der MDRS Raumanzug auf die grobmotorischen Fähigkeiten und den groben Bewegungsapparat nur wenig Auswirkung hat.

Eine Vielzahl an Faktoren wie z.B. die Erfahrung des Anzugtesters und oder dessen Körpergröße können ebenfalls Einfluss darauf nehmen warum mehr (oder weniger) Zeit für denselben Auftrag benötigt wird. Diese Effekte wurden bei der D-TREX Studie aber nicht näher untersucht. Je nachdem aus welchem Gesichtspunkt man die gesammelten Daten betrachtet kann man den Effekt des MDRS Raumanzuges auf die benötigte Zeit von 4 vollkommen unterschiedlichen Tätigkeiten beurteilen.

WSW 2013 Mission to Mars: MDRS Bericht des Kommandanten Tag 1

Auf den Spuren der wissenschaftlichen Experimente und Aussenboardeinsätze, durchgeführt von der MDRS am 4. Oktober (Route und Bildmaterial)

trails_day1Als Besatzung der 2013 Mars Desert Research Station (MDRS) für die World Space Week 2013 (WSW 2013) erreichten wir das Habitat um ca. 12:15 MDT am 4. Oktober. Kurz nach der Ankunft haben wir erfahren, dass Jamie Guined ihre Teilnahme aufgrund der Ereignisse rund um die Stilllegung des NASA-Betriebes absagen musste. Bereits für den Tag geplant war ein WSW Google Hangout mit dem Mission Control Center (MCC) in Österreich und unseren WSW „Exploring Mars, Discovering Earth“ Partnern um 4:00 Uhr in der Früh Ortszeit (12:00 CEST) am 4. Oktober, um damit offiziell die Aktivitäten rund um die WSW 2013 zu beginnen.

Nach einer sehr kurzen Nacht, erfolgte der Check des HAB (analog Mars Lander Habitat Modul) durch die MDRS WSW Crew. Alle Systeme waren voll funktionstüchtig, das HAB sauber und aufgeräumt. Der Startschuss zu den Aussenaktivitäten kam kurz nach Mittag, nachdem der zeitliche Ablauf, bedingt durch das Fehlen eines Crewmitgliedes, geringfügig angepasst werden musste.

Als erstes wurden unsere Gefährte, die ATV`s (All Terrain Vehicles) überprüft, 4 der blauen ATV`s waren funktionstüchtig (2 weitere verweigerten die Inbetriebnahme trotz geladener Akkus). Eines der nicht startenden blauen ATV`s hatte ein leckes Gasventil. In der „on“ Stellung waren die Ventile zwar dicht, in jeder anderen Position jedoch nicht, was damit zu den Startproblemen beigetragen haben dürfte. An der Beseitigung der Startprobleme der roten ATV`s wurde nicht gearbeitet. Eine besondere Herausforderung stellt für uns die Kommunikation während des simulierten Aussenboardeinsatzes (EVA) da. Unsere Funkgeräte die im HAB zur Verfügung standen waren in schlechtem Zustand und nur eingeschränkt funktionstüchtig. Die Fehlersuche ist noch nicht abgeschlossen.

Wissenschaftliche Tätigkeiten

Hunter_ATVEiner der “D-TREX” Aussenboardeinsätze (kurz EVA) wurde mit dem Raumanzugssimulator durchgeführt und dann ohne den Simulator wiederholt, um spezielle Funktionstests durchführen zu können, die von den Partnern in Österreich entwickelt wurden.  Mit diesem Test wurde versucht zu evaluieren wieviel zusätzliche Zeit durch den Raumanzug bei den einzelnen Aufgaben eingeplant werden muss. Im Detail wurden 4 verschiedene Aufgabenstellungen in dieser Simulation erfüllt: (1) das Entnehmen einer Bodenprobe (2) das Entnehmen einer Gesteinsprobe (3) zurücklegen von 20 metern und (4) zurücklegen von 200 metern. Die 4 Aufgabenstellungen wurde im Anschluss ohne den Raumanzugssimulator wiederholt. Die Zeitwerte wurden für 36 einzelne Tests ermittelt (es wurden einzelne Schritte bis zu 3-mal wiederholt um eine breitere Basis an Datenwerten zu erhalten). Haritina (Hari) Mogosanu, Jean Hunter und Patricia (Tricia) Marie Smedley schlossen jeweils 12 Aufgabenstellungen ab. Die gesammelten Daten wurden zusammen mit allen weiteren DTREX Datenpunkten in eine Matrix zur weiteren Auswertung zusammengefügt.

Zusätzlich zur DTREX EVA, wurde eine EVA zur „Veränderungsanalyse“ von Hari, Jean und Tricia durchgeführt. Das EVA Team besuchte dazu das „White Mushroom Field“ in der Nähe des HAB um Photos der exakt selben Stelle wie in den  Jahren 2006 und 2008 zu nehmen um damit die sichtbare Erosion im Laufe der vergangenen Jahre zu beurteilen .

Earth Master Sample – Gesteinprobenentnahme für zukünftige Erforscher

Aouda.X nimmt eine Gesteinsprobe (c) ÖWF (Paul Santek)

Zwei Welten. Ein Kristall (c) ÖWF (Paul Santek)

Ein erstmaliges Highlight der World Space Week ist das Earth Master Sample, für die wir die Unterstützung des bekannten Kristallhersteller Swarovski gewinnen konnten. Auf der ganzen Welt werden regionale Gesteinsproben entnommen und in das Mission Control Center nach Innsbruck gesendet. Geologen analysieren diese und mischen sie mit einem echten Mars Meteoriten: Swarovski wird aus diesen Gesteinsproben aus zwei Welten eine Spezialedition von Kristallen herstellen, die wir wieder in die ganze Welt verteilen.
Zwei Welten. Ein Kristall.

Die Probenentnahme ist traditionell die Aktivitäten die am häufigsten von Erforschern durchgeführt wird. Wenn wir Menschen zum Mars senden, ist die Entnahme von Gesteinsproben einer der wichtigsten Aktivitäten am Mars. Daher laden SchülerInnen, StudentInnen und Weltraumbegeisterte ein, mittels einem einfachen Protokoll, welches einer echten Prozedur für Mars Analogsimulationen nachempfunden wurde, Gesteinsproben zu entnehmen und gemeinsam mit einem Bild und den zugehörigen Geokoordinaten zu uns ins MCC nach Innsbruck zu senden. Einsendefrist ist Anfang November.

Anleitung & weiterführende Informationen (in Englisch):
www.oewf.org/cms/earth-master-sample.phtml

Alle Proben werden von der World Space Week gesammelt, registriert, verkleinert und vermischt in das sogenanntes “Erde Master-Sample”.  Am Ende wird noch ein Mars Meteorit hinzugefügt.  Aus diesem Gemisch wird die Firma Swarovski einen 5mm großen Kristall produzieren und aus Material hergestellt ist, das von zwei verschiedenen Welten stammt :-)

Diese Spezial-Edition von Kristallen werden and Weltraum-Institute und Entscheidungsträger verteilt als Signal für ein weltweites Interesse an Weltraum Erforschung.

Finde den Meteoriten im Bild und gewinnen ein ÖWF Goodie Bag!

Wir haben alle Steine am Bild nummeriert, finde den Mars Meteoriten und poste die Antworten als Kommentar um an der Verlosung teilzunehmen.

Spot the meteorite (c) OeWF (Paul Santek)

(c) OeWF Paul Santek

Disclaimer: ÖWF Mitglieder, Organisatoren und Mitarbeiter im MCC der World Space Week sind vom Wettbewerb ausgeschlossen.

Bild des Tages, World Space Week 2013

Herz des Missionskontrollzentrums in Innsbruck (c) ÖWF (Paul Santek)

Alle Kommunikationskanäle laufen im MCC zusammen. (c) ÖWF (Paul Santek)

104. Oktober 2013
Mitten im Mission Control Center (Missionskontrollzentrum, MCC) in Innsbruck: Der Flight Control Room (Flugkontrollraum) ist das Herzstück der Einrichtung. Von hier aus spricht der „CapCom“ mit den Analog-Astronauten in Utah und Innsbruck, werden Konferenzschaltungen mit Schulen und Partner aus der ganzen Welt koordiniert und leitet der „Flight Director“ mit Unterstützung durch den „Flight Director Assistant“ (erkennbar an Hemd und Krawatte) die World Space Week 2013 Mars-Simulation.
Heute starten wir in die World Space Week 2013 und feiern den Beginn des Weltraumzeitalters vor 56 Jahren. (c) ÖWF (Paul Santek)

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