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Wir hatten heute sechs Besucher: WSW Mission to Mars Cartoon Tag 3

Cartoon für den Tag 3  für die an der WSW 2013 Mission to Mars teilnehmende MDRS Crew. Credit: Eugene Georgiades

Cartoon für den Tag 3 für die an der WSW 2013 Mission to Mars teilnehmende MDRS Crew. Credit: Eugene Georgiades

World Space Walk 2013

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Heute feiern wir die World Space Week mit einer Neuerung. Vier Analogastronauten-Teams auf der ganzen Welt werden, koordiniert vom Mission Control Center in Innsbruck, gleichzeitig arbeiten und ihre Experimente durchführen.

Die Raumanzug Testkandidaten werden Aufgaben zu Beweglichkeit und um Mobilität durchführen, während sie folgende Anzüge tragen:

Diese Experimente sind Teil des WSW 2013 Experiments D-TREX, durchgeführt vom österreichischen Weltraum Forum.

“D-TREX ist ein Planungstool, basierend auf statistischen Messungen, die den durchschnittlichen Zeitunterschied zwischen Experimenten, die mit einem Raumanzug durchgeführt werden (Außenbordeinsatz – EVA (Extra Vehicular Activities)) und der Durchführung derselben Aktivitäten ohne Anzug, zeigen sollen.” erklärt Analog Astronaut Luca Foresta. “D-TREX ist der Nachfolger zum DELTA© Experiment, welches wir im Rahmen der Mars2013 Mission des österreichischen Weltraum Forums in Marokko im heurigen Jahr durchgeführt haben.

Während der DELTA© Kampagne, führten Analog Astronauten sechs Experimente durch. Zuerst mit dem Aouda.X Anzug und danach ohne Anzug. Dabei wurden unterschiedliche Aspekte der Beweglichkeit beleuchtet, unter anderem der Gang über unebene Oberflächen oder die Geschicklichkeiten von Händen und Fingern beim Gebrauch von kleinen technischen Geräten. Die Analog Astronauten haben dabei vordefinierte Bewegungsmuster auf einem 9 mal 20 Meter großen Hindernisparkour ausgeführt.

“Wenn wir uns in der Zukunft auf eine bemannte Mission zum Mars vorbereiten, benötigen wir soviel Wissen wie möglich über die Machbarkeit und Grenzen von Arbeiten mit dem Raumanzug auf Planetenoberflächen. Für den ersten World Space Walk haben wir die großartige Möglichkeit gleich mit vier unterschiedlichen Teams, die Raumanzüge entwicklen, zusammenzuarbeiten und den gleichen Aufgabenkatalog für die Teilnehmer bereitzustellen. Mit verschiedenen Teams in verschiedenen Anzügen kann man natürlich keinen exakten Vergleich machen, aber wir können uns darüber klar werden, wie Raumanzüge die Beweglichkeit des Raumfahrers beeinträchtigen. Das heutige Experiment ist ein kleiner, aber wichtiger Meilenstein, unterschiedliche Analog Raumanzugsysteme annähernd zu vergleichen.” so Gernot Grömer, der Obmann des österreichischen Weltraum Forum.

Isoliert auf einer Marsmission… und die Mitarbeiter im Mission Control Center

Ein Carton für die WSW 2013 Mission zum Mars von Eugene Georgiades

Ein Cartoon für die WSW 2013 Mission to Mars von Eugene Georgiades

Cartoonist Eugene Georgiades hat diesen Cartoon für die WSW 2013 Mission to Mars Crew gezeichnet. Während Rothemden auf dem Mars im Moment eher Mangelware sind, gibt es davon einige im Mission Control Center in Innsbruck!

Mission Control

Das Team im MCC in Innsbruck, Austria (mit einem außerirdischen Gast!). Credit: (c) OeWF (Remco Timmermans)

WSW 2013 Mission to Mars: MDRS Bericht des Kommandanten Tag 3

WSW MDRS 2013 team (1)Unser Tag begann früh. Um 7 Uhr starteten wir mit einer Telefonkonferenz mit dem MCC. Die Crew führe den ganzen Tag wieder einige Aussenboardeinsätze (EVA) durch, allen voran zur Entnahme von Sandproben, SediChem und Experimente zur Erfassung sedimentbedingter Landschaftsveränderungen. Randall (Randy) Dunning und Patricia (Tricia) Marie Smedley begannen mit den EVAs und verließen das Habitat 11 Kilometer in Richtung Norden, unweit des Toothy Ridge und fotografierten dabei die im Rahmen der Experimente vorgegebenen Punkte zur Vermessung von Erosion. Dabei entnahmen sie auch Sandproben.

Wie auch gestern entnahmen Haritina (Hari) Mogosanu und Jean Hunter Sandproben in der Nähe des Habitats. Randy nahm zudem Fotos für das SediChem Experiment auf. Nachdem Tricia und Hari in Hanksville Treibstoff besorgt hatten, betankte ich mit Tricias Hilfe die ATVs. Nach dem Mittagessen machten sich Randy und Tricia auf den Weg zum Cracking Table Feld. Ich legte meinen Schwerpunkt auf Aktivitäten im und rund um das Habitat, vor allem auf Lieferung des Nachschubs, Wartung und das Verfassen des Aktivitätentagebuchs – alles Dinge die für den Erfolg von allen Missionen, auch zukünftigen Mond- und Marsmissionen von besonderer Wichtigkeit sind.

Eine gute Dokumentation aller Tätigkeiten, egal wie einfach oder komplex, kurz oder lang, erfolgreich oder nicht erfolgreich ein Experiment ist, ist für uns am MDRS von großer Wichtigkeit. Es hilft sowohl den Crewmitgliedern als auch den Missionsplanern besser zu begreifen, warum manche Aufgaben erfolgreich abgeschlossen, andere wiederum nicht abgeschlossen werden können. Zum Beispiel, kann eine Aufzeichung aller Aktivitäten dabei helfen zu identifizieren ob eine Erhöhung oder Verringerung der Arbeitslast notwendig ist, vor allem wenn nicht eingeplante unvorhergesehene Dinge geschehen. Kurz gesagt: Ein Logbuch hilft dabei Prozessabläufe zu optimieren und die Effizienz zu erhöhen.

Wir hatten heute sechs Besucher. Damit hatten wir eine großartige Gelegenheit ihnen die World Space Week näher zu bringen. Vier unerwartete aber willkommene Besucher, die gerade durch Hanksville reisten, erfuhren vom MDRS und entschieden sich dafür es mit eigenen Augen zu sehen – und natürlich freuten sie sich darüber dort zu sein. Es ist klar, dass die Existenz des MDRS nun einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wird und Menschen lange Reisen unternehmen um das Habitat zu sehen. Jean hat einen Vorteil daraus gezogen und diese Möglichkeit zur Öffentlichkeitsarbeit genutzt und den Besuchern alles großartig erklärt.

DG, unsere treue und geschätzte helfende Hand aus Hanksville war unser fünfter Besucher. Er sprach mit der Crew und kontrollierte Treibstoff- und Wasserstände. Er half auch dabei Wasser vom Wassertank des Trailers zum Habitat zu transportieren. Auch unterstützte er uns beim Ölwechsel des Generators. Als wir beim Generator waren, bemerkten wir, dass die Säure der Batterie am kochen war. Eine Behebung des Problems wird von DG geprüft und wahrscheinlich morgen durchgeführt.

John Barainca von der Mars Society war unser sechster Besucher. Er ist ein MDRS Veteran und jemand, der die Mars Society großartig unterstützt. Es war schön ihn wieder zu sehen – wir nahmen uns Zeit und sprachen über den Mars, die Erforschung des Weltraums, die Astronomie, das MDRS und wir gingen nach draußen um den Überflug der Internationalen Raumstaion zu beobachten. Wir diskutierten außerdem darüber wie Crewmitglieder die Produktion im Gewächshaus erhöhen könnten.

Interview mit Haritina Mogosanu

Stefan Hauth vom Österreichischen Weltraum Forum führte, im Rahmen der langen Nacht der Museen (5. Oktober 2013) im Welios Science Center in Wels, ein Gespräch mit Haritina Mogosanu. Haritina ist ein Crewmitglied der WSW 2013 Mission in der Mars Desert Research Station (MDRS). 

Stefan: Kannst du uns ein bischen von dir erzählen?

Hari-MogosanuHaritina: Mein Name ist Haritina Mogosanu, ich bin ehrenamtlich als Manager Education Relations für die World Space Week tätig. Ausserdem arbeite ich als Biowissenschaftlerin für die Regierung in Neuseeland und engagiere mich in der wissenschaftlichen Kommunikation für Astronomie, Planetarien und Projekte mit Weltraumbezug. In der MDRS bin ich aktuell Erster Offizier.

Stefan: Warum engagierst du dich für die Erkundung des Mars?

Haritina: Ich glaube fest daran, daß die Menschheit nur mit guter Ausbildung Fortschritte machen kann. Egal für welchen Beruf man sich entscheidet, man sollte sich dafür bewusst entscheiden. Der Weltraum ist ein großartiges Thema um Kinder und Schüler für das Lernen zu begeistern. Nicht jede Karriere führt automatisch in den Weltraum, aber auch wenn sich jemand zum Beispiel für Meeresbiologie entscheidet, könnte der Weltraum die Inspiration dafür gegeben haben. Der Mars ist sehr interessant, weil er viele ähnliche Eigenschaften wie die Erde hat. Durch die Erkundung können wir gleichzeitig vieles über beide Planeten lernen.

Stefan: Du warst ja schon einmal in der MDRS im Jahr 2012 als Kommandantin der KiwiMars Mission. Was waren die Ziele von KiwiMars? Was waren damals deine Aufgaben?

Haritina: : Ich habe damals KiwiMars organisiert und war Commander. Wir haben damals viele Liveschaltungen für Schülern und die Öffentlichkeit in Neuseeland gemacht

Stefan: Was sind die Ziele eures jetzigen Aufenthalts?

Von links nach rechts: Patricia (Tricia) Marie Smedley, Jean Hunter, Haritina Mogosanu

Patricia (Tricia) Marie Smedley, Jean Hunter, Haritina Mogosanu

Haritina:Die aktuelle Mission ist eine Demonstration der MDRS, deshalb sind wir auch nur 4 Tage hier. Aber – das heißt nicht das wir diese Mission nicht ernst nehmen. Die aktuelle Crew besteht aus erfahrenen Wissenschaftlern und Mitgliedern der MDRS Betreuungsgruppe. Diese Leute bilden normalerweise Crews aus, bevor sie in die MDRS kommen.

Jon Rask, der aktuelle Commander, hat den Ausbildungsleitfaden für Feldmissionen der NASA geschrieben, der auch für die MDRS verwendet wird. Jean Hunter ist Leiterin einer NASA Nahrungsmittelstudie an der die Crews der letzten Jahre teilgenommen haben.

Alle zusammen sind auch großartig bei Wissenschaft zu vermitteln, darum wollten wir sie in der Crew haben. Und alle haben sich bereiterklärt in ihrer Freizeit für die Mission zur Verfügung zu stehen. Wir können wirklich stolz und glücklich sein über diese Crew.

Stefan: Kannst du uns noch ein wenig über euren derzeitigen MDRS Aufenthalt erzählen?

Haritina: Die MDRS ist wirklich ein unglaublicher Ort um Forschung für den Mars auf der Erde zu betreiben. Normalerweise dauern die simulierten Missionen hier zwei Wochen und werden zwischen November und April durchgeführt, weil es dann zu heiss wird. Am Mars wird es nie wärmer als 18° (achtzehn Grad) Celsius. Das müssen wir beachten, wenn wir vorgeben wollen wirklich am Mars zu sein. Diesmal geht es aber darum der ganzen Welt zu zeigen, daß es diesen Ort gibt und daß hier echte Forschung betrieben wird.

Stefan: Kannst du uns ein wenig in der MDRS rumführen?

Haritina: Ja.

Stefan: Wie lange dauert es bis man den Anzug anhat und durch die Schleuse raus ist?

Haritina: Aus der Erfahrung heraus würde ich sagen rund eine halbe Stunde.

Stefan: Von wo bekommt ihr euer Essen?

Haritina: Unsere Mahlzeiten kommen aus einer NASA Nahrungsstudie, wir essen also das selbe Zeug das zukünftige Mars Astronauten bekommen würden. Wir verkosten es und können dann sagen, was uns geschmeckt hat und was nicht.

Stefan: Wie schaut ein typischer Tag in der MDRS aus? Wann steht ihr auf?

Haritina: Der Flugplan sagt uns, wann wir aufstehen müssen und was zu tun ist. Im Grunde ist das wie im Büro, bevor man ein Projekt startet macht man einen Plan.

Stefan: What is a flight plan?

Haritina: Der Flugplan ist wie ein Stundenplan in der Schule, damit du weisst was du wann zu tun hast. Manchmal müssen wissenschaftliche Arbeiten, wie Proben entnehmen, tagsüber durchgeführt werden, also machen wir es dann.

Stefan: Wie seid ihr mit der „Erde“ (z.b. mit dem MCC in Innsbruck) verbunden? Simuliert ihr auch die Zeitverzögerung zwischen Erde und Mars?

Haritina: Aktuell simulieren wir das nicht, aber manche Crews machen das in der Simulation.

Stefan: Welche Experimente kann man in der MDRS durchführen?

Haritina: In der MDRS kann man alles untersuchen!! Unter den Mitgliedern meiner vorherigen Crews waren ein Künstler und ein Weltraum-Anwalt. Aber wir haben Biologen, Chemiker, Ingineure, Raktenwissenschaftler, einfach alles was einem einfällt.

Living on Mars

6648932-IMG_0161Stefan: Wie ist das mit fünf Anderen auf engstem Raum in einer abgeschlossenen Unterkunft zu leben?

Haritina: Es ist fantastisch! Wenn du der Typ dazu bist. Es ist nicht anders als auf einer Mission in die Antarktis, obwohl – in der Antarktis trifft man mehr Leute.

Stefan: Gibt es psychologische Herausforderungen?

Haritina: Um das herauszufinden gibt es die MDRS, welchen Typ Mensch man dabeihaben will.

Stefan: Wie gestaltet ihr eure Freizeit?

Haritina: Ich kann nur für mich sprechen, aber in einem Projekt wie diesem braucht man viel Leidenschaft für das was man tut. Also denkt man in seiner Freizeit über seine Projekte nach. Das ist kein normaler neun bis fünf Arbeitstag. Man muss auch auf seinen Körper hören, der sagt einem was er will, dann geht man schlafen oder entspannt mit einem Buch oder einem Film. Die meiste Zeit verbringt man ja im Haus. Daher wollen die meisten in der MDRS mit Freunden und Familie in Kontakt bleiben. Und dann gibt es da natürlich noch Social Media.

Stefan: Wie lange war dein bisher längster Aufenthalt in der MDRS?

Haritina:Zwei Wochen. Die Mars Society hat eine zweite Station names Flashline Mars Antarctic Station. Ein Aufenthalt dort dauert mindestens ein halbes Jahr.

Stefan: Kannst du uns eure Aufgaben und Kommando-Hierarchie ein wenig erklären?

Haritina: Es gibt einen Commander, Ersten Offizier und Sicherheitsoffizier. Aber jeder hat hier mehrere Aufgaben. Man braucht einen Journalisten, Wissenschaftsoffiziere, Geologen und natürlich Techniker die die Station am Laufen halten.

Stefan: Wie ähnlich ist die MDRS zu einem wirklichen Mars Habitat?

Haritina: Sehr ähnlich.

Stefan: Kannst du dir vorstellen wie es wäre in einem echten Habitat am Planten Mars zu leben?

Haritina: Ja, das wäre wie eine MDRS aus der du den rot-braunen Mars-Himmel sehen würdest. Und natürlich, wenn dir etwas passieren würde, müsstest du das Krankenhaus vermutlich erst aufbauen.

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