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January 27 2014

ÖWF fliegt Sojuz-ISS Dockingmanöver in Stuttgart !

400 Erstsemestrige Studenten die sich alljährlich für Raumfahrttechnik inskribieren, 167 Mitarbeiter und ein Jahresbudget von 10 Millionen Euro – das ist das Institut für Raumfahrtsysteme der Universität (IRS) Stuttgart im Raumfahrtzentrum Baden-Würtemberg: Grund genug für eine Delegation des ÖWF diese größte universitäre Forschungseinrichtung Westeuropas zu besuchen.

FlyingLaptop

Die ÖWF Delegation im Reinraum für die Integration des Kleinsatelliten “Flying Laptop”

Der stellvertretende Institutsleiter Prof. Fasoulas beeindruckte eingangs mit der fachlichen Breite des IRS, die von Wiedereintrittsphysik über bemannte Exploration bis hin zu Kleinsatelliten reicht. Durchschnittlich 75 Doktoranden sind dort tätig. Andreas Fink als Gastgeber führte die zwölfköpfige Gruppe durch die Einrichtung, beginnend mit dem Sojus-Simulator. In diesem 1:1 Mock-up können alle wesentlichen Flugmanöver des russischen Raumschiffes geflogen werden, was die Besucher auch praktisch ausprobieren durften. “Das Steuern des 7-Tonnen schweren Sojuz ist vergleichbar mit einem LKW -der nur einen Mopedmotor ausgestattet- auf einer Eisfläche zu manövrieren”, meinte schmunzelnd Manuel Schmitz, der die Sojuz-Kontrollkonsole betreute.

Sojuz

ÖWF Analogastronauten im Sojuz: Christoph Gautsch (Mitte) kurz vor dem Andocken der Raumkapsel an die ISS, assistiert von Ulrich Luger (links) und Daniel Schildhammer (rechts).

Nach den Flugmanöver besuchte die ÖWF Delegation das Labor für Hochtemperatur Supraleiter, wobei der Begriff “Hochtemperatur” sehr relativ ist, wenn man von 150 K spricht. Anschließend ging es zu den Labors für Lebenserhaltungssysteme, wo in großen Algentanks Ideen zur Lebensmittelgewinnung ebenso wie Brennstoffzellen untersucht werden. Zwei Räume weiter werden miniaturisierte Gassensoren entwickelt, die mittels eines Tintenstrahldruckers Platin-Elektroden auf eine Keramikmatrix aufbringen.

windtunnel

Einer der Plasmawindtunnel des IRS Stuttgart – hier werden neue Hitzeschultzschilde für den Wiedereintritt getestet.

Einer der Höhepunkte war der Besuch im Integrationsraum für den “Flying Laptop”-Kleinsatelliten: der etwa kühlschrankgroße Orbiter soll 2015 gestartet werden. Die ÖWF Delegation durfte die Flugeinheit im Reinraum aus nächster Nähe begutachten. Nettes Detail am Rande: Die Energiequelle für den Satelliten ist diesselbe wie für den Aouda-Raumanzugsimulator. Abgerundet wurde der Besuch durch einen Blick in die großen Plasma-Windtunnel, in denen Materialien den Bedingungen einer Rückkehr aus der Umlaufbahn ausgesetzt, bzw neue Plasmaantriebe getestet werden können.

“Das IRS ist eine beeindruckende Einrichtung, die ein breit gefächertes Portfolio an Spitzenforschung hat, ” resümiert Gernot Grömer vom ÖWF den Besuch, “und man sieht wie hier durch entsprechenden politischen Willen das Bundesland Baden-Würtemberg nachhaltig Innovationskapazität aufgebaut hat.”

December 26 2011

Drei Nationen unterwegs zur ISS

Am 21. Dezember starteten Raumfahrer aus drei Nationen befinden sich auf dem Weg zur ISS. Gemeinsam mit seinen Raumfahrer-Kollegen, dem Russen Oleg Kononjenko und dem Amerikaner Donald Pettit, startete der holländische ESA-Astronaut André Kuipers bei eisigem Winterwetter zu einem Langzeitaufenthalt an Bord der Internationalen Raumstation.

Expedition lift-off from Baikonur on a Soyuz on 21. Dec 2011 (c) NASA

On 21. Dec 2011 lift-off of expedition 30 crew to the ISS (c) NASA

Der Start zu der auf fünf Monate angesetzten Mission erfolgte planmäßig um 14:16 Uhr mitteleuropäischer Zeit, als die Sojus-FG-Trägerrakete mit Sojus-TMA 03M als Nutzlast in den frostigen Abendhimmel über dem Startplatz 1 in Baikonur startete. Es war dies der 135. Flug eines Sojus-Raumschiffes, der 29. bemannte Sojus-Flug zur ISS und der dritte mit modernisierter Bordelektronik. Für den ESA-Astronaut André Kuipers ist dies der Beginn seiner Mission mit dem Namen PromISSe.

Die Sojus-Trägerrakete brachten das bemannte Raumfahrzeug nach einem neunminütigen Aufstieg in die vorgesehene Umlaufbahn.

Die automatisierte Annäherung und Kopplung erfolgte am Freitag, dem 23. Dezember, um 16:19 Uhr am Docking- und Forschungsmodul Rasswjet. Sojus-TMA 03M, im ISS-Jargon auch als ISS 29S bezeichnet, wird voraussichtlich bis zum 16. Mai 2012 an der ISS verbleiben.

Die drei Besatzungsmitglieder von Sojus-TMA 03M werden die Langzeitbesatzung 30 mit Anatoli Iwanischin, Daniel Burbank und Anton Schkaplerow für die nächsten drei Monate verstärken. Damit klettert die Sollstärke der ISS-Besatzung wieder auf die Sollzahl von sechs Personen. Während der Mission der Expedition 30 stehen einige wichtige Höhepunkte auf dem Programm.

Pilots over the Caribbean - mission poster of expedition 30 (c) NASA

Pilots over the Caribbean – mission poster of expedition 30 (c) NASA

Während der Dienstzeit der Expedition 30 soll erstmals eine Dragon-Kapsel von SpaceX an der ISS ankoppeln. Und die beiden Kosmonauten Anton Schkaplerow und Oleg Kononjenko werden in dieser Periode den 30. russischen ISS-Außenbordeinsatz durchführen.

Dieser Beitrag wurde übernommen von Der Orion, den Originalartikel zu diesem Thema finden Sie unter der-orion.com

Linktipps:
ESA PromISSe Mission Blog

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