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Die besten Bilder des Jahres 2013

Auch 2013 blickt das Österreichischen Weltraum Forum am letzten Tag des Jahres zurück und lässt das Jahr Revue passieren. 2013 war ein aufregendes, intensives Jahr mit zwei großen Missionen (MARS2013 Simulation in der Nordsahara in Marokko und die World Space Week 2013), viel Forschung und vielen Aktionen um Menschen für Weltraum zu begeistern. Die nachfolgenden Fotos sind eine willkürliche Auswahl und zeigen das Jahr 2013 in einem bunten Querschnitt.

MSC während MARS2013

1 Mission Support Center Innsbruck: Flight Director Alexander Soucek (Mitte) in Diskussion mit Remote Science & Flugplanung. Die MARS2013 Simulation wurde in Innsbruck von einem Mission Support Center unterstützt, in der mehr als 50 Freiwillige zum Erfolg der Mars Analog Simulation beitrugen.

Aouda.X & Aouda.S Marokko (c) ÖWF (Katja Zanella-Kux)

2 MARS2013! Im Februar 2013 simulierte das Österreichische Weltraum Forum einen Monat lang eine bemannte Mars Mission in der Nordsahara von Marokko. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle noch einmal an die Marrokanische “Gendamerie Royale” die unser 10-köpfiges Team vor Ort bestmöglichst unterstützte.  Foto: ÖWF (Katja Zanella-Kux)

Lochkamerabild: Mars Analog Raumanzug (c) Stefan Hauth

3 Historische Mars Analogmission? Das Bild wurde mittels einer selbstgebastelten Lochkamera während der MARS2013 Simulation aufgenommen und zeigt Aouda.S vor einem der wenigen Bäume. (Foto: Stefan Hauth)

Polarsternpreis 2013 ergeht an Othman Mazlan

4 Polarsternpreis 2013: Seit fünf Jahren zeichnet das Österreichische Weltraum Forum Menschen aus, die für Weltraum begeistern. 2013 fanden wir mit Prof. Dr. Mazlan Othman eine würdige Preisträgerin: Dr. Othman hat sich während ihrer gesamte Karriere für die Faszination bemannte Raumfahrt und Astronomie engagiert.

Mars Science Workshop (c) ÖWF (Rafael Stanuch)

5 Mars Science Workshop: Drei Tage stand im Zeichen der Wissenschaft der MARS2013 Simulation. Erste Ergebnisse wurde präsentiert, mögliche Paper diskutiert und die nächsten Schritte festgelegt. Eine Special Edition des Astrobiology Magazin zu MARS2013 wird 2014 erscheinen. Foto: ÖWF (Rafael Stanuch)

Raumfahrt für Tschernobyl Kinder

6 Ein Weltraumtag für Kinder von Tschernobyl: Alexander Soucek und Gerhard Grömer bereiteten einer Gruppe von Kindern aus der Ukraine, die auf Erholungsurlaub in Österreich waren, einen unvergesslichen Weltraum-Nachmittag.

Raumfahrt-Tage in der Solar City

7 10 Jahre Volksschule Solar City (Linz): Aus Anlass dieses Jubiläums schnupperten die Schülerinnen und Schüler zwei Tage lang Weltraumluft. Mit den Kinderaumanzügen, Mars Rover und Expertinnen und Experten des Österreichisches Weltraum Forums konnten nicht nur die Kinder für Raumfahrt begeistert werden.

Zieleworkshop 2013, Rakenstart (c) ÖWF (Stefan Hauth)

8 Zieleworkshop2013:  Im idyllischen Salzburg Ort Berndorf bei Salzburg fand der jährliche Zieleworkshop des Österreichischen Weltraum Forums statt. Neben Workshops kam auch der Teamgeist nicht zu kurz. So bereiteten Norbert Frischauf und Alexander Soucek einen Modellraketenstart vor. Foto: ÖWF (Stefan Hauth)

WSW2013 Eröffnung (c) ÖWF (Claudia Stix)

9 Alle Systeme auf “Go”: Anläßlich der World Space Week 2013 wurde in Innsbruck ein Missionskontrollzentrum eingerichtet. Zum Start der World Space Week wurden 20 Partner gebeten ihr “Go” zur World Space Week Mission zu übermitteln. Als Ehrengast anwesend: Österreichs bislang einziger Kosmonaut Franz Viehböck (hinten links sitzend) und World Space Week Executive Director Remco Timmermans (hinten rechts sitzend). Foto: ÖWF (Claudia Stix)

MCC während WSW2013

10 Missionskontrollzentrum bei Nacht: Ruhe nach dem Sturm. Während den Betriebszeiten des Missionskontrollzentrums wurden im Stundentakt Telecons mit Schulen, Vereine und Museen auf der ganzen Welt durchgeführt. Mehr als 80 Nationen beteiligten sich an der WSW, alleine auf Twitter erreichten wir mehr als 17 Millionen Menschen.

Audioversum Sounds of Space (c) Audioversum

11 Dangerzone: Im Innsbrucker Audioversum Science Center gibt es seit Anfang Dezember eine ÖWF-kuratierte Sonderaustellung zum Thema Sounds of Space. Unter anderem kann in der “Dangerzone” ein Raketenstart live miterlebt werden. Das Österreichische Weltraum Forum war beratend tätig und zeigt sich auch für die inhaltliche und technische Umsetzung der Ausstellung verantwortlich. Foto: Audioversum


Video bei YouTube ansehen / Watch video on youtube

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12 MARS2013 Camp “Wehyprecht” bei Nacht: Timelapse Aufnahme des Basiscamp der einmonatigen Mars Analogsimulation MARS2013 in der Nordsahara von Marokko. Video: ÖWF (Stefan Hauth)

World Space Week 2013 im Welser Science Center “Welios”

Am 5. Oktober lauschten über 100 Besucher im Welios Wels (Oberösterreich) den Vorträgen von Eva und Stefan Hauth, die an diesem Abend im Rahmen der World Space Week gehalten wurden. Gestartet wurde mit einer Schilderung der diesjährigen ÖWF Mission Mars 2013 in Marokko. Mittels einer bunten Mischung aus Fakten, Bildern und Anekdoten konnten die Zuschauer in die Erfahrungen einer analogen Marssimulation eintauchen.

Spannend wurde es auch im zweiten Teil, als Haritina Mogosanu live aus der
Mars Desert Research Station (MDRS) in Utah (USA) zugeschaltet wurde. Glücklicherweise hielt die Satellitenverbindung in die Wüste und so konnte Haritina den Zuschauern die MDRS ein bisschen näher bringen und ihre Leidenschaft für den Weltraum und die Erkundung des Mars teilen.

Kinder dürfen Rover MAVRIC in den USA steuern. (c) ÖWF (Hilde Hauth)

Kinder dürfen Rover MAVRIC in den USA steuern. (c) ÖWF (Hilde Hauth)

Anschließend wurde in einer Schaltung zur Universität Iowa (USA) der Rover MAVRIC vorgestellt. Josh Delarm und sein Team erklärten die Motivation hinter diesem Projekt und wie sie mit ihrem Rover die Aufgaben der University Rover Challenge bewältigen wollen. Außerdem ermöglichten sie es als besonderes Zuckerl, zwei jungen Besuchern den Rover von Wels aus über das Internet fernzusteuern.

Der gelungene Abend wurde zu guter Letzt noch durch eine von Leo Ludick moderierte Podiumsdiskussion mit

  • Bruno Josseck von der TU Graz,
  • dem Weltraumschneider Rudolf Hujber sowie
  • Eva und Stefan Hauth vom ÖWF

abgerundet. Dabei erhielten die Zuschauer einen Rückblick auf Austromir, Einblicke in die Arbeit eines Weltraumschneiders, erfuhren, was es mit TUGSat auf sich hat und warum es gerade für Österreich wichtig ist, sich auch im Forschungsbereich Weltraum zu betätigen und zu positionieren.

v.re: Eva Hauth, Stefan Hauth, Weltraumschneider Rudolf Hujber (c) ÖWF (Hilde Hauth)

v.re: Eva Hauth, Stefan Hauth, Weltraumschneider Rudolf Hujber (c) ÖWF (Hilde Hauth)

Im Rahmenprogramm konnten sich die anwesenden Kinder selbst wie Astronauten fühlen, wenn sie in einen Kinderraumanzug des ÖWFs schlüpften. Für die größeren Besucher gab es einen Weltraumsimulator, in dem man sich so richtig durchwirbeln lassen konnte. Außerdem konnte einige Exponate wie ein
Sokol-Anzug von Mike Köberl und die Austromir-Sensor-Weste von Rudolf Hujber in Augenschein genommen werden. Astronomieinteressierte konnten sich den Sternenhimmel am Tag ihrer Geburt ansehen. Und natürlich stand den Besuchern auch die Ausstellung des Welios offen.
Bericht: Eva und Stefan Hauth

(c) ÖWF (Hilde Hauth)

(c) ÖWF (Hilde Hauth)

Weiterführende Informationen:

Wir hatten heute sechs Besucher: WSW Mission to Mars Cartoon Tag 3

Cartoon für den Tag 3  für die an der WSW 2013 Mission to Mars teilnehmende MDRS Crew. Credit: Eugene Georgiades

Cartoon für den Tag 3 für die an der WSW 2013 Mission to Mars teilnehmende MDRS Crew. Credit: Eugene Georgiades

World Space Walk 2013

World_Space_Walk_2013_banner

Heute feiern wir die World Space Week mit einer Neuerung. Vier Analogastronauten-Teams auf der ganzen Welt werden, koordiniert vom Mission Control Center in Innsbruck, gleichzeitig arbeiten und ihre Experimente durchführen.

Die Raumanzug Testkandidaten werden Aufgaben zu Beweglichkeit und um Mobilität durchführen, während sie folgende Anzüge tragen:

Diese Experimente sind Teil des WSW 2013 Experiments D-TREX, durchgeführt vom österreichischen Weltraum Forum.

“D-TREX ist ein Planungstool, basierend auf statistischen Messungen, die den durchschnittlichen Zeitunterschied zwischen Experimenten, die mit einem Raumanzug durchgeführt werden (Außenbordeinsatz – EVA (Extra Vehicular Activities)) und der Durchführung derselben Aktivitäten ohne Anzug, zeigen sollen.” erklärt Analog Astronaut Luca Foresta. “D-TREX ist der Nachfolger zum DELTA© Experiment, welches wir im Rahmen der Mars2013 Mission des österreichischen Weltraum Forums in Marokko im heurigen Jahr durchgeführt haben.

Während der DELTA© Kampagne, führten Analog Astronauten sechs Experimente durch. Zuerst mit dem Aouda.X Anzug und danach ohne Anzug. Dabei wurden unterschiedliche Aspekte der Beweglichkeit beleuchtet, unter anderem der Gang über unebene Oberflächen oder die Geschicklichkeiten von Händen und Fingern beim Gebrauch von kleinen technischen Geräten. Die Analog Astronauten haben dabei vordefinierte Bewegungsmuster auf einem 9 mal 20 Meter großen Hindernisparkour ausgeführt.

“Wenn wir uns in der Zukunft auf eine bemannte Mission zum Mars vorbereiten, benötigen wir soviel Wissen wie möglich über die Machbarkeit und Grenzen von Arbeiten mit dem Raumanzug auf Planetenoberflächen. Für den ersten World Space Walk haben wir die großartige Möglichkeit gleich mit vier unterschiedlichen Teams, die Raumanzüge entwicklen, zusammenzuarbeiten und den gleichen Aufgabenkatalog für die Teilnehmer bereitzustellen. Mit verschiedenen Teams in verschiedenen Anzügen kann man natürlich keinen exakten Vergleich machen, aber wir können uns darüber klar werden, wie Raumanzüge die Beweglichkeit des Raumfahrers beeinträchtigen. Das heutige Experiment ist ein kleiner, aber wichtiger Meilenstein, unterschiedliche Analog Raumanzugsysteme annähernd zu vergleichen.” so Gernot Grömer, der Obmann des österreichischen Weltraum Forum.

Isoliert auf einer Marsmission… und die Mitarbeiter im Mission Control Center

Ein Carton für die WSW 2013 Mission zum Mars von Eugene Georgiades

Ein Cartoon für die WSW 2013 Mission to Mars von Eugene Georgiades

Cartoonist Eugene Georgiades hat diesen Cartoon für die WSW 2013 Mission to Mars Crew gezeichnet. Während Rothemden auf dem Mars im Moment eher Mangelware sind, gibt es davon einige im Mission Control Center in Innsbruck!

Mission Control

Das Team im MCC in Innsbruck, Austria (mit einem außerirdischen Gast!). Credit: (c) OeWF (Remco Timmermans)

Interview mit Haritina Mogosanu

Stefan Hauth vom Österreichischen Weltraum Forum führte, im Rahmen der langen Nacht der Museen (5. Oktober 2013) im Welios Science Center in Wels, ein Gespräch mit Haritina Mogosanu. Haritina ist ein Crewmitglied der WSW 2013 Mission in der Mars Desert Research Station (MDRS). 

Stefan: Kannst du uns ein bischen von dir erzählen?

Hari-MogosanuHaritina: Mein Name ist Haritina Mogosanu, ich bin ehrenamtlich als Manager Education Relations für die World Space Week tätig. Ausserdem arbeite ich als Biowissenschaftlerin für die Regierung in Neuseeland und engagiere mich in der wissenschaftlichen Kommunikation für Astronomie, Planetarien und Projekte mit Weltraumbezug. In der MDRS bin ich aktuell Erster Offizier.

Stefan: Warum engagierst du dich für die Erkundung des Mars?

Haritina: Ich glaube fest daran, daß die Menschheit nur mit guter Ausbildung Fortschritte machen kann. Egal für welchen Beruf man sich entscheidet, man sollte sich dafür bewusst entscheiden. Der Weltraum ist ein großartiges Thema um Kinder und Schüler für das Lernen zu begeistern. Nicht jede Karriere führt automatisch in den Weltraum, aber auch wenn sich jemand zum Beispiel für Meeresbiologie entscheidet, könnte der Weltraum die Inspiration dafür gegeben haben. Der Mars ist sehr interessant, weil er viele ähnliche Eigenschaften wie die Erde hat. Durch die Erkundung können wir gleichzeitig vieles über beide Planeten lernen.

Stefan: Du warst ja schon einmal in der MDRS im Jahr 2012 als Kommandantin der KiwiMars Mission. Was waren die Ziele von KiwiMars? Was waren damals deine Aufgaben?

Haritina: : Ich habe damals KiwiMars organisiert und war Commander. Wir haben damals viele Liveschaltungen für Schülern und die Öffentlichkeit in Neuseeland gemacht

Stefan: Was sind die Ziele eures jetzigen Aufenthalts?

Von links nach rechts: Patricia (Tricia) Marie Smedley, Jean Hunter, Haritina Mogosanu

Patricia (Tricia) Marie Smedley, Jean Hunter, Haritina Mogosanu

Haritina:Die aktuelle Mission ist eine Demonstration der MDRS, deshalb sind wir auch nur 4 Tage hier. Aber – das heißt nicht das wir diese Mission nicht ernst nehmen. Die aktuelle Crew besteht aus erfahrenen Wissenschaftlern und Mitgliedern der MDRS Betreuungsgruppe. Diese Leute bilden normalerweise Crews aus, bevor sie in die MDRS kommen.

Jon Rask, der aktuelle Commander, hat den Ausbildungsleitfaden für Feldmissionen der NASA geschrieben, der auch für die MDRS verwendet wird. Jean Hunter ist Leiterin einer NASA Nahrungsmittelstudie an der die Crews der letzten Jahre teilgenommen haben.

Alle zusammen sind auch großartig bei Wissenschaft zu vermitteln, darum wollten wir sie in der Crew haben. Und alle haben sich bereiterklärt in ihrer Freizeit für die Mission zur Verfügung zu stehen. Wir können wirklich stolz und glücklich sein über diese Crew.

Stefan: Kannst du uns noch ein wenig über euren derzeitigen MDRS Aufenthalt erzählen?

Haritina: Die MDRS ist wirklich ein unglaublicher Ort um Forschung für den Mars auf der Erde zu betreiben. Normalerweise dauern die simulierten Missionen hier zwei Wochen und werden zwischen November und April durchgeführt, weil es dann zu heiss wird. Am Mars wird es nie wärmer als 18° (achtzehn Grad) Celsius. Das müssen wir beachten, wenn wir vorgeben wollen wirklich am Mars zu sein. Diesmal geht es aber darum der ganzen Welt zu zeigen, daß es diesen Ort gibt und daß hier echte Forschung betrieben wird.

Stefan: Kannst du uns ein wenig in der MDRS rumführen?

Haritina: Ja.

Stefan: Wie lange dauert es bis man den Anzug anhat und durch die Schleuse raus ist?

Haritina: Aus der Erfahrung heraus würde ich sagen rund eine halbe Stunde.

Stefan: Von wo bekommt ihr euer Essen?

Haritina: Unsere Mahlzeiten kommen aus einer NASA Nahrungsstudie, wir essen also das selbe Zeug das zukünftige Mars Astronauten bekommen würden. Wir verkosten es und können dann sagen, was uns geschmeckt hat und was nicht.

Stefan: Wie schaut ein typischer Tag in der MDRS aus? Wann steht ihr auf?

Haritina: Der Flugplan sagt uns, wann wir aufstehen müssen und was zu tun ist. Im Grunde ist das wie im Büro, bevor man ein Projekt startet macht man einen Plan.

Stefan: What is a flight plan?

Haritina: Der Flugplan ist wie ein Stundenplan in der Schule, damit du weisst was du wann zu tun hast. Manchmal müssen wissenschaftliche Arbeiten, wie Proben entnehmen, tagsüber durchgeführt werden, also machen wir es dann.

Stefan: Wie seid ihr mit der „Erde“ (z.b. mit dem MCC in Innsbruck) verbunden? Simuliert ihr auch die Zeitverzögerung zwischen Erde und Mars?

Haritina: Aktuell simulieren wir das nicht, aber manche Crews machen das in der Simulation.

Stefan: Welche Experimente kann man in der MDRS durchführen?

Haritina: In der MDRS kann man alles untersuchen!! Unter den Mitgliedern meiner vorherigen Crews waren ein Künstler und ein Weltraum-Anwalt. Aber wir haben Biologen, Chemiker, Ingineure, Raktenwissenschaftler, einfach alles was einem einfällt.

Living on Mars

6648932-IMG_0161Stefan: Wie ist das mit fünf Anderen auf engstem Raum in einer abgeschlossenen Unterkunft zu leben?

Haritina: Es ist fantastisch! Wenn du der Typ dazu bist. Es ist nicht anders als auf einer Mission in die Antarktis, obwohl – in der Antarktis trifft man mehr Leute.

Stefan: Gibt es psychologische Herausforderungen?

Haritina: Um das herauszufinden gibt es die MDRS, welchen Typ Mensch man dabeihaben will.

Stefan: Wie gestaltet ihr eure Freizeit?

Haritina: Ich kann nur für mich sprechen, aber in einem Projekt wie diesem braucht man viel Leidenschaft für das was man tut. Also denkt man in seiner Freizeit über seine Projekte nach. Das ist kein normaler neun bis fünf Arbeitstag. Man muss auch auf seinen Körper hören, der sagt einem was er will, dann geht man schlafen oder entspannt mit einem Buch oder einem Film. Die meiste Zeit verbringt man ja im Haus. Daher wollen die meisten in der MDRS mit Freunden und Familie in Kontakt bleiben. Und dann gibt es da natürlich noch Social Media.

Stefan: Wie lange war dein bisher längster Aufenthalt in der MDRS?

Haritina:Zwei Wochen. Die Mars Society hat eine zweite Station names Flashline Mars Antarctic Station. Ein Aufenthalt dort dauert mindestens ein halbes Jahr.

Stefan: Kannst du uns eure Aufgaben und Kommando-Hierarchie ein wenig erklären?

Haritina: Es gibt einen Commander, Ersten Offizier und Sicherheitsoffizier. Aber jeder hat hier mehrere Aufgaben. Man braucht einen Journalisten, Wissenschaftsoffiziere, Geologen und natürlich Techniker die die Station am Laufen halten.

Stefan: Wie ähnlich ist die MDRS zu einem wirklichen Mars Habitat?

Haritina: Sehr ähnlich.

Stefan: Kannst du dir vorstellen wie es wäre in einem echten Habitat am Planten Mars zu leben?

Haritina: Ja, das wäre wie eine MDRS aus der du den rot-braunen Mars-Himmel sehen würdest. Und natürlich, wenn dir etwas passieren würde, müsstest du das Krankenhaus vermutlich erst aufbauen.

WSW 2013 Mission to Mars: MDRS Bericht des Kommandanten Tag 1

Auf den Spuren der wissenschaftlichen Experimente und Aussenboardeinsätze, durchgeführt von der MDRS am 4. Oktober (Route und Bildmaterial)

trails_day1Als Besatzung der 2013 Mars Desert Research Station (MDRS) für die World Space Week 2013 (WSW 2013) erreichten wir das Habitat um ca. 12:15 MDT am 4. Oktober. Kurz nach der Ankunft haben wir erfahren, dass Jamie Guined ihre Teilnahme aufgrund der Ereignisse rund um die Stilllegung des NASA-Betriebes absagen musste. Bereits für den Tag geplant war ein WSW Google Hangout mit dem Mission Control Center (MCC) in Österreich und unseren WSW „Exploring Mars, Discovering Earth“ Partnern um 4:00 Uhr in der Früh Ortszeit (12:00 CEST) am 4. Oktober, um damit offiziell die Aktivitäten rund um die WSW 2013 zu beginnen.

Nach einer sehr kurzen Nacht, erfolgte der Check des HAB (analog Mars Lander Habitat Modul) durch die MDRS WSW Crew. Alle Systeme waren voll funktionstüchtig, das HAB sauber und aufgeräumt. Der Startschuss zu den Aussenaktivitäten kam kurz nach Mittag, nachdem der zeitliche Ablauf, bedingt durch das Fehlen eines Crewmitgliedes, geringfügig angepasst werden musste.

Als erstes wurden unsere Gefährte, die ATV`s (All Terrain Vehicles) überprüft, 4 der blauen ATV`s waren funktionstüchtig (2 weitere verweigerten die Inbetriebnahme trotz geladener Akkus). Eines der nicht startenden blauen ATV`s hatte ein leckes Gasventil. In der „on“ Stellung waren die Ventile zwar dicht, in jeder anderen Position jedoch nicht, was damit zu den Startproblemen beigetragen haben dürfte. An der Beseitigung der Startprobleme der roten ATV`s wurde nicht gearbeitet. Eine besondere Herausforderung stellt für uns die Kommunikation während des simulierten Aussenboardeinsatzes (EVA) da. Unsere Funkgeräte die im HAB zur Verfügung standen waren in schlechtem Zustand und nur eingeschränkt funktionstüchtig. Die Fehlersuche ist noch nicht abgeschlossen.

Wissenschaftliche Tätigkeiten

Hunter_ATVEiner der “D-TREX” Aussenboardeinsätze (kurz EVA) wurde mit dem Raumanzugssimulator durchgeführt und dann ohne den Simulator wiederholt, um spezielle Funktionstests durchführen zu können, die von den Partnern in Österreich entwickelt wurden.  Mit diesem Test wurde versucht zu evaluieren wieviel zusätzliche Zeit durch den Raumanzug bei den einzelnen Aufgaben eingeplant werden muss. Im Detail wurden 4 verschiedene Aufgabenstellungen in dieser Simulation erfüllt: (1) das Entnehmen einer Bodenprobe (2) das Entnehmen einer Gesteinsprobe (3) zurücklegen von 20 metern und (4) zurücklegen von 200 metern. Die 4 Aufgabenstellungen wurde im Anschluss ohne den Raumanzugssimulator wiederholt. Die Zeitwerte wurden für 36 einzelne Tests ermittelt (es wurden einzelne Schritte bis zu 3-mal wiederholt um eine breitere Basis an Datenwerten zu erhalten). Haritina (Hari) Mogosanu, Jean Hunter und Patricia (Tricia) Marie Smedley schlossen jeweils 12 Aufgabenstellungen ab. Die gesammelten Daten wurden zusammen mit allen weiteren DTREX Datenpunkten in eine Matrix zur weiteren Auswertung zusammengefügt.

Zusätzlich zur DTREX EVA, wurde eine EVA zur „Veränderungsanalyse“ von Hari, Jean und Tricia durchgeführt. Das EVA Team besuchte dazu das „White Mushroom Field“ in der Nähe des HAB um Photos der exakt selben Stelle wie in den  Jahren 2006 und 2008 zu nehmen um damit die sichtbare Erosion im Laufe der vergangenen Jahre zu beurteilen .

WSW, PLSS und TeenXpress

Wochenbericht 19.08.-23.08.2013
Nina arbeitet am PLSSUnd wieder ist eine Woche zu Ende gegangen! Die Zeit fliegt vorbei, man glaubt es kaum. Diese Woche war, wie schon die einige der vorigen, Großteils bestimmt vom Umbau des PLSS (Personal Life Support System) von Aouda.X und den Vorbereitungen für die World Space Week (WSW). Was die Woche besonders gemacht hat, war ein kleiner Wehmutstropfen: es war die letzte Woche von Melissa Achorner. Wir danken ihr für die tolle Arbeit, die sie in den letzten Wochen geleistet hat.

Die World Space Week betreffend: es geht voran! Wir sind mitten in den Verhandlungen mit unseren internationalen Partnern bezüglich des genauen Ablaufs. Mit jedem Tag rückt die WSW näher, aber mit jedem Tag steigt auch unsere Bereitschaft.

Startende FeststoffraketeDer Korpus des PLSS ist schon in ihren Grundzügen fertig (aus Glasfaserplatten; ein wunderbarer Werkstoff!), sie muss noch verstärkt und gestrichen werden, dann ist sie bereit das Innenleben aufzunehmen. Dieses ist auch rasant auf dem Weg Richtung Vollendung, der 3D-Drucker läuft den ganzen Tag, um mitzukommen. Am Freitag war Stefan Hauth im Suitlab, um zu testen ob sich auch alles mit den elektronischen Komponenten und deren Kabeln im neuem PLSS ausgeht; sein finaler Kommentar: „Ich denk’, es sollt’ machbar sein.“
Ein Punkt, der natürlich auch nicht außer Acht gelassen werden sollte ist der Feststoffraketenworkshop, der am Donnerstag im Zuge des TeenXpress der Stadt Innsbruck stattfand. Julia Neuner und ich betreuten den zweieinhalb-stündigen Workshop, bei dem sieben Jugendliche Feststoffraketen bastelten, deren Flugprofil wir mithilfe eines Computerprogramms berechneten und selbstverständlich auch starteten. Fazit: ein angenehmer Nachmittag mit einer kleinen, feinen Gruppe, der es (hoffentlich) Spaß gemacht hat.

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Schweinderl